Viel Lärm um Nichts (Reprise)
Wizards spoilert da ganz stolz Day of Judgement und schon dreht die Community durch. Wie jedes Jahr. Wie bei jeder Änderung. Wie bei allem. Magic ist tot !!!111!1einseinself
Der Pischner beschwört das Ende der Welt herauf und wenn er schonmal dabei ist Wizards zu bashen, dann prangert er auch gleich die angeblich ach so hohen Preise für Turnierstaples an.
Ich würde sagen, immer ruhig bleiben. Funktionale Reprints sind nichts neues, die gab es schon so gut wie immer, nur war es nicht üblich, dass es sich um Rares handelt. Jetzt frage ich mich aber, warum sich um DoJ so eine Aufregung entwickelt. Damnation war ein eins zu eins Reprint, aber da habe ich keine Flameorgien vernommen. Jetzt kommt ein Wrath, der Viecher mit Regeneration liegen lässt und alle Welt schreit. Ich versuche die Argumente eins nach dem anderen durchzugehen.
1. DoJ wird wahnsinnig teuer, weil jeder vier Stück braucht:
Bullshit? Wann ist denn wieder Type 2/Block??? Im Dezember? Bis dahin sind genug Booster aufgerissen um den Markt gebührend zu versorgen. Niemand braucht die Karte sofort und auch niemand braucht vier Stück. Der Wrath selbst wurde kaum mehr gespielt in den letzten Monaten und wenn dann nicht als Playset. Also einfach mal abwarten was passiert. Wer denkt er bräuchte jede Karte vier mal im Ordner und zwar sofort, der ist selbst Schuld. Die Preise sind natürlich in den ersten Wochen, in denen der Markt noch unterversorgt ist extrem hoch. Wer sich ein wenig mit VWL auskennt wird wissen, wie es sich mit dem Equilibrium Price verhält… Der Preis wird bedingt durch Nachfrage und Angebot und strebt dann nach einer optimalen Versorgung. Da zu Anfang die Nachfrage größer ist als das Angebot ist der Preis sehr hoch, da die Leute mit mehr Geld bereit sind es auch locker zu machen. Es bekommen also erstmal die die Karten, die es sich leisten können. Wenn der Markt dann mehr Karten abietet sinkt auch zwangsweise der Preis, da versucht wird, den höchstmöglichen Preis zu verlangen, der es erlaubt die Angebotene Ware möglichst komplett los zu werden. Nach einem Monat nach dem Release pendeln sich die meisten Preise jedes mal auf einem konstanten Niveau (in der Regel um die 10 Euro für die wichtigen Staples, die in mehr als einem Deck gespielt werden). Die Behauptung ist also unsicher oder schlicht unwahr. Abgehakt.
2. Wizards wollen uns nur abzocken:
Ja, klar ist Magic reine Geldmache. Bier ist auch reine Geldmache. Schokolade ist reine Geldmache. Waschpulver ist reine Geldmache. Verschont mich bitte mit diesen Kinderphantasien! Jeder Geschäftsmann versucht aus Eigeninteresse, Interesse der Anteilseigner und oft genug auch aus Interesse der Mitarbeiter möglichst mindestens schwarze Zahlen zu schreiben. Bitte, was erwarten manche Leute? Dass ihnen Hasbro den Zucker vorne und hinten reinbläst? Gratis Karten für alle? Klappt mal die rosarote Brille hoch und guckt euch die Welt an. An der Intention Geld zu verdienen ist nun wirklich nichts auszusetzen. Klar ist Magic ein teures Hobby, aber es hat euch keiner gezwungen. WoW ist auch nicht viel billiger und das ist wirklich absoluter Bullshit ohne jeden wirtschaftlich oder sozial bevorteilenden Faktor (vielleicht auch nicht ganz so krass, aber der Vergleich ist einfach schlecht). Bei Magic kann man immerhin noch was gewinnen (deshalb geben Turnierspieler Geld für Karten aus). Wir leben im Kapitalismus, da ist es normal, dass man Geld für Leistung verlangt (und ich bin der Meinung, dass WotC ihren Job doch ganz gut machen).
3. Die Kartenpreise sind in den letzten Jahren extrem gestiegen:
Hier kann man sich den Mund fusselig reden, da die Kartenpreise vor X Jahren kaum noch wirklich bekannt sind. Aber wenn man mal überschlägt was 10 Jahre Inflation mit einem Preis ausrichten, dann kann man davon ausgehen, dass eine Karte die früher 10 Mark gekostet hat heute etwa 8 Euro kosten dürfte und eine die 20 Mark gekostet hat entsprechend etwa 16. Grob geschätzt wohlgemerkt. Ich sehe jetzt ehrlichgesagt nicht, wo das Problem ist. Das obere spektrum früher waren eventuell 20 Mark und heute ist das obere Spektrum 16 Euro (Ausnahmen wie Tarmogoyf, der nun wirklich über alle Formate, in vielen vielen Decks aufgetaucht ist lassen wir mal außen vor). Die meisten Karten pendeln zwischen 5 und 10 Euro. Klingt für mich fair und normal.
Aber Leute die so etwas behaupten sind vermutlich auch die, die behaupten, dass der Euro alles teurer gemacht hat (was nachweisslich nicht stimmt, wir haben eine stattlich gesunkene Inflationsrate, seit wir den Euro haben). Wer den ersten Spargel haben will, der darf sich nicht wundern, wenn er nahezu das fünffache kostet im Vergleich zur Haupt- und Spätsaison. So ist das auch mit Kartenpreisen. Und Erdbeeren und Melonen im Winter…
Ich habe erst vorgestern Preise auf MKM durchforstet und konnte keine extreme Verzerrung nach oben feststellen (man darf btw nicht vom Durchschnittspreis ausgehen, der wird durch Ausreisser verzerrt. Man sollte sich an die unteren Preise wenden, das ist der Preis für die sie wirklich verkauft werden).
Schlimm kann es nur werden, wenn ein Turnier direkt nach dem Release eines Sets stattfindet. Aber auch hier haben die meisten anderen Spieler die Karten auch noch nicht, also kann man da entspannt rangehen. Wer meint er müsste sofort das Überdeck haben, meinetwegen, aber auf dem Niveau auf dem die meisten von uns spielen ist das garnicht so wichtig.
4. MKM macht alles teurer:
Wie soll das bitte funktionieren? Bei ebay würde ich das eher vermuten, da sich hier die Käufer überbieten, also der mit dem größten reservation Price gewinnt (der Preis den er gerade noch bereit ist zu zahlen). Bei MKM hingegen unterbieten sich die Verkäufer und nur die werden ihre Ware los, die günstig anbieten. Ich würde sogar so weit gehen, das Prinzip MKM drückt die Preise für so gut wie alle Karten. Nur für die bei denen das Angebot sehr sehr klein ist stimmt das nicht.
5. Chaserares sind absolut überteuert:
Zu Anfang immer, aber das hatten wir oben schon. Wer sich Thoughtseize im Presale bestellt muss halt dafür blechen. Wer sich Tarmogoyfs im Presale bestellt hat ist jetzt glücklicher Besitzer von einem Playset für 1-15 Euro oder ein reicher Mann, wenn er mehr als 10 bestellt hat.
Draften wäre nur halb so toll, wenn man sich nicht freuen würde eine 5-xx Euro Rare aufzureissen und gleich mal einzustecken oder eben am Ende sein Draftgeld durch das verpicken der Rares am Ende wieder reingeholt zu haben. Da seh ich kein Problem mit. Das ist sogar ziemlich gut, weil sich mit wertvollen, guten Karten auch das kaufen von Displays mehr lohnt. Ein Display M10 liegt vom durchschnittlichen Rarewert relativ nah am Kaufpreis, Alara Reborn eher nicht. Ob das Absicht ist oder nicht, aber Wizards machen hier was für ihren Absatz. Sie bekommen nämlich kein Geld dafür, dass irgendwer ihre Karten verkauft, sie brauchen Boosterverkäufe. Dafür muss man draften und Packs aufreissen interessant halten. Und das geht eigentlich nur durch gut designete Sets und Chaserares.
Die Welt wird wegen Day of Judgement nicht untergehen. Magic wird auch genauso weiter gehen wie die letzten 16 Jahre. Vermutlich wird es aber immer besser werden, denn das ist die Tendenz die ich erkenne. Die Sets werden immer besser designed, draften sich immer besser und auch das Constructed bleibt sehr vielfältig. Kein Grund zur Klage also. Was ich vermute ist Saure Gurken Zeit. Es ist einfach nicht genug los und da werden halt wieder die unnötigsten Sachen reisserisch aufgemacht in die Welt herausgeschrieen.
Also einfach mal locker machen und entspannt der Dinge harren, die da kommen.
Gepostet in Alltag
23. August · 20:56
Super Zusammenfassung, die auch genau meine Meinung ist.
Good Work!
23. August · 21:13
nunja…soweit korrekt aber auf den punkt mit mkm orientierung an tiefstpreisen würd ich gern nochmal eingehen:
eine orientierung an den tiefstpreisen wäre nämlich nur dann sinnvoll wenn die den tatsächlichen marktwert wiederspiegeln…das tun sie aber nicht. die tiefstpreise ziehen sich aus konkurrenzgründen aber uahc eben aus verkaufstechnischer sicht hinsichtlich versandtsicherheit nach unten. wer ein wenig ahnung von juristik besitzt (xD) weis das verkäufer mit niedrigen bewertungen eher ungern genommen werden denn im endeffekt ist die beweislage für den käufer einer karte der nichts zugeschickt bekommt schlecht und er muss in vorlage treten. das BGB enthält zwar eine beweislastumkehr aber eben auch haftungsbeschränkungen für den verkäufer und es handelt sich nunmal um eine Schickschuld.
die verkäufer die wenig bewertungen haben müssen als otief anbieten. sinnvoll handeln sollte man also nach mkm durchschnittspreisen oder nach onlinehändlerpreisen wie zb trader oder miracle games. denn die stufen die karten zwar viel zu teuer, aber eben auch gleichmäßig teuer ein.
- Für Rechtschreibefehler übernehme ich keine Haftung. Ihr dürft sie behalten udn selbst verwenden -
23. August · 21:21
Da habe ich mich wohl unklar ausgedrückt. Ich meinte damit die untersten paar Angebote, nicht zwangsweise das billigste. Man muss das natürlich differenziert betrachten, aber einfach den Durchschnitt zu nehmen ist wegen der Streuung (falls da Foils mit eingerechnet werden kann man es eh vergessen) irreführend.
23. August · 21:51
Sehr schön geschrieben, MKM ist wirklich meistens billiger als ebay. und magic wird so schnell nicht sterben! es wächst sogar in letzter zeit, was die beteiligung an den pro tours bestätigt
23. August · 22:04
Chaserares sind billiger als früher. Erinnert sich noch einer an Rishadan Port? Der war zu seinen t2 zeiten 4 mal in JEDEM deck und war einzeln nie unter 30-35DM zu haben… gilt übrigens für viele andere Karten (cursed scroll, academy, masticore, morphling…)!
Karten der letzten Jahre die solche Dimensionen erreicht haben: Die Schocklands zu ihrer Hochzeit (wobei da von Anfang an klar waren dass die eine Investition nicht nur in t2, sondern allgemein in alle Formate ist) und Tarmogoyf (ebenso)… Baneslayer wird zur zeit extrem gehyped, nachfrage ist größer als turnierrelevanz.
Wenn Karten gehyped werden, kommen immer seltsame preise raus. Beispiel: Phyrexian Scuta war in den ersten Planeshift wochen so gehyped dass er fast 40dm bei händlern wert war. Undermine hab ich ein einzelnes bei ebay für 28dm verkauft!
Randoms sind immer nur am nörgeln. Tolle Zusammenfassung Kenshin!
23. August · 22:58
Was halt nervt, ist, dass man seine funktional identischen Karten, die man schon hat, nicht spielen darf, nur weil sie einen anderen Namen haben.
Stattdessen vergammeln sie im Ordner und keiner will sie mehr haben.
Wizards verlangt dann, dass man sich die neue Karte besorgt und dass das viele Spieler nervt kann ich nur nachvollziehen.
Hinzukommt das Ärgerniss, dass Wizards einfach mal Karten obsolet macht (Savannah Lions, Crusade).
Gleichzeitig kann ich aber natürlich auch die Politik von Wizards nachvollziehen.
23. August · 23:02
Beim Draften will ich doch ne Moneyrare aufmachen können. Einfach Wrath als Reprint wär doch super schlecht, so ist das doch perfekt.
Ein Sammelkartenspiel bringt neue Karten raus, die man sich besorgen muss, wenn man Constructed spielen will - Thank You Captain Obvious!
23. August · 23:47
“Bitte, was erwarten manche Leute? Dass ihnen Hasbro den Zucker vorne und hinten reinbläst? Gratis Karten für alle?”
Gratis Karten gibts doch schon seit Ewigkeiten
Davon mal abgesehn, an alle Leute die meinen, ihre Wraths verkümmern nun im Ordner weil sie niemand haben will.
Ich will sie haben! Also geht im Preis runter, weil sie niemand mehr will… und ich nehm sie euch alle ab
24. August · 03:02
@The Tog: mkm, durchschnittspreise. Die kann man einfach deshalb nicht als Referenz nehnen, weil es sich um den Durchscnitt der Angebote handelt. Nirgendwo ist der Preis aufgeführt der auch bezahlt wurde. Als Beispiel: du sagst: ich kaufe dir die Karte xy zum Durschnittspreis von mkm ab, es sind drei Angebote vorhanden, für 1, 2 und 3 €. Jetzt ist der durchschnittliche Angebotspreis 2 €. Bevor wir aber nachschauen stelle ich die Karte noch mal rein, zum Preis von 100 €. Wird nie jemand kaufen, ist aber legal. Jetzt ist der durchschnittliche Angebotspreis 26,50. Würdest du 26,50 bezahlen oder lieber doch die für einen Euro nehmen?
24. August · 11:01
@9:
Offensichtlich gibt es einen Durchschnittspreis der Angebote - dieser ist offensichtlich nicht aussagekräftig.
Es gibt aber auch einen Durchschnittsverkaufpreis, der realistischer ist.
Am besten sind wohl aber die Preise der 2-3 günstigsten Angebote.
24. August · 12:14
MKM ist auch nicht immer günstiger als Ebay. Viele verkaufen ihre guten/teuren Karten, die sie einmal im Booster gezogen haben. Wenn man Playsets oder zumindest zwei oder drei der Karten haben will, sieht das ganze schon wieder anders aus. Wenn man dann noch einen Verkäufer sucht, der mehr als eine Karte hat, die man haben will, um Versandkosten zu sparen, sind die i.d.R. auch teurer als die 1-3 günstigsten Anbieter.
Gruß
Scharrer
24. August · 12:29
hmja, hab jetzt genau gar keine ahnung von vwl, hört sich aber für mich plausibel an.
ich denk es nörgeln aber va die leute, die t2 auch ausserhalb der season spielen wollen (fnm etc). die können nun nicht einfach in den ordner greifen und die wraths rausholen sondern müssen sich erst karten antauschen/-kaufen. kann schon nachvollziehen dass das nervt.
iü trifft das imho auch bei karten wie essence scatter zu.
aber stimmt schon, für ein sammel(!)kartenspiel muss man halt laufend geld ausgeben. fürs hl ist ein neuer 4cc wrath eh super und man muss nur einen kaufen
@the tog: hm, wo steht denn im bgb die beweislastumkehr, wenn der verkäufer nicht schickt?
24. August · 12:50
MKM ist nur bedingt bis gar nicht als Referenz geeignet da dort effektiv nur Privatkunden untereinander kaufen/verkaufen. In etwa ein großer Flohmarkt, das Angebot dort würde die Nachfrage für alle Spieler die diese Karten in diversen Tunierformaten benötigen schlicht nicht decken. - Die wirklichen Shops die dort ebenfalls anbieten (und dann auch mehr als eine random Draft-Karte) verlangen auch direkt sehr viel höhere Preise. Von der bereits erwähnten Zuverlässigkeit, wenn man das Playset bei 4 verschiedenen Privatverkäufern zzgl Versand zusammenkauft gar nicht mal zu reden.
Es hat doch nichts mit “Magic-ist-Tot!” zu tun (ich hasse diese Argument btw, sobald man es inzwischen auch nur wagt Kritik zu äußern wird einem vorgeworfen was man doch für ein Pessimist sei).
Fakt ist: In M2010 tauchten diverse Identische Reprints auf die ältere, bereits ausreichend im Umlauf befindliche Karten überflüssig machten.
Größtenteils waren das noch commons/uncommons, die Wenigsten haben sich darüber beschwert, “sind ja nur uncommons!”
Nun ist in M2010 allerdings DER ikonische Massremoval, an dem sich jeder vergleichbare messen musste nicht reprinted worden (Das Planar Cleansing nicht gegen Beatdown aussreichen würde, und den Zorn nicht angemessen ersetzen kann war schon im Vorhinein abzusehen.). Auch hier ließ sich noch argumentieren dass Wotc so ja die Möglichkeit erhält endlich mal interessante Zorn-Varianten in den Expansions zu drucken - die dann vielleicht auch mal gespielt werden!
Pustekuchen - Tatsache ist direkt in der nächsten Erweiterung, die kaum 2 Monate später erscheint, befindet sich der ikonische Zorn erneut, als funktionaler Reprint, wieder im Rare-Slot. Dass ist dann die Stelle wo Ich mich einfach fragen muss, wie dreist Wotc eigentlich noch werden kann.
Und dann gehts es mir nicht darum dass sich das Ding ggf bei 10 Euro einrenken wird (oder doch 20 wie Damnation?) sondern eher darum dass Wotc offensichtlich versucht identische Karten erneut zu verkaufen. Zorn war schon immer ein Dauer-seller, hier ist er erneut: greift jetzt zu!
Nein ich erwarte nicht alles in den Arsch geblasen zu bekommen, aber wenn bei einem teurem Hobby wie Magic jetzt auch noch jedes Jahr die alte Chaserare neu aufgelegt wird kann ich doch schon von Abzocke sprechen?
24. August · 13:30
Day of Judgment ist kein funktionaler Reprint von Wrath of God. Wäre dem so, wäre das Rumgeheule wenigstens teilweise gerechtfertigt.
24. August · 13:33
@Boneshredder: Das kapiert aber einfach keiner der Heuler… Und wenn man sich den Preisverfall von WoG mal anschaut, der durch die vielen Reprints zu stande kommt kann einem das auch nicht wirklich gefallen.
24. August · 13:45
Wenn diese minimale Änderung (die keinerlei Einfluss auf die Spielweise der Karte haben wird) ausreicht um die Karte als neue Variante zu rechtfertigen können wir uns bestimmt alle auf viele “neue” Karten in kommenden Editionen freuen (die einem alle merwürdig bekannt vorkommen werden).
@Fanboy Der Preisverfall wird wohl eher dadurch zustande kommen dass die Karte bereits nicht mehr T2 legal ist.
24. August · 13:57
DoJ wird sich o bei 4-6, höchstens 7 einpegeln, alle nehmen es hin, keiner meckert, alle glücklich.
24. August · 14:08
A pro pos functional reprint: Wie viele Armageddon-Spieler sich freuen würden wenn es neben Ravages of War noch mehr solcher Reprints gäbe
Oder die Highlanderspieler sind nem 2. Remove Soul/Wrath/Savannah Lion nich abgeneigt denk ich!
Klar is das blöd dass die T2 Leute sich vieles neu holen müssen, aber abgesehn von 1- max 2 Rares sind das doch alles Commons die nix kosten?!
24. August · 14:26
@Warrior57:
1. Kein geflame bitte…
2. Wrath war als ich angefangen habe zu spielen über 15 Euro wert. Ein paar Jahre und Cores Sets später bekam man sie dann für 5 Euro hinterhergeworfen. Das liegt nicht daran, dass die Karte schlechter geworden wäre, sondern daran, dass eine Übersättigung des Marktes stattgefunden hat. Als ob ich den Preis nach der Rotation heranziehen würde… omg!
3. Es ist kein 1-1 Reprint und er funktioniert nicht genau so. Nicht mehr und nicht weniger. Man sollte sich eher freuen einen ordentlichen Wratheffekt im Block zu bekommen, nach den miesen Alternativen der letzten Jahre (Damnation mal ausgenommen).
24. August · 15:05
Es nervt mich echt nur noch. Die meisten Leute, die wegen dieser „Geldamcherei” rumwhinen, sind doch entweder nur Casualspieler oder lernresistente, lokale FNM Matadore, die sich die Staples für ihr Deck holen, whinen, aber danach ruhig und glücklich sind. Die richtig professionellen oder semi-professionelle Spieler interessiert es doch eher null ob jetzt DoJ oder Karte Nummer 143 der Staple aus Zendikar wird. Hat Sebastian Thaler rumgewhined, als er am 8 Mann Tisch Maelstrom Pulse aufgemacht hat und weitergeschoben hat? Nö.
Die Einnahme Quelle Nummer 1 von Wizards ist ja wohl das CasualGaming. Und ich bin jetzt einfach mal so frei zu behaupten, dass die Casualspieler eher Booster kaufen als Einzelkarten. Und wenn nicht: Seid doch glücklich, der original WoG verliert durch den 98% funktionalen Reprint ja nur an Wert und ist günstger für euch zu haben.
Warum können sich nicht einfach nur die Leute zu Themen äußern, die es auch betrifft? Ständig denkt jeder Horst er müsse seine Meinung kund tun.
24. August · 16:05
Ohne auf den Aktuellen Streit einzugehen mal was zu Begrifflichkeiten:
Zum Thema Abzocke: Weil immer das Gegenargument komme: “Jeder Geschäftsmann versucht aus Eigeninteresse, Interesse der Anteilseigner und oft genug auch aus Interesse der Mitarbeiter möglichst mindestens schwarze Zahlen zu schreiben.”
Also unter Abzocke und einfach Geld verdienen(wie das jede Firma macht) ist schon ein gewaltiger Unterschied.
So ist jeden klar das “Jamba”-Klingeltöne, Kaffefahrten usw. höchstwahrscheinlich Abzocke von Kunden ist(wenn auch rechtlich sicher alles in ordnung ist) und sich diese Angebote deutlich von Bier, Schokolade und Waschpulver unterscheiden.
Bzw. Waschmaschienen die nur mit einem bestimmten(sündteuren) Waschmittel waschen wären wahrscheinlich Abzocke. Oder Drucker die nur mit bestimmten Druckerpatronen…
24. August · 16:35
nun … man kann aber bei mkm wenn man eien karte zum verkauf einstellt unter SELL soweit ich weiß den preis einsehen für die sie durchschnittlich bislang verkauft wurde.
zur beweislastumkehr: ich bin mir nicht sicherin wieweit das anwendbar ist aber zum beispiel beim Anspruch auf Schadenersatz statt der Leistung etwa wegen nicht versendens der karte muss gem §280 I 2 sich derjenige exkulpieren gegen den der SE Anspruch erhoben wird.
24. August · 21:07
@The Tog: exku- was? Hatte zwar Latein, aber dafür reicht es grad nicht. Wer muss wem was?
@Topic
Ich denke auch, dass die Gruppe, die das “Ärgernis” wirklich betrifft, sehr klein ist. Wer “brauch” denn wirklich ASAP 4x DoJ? Der Casualspieler nicht, der Vintage/Legacy/Extendedspieler nicht, der (flexible) T2 Spieler auch nicht.
Ich brauch ziemlich genau einen DoJ, und den krieg ich sicher mal bei nem Draft oder so.
24. August · 22:54
achso, ja da gibts eine.
die betrifft aber das verschulden, hilft einem also nix wenn der verkäufer behauptet er habe verschickt (nicht verschicken = pflichtverletzung (die schickschuld hast du ja schon angesprochen), muss nach allg regeln dann auch der anspr. steller nachweisen. 280 I 2 wird relevant wenn der verkäufer behauptet, er habe zwar tatsächlich nicht verschickt, hätte aber aus den und den gründen auch gar nicht können.).
danke für den hinweis, dachte ich hätt was übersehen. so müssts aber stimmen
iE stimmts dann umso mehr was du sagst, dass niedrige preise eben auch evtl nicht vorhandenes vertrauen “überbrücken” sollen. ob die karten dann auch zu dem preis verkauft werden scheint mir auch fraglich.
25. August · 13:47
exkulpieren = sich von der Schuldensvermutung befreien .. so in dem kontext gesehen.
25. August · 14:20
@The Tog: stimmt ja, hatte ich völlig vergessen. Sell zeigt da den durchschnittlichen Verkaufspreis und AVG den derzeitigen durchschnittlichen Angebotspreis.
Kann man schon sehen wie sich diese Werte unterscheiden.
Tarmogoyf: sell 25,96, AVG 33,92. Allerdings hat man auch da keine Berücksichtigung von Zustand und Verkäufer.