MTG Blogs Portal · Random Blog ·
· Log dich ein · Registriere dich jetzt
Magicuniverse Team Linz
Vom Küchentisch zur Pro Tour

Dreistigkeit siegt!?!

5. Dezember 2008 von Kenshin

Da lange niemand mehr etwas darüber geschrieben hat und alle Artikel, die ich bisher darüber gelesen habe älter und englisch waren, möchte ich mich mit einem Thema befassen, dass doch relativ selten zur Sprache kommt, wenn über Magic gesprochen wird: Betrügen!
Ich meine damit nicht nur offensichtliche Betrüger, wie zum Beispiel der schon fast dumme Cheater in Berlin, der auf seinem Schoss Extrakarten liegen hatte und bei Bedarf von dort die nötigen Karten “topdeckte”, sondern auch Situationen, in denen man sich nicht wirklich betrogen vorkommt, aber der andere Spieler sich dennoch einen unfairen Vorteil verschafft hat. Die Aufzählung ist keinesfalls komplett und soll auch keine Anleitung zum Betrügen sein. Die könnte ich auch garnicht liefern, da ich selbst zu solchen Sachen wie shuffletricks u.ä. nicht in der Lage bin. Ich möchte lediglich versuchen, einen kurzen Leitfaden zu bieten, der hilft cheats und shady moves zu erkennen und sich nicht übervorteilen zu lassen.

Grundsätzlich glaube ich, dass Leute viel zu selten einen Judge rufen. Viele Leute glauben, dass sie durch den Judgecall etwas Unrechtes tun, was sie in den Augen der anderen Spieler diskreditiert. Es wird sich sozusagen davor geziert einen Schiedsrichter zu rufen und man versucht ein liebes Kind zu sein, indem man die Sache entweder auf sich belässt, oder trotz Zweifeln dem Gegner zustimmt. Ich verstehe das nicht. Nur weil ihr den Judge ruft, seid ihr doch noch kein schlechter Mensch? Ihr habt eine Frage und es ist die Aufgabe des Judges diese zu beantworten. Es ist auch seine Aufgabe Cheatern das Handwerk zu legen, aber auf 100 Spieler kommt bei einem Ptq vielleicht drei Judges. Die Chance, dass diese Etwas bemerken ist sowas von gering… Also sind die Judges auch auf eure wachsamen Augen angewiesen, um Betrüger zu schnappen. Man muss natürlich nicht wegen jeder Kleinigkeit den Judge konsultieren, aber wie oft lässt man etwas, das einem komisch vorkommt einfach durchgehen? Euer Ehrgefühl bringt euch auch meist nichts, da der andere Spieler vielleicht einfach skrupellos ist und euch bescheisst. Und jemand, der skrupellos ist hat auch überhaupt kein Problem damit euch den Judge auf den Hals zu hetzen. Geht niemals davon aus, das euer Gegner sich dem selbem übertriebenen Ehrenkodex unterwirft wie ihr. Ein Judgecall an sich ist kein Versuch es dem Gegner reinzudrücken. Wenn er vom Judge bestraft wird hat er es verdient, weil er einen Fehler begangen habt. Und mal ehrlich, 90% der Spieler würden den einfachen win nehmen, wenn ihr Gegner einen Fehler begeht, der im Gameloss enden kann.
Also seid bitte nicht der Idiot, der sich Übervorteilen lässt, nur aus Angst als Rules Lawyer dazustehen. Bis ihr in den Augen der anderen Spieler wirklich unangenehm auffallt müsst ihr schon einige extrem übertrieben Judgecalls machen…

Oft kommen Spieler mit ihren shady moves auch durch, weil keiner der Gegner den Judge ruft. Wenn euer Gegner falsch tappt, dann lasst ihn das nicht nur zurücknehmen, sondern ruft einen Judge. Dieser wird das dann zur Kenntnis nehmen. Jetzt können mehrer Dinge passieren: Ihr seid der erste, dem das auffällt und der einen Judge ruft, dann wird der Gegner vermutlich genauer beobachtet. Ihr seid bereits einer von mehreren Leuten, die deshalb einen Judge gacalled haben: Vermutlich bekommt der Gegner jetzt ein Problem. Denn einmal ist Zufall, zweimal ist Unvorsichtigkeit, aber mehrmals ist oft genug Absicht. Dass das oft ungeahndet bleibt liegt an der Feigheit vieler Spieler deshalb einen Judge zu rufen. Viele Leute, die kleiner Tricks benutzen, würden das so schnell unterlassen, wenn jeder der es merkt sofort den Judge rufen würde, da sich so ein Muster über längere Zeit erkennen liesse. Aber da viele Spieler das als harmlos abtun oder Angst haben einen Judge zu rufen, kommen solche Leute mit ihren dreckigen Tricks durch. Ein Apell an all: Wenn euer Gegner zweifelhafte Aktionen rauslässt, dann ruft bitte einen Judge, denn nur so kann man Cheatern auf lange Sicht das Handwerk legen. So wie die Situation aktuell ist, werden ehrliche Menschen ausgenutzt und ihre Unwilligkeit Fehlverhalten einem Schiedrichter zu melden wird gnadenlos ausgenutzt.

Shuffletricks:

Diese Cheats sind vermutlich die effektivsten und von einem geübten Spieler so gut durchführbar, dass man es kaum merkt. Hiermit meine ich NICHT, dass der Gegner euer Deck auf drei Haufen aufteilt, weil er glaubt so die Länder und die Spells zu trennen. Wenn er dies bei einem akzeptabel gemischten Deck tut hilft das rein garnichts. Das funktioniert nur, wenn ihr euer Deck gestacked habt oder ihr den sogenannten manaweave gemacht habt (das bedeutet, die Karten immer Land, Spell, Spell sortiert zu haben und danach nicht ordentlich zu mischen) und dann ist der Gegner selbst schuld, wenn er nicht sofort den Judge called. Denn ein nicht “sufficiently randomized” Deck zu präsentieren ist cheating und wenn der Judge ein Muster feststellen kann seid ihr schnell bei einem Game- oder Matchloss. Also warum dem Gegner das Deck zurückstacken (das kann, glaube ich, auch als cheating ausgelegt werden, wenn ein Judge das von euch zurückgegebene Deck checked), wenn man das intendierte Ergebniss auch gleich haben kann?
Wie genau die echten Shuffletricks funktionieren weiss ich leider nicht, aber was als Faustregel zu beachten ist: Hebt auf Turnieren IMMER ab! Beachtet, dass ihr nicht immer an der selben Stelle abhebt, denn die guten Shuffler mischen sich noch eine Backup Kopie in die Nähe der Stelle, an der ihr vermutlich abheben werdet. Diese Shuffletricks bringen dem Gegner zwar oft keinen Vorteil, wenn abgehoben wird, aber auf die Dauer gesehen erhöht es nunmal selbst dann die Chancen den richtigen Spell zu ziehen. Besonders bei Gegnern die aus fehlgeleiteten Motiven nicht abheben. Der Gegner hat ja entweder keinen Vorteil, zieht die Karte die er braucht sofort oder zieht sie einige Züge später. Es hat also fast keinen Nachteil, da es relativ schwer ist es Leuten die es wirklich gut können anzusehen, ob sie gerade tricksen. Abheben ist so ein geringer Aufwand, aber trotzdem sehe ich auf PTQs Leute, die es nicht tun. Sogar in einem Feature Match auf der ProTour habe ich das glaube ich einmal gesehen. Komisch, das der andere Spieler dann genau den Spruch, den er brauchte von oben zog…
Wenn ihr den Verdacht habt, dass euer Gegner euer Deck beim Mischen stacked und ihr euch fast sicher seid, dann ruft einfach einen Judge. Der kann dann schauen, ob euer Deck irgendwelche Muster aufweist. Seid wachsam und ruft bei Problemen einen Judge.

Peek:

Das fällt schon fast unter die Kategorie Bagatelle. Denn mal ehrlich, fast jeder macht das. Freiwillig oder unfreiwillig sei jetzt mal dahingestellt, aber die Natur unseres Spieles macht es nunmal unglaublich leicht. Wenn ihr mal aufmerksam aufpasst, wo eure Gegner beim Mischen hingucken wird euch oft auffallen, dass sie, obwohl sie so tun, als ob es nicht möglich wäre, oft in euer Deck schauen können. Es ist wirklich zu einfach. Deshalb ist die Versuchung ja auch so groß. Mir ist es schon oft passiert, dass ich aus Versehen einen Blick auf das Deck erhascht habe. Wenn man beim Mischen auf das Deck schaut, damit nicht alles auf dem Boden landet, passiert das einfach relativ leicht. Deshalb gewöhne ich mir gerade an sicher zu mischen, selbst wenn ich die Karten hinter dem Rücken hätte. Ich glaube nicht, dass man gegen diese kleine Betrügerei wirklich etwas machen kann. Man muss sich einfach fragen, ob man hier seine Ehre bewahren will, oder mit den Wölfen heulen soll. Da es nahezu kein Risiko birgt, aber die Belohnung (im Idealfall Kenntniss des gegnerischen Decks) riesig ist, machen es vermutlich so viele Leute. Auf einem PTQ würde ich die Zahl derer die mindestens ab und an peeken auf knapp 70% schätzen.

Übervorteilung:

Mal eine kleine Geschichte von mir: Es ist ein FNM, Draft. Mein Gegner legt mir den Godsire hin, ich habe aber Flieger. Es ist der entscheidende Zug und ich muss mit Cloudheath Drake, Kathari Screecher und Scavenger Drake genau 11 Schaden machen. Das kriege ich auch hin, wenn ich den Viscera Dragger von meiner Hand spiele. Ich habe aber den brainfart und cycle den Dragger, bringe ihn per Unearth ins Spiel und opfere ihn in den Kathari. Mir fällt dann auf, das ich keine Marke kriege. Jetzt kommt der springende Punkt: Ich mache einen takeback, lege die gezogene Karte wieder obendrauf, spiele den Dragger normal und gewinne. Mein Gegner schiebt zusammen.
Wo ist der erste Fehler?
Genau: Ich habe das Spiel schon verkackt. Aber ich bin dreist und nehme es einfach zurück.
Wo ist der zweite Fehler?
Mein Gegner lässt es durchgehen.
Hallo? Warum? Ich habe doch das Spiel trotz besserem Wissen aus Gier nach Extrakarten weggeworfen! Warum lässt er mich das machen? Ich hätte ja auch noch bescheissen können, indem ich eine Karte aus meiner Hand, die ich nicht brauche, wieder zurück lege… Da war nicht nur ewig Cheatpotential, da war auch kein Grund mir das Takeback zu erlauben. Es gibt an sich bei Turnieren überhaupt keinen Grund ein Takeback durchzuführen, AUßER ein Judge befiehlt das.
Und das ist auch nicht das erste Mal, dass ich einfach zurücknehme, ohne, dass der Gegner irgendwas dagegen sagt. Ich muss dazu sagen, ich erlaube auch oft Takebacks, aber eben nie, wenn der Gegner es so kurz vor der Ziellinie wegwirft…
Lasst euren Gegner nicht dreist sein! Ob ein Takeback OK ist entscheidet ihr oder der Judge. In der Regel ist es das nicht, sondern bügelt einen Fehler des Gegners aus. Natürlich seid ihr “nett”, wenn ihr das durchgehen lasst, aber ihr habt dann auch “nett” verloren. Lieber nicht “nett” als verloren…

Fehlanzeige:

Was vermutlich auch oft gemacht wird ist, Mana falsch zu tappen. Weil man selbst bemüht ist das richtig zu machen, geht man meist davon aus, dass der Gegner es auch richtig macht. Außer Acht lässt man aber, dass der Gegner sich vielleicht hier einen Vorteil verschaffen möchte. Wenn der Gegner seinen Wrath mit UUGW spielt habt ihr vielleicht sogar verloren, obwohl ihr ihn im nächsten Zug gefinished hättet. Oder der Gegner legt einen Goyf mit 1W, weil er den Breeding Pool für UU und den counterspell, der euer removal countert braucht. Oder aber der Fetch auf Breeding Pool mit Bloodstained Mire. Solche Dinge passieren oft. Unabsichtlich, wie absichtlich. Das Problem ist, dass man in jedem Fall davon ausgeht, dass es ein Versehen war. Wenn so etwas passiert, ruft einen Judge, das gibt ein Warning. Wenn ihr das nicht tut, ist der nächste Gegner bei dem das “aus Versehen” passiert, der erste der deswegen den Judge called und nichts passiert. Ist er der zweite wird das vielleicht schon problematisch. Auch wirklich gute Spieler benutzen solche “unabsichtlichen” Fehler, um zu cheaten. Mori wurde deshalb sogar suspended, weil der Verdacht, dass er sich für das Warning den Takeback und Informationsvorteil geholt hat, mehr als nur einmal da war.

Passt einfach besser auf, was euer Gegner da wirklich macht und vezagt nicht, bei Ungereimtheiten einen Judge zu rufen.

Komplexeres:

Es gibt eine Reihe von Cheats, die ich hier nicht besprechen kann. Einerseits, weil die meisten Spieler sie mittlerweile Erkennen, oder weil sie einfach aus der Mode sind, andererseits, weil ich sie nicht kenne. Ich selbst cheate nie. Abgesehen vom unfreiwilligen Peek und dem oben beschriebenen Takeback nehmen habe ich eine weisse Weste. Einen hab ich aber noch:

“Sulfuric Vortex Cheat”:
Dieser Cheat läuft folgendermaßen ab: Im Spiel befindet sich ein Upkeep Effekt. Euer Gegner “vergisst” ihn, zieht seine Karte und nach etwas überlegen oder vielleicht sogar einem play, fällt das dem Gegner auf. Nun geht er in seinen Upkeep, holt den Effekt nach und… zieht nochmal eine Karte. Ich hab diese Methode mal meinen Highlander Kumpels erklärt, nachdem ich sie in einem englischen Artikel zum Thema gesehen hatte, und prompt hat das einer meiner Kumpels mit Land Tax gemacht. Der Witz ist, dass ich es nicht gemerkt habe, obwohl ich es ihm gerade erklärt habe! Man erwartet es einfach nicht betrogen zu werden und läuft deshalb ins offene Messer.
Wenn euer Gegner upkeep Effekte vergisst, ruft einen Judge, beim zweiten Mal kann das für ihn das Gameloss sein, unter anderem eben auch weil da ein Betrugspotential besteht!
Wieder das Mantra: ruft den Judge, denn wenn ihr der erste seid, der es tut, werdet ihr euch auch ärgern, dass der Gegner damit durchkommt, aber wenn ihr der zweite seid, dann habt ihr Erfolg gehabt und vielleicht einen Cheater erwischt. Ihr müsst den Judges bei so etwas helfen, sonst tut es keiner!

Wenn ihr selbst Erfahrungen mit solchen Cheats gemacht habt, oder noch ein paar andere wichtige Cheats kennt, die man erkennen können muss, seid ihr eingeladen diese in den Kommentaren mit den anderen zu teilen!

Gepostet in Alltag

34 Kommentare

  1. Tigris

    Ich finde den Bloggeintrag sehr gut, da er einem auf dinge hinweist, welche man vielleicht gar nicht wusste, und oder beachtet.
    Ich kann auch versehen, dass man bei dingen die nicht recht koscha sind den judge rufen soll aber ja man kann es übertreiben und es wollen halt nicht alle wie du um jeden fall gewinnen.

  2. SDF

    schöner und informativer Artikel,

    ich bin mir nicht ganz sicher, wo sloppy play und cheaten bei dir anfangen und aufhören. könntest Du bitte die offizielle wizards broschüre posten, nur damit keine unklarheiten bestehen bleiben. Zu meiner Zeit war das “edgen” (die grauzonen vollkommen ausnutzen) total legitim , hier hört es sich für mich nach einem absoluten no go an. Ich weise auch darauf hin, dass vermehrtes judge-calling und judge-threaten m.E. seine Grenzen finden muss, weil man darüber seinen Gegner vollkommen aus dem Konzept bringen kann.

  3. Nachtmacher

    @ Tigris: Ich glaube nicht, dass es bei diesem Thema um das “auf jeden Fall gewinnen” geht. Viel wichtiger ist es doch, potentiellen Cheatern die Wins nicht zu schenken…wenn ohnehin alles sauber abläuft (und das entscheidet der Judge), hat dein Gegner keinen Nachteil durch einen Judgecall. Und den “Gewinnwillen” muss ich dann immer noch durch glückliches oder gutes Spielen befriedigen. =)

  4. paluschke

    Ich kann alles hier geschriebene so unterschreiben. Schade, dass es “nur” ein Blogpost ist und kein ausgewachsener Artikel :)

  5. atog28s Avatar
    atog28

    @paluschke: i second that

    Ausserdem möchte ich darauf hinweisen, dass es auch bei Verstössen gegen die StVO ratsam ist, einen Judge zu holen. Beispielsweise werden Behinderungen wegen Fahrten mit Sommerreifen bei Eisglätte mit 20 EUR Verwarnungsgeld belegt. Im Wiederholungsfall oder bei Unfällen steigt die Strafe (wie bei Magic) entsprechend an.

  6. Jek

    Fand ich auch sehr gut den Post, aber jetzt bin ich persönlich beleidigt, dass du in dem einen FNM einfach deinen Fehler zurück nimmst, mir das aber im Gegenzug bei meinem Blister Beetle-Stunt auf Deft Duelist nicht angeboten hast ;)

  7. Boneshredder

    “Grundsätzlich glaube ich, dass Leute viel zu selten einen Judge rufen. Viele Leute glauben, dass sie durch den Judgecall etwas Unrechtes tun, was sie in den Augen der anderen Spieler diskreditiert. Es wird sich sozusagen davor geziert einen Schiedsrichter zu rufen und man versucht ein liebes Kind zu sein, indem man die Sache entweder auf sich belässt, oder trotz Zweifeln dem Gegner zustimmt. Ich verstehe das nicht.”

    Es stört den Spielfluß und schadet bisweilen der Spiel-Atmosphäre; so einfach ist das. Beides sind besonders für gelegentliche Zocker ausreichende Gründe, den SchiRi nicht bei jeder mutmaßlichen Kleinigkeit zu rufen. Angenommen der Call stellt sich als unnötig heraus, geht man hinterher mitunter sogar selbst in den tilt-Modus. Alles schon gesehen…

  8. Spam

    Judges nerven halt… :-)

  9. Kenshins Avatar
    Kenshin

    @Jek: Genau das meine ich. Das Spiel hättest du dann sicher gewonnen, wenn du es korrekt gespielt hättest. Was ich mit dem Beispiel eigentlich zeigen wollte, ist wie leicht man durch sicheres Auftreten bei einem unsicheren Gegner das Takeback einfach durchbringt! Du hast es ja nichtmal versucht bei mir ^^ Ich bin da vielleicht dreister, einfach weil ich gemerkt habe, es geht. Das ist natürlich nicht die feine englische Art, aber am Ende ist der Gegner, der da nichts unternimmt selbst Schuld.

    Was ich hier beschreibe ist, wie manchmal eine Grauzone geschaffen wird, wo eigentlich keine ist (siehe Länder falsch tappen). Ich will auch nicht um JEDEN Preis gewinnen, aber wenn der Gegner Mist macht, dann kriegt er die Bestrafung nicht erlassen.

    @Boneshredder: Ich sage doch nicht, dass man wegen jedem Mist den Judge rufen soll. Ich will lediglich aufzeigen, dass viele Leute damit zu zögerlich sind. Natürlich ist der Grat zwischen Rules Lawyer und verarschtem Idioten schmal. Manchmal ist jemand beides. Aber trotzdem sollte man versuchen sich dazwischen zu bewegen.
    Der Post soll sich auch eher an unerfahrenere Spieler richten und ihnen in dem Punkt etwas mehr Mut dazu geben, das Richtige zu tun, selbst wenn es gegen ihre bisherigen ethischen Grundsätze geht.

  10. Spam

    Toll Kenshin, jetzt wollte ich am Sonntag mal fett die ganzen Noobs in IS wegcheaten. Dann kommst du mit dem hier um die Ecke…

    Ich mag dich nicht mehr :-D

  11. SlimDietas Avatar
    SlimDieta

    Sorry Kenshin, aber ausser dem oben aufgeführten ominösen Shufflecheat, der sich ja deiner Kenntnis entzieht, ist das alles kein wahrer Betrug.
    Dreistigkeit siegt vielleicht, aber auch nur, wenn Dein Gegenüber keine Eier in der Hose hat, dagegen zu halten.
    Gleiches gilt auch für Abheben oder falsche Länder Tapperei. Wo Vertrauen aufhört und beginnt liegt im Ermessen des jeweiligen Spielers. Und für kognitive Fähigkeiten braucht man keinen Judge.
    Wer den Überblick über Spieleffekte verliert und auf den ‘Sulfuric Vortec Cheat’ hereinfällt, dem sei das Magic-Einsteiger-Regel Heft nahe gelegt, siehe Kapitel Phasen.

    Kleine Anekdote meinerseits:
    T2 Turnier, irgendwo im Ruhrpott. Ich habe einen der dortigen Community stadtbekannten Bastard als Gegner, putze ihn 2:0 weg. Da steht er auf, nimmt seine sieben Sachen, kritzelt irgendwas auf den Zettel, rennt nach vorne und behauptet, er habe das Spiel gewonnen.
    Sein Glück, dass er minderjährig war.
    Wie dem auch sei, unser aller Lieblingsjudge Justus, konnte oder wollte nicht anders entscheiden, als eine Wiederholung des Matches anzuberäumen. Und das alles trotz Zeugen, stadtbekanntem Bastardtum und offensichtlicher Fälschung meiner Unterschrift.
    Muss ich Spam wohl recht geben.
    Judges….
    (EB aussen vor. *hust*)

  12. Cheaten

    Es kommt immer drauf an wieviel Ehrgeiz man entwickelt…

  13. Chickenfood

    hm naja, alles bis auf den letzten absatz hat den Captain schon mal erzählt.

  14. Kenshins Avatar
    Kenshin

    Ich sage ja nicht, dass das nach DCI Policy Cheating ist. Aber es gibt genug Spieler, vor allem Anfänger, die sich veräppeln lassen. Viele haben keien Eier! Man will halt immer lieb Kind sein, obwohl man den anderen Spieler nicht kennt. Natürlich braucht man für kognitive Fähigkeiten keinen Judge, aber wenn man denn doch mal gemerkt hat, dass der Gegner einen veräppeln wollte, sollte man nunmal den Judge rufen, damit der Kerl früher oder später damit aufhört oder härtere Strafen zu fürchten hat.

    Was hat das auf den Cheat hereinfallen mit Phasen zu tun? Das hat nur was mit nicht genug aufpassen und geschickter Verwirrung durch den Gegner zu tun

  15. mufl0n

    “Wenn man beim Mischen auf das Deck schaut, damit nicht alles auf dem Boden landet, passiert das einfach relativ leicht.”

    Dann kannst du nicht mischen,so einfach ist das.Ich schaffe das auch ohne mir das Deck vom Gegner durchzublättern und wenn das einer macht ,dann wird der Judge gerufen.

    Die Leute bei denen du deine “Takebacks” durchziehen kannst besiegt man normalerweise auch so,ist nur traurig dass du darauf angewiesen bist.Sonst wär der LimitedScore noch schlechter,ohje ohje.

  16. Takeback

    Also was hier so verniedlicht als ‘Takeback’ tituliert wird ist einfach ein Betrugsversuch, wenn ich nicht wirklich hingehe und meinen Gegner frage ob ich es zurücknehmen darf (was wohl außer auf PR, FNM und beim Eucken verneint werden wird).

    Eigenhändig getätigte Actions (außer Land-Tappen) die von der Durchführbarkeit her legal sind, sind ja wohl wie beim Schach nach “berührt->geführt” zu behandeln und da kann ich nicht einfach Judge spielen und den Gamestate zurückdrehen nur weil ein gemachter Fehler offensichtlich (definiert das mal) dumm war.

  17. Jek

    @Kenshin: Stimmt, das Spiel hätte ich ziemlich sicher gewonnen UND ich habe es erst gar nicht versucht zurück zu nehmen…aus dem Grund, weil mir der Fehler so nur einmal passiert. Das hat in dem Fall nichts mit fehlender Dreistigkeit oder Unsicherheit zu tun, sondern mit Selbstgeißelung und brutalem Zwang zum Lernen durch Fehler ;)

    So etwas wird mir nicht nochmal passieren genauso wenig wie ich mal einen sicheren Sieg durch zu spätes (nach dem Damage) aufmorphen eines Brine Elementals verschenkt habe. Sowas brennt sich ein.

    Wobei ich auf FNM- und PreRelease-Ebene übrigens jederzeit dazu gewillt bin, Fehler zurück nehmen zu lassen, wenn sie denn bspw. offensichtlich durch falsches Kartenlesen zu Stande kommen.

    @SlimDieta: Das kann's doch echt nicht sein. Wenn es Zeugen gab, dann ist das bewiesene Fälschung und meiner Meinung nach ein DQ…

  18. Fallen

    Guter Eintrag. Ich finde solche Posts sollten immer wieder mal gemacht werden, ruft einem das Ganze ins Gedächtnis zurück. Und Recht hast du vorallem bei: Man rechnet nicht damit beschissen zu werden.

  19. steco

    Mit dem Thema Cheating und den verschiedenen Formen sollte man sich wahrscheinlich wirklich mal ausführlich auseinandersetzen. Mir fallen mindestens 100 Möglichkeiten ein, zu bescheißen. Und vor allem gibt es nix Einfacheres als “Drawing Extra Cards”, dazu Shenanigans mit der Manabase/Sideboardkarten, die als Counter benutzt worden waren, Unearth Kreaturen nicht removen, sondern wieder in den Grave usw oÄ… Sideboards mit 100 Karten sind auf dem FNM ja normal, oder? ;)

  20. Kenshins Avatar
    Kenshin

    @Muflon: Unqualifiziert wie immer! Danke für nichts!
    1. Du musst schon ziemlich naiv sein zu glauben, dass man das leicht sieht. Dein Gegner fächert dein Deck nicht durch, der sieht “zufällig” oder zufällig mal die unterste Karte deines Decks. Ich will jetzt nicht wissen, wie viele Leute bei dir gepeeked haben und wieviele du davon bemerkt hast und erfolgreich den Judgecall durchgebracht hast! 50-1 vielleicht? Und wer sagt, dass das nur ich bin? Viele Leute mischen die Decks ungeschickt, inwieweit das da dann Absicht ist um das Peeken zu kaschieren ist auch wieder fraglich.
    2. Nein ich habe es nicht nötig, aber weil es so leicht geht versucht man es automatisch. Das ist wie wenn jemand fragt, ob du n Stück Schokolade haben willst, dann sagste auch ja, weils gratis ist… Und wieder diese kindische Anspielung aufs Rating. Vielen Dank, deine Mama holt dich hoffentlich bald aus dem Sandkasten ab!

  21. Kenshins Avatar
    Kenshin

    @Takeback: Ich dachte genau das hätte ich oben klar gemacht. Es ist illegal, aber Leute lassen es durchgehen! Was eigentlich niemals sein darf…

  22. Noob-Ally

    Geradezu ein Ehrenmann der Kenshin, wie er seine Gegner hier darauf hinweist ihm keine Shenanigans mit Misplays mehr durchgehen zu lassen.

    Auch wenn “gelegenheit macht Diebe” hier quasi analog anwendbar st, solltest du selber nicht mehr so krasse Misplays dadurch zu verhindern versuchen den Gegner es reinzulabern. Lerneffekt und so.

  23. Takeback

    “Du hast es ja nichtmal versucht bei mir ^^ Ich bin da vielleicht dreister, einfach weil ich gemerkt habe, es geht. Das ist natürlich nicht die feine englische Art, aber am Ende ist der Gegner, der da nichts unternimmt selbst Schuld.”

    Nein, ist der Gegner definitiv nicht. Hier implizierst du das es zum Repertoire eines guten Magic Spielers gehören würde Takebacks zu versuchen, gerade wenn man davon ausgehen kann das der Gegner zu unfähig ist einen Judge zu rufen.

    Im Umkehrschluss könnte der Gegner diese zugeschobene Schuld nur loswerden indem er korrekterweise einen Judge called. Wenn das jetzt in allen Partien fröhlich so gemacht wird dauert die Runde nicht eine sondern acht Stunden und kein Turnier wird jemals wieder enden.

    Schuld hat immer derjenige der den Takeback versucht, eben schon alleine für den Versuch. Man versucht ja auch nicht auf der Straße wem die Geldbörse zu klauen und prollt dann in seinem Blog davon das es ja genug Leute gäbe die eh nicht die Polizei rufen würden. Beziehungsweise falls doch, macht eben bereits der Versuch strafbar, selbst wenn er nicht geahndet wird weil eben kein Judge zur Feststellung des Regelbruchs gerufen wurde.

    Das ist keine Frage der englischen Art, sondern der Regeln denen jeder zugestimmt hat der an einem sanktionierten Turnier teilnimmt.

  24. Babak

    netter eintrag. man sollte so oft wie möglich nen judge rufen. ich mach das ständig, dadurch kann man mal die ganzen judges persönlich kennen lernen ;-) sind eigentlich alle ganz nett :-P

  25. Kenshins Avatar
    Kenshin

    Ich glaube du verstehst meinen Punkt nicht Takeback… Ich sage weder, dass es gut ist, noch, dass ich es für eine gute Sache halte. Ich sage nur, dass es so Leute wie mich gibt, die es halt alle paar Wochen mal probieren und es auch selbst durchgehen lassen würden. Bei einem FNM lasse ich 60% der Takebacks zu, aber es einfach abzunicken und geschehen zu lassen ist nicht ok. Das sollte man nicht mit sich machen lassen. Ich bin ein relativ erfahrener Spieler, wenn ich einen Takeback zulasse, weiss ich worauf ich mich einlasse, aber als unerfahrener Spieler sollte man es einem erfahreneren Spieler schon garnicht durchgehen lassen, auch wenn er kurz davor ist zu weinen…

    Und zum Thema Regelverstoß: Wo kein Kläger, da kein Richter. Ich will mit dem Beispiel nur Zeigen, wie leicht man mit so nem Kram durchkommt. Natürlich ist es nicht erlaubt…

    Jedes Cheaten ist ein Regelverstoß… aber trotzdem machen es Leute. Nichts anderes will ich sagen…

  26. nagano

    zu den shuffle cheats: eines vorweg: ich cheate NIE. aber um nicht selbst weggecheatet zu werden und dafür auch ein wachsames auge zu haben, sollte man wissen, wie es funktionieren könnte: will der gegner zb eine bestimmt karten on top und, falls wir in der mitte abheben noch mal eine kopie als backup in der mitte haben, so muss er, wenn er zb fetcht folgendes machen: er legt sich die wunschkarte beim deckdurchauen 2 mal nach unten. damit das nicht auffällt, nimmt er zb mehrmal eine karte in die hand und täuscht unschlüssigkeit vor. dann shuffelt er so, dass sich die untern karten nicht verändern. zb mit riffleshuffle oder indem er von unter päckchenweise nach oben mischt (was der laie unter normal mischen versteht), sodass die wunschkarten oben liegen. das macht er mahrmals, switchet die karten von from top zu on the buttom hin und her. man merkt das nur, wenn man beachtet, dass der letzte “pack” immer nur aus 2 karten besteht. wenn er das schnell kann, dann sieht es nach “normalem” mischen aus. gegen ende kann er dann noch eine kopie in die mitte schuffeln, die andere unten belassen. das ist wohl der schwierigste teil, an dem ich spätestens scheitern würde. wenn er zwischendurch immer mal wieder geriffled hat und euch sugeriert variabel zu mischen und auch den direkten blickkonatkt sucht, der einerseits zeigt, dass er nicht in seine karten schaut und andererseits euren blick ablenkt, dann haben wir fast keine chance was zu merken. das ganze ist jetzt nicht soo, schwer, eher trivial. wer das einüben will, bekommt das sicherlich hin und kann sich damit gegen viele gegner einen immensen vorteil verschaffen. ich wette einige pros haben da noch viel ausgetechtere tricks drauf. fazit: abheben reicht eher nicht. immer die libery selbst nochmal shufflen.
    das wäre der nächste punkt: der gegner mischt eure lib. dann kann er obigem muster euren nächsten draw beinflussen, wozu er natürlich mehrmals peeken muss, bis die gewünschte karte on buttom liegt. oder er lässt eine karte, die ihr nicht haben sollt dort liegen, manipuliert also die drawwahrscheinlichkeit. so lassen sich auch lands on buttom häufen und der gegner ist potentiell eher screw.
    das sind die tricks, die ich mir vorstellen könnte. also immer schön auf die finger und die augen des gegner schauen, euch nicht von seinem blickkontaktgesuch ablenken lassen, immer mischen und selbst sauber bleiben.
    und bei franzosen noch mehr aufpassen.

  27. Johnny

    es ist halt immer noch ein spiel -_-
    und da is es einfach fair kleinigkeiten zurück nehmen zu lassen, wenn die initative von dem ausgeht, der einen nachteil davon hat, das der zug rückgangig gemacht wird

  28. mufl0n

    wie alles quer und durch und falsch gelesen und dann nochmal verkehrt rum ruminterpretiert wird

    “Und wieder diese kindische Anspielung aufs Rating. Vielen Dank, deine Mama holt dich hoffentlich bald aus dem Sandkasten ab! ”

    du hast darüber gejammert dass du kein limited zocken kannst weil du sonst zuviel rating verlierst

    wer also hier nicht genug cojones hat und von der mama abgeholt werden soll kann jeder sich denken

    kann gut sein,dass bei mir gepeeked wurde,bestreite ich auch nicht,aber ich habe meine augen immer auf meinem deck wenn der gegner es mischt
    evtl weil ich mischen kann und nicht damit beschäftigt bin selber “ausversehen” zu peeken

  29. Kenshins Avatar
    Kenshin

    @Muflon: Das mit dem kreuz und queer und alles missverstehen, das kennst du ziemlich gut von dir selber, oder?
    Du unterstellst mir halt schon wieder ich würde absichtlich peeken. Stimmt einfach nicht. Sry!
    Und was hat mein Limited Rating mit dem Takeback zu tun? Nichts? Also einfach ein unnötiger flame.
    Und mit Cojones hat das nichts zu tun, wenn ich mir die Chancen auf Pro Touren und Ratingbyes nicht verhageln will, weil ich wirklich 0 Punkte auf FNMs gewinnen kann… Das ist eine rationale Entscheidung.

  30. Oo

    Omg, wie man durch Kommentare einen eigentl. guten Artikel zunichte machen kann… Und verstehe ich das richtig, Kenshin, dass du ein Takeback einfach mal “versuchst”, weil dein Gegner zu 90% eben keinen Judge ruft?

  31. Nippy

    Ich fand den Blog interessant und wichtig.

    Als Neuling auf größeren Turnieren ist man sicher noch etwas unerfahren und zu respektvoll zu seinen Gegnern, was dazu führt, dass man durch Takebacks etc. Spiele verliert, weil man sie einfach durchgehen lässt.

    Ich selbst rufe mittlerweile doch schon recht häufig den Judge, aber wahrscheinlich immernoch zu wenig, denn ich bin auch der Meinung, dass nur durch konsequentes Judge Callen absichtliches Betrügen aufgedeckt werden kann.

    Takebacks erlaube ich btw nie auf PTQs oder ähnlichen Turnieren, auf FNMs oder Prereleases, wo man ohnehin nur gegen Leute spielt die man besser kennt und wos um nichts geht kann man das aber durchaus mal machen. Die Leute dort kennt man aber auch einfach besser und weiß inwiefern man ihnen vertrauen kann oder eben nicht!

  32. Kenshins Avatar
    Kenshin

    Takebacks versuche ich nur auf FNMs und dann eher aus Gewohnheit, weil man die Leute eh kennt und es ihnen vermutlich auch erlauben würde. Es ist jetzt nicht so, dass ich mir überlege “hey der typ, den kann man verarschen!” sondern, dass es irgendwie einfach passiert. Das war halt bis jetzt das krasseste Beispiel. Ich hab da auch fünf Minuten überlegt und es erst richtig gemacht, aber dann aus Gier gecycled. Warum auch immer… er hat vermutlich auch innerlich schon aufgegeben. Trotzdem ist das noch lange kein Grund den Sieg nicht zu nehmen, wenn ich schon so dumm bin ihm den auf dem Silbertablett zu präsentieren.

    Was das auch zeigt ist, dass ein Spieler der sonst nie cheated eben auch schlechte Angewohnheiten hat die nicht wirklich regelkonform sind. Die ganze Sache wird mir etwas zu krass interpretiert. Manche Leute scheinen zu glauben, dass ich alle fünf Minuten selbstgerecht den Gamestate zurückdrehe. Das ist nicht der Fall, das passiert vielleicht einmal alle zwei Monate und wie gesagt, wenn, dann nur bei FNMs gegen jemanden, den ich kenne.

  33. Dozer

    Was das Abheben angeht: Auf GP- und Pro-Tour-Ebene ist es Pflicht, das Deck des Gegners durchzumischen. Danach darf *er* noch einmal abheben. Das ist der Grund, warum man das z.B. in der PT-Coverage nie sieht — wenn die Kamera auf den Tisch geht, haben die beiden Gegner ihre gegenseitigen Decks bereits gemischt.

    Abheben bzw. Mischen, je nach REL, sollte man einfach immer machen.

  34. katakis

    Sehr guter Artikel!

    Ein weiterer gerade in Eternal Formaten meiner Meinung nach beliebter Trick ist, zu Beginn des Spiels immer auf die Mulliganentscheidung des Gegners zu warten, obwohl man selber als erstes einen Mulligan ankündigen muss.
    Im T2 mag das evtl nicht wirklich viel ausmachen, da es keine allzubrokenen Züge in den ersten beiden Runden gibt. Aber gerade im T1 und T1.5 gewinnt dieser Trick doch an Bedeutung.
    Beispiel:
    Man spielt gegen Kombo (woher immer man das auch weiß), ist on the play, hat seine 7 Handkarten und müsste eigentlich als erstes entscheiden einen Mulligan zu nehmen. Die Hand beinhaltet leider keinen Force of Will, sondern nur Disruption, die Mana benötigt. Die Hand ist also schlecht, wenn der Gegner früh abgeht und bombig wenn nicht. Folglich guckt man mal ob man durch simples Schweigen und einen auffordernden Blick den Gegner zu einer Mulliganentscheidung hinreißen kann. Wenn Er das macht (vielleicht sogar mehrmals) ist die eigene Hand auf einmal doch ganz gut und wenn der Gegner seine Starthand mit einem Grinsen hält, nimmt man lieber mal nen Mulligan, um doch eine Hand mit Force zu bekommen.
    Genauso kann das auch der Kombospieler durchziehen, wenn er eine Hand mit einem schnellen Kill aber ohne Protection hält.
    Ein richtiger Cheat ist das nicht…zumindest kann man ihn nicht nachweisen. Allerdings fallen sehr viele Anfänger darauf rein (auch ich gehörte mal dazu).

Kommentiere den Eintrag