Dies und das und das alles zusammen!
27. Oktober 2009 von schmirglie
Hallo liebe Leserschaft,
die ganze letzte Woche habe ich es vor mir hergeschoben einen letzten Eintrag zu meinem Verbleib in Austin zu schreiben. Besonders viel gibt es da auch nicht zu erzählen, aber da ich jetzt auch noch das ein oder andere Thema habe, kann ich zum Rundumschlag ausholen und über dies und das plaudern.
Die Pro Tour an sich war für mich mit 3-4 Drop eher wenig erfolgreich. Genaueres gibt es bald auf mu.de zu lesen, das hab ich EB und Atog mittlerweile versprochen. Vermutlich nächste Woche, also seid gespannt, ich denke es wird trotz allem lustig.
Durch mein verfrühtes Ausscheiden konnte ich wenigstens rechtzeitig zum Hostel zurückkehren, um beim Grillen zwei Burger abzusahnen. Anschließend war ich mit Roxanne im Kino verabredet, sodass ich doch noch ein wenig Austiner Nachtleben genießen durfte. Wir schauten “A Nightmare on Elm Street”, allerdings mit einer Besonderheit: Drei lustige Typen saßen in der ersten Reihe und gaben via Mikro Kommentare zu dem Film, während er lief. So wurde sich dauernd über kitschige Poster an den Wänden, knuddelige Kuscheltiere und die extra großen und häufiger als nötig gezeigten Wodkaflaschen der Mutter amüsiert. Ich wusste häufig nicht, ob ich der Spannung des Films folgen oder über die Kommentare lachen sollte. 20 Minuten vor Schluss des Films wurde dieser schließlich sogar gestoppt um eine kleine Theatereinlage aufzuführen. Insgesamt muss ich sagen, dass ich mir sowas auch in Deutschland antun würde, wenn das denn in der Form angeboten würde - habe ich aber noch nirgends gesehen. Wir schlenderten anschließend noch etwas über die 6th Street, aber da Roxanne erst 19 ist, war ein Besuch einer der Bars ausgeschlossen. In der 6th Street war üngeheuer viel los, so viele Leute wie an diesem Abend habe ich in der ganzen anderen Zeit nicht in der Stadt gesehen, abgesehen von den Kartenspielern natürlich. Mir kamen die Leute in der Stadt wir Vampire vor, die abends aus ihren Löchern kriechen um die Partymeilen unsicher zu machen, das liegt wahrscheinlich an einer Überdosis Zendikar und From Dusk Till Dawn…
Am nächsten Tag spielte ich nur einen 8-4 Draft, welchen ich gewann, und am Sonntag dann noch einen GPT mit 26 Teilnehmern, bei dem ich das Halbfinale erreichte und trotzdem Rating verlor. Zum Teamdraften bin ich nicht gekommen, da ich komischerweise immer dann essen ging, wenn die andern spielten, und anschließend alle anderen hungrig waren. Schlechtes Timing würde ich sagen.
Nachdem die Tage der Pro Tour wie im Flug vergangen waren musste schließlich die Heimreise angetreten werden. Der Rückflug verlief ganz entspannt, außer, dass ich in Frankfurt furchtbar lange auf mein Gepäck warten musste, was zur Folge hatte, dass es am Bahnsteig gleich mit dem Warten weiterging. Während des Flugs von Houston nach New York schaute ich “Ray” (äußerst sehenswert), leider wurden anschließend beim Flug von New York nach Frankfurt nur wieder die gleichen Filme wie beim Hinflug angeboten. Ich schaute also noch “My Sister's Keeper” (sehr traurig, aber auch ganz ok) und schlief etwa 3,5 Stunden. Demnach war ich, als ich um 12 Uhr Mittags in Karlsruhe ankam, immer noch reichlich müde und schlief erstmal bis 18:30. Damit war der Jetlag unvermeidbar, am nächsten Tag stellte ich jedoch fest, dass so ein amerikanischer Tagesrhythmus sich verdammt gut zum Party machen in Europa eignet. Am Samstag allerdings musste ich um 8 Uhr aufstehen, da nach Ludwigsburg zum PTQ gefahren wurde. Und damit wären wir schon beim nächsten Thema.
Ich öffnete also einen Pool mit Misty Rainforest und Lotus Cobra und bekam dafür Nissa und einen glitzernden Sumpf zurück. Schlechter Tausch. Ich baute UG mit Splash für zwei Shepherd of the Lost. So richtig gefallen wollte mir das Deck nicht, aber die Alternative war ein RW, welches nur ein Burst Lightning als Removal spielte, und da ich keine Lust hatte meine Offensive gegen einen einzigen Kor Skyfisher einzustellen, verzichtete ich darauf. Die Spiele waren zwar knapp, aber nicht allzu spannend (Sealed halt), ich verlor ein Match gegen Explorer's Scope-Beschleunigung into Hellkite Charger (in beiden Spielen), eins gegen Screw in Verbindung mit Baloth Cage Trap mit Predatory Urge, und eins gegen ein sehr starkes RB-Aggro, das mich sogar nach Mulligan auf 5 noch gut unter Druck setzen konnte. Insgesamt bin ich immer noch nicht sicher, ob man in diesem Format lieber ein mittelmäßiges Aggrodeck oder ein leicht überdurchschnittliches Controldeck spielen will, aber ich denke mit Terra Stomper und Roil Elemental kann man letzteres schon probieren. Mit dem unspektakulären 4-3 ging es also nach Hause, wo ich wieder begann Sealed-Queues auf Magic-Online zu joinen. Und damit sind wir auch schon beim letzten Thema für heute.
Man hat ja schon so einiges über Modo gehört, meistens nichts Gutes. Ich hatte mir daher auch mal vorgenommen etwas über die positiven Aspekte dieses Programms zu schreiben, denn die muss es ja auch geben, immerhin spielen tausende Leute damit. Momentan kann man sich über die Inkompetenz von WotC aber wieder mal nur wundern. Dazu erzähle ich euch kurz die Geschichte meiner Zendikar Releases: Ich wollte also am Sonntag Nachmittag eins der Draft-Releases spielen. Das sind 64-Mann-Turniere, die im KO-System ausgetragen werden, und die ein sehr ordentliches Payout haben. Um einen Slot zu bekommen musste ich mich schon am Samstag anmelden, aber tja, da muss man halt durch. Nicht so toll ist dann aber, wenn man am Sonntag Modo öffnet und sehen muss, dass die Release-Drafts für den Tag abgesagt wurden, wegen Serverproblemen. Sie werden durch mehr Sealed-Events ersetzt, die aber keinen Top8-Draft haben, weil, ja weil, man weiß es nicht… Hm, das macht dann natürlich keinen Spaß. Am Montag konnte ich nicht spielen, also wurde abends wieder einer der inzwischen wiederauferstandenen Drafts gejoined, welcher heute (Dienstag) um 16 Uhr stattfinden sollte. Ja, SOLLTE. Denn als ich eben online ging musste ich feststellen, dass die Drafts bis auf Weiteres wieder abgesagt wurden. Paradoxerweise ist der Grund dafür aber, dass scheinbar mehr Leute als erwartet Zendikar-Releases spielen wollen. Offenbar haben die technischen Mängel also keinen Einfluss auf den Andrang der Spieler. Naja, dann hat WotC ja wohl alles richtig gemacht. Immerhin muss man ihnen zu Gute halten, dass die Refund Requests (die man stellen kann, wenn mal wieder etwas nicht geklappt hat) sehr schnell bearbeitet werden, vermutlich, weil sie einfach jedem sofort einen Code zuschicken, weil sie sonst nicht fertig würden mit den Anträgen. Ich gehe dann jetzt mal wieder Sealed spielen und hoffe, dass ich in den nächsten Tagen auch noch zum Draften komme. Hoffentlich habe ich dann bis Paris Ahnung von dem Format, ich bin gespannt wie das wird. Es würde mich mittlerweile nicht mehr wundern, wenn GP Paris mit mehr als 2000 Teilnehmern aufwarten könnte.
Man sieht sich dann da!
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