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Magicuniverse Team Linz
Vom Küchentisch zur Pro Tour

Endlich vorbei!

1. Januar 2010 von Kenshin

Nach dem dreifach PTQ in Hanau sind wir endlich dieses kreuzdämliche Zendikar Sealedformat los. Ich musste leider an jedem der drei Tage erfahren, was so nervig ist an diesem Format. Ich kann damit leben, aber so richtig gefallen will es mir einfach nicht.

Nicht, dass die Karten nicht schön und gut designed wären oder die Mechaniken langweilig wären. Das ist es nicht. Das Problem ist die gigantische Menge an Offensichtlichkeiten, die dieses Sealedformat zu einem der einfachsten macht, die ich jemals miterleben durfte. Obwohl das Format jetzt ja offiziell tot ist schreibe ich hier eine Art Grabrede an ein Limitedset, das zwar enorm schön zu draften, aber eben auch sehr schlecht im Sealed ist.

Problem 1:
Schwarz ist strikt besser und tiefer, als jede andere Farbe, gleiches gilt für Rot, nur dass hier eben Schwarz darüber steht. Ich glaube das dürfte bis jetzt jeder gemerkt haben und ich muss nicht ellenlang erklären, warum das so ist.

Problem 2:
Bis auf sehr wenige Ausnahmen bauen sich Sealedpools von selbst. Sealedbau war in Zendikar nach diesem Muster zu betreiben:

1. Schwarze Karten rauslegen.
2. Rote Karten rauslegen.
3. ???
4. Profit!

So gut wie jedes Sealed, das nicht Schwarz und/oder Rot spielte war nicht konkurrenzfähig. Weiter gestaltet sich auch der Bau sonst sehr leicht, da man meist gerade so zwei Farben hat, die überhaupt genug Playables abwerfen. So endete ich in Hanau jeden Tag in RW, weil ich jedes mal in den drei anderen Farben gerade mal je um die 5 playables hatte. Komischerweise schloss das jedes Mal auch Schwarz mit ein. Varianz eben. So geleitet verbauen auch unterdurchschnittliche Spieler ihre Pools weniger häufig und gute Spieler können sich keinen besonderen Vorteil verschaffen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich jeden Tag mein Deck bis auf ein bis zwei debattierbare Choices bei den Fillern korrekt gebaut habe. Aber eine richtige Wahl hatte ich nie. Wenn ich mich an Ravnica erinnere, bei dem man durch das gute Fixing und die Multicolorkarten riesige Möglichkeiten hatte, es zu verbauen oder sich einen Vorteil zu verschaffen, wird mir bewusst, das Wizards das Spiel eben für jeden zugänglich machen will. Auch für Leute, die keine Ahnung haben. Man nimmt sie eben einfach an die Hand und gibt ihnen weniger Möglichkeiten sich mit ihren Choices reinzureiten. Positiv für das Spiel (die drei PTQs hatten etwa 185-165 Spieler), schlecht für gute Spieler.

Gute Pools schneiden in der Regel gut ab und schlechte Pools schlecht. Als Spieler kann man nicht viel versauen oder herausholen.

War es in vielen der vorangegangenen Formate noch so, dass man, wenn man fünf Leute gefragt hat, was sie aus den Pools gebaut hätten, sechs verschiedene Decks gebaut bekam, so unterscheiden sich die Decks die gebaut würden in Zendikar nur um die 23te, maximal noch die 22te Karte.

Problem 3:
Die funktionsweisen des Formates lassen Zufallsfaktoren enormen Einfluss erlangen.

Durch die hohe Geschwindigkeit des Formates und die Chance, dass auch schlechte Decks mal eben Kurve legen, können solche Dinge wie Flood, Screw und Mulligans viel verheerender werden, als das bisher der Fall war. Besonders der Mulligan on the Play ist beinahe ein verlorenes Spiel. Unter anderem deshalb spielte man in diesem Format 18 Länder. Wer Manaschluckauf bekommt, so um Turn drei oder vier, der verliert das Spiel höchst wahrscheinlich. Dadurch passiert es übrigens auch, dass wahnsinnig lächerliche Pools irgend wann zwischen Runde 1 und 8 mal zufällig unter die Räder des gegnerischen Goddraws kommen oder am eigenen Draw eingehen. Das passiert auf jeden Fall häufiger, als früher.

Problem 4:
Es gibt kaum gute Tricks, vor allem kaum onboard. Angreifen ist nicht besonders gefährlich, man spielt um erstaunlich wenig herum, das Format wird weniger komplex zu spielen.

Problem 5:
Vampire Nighthawk. Schlecht zu entsorgen, unglaublich gut, uncommon. Macht mit dem gegnerischen Deck das hier:
imagechan-destroy.gif

Ich habe Geschichten gehört, von Leuten, die gegen Turn 3 Nighthawk einfach aufgegeben haben, weil ihr Deck nichts dagegen ausrichten kann.

All diese Faktoren führen in meinen Augen dazu, dass man von den bekannten Sealedtugenden Glück, guter Pool und Playskill in diesem Format von den vorderen zweien um einiges mehr braucht.
Das komische ist aber, es macht trotzdem Spass… vielleicht, weil man es nicht so oft verzockt und sich weniger über sich selbst, als über die unbeeinflussbaren Zufallsgrößen aufregen müsste? Ich hatte drei Tage lang das Gefühl meinem Pool und den Draws ausgeliefert zu sein. Ich hatte nie das Gefühl es selbst herausgespielt oder verzockt zu haben.

Naja, immerhin war der Draft schön zu spielen.

Denkt ihr genau so wie ich, oder weichen eure Ansichten und Erfahrungen nach der abgeschlossenen Season von den meinen ab? Ich freue mich auf eure Meinungen.

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Re: Standard - Ein Public Service Announcement

11. Dezember 2009 von Handsome

Am Wochenende finden ja im ganzen Land ein paar Standard-Turniere statt (wie zum Beispiel der BB-Trading-Cards-Cup in München mit Baneslayer Angel als Hauptpreis), und ich bin von einigen Leuten gefragt worden, was sie denn spielen sollen, wenn sie möglichst hohe Chancen auf den Sieg haben wollen. Naja, die Antwort ist relativ einfach:

Spielt Jund.

Ja, das ist total banal, langweilig und offensichtlich. Aber viele Leute weigern sich eben noch, das Offensichtliche zu sehen. Jund ist das MIT ABSTAND beste Deck in diesem Format. Ja, es gibt natürlich ausgefallene Decks wie Spread'Em oder TurboFog, die oft als Anti-Jund-Deck bezeichnet werden. Aber in der Realität kommen diese Decks auch nicht über ein 50%-Matchup hinaus. Wisst ihr, welches Deck noch 50 Prozent gegen Jund hat?

Jund.

Und damit wäre auch schon alles zu diesem Format gesagt.

Flo

P.S.: Jund ist momentan übrigens doppelt so dominant wie es das Feen-Deck zu seiner besten Zeit war (vgl. das States-Metagame von 2008 mit dem States-Metagame von 2009). Und dennoch heulen heute nicht halb so viele Leute rum wie vor einem Jahr. Hm, woran das wohl liegt?

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Counterweight

10. Dezember 2009 von Kenshin

Die letzten Wochen ging bei mir Magictechnisch nicht viel. Auf MTGO bin ich der Versuchung meine Booster zu verdraften zu früh erlegen und hatte so leider zu wenig liquide Mittel um den einsetzenden downswing zu verkraften. Geplant war eigentlich, sich für das Vampirdeck Sorins zu besorgen, aber leider verhaspelte ich mich gierig in 2 Mann und 8 Mann queues, statt die lukrativeren Dailys zu spielen. Einigermaßen spassig war es ja schon und ich habe auch gut was gelernt, aber es war leider absolute Verschwendung von Tickets.

Um ehrlich zu sein ist im Moment die Motivation Constructed zu spielen absolut im Keller. Block bietet knapp drei spielbare Decks und spielt sich auf Grund des kleinen Cardpools eben wie besserer Draft. Type 2 ist auch absolut unspaßig, weil die Decks, die Jund schlagen, gegen den beliebigen Rest des Feldes keine soliden Matchups aufweisen können. Obwohl Extended enorm interessant aussieht, hält mich die nötige Zeit, die in dieses komplexe Format investiert werden müsste, davon ab, es zu spielen.

Und damit es nicht zu eintönig wird wieder etwas Musik. Vom aktuellen Baroness Album Blue Record kommt dieses feine Lied. Sie werden oft mit Mastodon verglichen, aber ich glaube das liegt einfach meilenweit daneben. Ihre Musik ist weniger Metal, als eher Hardrock, allerdings mit ähnlich komplexen Strukturen, wie man sie bei Mastodon finden kann. Ich höre gerade das Album in der Dauerschleife und bin sehr angetan. Wunderbare Harmonie und Disharmonie. Aber eben auch wunderbar komplex, ohne zu sehr anzustrengen.


Es wurde an anderen Stellen schon erwähnt, aber auch ich glaube, dass der aktuelle Mangel an wenigstens halbwegs sinnvollen Counterspells und moderat guten Drawspells Type 2 ruiniert. Wenn man keine Angst mehr haben muss, Spells gecountert zu bekommen kann man schlicht ganz andere Decks bauen. Dadurch kommt es viel mehr als es üblich war darauf an, im richtigen Moment die richtigen Karten zu ziehen. 5 Mana Spoiler des Aggrodecks gezogen? Ja gleich mal auf den Tisch gewindmilled. Ah, du hast kein Removal? Dann hast du jetzt verloren! Spielt sich leider wie Limited. Ich will damit nicht sagen, dass Feen, Cryptic Command oder Psychatog Decks zurückkommen sollen, aber Karten der Stärke von Mana Leak und Concentrate wären im Moment absolut akzeptabel. Wenn schon die Aggrodecks für vier Mana zwei Spells mit unbekanntem Cardadvantagepotential bekommen, warum im gleichen Moment Kontrolle beschneiden? Hätte es nicht ausgereicht, wenn man Aggro ein wenig besser gemacht hätte? Oder Cascade Triggern würde, wenn der Spell resolved? Nein, man musste Control in Cancel den besten Counter geben. Und Carddraw, der selbst im Limited schlecht ist. Wenn man zu viel auf die Fanboys hört, schadet man am Ende nur dem Spiel.

Es ist wie bei WOW. Alle, die Klassen nicht ordentlich spielen können, weinen, dass Blizzard an der Balance arbeiten muss, weil IHRE Lieblingsklasse nicht absolut imba ist. Wenn eine Klasse dann besser gemacht wird, weinen all die anderen. Man kann es den notorischen weinern und Fanboys einfach nicht recht machen. Es ist völlig unmöglich und der sicherste Weg in den Untergang. Ich werde natürlich weiterhin Magic spielen. Um Magic zu töten braucht es doch noch einiges und auf Regen folgt Sonnenschein. Ich würde mir nur Counter wünschen, um das Format etwas ehrlicher zu halten. Mit dem Wegfall von Countern werden unter anderem auch Combos nicht mehr durckbar, weil sie entweder zu mies oder unaufhaltsam werden würden.

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Ich denke wir sind uns alle einig, dass Cascade eine der dümmsten Ideen aller Zeiten ist. Es ist eben nicht der “random fun”, wie im Limited, sondern bei Karten mir niedrigen CMC ein absolut planbares Unterfangen. Spätenstens nach dem Boarden trifft das Cascadedeck gegen Kontrolle nur noch Mind Rot/Blightning. Sehr random! Gut, dass es keine Kontrolldecks mehr gibt, gegen die das übertrieben gut wäre.

Klar, ihr denkt jetzt alle
orly-2.jpg
Aber es ist echt ermüdend zu sehen, wie Magic sich ganz langsam zu mehr randomness entwickelt.

Das ist meine persöhnliche Wahrnehmung:
Früher verlor ich gegen die besseren Spieler sehr oft und der Vorteil den andere mir gegenüber hatten machte sich direkt bemerkbar in den Spielen. Im Moment habe ich das Gefühl, dass man einen riesigen Skillvorteil braucht, damit sich dieser überhaupt bemerkbar machen kann. Man verliert und gewinnt gegen die meisten Leute gleichermaßen, egal ob sie nun besser oder schlechter spielen. Das schlaucht.

Vielleicht habe ich auch im letzten halben Jahr nachgelassen, ich weiss es nicht.

Während ich also nicht Magic spiele durchstöbere ich unermüdlich das Netz und bin dabei nach langer Zeit wieder auf 4chan.org gestoßen. Es ist immernoch ein Sammelpunkt für Leute mit abartigen Interessen, schwarzem Humor und totaler randomness. Aber es wirft eben auch lustige Sachen ab. Ja mir war echt extrem langeweilig. Mir ging es etwa so:
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Aber dann erinnerte ich mich daran, dass ich ja noch den zweiten Teil meines GP Paris Reportes abgeben musste. Also schnell fertiggeschrieben, drübergelesen und gerade mal 5 Stunden nach der eigentlichen Deadline abgeschickt. Puh, das ging gerade noch mal gut!

Am nächsten Tag schreibt mir Phips im Forum, dass die Deadline der 13te und nicht der 6te war. Epic Fail…

Ich glaube aber jetzt zu wissen, warum es im Mc Donalds in Paris so grausam roch:
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Zum kompletten Glück braucht es jetzt nur noch einen Schlafplatz für das Triple-PTQ-Event am Jahresende. Und ein Slot wäre ultra nice, denn dieses mal endet das Semester spät und die PT ist früh, also würde es wunderbar passen. Leider ist mein Limitedskill immer noch nicht gerade berauschend. Mal sehen!

Sry an die Leute mit langsamem PC/Internet, aber das Internet ist zu voll mit tollen Bildern.

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What's the Pick? - Bonus Edition

3. Dezember 2009 von Handsome

Die Auflösung meiner “What's the Pick?”-Aktion ist ja mittlerweile auf MagicUniverse nachzulesen, aber diese Woche ist mir noch ein interessanter Pick untergekommen, den ich unbedingt teilen wollte:

Ihr befindet euch in einem Acht-Mann-Draft und wisst, dass hinter euch durchgängig kompetente Spieler sitzen. Ihr macht euer erstes Booster auf und pickt Marsh Casualties über Disfigure. Der Rest des Boosters ist Crap. Ihr bekommt dann das zweite Booster und darin befinden sich folgende erwähnenswerte Karten:

Windrider Eel, Living Tsunami, Vampire Lacerator, Inferno Trap, Oracle of Mul Daya.

Welche Karte pickt ihr und warum?

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Nocturnal

25. November 2009 von Kenshin

Da man im Moment wahnsinnig günstig Blockdecks kaufen kann, habe ich in Vampire investiert. Nach so etwa vier 2- und einer 8- Mann Queue, sowie einem Daily Event maße ich mir mal an, das bisher gewonnene Wissen zu analysieren. Es mag zwar nicht ausschöpfend sein, aber ich hoffe es gibt einen klitzekleinen Einblick in das Format. Die Decks sind dank der enorm billigen Fetches und weniger Moneyrares spottbillig und vielleicht lohnt sich für den ein oder anderen die Investition.

Brad Nelson beschäftigt sich auf channelfireball auch sehr gerne mit Single Set Block Constructed, da er hier die größten Ertragsmöglichkeiten verglichen mit der Initialinvestition sieht. Ich denke er hat Recht.

Das Deck, dass ich mir gekauft habe, sieht folgendermaßen aus (hinter den teureren Karten stehen die Preise in Tickets, für die ich sie gekauft habe):

4 Vampire Lacerator
4 Bloodghast (2)
4 Vampire Hexmage (0,5)
4 Gatekeeper of Malakir (0,7)
4 Vampire Nighthawk (0,7)
4 Malakir Bloodwitch (1,25)

4 Quest for the Gravelord
4 Disfigure
4 Feast of Blood

4 Verdant Catacombs (5,5)
4 Marsh Flats (5,5)
16 Swamp

SB: (leider absolut suboptimal, Sorin kostet leider 8 Tickets)
3 Mind Sludge
4 Hideous End
2 Crypt Ripper
3 Soul Stair Expedition
3 Halo Hunter

Soweit so gut. Man schmeisst einfach alle guten Vampire und ein paar sinnvolle Removal ins Deck und schon hat man das konstanteste Aggrodeck des Formates.
Feast of Blood Main müssen leider sein, weil jedes zweite Match das Mirror ist. Anders wird man diese Nighthawks und Blood Witches kaum los.

Wo wir es schon von Kreaturen der Nacht haben mal ein passendes Video: Satyricon - K.I.N.G.

Aus meiner begrenzten Erfahrung kann ich sagen, dass das Vampirdeck wirklich gut ist, aber das Blockformat sich bis jetzt leider recht Skillarm gestaltet. Wer besser zieht gewinnt eben, außer er macht wirklich krasse Fehler. Die bisherigen losses kann ich nicht wirklich auf persönliches Versagen zurückführen, aber das kommt eventuell noch, wenn ich mal mehr Matches bestritten habe. Ich verlor eigentlich nur gegen haarsträubende Draws, bei denen der Gegner geringe Wahrscheinlichkeiten präzise traf, um das Spiel noch zu drehen. Passiert nun mal.

Das Metagame

Was ich bisher an Decks auf der anderen seite sehen durfte:

UW Control: Angeblich designed um Vampire zu schlagen, schafft dieses Deck in Praxis und Theorie bis jetzt gerade mal lächerliche 50% Wins. Versionen mit Emeria Angel sind deutlich ekliger als Versionen ohne, weil genau dieser genug Zeit schindet, um den Vampirspieler mit kicked Rite of Replication auf Bloodwitch zu töten. Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich hier die Bloodwitches aus eben jenem Grund herausboarden sollte. Dagegen sprechen Devout Lightcaster und Journey to Nowhere beim Gegner. Sicherlich das schlechteste Matchup für die Vampire.

MonoR Aggro: Bisher nur einmal gespielt und gegen Nutsdraws bei eigenem Screw haarschaf verloren. Das was ich gesehen habe, war überhaupt nicht überzeugend. Wenn er nicht in zwei Spielen Turn 2 bereits zwei Goblin Guides im Spiel gehabt hätte, hätte er auch unwahrscheinlich schlecht ausgesehen.

Valakut.dec: Gebaut um sich mit UW (scheinbar dem zweithäufigsten Deck) ein Bye zu gönnen. Burn, Burn und nochmehr Burn plus Valakut sind einfach zu schnell für UW. Punishing Fire harmoniert auch super mit der 4 Sejiri Refuge, 4 Kabira Crossroads Lifegain-Engine des UW Decks.

Das Format stellt sich also keineswegs als durchgetecht heraus. Viele UW Decks spielen sehr verschiedene Kreaturen (Emeria Angel, Sphinx of Jwar Isle) und es gibt scheinbar auch noch RG Ramp, das ich aber nie gesehen habe. Durch den enorm niedrigen Preis der meisten Rares (Fetches 5,5 Tickets, hallo?) stellt sich hier also ein auf den ersten Blick lohnender Einstieg in MOL mit realistischer Chance auf Gewinn dar.
Wenn man sich für Vampire entscheidet, sei man nochmals vorgewarnt: Das Feld ist randvoll davon. Ich spare im Moment auf Sorins und hoffe, dass ich aus dem bisherigen “nur ein Land auf der Starthand”-Lock herauskomme, in dem ich mich, mit Ausnahme eines Spieles, bisher konstant befand.

Ebenfalls thematisch passend und aus meiner Sicht um einiges großartiger als das erste Video: Rise Against - Blood to Bleed als Livevideo

Irgendwie spielt sich mein Leben gerade genauso ab, wie auf diesem Bild. Der einzige Unterschied ist, dass ich zur Uni gehe, statt in die Schule. Ah ja und im Moment sitze ich eh krank zu Hause. Was für komische Sachen man in Folge bekommen kann ist durchaus beeindruckend!
daily life.jpg

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What's the Pick? - Macht mit!

18. November 2009 von Handsome

Nächste Woche (hoffentlich bringe ich alle restlichen Paris-Stories in einem Artikel unter) will ich auf MagicUniverse über knifflige Draftpicks schreiben. Aber dazu brauch ich eure Hilfe! Im folgenden werde ich also fünf knifflige First-Picks auflisten, die ich alle schon zumindest mitbekommen habe. Euer Job ist es, einfach kurz in die Comments zu posten, welche Karte ihr jeweils genommen hättet. In meinem Artikel will ich die Ergebnisse dann auswerten, selbstverständlich nicht ohne meinen eigenen Senf dazu abzugeben. Ihr müsst nicht mal begründen, warum ihr welche Karte nehmt - eine Antwort wie “a. Machete b. Nighthawk c. Burst Lightning” etc. ist vollkommen ausreichend.

Zum Zwecke der Übung gehen wir davon aus, dass wir an einem Tisch mit sieben unbekannten Mitdraftern sitzen, ihre Draftpräferenzen also nicht kennen. Außerdem gehen wir davon aus, dass die anderen 13 Karten im Booster vom Powerlevel her absolut nicht mit den beiden zur Debatte stehenden Karten mithalten können. Die Farben sind außerdem gleichmäßig verteilt, Signaling spielt also keine Rolle. Und denkt daran, dass wir jeweils über den Firstpick im ersten Booster reden!

Here we go:

a. Disfigure vs. Hideous End?
b. Burst Lightning vs. Hellkite Charger?
c. Journey to Nowhere vs. Trusty Machete?
d. Vampire Nighthawk vs. Marsh Casualties?
e. Shepherd of the Lost vs. Felidar Sovereign?

Mehr dazu dann, wie gesagt, nächste Woche auf MagicUniverse. Danke!

Flo

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Erste Erfolge

18. November 2009 von Kenshin

Wenn man es sich bewusst macht, klappt das mit der Wutbekämpfung gleich viel besser. Gestern Abend habe ich eine Standard Queue gespielt und bin im ersten Match mit Bushwhacker gegen Jund rausgeflogen, hauptsächlich, weil ich sage und schreibe 5 Mulligans auf drei Spiele genommen habe und mein Gegner leider die schönsten Cascades rausgelassen hat. Die Mulligans waren keinesfalls strategisch, sondern einfach auf Grund des Manas.

Das Gute daran? Ich habe mich keine Sekunde lang aufgeregt. Mal sehen, ob das weiterhin klappt. Ich habe die aufquellende Wut heruntergeschluckt und bin einfach immer höflich geblieben, bis auf das obligatorische “come on…” als er in seinem Turn Bituminous Blast into Bloodbraid Elf into Maelstrom Pulse für mein Board aus drei Tieren macht.

Ich habe mich auch endlich mal nicht aufgeregt, als ich aus Unerfahrenheit in die MODO-Falle getappt bin. Was macht man mit einem Steppe Lynx und zwei Plains, ein Mountain auf dem Tisch und einem Kor Skyfisher und einem Goblin Bushwhacker auf der Hand? Genau, man zieht sich das rote Mana, spielt den Skyfisher für WW und bounced den Mountain um dann RR für gekickten Bushwhacker zu haben. Leider klappt das auf MODO nicht so, wie man das im echten Leben abhandeln würde. Ich ziehe also das rote, spiele Skyfisher, tappe eine Plains und zack… gespielt für RW… FAIL! Jetzt habe ich statt sofort zu siegen einen Topdeck gebraucht… Kam zwar auch, aber die Lektion ist gelernt…

Das aktuelle Standardformat gibt mir das Gefühl, man müsse Jund spielen. Jund mit Jund hate in Form von Goblin Ruinblaster und der extremsten aller hatetechs, dem gewonnenen Würfelwurf. Es wurde schon an so vielen Stellen gesagt und leider stimmt es vermutlich auch: Jund ist ein eumeliges Deck, das dank Cascade überall rauskommen kann.

Damit der Blogeintrag nicht so unverschät kurz bleibt gibt es jetzt zwei enorm lustige Parodien. Überraschend gute Musik mit überraschend viel Humor. Der ein oder andere dürfte es schon kennen, ich bin Gestern erneut darauf gestossen und finde es wirklich großartig. Beides ist von The lonely Island. Entschuldigt die enorme Breite der Videos, aber man muss sie einfach voll geniessen.

Anfangen will ich mit Like a Boss. Wunderbare Parodie auf ein HipHop Video und den Lebensstil eines amerikanischen Managers.

Und gleich danach Jizz in my Pants. Viel zu viel Style und viel zu viel zu früh!

Großartig, wie der DJ einfach immer an den absurdesten Stellen rumsteht und auflegt…

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Anger Management

16. November 2009 von Kenshin

Eigentlich dachte ich ja, ich hätte die Phase des wütenden Halbstarken hinter mit gelassen. Aber weit gefehlt. Gestern auf Magic Online hatte ich wieder einen Tobsuchtsanfall inklusive Flamebedürfnis. Es kam natürlich auch alles zusammen. Späte Stunde, Mirror Match und der Gegner hat die unwahrscheinlichsten Draws und meine Goblin Guides treffen bei ihm immer Land, seine bei mir nie. Nachdem ich dann auf tilt geschaltet habe, wurde es natürlich auch dick verzockt (Path to Exile in seinem Zug, damit ich bei ihm auch ja nochmal Landfall triggere). Da gab es dann erst recht kein Halten mehr.

Aber irgendwann, ich schätze so nach vier Minuten verbaler Achterbahnfahrt, setzte die Klarheit wieder ein und mir wurde bewusst, wie heftig ich mich in den letzten vier Minuten daneben benommen habe. Und nachdem das eingesickert war, habe ich mich mehrfach bei meinem Gegner entschuldigt. Wir haben dann noch 20 Minuten völlig entspannte Konversation betrieben und alles war gut. Aber es wundert mich doch sehr, dass ich im echten Leben durch nahezu nichts mehr aus der Ruhe gebracht werde, auf Magic Online aber manchmal sofort auf 180 bin.

Vielleicht fehlt die Möglichkeit auf gepflegte Konversation? Eine Parte Magic macht ja auch dann Spass, obwohl man sie verliert, wenn der Gegner freundlich und das Gespräch angenehm war. Bei Magic Online ist das ja nahezu unmöglich. Ich bin ein ausgeglichener Mensch, der sich nicht mehr all zu leicht aufregt. Ich weiss nicht, wann ich in den letzten paar Jahren wirklich wütend gewesen, oder sonst von unkontrollierbar starken Emotionen heimgesucht worden wäre. Aber Online sprudeln die Emotionen schneller hoch, als Mentos in einer Flasche Cola. Aber eben diese unnötige Wut bringt einen dazu viel zu viele kleine Fehler zu machen und in letzter Konsequenz unweigerlich zu versagen. Es ist das typische Spiel: Man macht einen dummen Fehler/hat Pech und regt sich darüber so auf, dass man ab da kein korrektes Play mehr hinbekommt. In dieser Hinsicht gibt es für mich noch viel zu lernen. Das wütende Kind hat sich aus dem realen Leben in das virtuelle verzogen, aber auch da muss es dazu gebracht werden, sich wie ein Erwachsener zu verhalten.

Und um die Aggressionen rauszulassen eignet sich wenig besser, als Musik :-P
Dieses mal gibt es Dark Horse von Converge. Eigentlich stehe ich ja überhaupt nicht auf die Band, aber dieses eine Lied von der neuen CD, das hat es schon in sich. Leider ist der Rest der CD der selbe aggressive, atonale und rausgekotzte Kram, wie bisher. Nur dieses Lied scheint hervor, wie ein Diamant begraben unter Altmetall.


Wenn man bei dem Lied nicht alle Aggressionen los wird, weiss ich auch nicht ^^

Am Wochenende habe ich in Mannheim beim Highlander Turnier mitgespielt. Mit meinem mittlerweile vierfarbigen Haufen habe ich aber leider ein extrem ernüchterndes 0-2-2 absolviert.

Die erste Runde wurde in den Extraturns ein Draw, weil ich es an zwei Stellen nicht gewinnen wollte. Etwas mehr Schlaf und Konzentration hätte hier massiv geholfen. Nachdem ich mich seines Zuran Orbs entledigt hatte vergass ich seine Academy Ruins mit Wasteland zu entsorgen und konnte ihn daher nicht mehr in der Zeit umbringen.

Die zweite Runde wurde dann durch screw im ersten und flood im dritten Spiel zu meinen Ungunsten entschieden.

Runde drei erledigt mich im ersten Spiel das Back to Basics von oben und im zweiten Spiel… auch! Großes Kino :-P

Runde vier spiele ich zu langsam und kann den Sack in den Extraturns gegen einen komplett auskontrollierten White Weenie Spieler nicht zu machen.

Unschön. Neben den offensichtlich selbstverschuldeten und den offensichtlich durch Pech/Glück erzeugen Situationen blieben ein paar Gedanken hängen:

1. Der Spoilsmulligan ist Kontrolldecks nahezu egal, aber Aggrodecks profitieren enorm. Aggrodecks, die von natur aus mit 2-3 Ländern gemütlich zocken können, aber nicht viel mehr sehen wollen, können dank des Spoilsmulligans weniger Länder spielen. Wenn auf der Starthand nicht genug sind, wird halt per Spoilsmulligan gesucht und danach ist die Chance gering. Kontrolldecks aber brauchen eben ihre Länder und wollen auch auf Grund der geringeren Redundanz der Spells nicht unbedingt Sprüche weglegen. Ebenso wollen sie auch die nächsten Züge noch gut mit Ländern versorgt sein. Sie müssen also bei einem Fairen Manaanteil bleiben.
Während sich Aggrodecks also gemütlich mit weniger Floods herumschlagen müssen, hat dieser Mulligan so gut wie keine Vorteile für das Kontrolldeck.

2. Das Format ist Random (wer hätte es Gedacht) aber nicht so extrem, wie man vermuten würde. Vor allem Aggressive Decks können auf einen großen Pool an redundanten Kreaturen zugreifen (Kostet 2, haut für 2 usw.) und minimieren damit die Varianz. Leider gibt es aber auch silverbullets, wie Back to Basics oder Winter Orb, die bei Auftauchen Spiele im Alleingang drehen. Und diese zu ziehen ist eben enorm unwahrscheinlich. Einzigartige Effekte sind eben bei 1 auf 100 gewaltiger Varianz unterworfen. Das wiederum bedeutet, dass es sich nicht lohnt spezifischen oder auch halbspezifischen Hate einzupacken, da man in vielen Fällen eben darauf sitzen bleibt und dadurch verliert.

3. Die Bannedliste macht nicht zu 100% Sinn. Warum Library of Alexandria nicht gebannt ist, geht mir nicht in den Kopf. Spielstark ist sie zwar nur im Kontrollmirror, aber da eben auf der Starthand der autowin. Das Problem ist hier nicht die Karte, sondern deren Preis. Wenn ich für ein Dual oder ein Fetch Geld ausgebe, weiss ich, dass ich damit auch Legacy spielen kann und damit einen Mehrwert habe, aber für eine Karte, die nur in einem einzigen, irrelevanten Format gut und legal ist, über 100 Euro auszugeben, das ist bescheuert. Wenn ich mir das Playset Tarmogoyf kaufe (der Wert davon liegt btw noch unter dem einer sehr gut erhaltenen Library), dann habe ich eine Karte erworben, die ich auf Jahre im Legacy und Extended spielen kann. Library bietet gar nichts Weiteres. Damit dieses Format aber spassig und zugänglich bleibt, müsste dafür gesorgt werden, dass Karten deren monetärer Wert ihren spielerischen bei weitem überwiegt, eben nicht legal sein dürfen.
Zwei weitere Karten, die hart an der Grenze sind, sind Top und Survival. Survival unterbräbt in einer Karte alles, wofür Highlander steht (jede runde den Tutor auf Tier? Hallo?) und es ist enorm schwer gegen diese resolvte 2 Mana Karte auf Dauer zu gewinnen, weil sie einfach zu viel Cardadvantage generiert. Top ist zwar keines wegs auch nur annähernd so ein großes Problem, wie die anderen Karten, aber obwohl ich ein riesen Fan des Tops bin und vermutlich über ein Banning keineswegs glücklich wäre, muss ich doch sagen, dass er zu gigantischen Verzögerungen führt und in einem geringeren Maße, als es Survival und Library tun, ein Zeichen des kommenden Gamewins ist.

Jetzt nochmal weniger harte Musik aber lustige Texte. Kinderzimmer Productions - Geh Kaputt im Turbostaat Remix. Wenn mal wieder garnichts klappt und einen alle anpissen anhören, schmunzeln und alles wieder locker sehen!

Das beste Spiel am Samstag war eh das letzte. Wir Trashalken schon zu Beginn um die Wette, mischen, präsentieren, nehmen Mulligans, ich lege Land und sage “Go!”. Er will gerade ziehen, guckt mich dann aber an und fragt “Sag mal, haben wir überhaupt gewürfelt?”. Ich muss kurz überlegen, merke dann aber, dass wir das nicht gemacht haben. Ob das wohl auch auf dem nächsten PTQ klappt? Wohl eher nicht, aber lustig wäre es.
Was in diesem Spiel aber weitaus weniger erfreulich war, war dann das weitere Verhalten meines Gegners. Ich würfle dann eben mit zwei sechsseitigen Würfeln. Es liegt fünf und sechs und er fängt an herumzulabern. Er fragt erst, ob wir hoch, tief oder ungerade würfeln würden, ich hätte ja garnichts gesagt. Dann sagt er, dass er normalerweise immer mit einem zwanzigseitigen Würfel würfeln würde und das jetzt gerne auch tun möchte… In meinen Augen ziemlich dreist, da ich, wenn nichts anderes gesagt wird, immer davon ausgehen würde, dass der höchste wählt und es total egal ist, was für Würfel er gerne nutzt, er muss halt die selben nehmen, wie ich. Gibt es dazu nicht auch einen Passus in den Tournament Rules?
Später wird es dann wieder dreist, als ich mit Liliana suche und er mich fragt “Was hast du denn gesucht?”. Wow so frech und plump hat das noch nie jemand bei mir versucht… Nicht, dass ich da auch nur im Ansatz drauf reingefallen wäre, dafür spiele ich zu lange, aber allein der Versuch entehrt meinen Gegner schon irgendwie. Obendrauf noch bei einem so irrelevanten Turnier, bei dem wir auch noch nichts anderes machen, als um die rote Laterne zu kämpfen. Für mich völlig unverständlich…

Wie geht ihr mit der MODO-Wut um, wenn sie über euch kommt? Versucht ihr solche kleinen Tricks, wie mein gerade beschriebener Gegner? Antworten und alles Andere bitte in die Kommentare :-P

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Achievement unlocked

9. November 2009 von Kenshin

Beim GP Paris habe ich es dann bei GP 5 oder so auch mal geschafft den zweiten Tag zu erreichen. Leider hat es dann bei Tag Zwei die gute Hausmischung des Fail aus Unvermögen, Pech und Schlafmangel geschafft aus dem 8-2 noch den 10-5 Drop zu zwirbeln. Schon bitter, wenn man das vermeintliche 2-1 Deck draftet und dann schön von den Nutsdraws hergenommen wird und sofort raus ist. Aber dafür, dass Limited nicht gerade mein starkes Format ist, habe ich erstaunlich solide Decks gedrafted und trotz Müdigkeit nicht wirklich genug versaut, um es nur mit schlechtem Spiel zu rechtfertigen. Aber was solls, Day 2 ist ja auch mal ganz nett und Pech hat halt jeder mal. Etwas traurig ist man natürlich immernoch, aber mittlerweile komme ich ja damit klar :-P

Ich mache es jetzt mal kurz, den Ausführlichen Bericht gibt es dann wohl in ein paar Wochen bei MU.

Der Sealed Pool sah auf den ersten Blick unendlich lecker aus und ich würde ihn auch verdammt gerne posten, aber leider hat irgend ein Idiot in Runde 10 an Tag eins einfach meine Deckbox mit dem Sideboard abgesteckt. War nicht weiter schlimm, da da nur eine Sphinx of Lost Truths in foil drin war (die anderen guten Rares habe ich gespielt :-P ), aber jetzt entfällt leider das bashing, weil mir alle reindrücken, wie irre ich es ihrer Meinung nach verbaut habe. Ich mache also die Box mit meinem Deck auf und mein Homie Sorin sagt mal nett guten Tag. Den guten Tag hatte ich auch. Alles in allem ein ziemlicher Spoilerhaufen.

Mit nur einem Bye gings dann los. Was dann kommt, hebe ich mir für den Turnierbericht auf.

Als kleine Impressionen bleibt nur noch zu sagen:
Rob Alexander ist mein persönlicher Held des Wochenendes. Er unterschreibt halt weit nach Ende der regulären Signierzeit noch Karten für Leute und der Bensch und ich können uns auch noch glücklich schätzen. Keine Kohle UND keine unterschriebenen Karten wären auch zu viel für mich gewesen und meine Mitfahrer hätten sich 5 Stunden Geweine anhören müssen… Mein Highlander hat jetzt also gepimpte fetches und duals und ich freue mich wie ein Schneekönig.

Essen im Disneyland ist wohl das unverschämt teuerste Essen weit und breit… Aber die Butter war großartig.

Fünf mal die selbe Karte im Draftdeck kann alles. Auch dazu mehr im Turnierbericht.

Der Rekord für die meisten Judgecalls wurde wohl von mir eingestellt. In meinem ersten Match nach dem Bye gleich mal zwei Judgecalls innerhalb von zwei meiner Züge, einer vom Gegner, einer von mir auf mich selbst. An Day 2 dann gleich mal zwei Judgecalls wegen Blood Seeker (mein Gegner einen und ich einen) einen wegen Gatekeeper. Dann drei im übernächsten mit 5 +2 +2 Minuten Extrazeit und noch einen im ersten Match des zweiten Drafts. Macht neun… vielleicht habe ich auch noch welche vergessen… Ehrlichgesagt finde ich das nicht schlimm. Ich calle oft Judges und ich sage meinen Gegnern immer, dass sie Judges callen sollen, wenn ihnen etwas unklar ist, oder sie denken, dass ich einen Fehler gemacht habe. Ich nehme das niemandem übel, weil es für mich absolut normal ist. Man könnte jetzt darüber streiten, aber da ich es selbst nicht aus bösem Willen tue und ich niemandem gegenüber einen Groll hege, der das tut, ist für mich alles in Butter.

Beste Heimfahrt ever. Während der 5-6 Stunden Heimfahrt war es nicht einmal für länger als eine Minute still. Wenn man mich und den Kreuz im Auto hat wird es einfach nie langweilig oder Gesprächsarm. Großartig.#

Paris hat sich schon super gelohnt. Man trifft halt so viele nette Leute, dass es sich anfühlt wie ein großes Familienfest.

Ah und zu guter Letzt noch ein Kompliment an meinen linken Draftnachbarn im ersten Draft. Ich habe im ersten Booster Booster Nighthawk und Malakir Bloodwitch. Der Rest des Boosters kann da nicht mithalten. Ich überlege eine Weile und entscheide mich für den günstigen und immer guten Nighthawk. Gleichzeitig bete ich, dass mein Nachbar es versteht und nicht auch in Schwarz geht. Nach der ersten Runde kommt eben jener Mann auf mich zu und fragt “Hey, hast du als ersten Pick Nighthawk genommen?”. Ich war beeindruckt. Der Mann war wohl zu Recht Tag 2. Ich war auch kurz davor ihm einen kleinen Schrein in der Ecke einzurichten, weil ich so beeindruckt war, dass er dieses Signal völlig korrekt gelesen hat. Man muss kurz nachdenken, dann kommt man drauf, aber viele Leute denken beim Draften eben auch nicht nach und ich hätte den Mann neben mir haben können, der denkt “Boah, Bloodwitch. Pick ich. Was ein Depp, dass er die nicht nimmt!”.

Zum Ende gehe ich dann doch einmal aus den gewohnten Bahnen heraus und füge als Musik Lady Gaga Acoustic ein. Lohnt sich echt da mal rein zu hören. Die Frau kann wirklich singen… Und die alternativen Versionen klingen stark. Das hat mein Bild von der Frau um 180 Grad gedreht. Auch wenn ihr sie nicht mögt, einfach mal anschauen und wirken lassen!




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Windows 7, GP Paris und mehr

28. Oktober 2009 von Kenshin

Lange habe ich nichts mehr geschrieben. Die Einen wird es gefreut haben, Anderen wird es egal sein, wiederum Andere werden mich vermisst haben. 21 lange Jahre habe ich mich gegen das Reallife gewehrt, aber seit ich 22 1/2 bin hat sich einiges an meinen Prioritäten geändert. Ich bin zwar immer noch weit entfernt von der Zielhierarchie eines normalen Menschen, aber schon näher dran, als früher… Man glaubt es kaum, aber ich lerne hier und da mal für Prüfungen, schwänze mir nicht die Uni über den Haufen und kümmere mich ab und an um Dinge wir Aufräumen und vor die Tür gehen. Krass wie man sich ändert in 23 Lebensjahren. Hätte mir das einer mit 15 erzählt hätte ich ihm nicht geglaubt.

Dieses mal ein Potpurri an Themen, mehr oder weniger mit Magic zusammenhängend.

Windows 7 - Erlöser oder Vernichter?

Bei uns an der Uni gibt es wunderbarereweise Windows 7 Professional gratis. Damit haben sich die 198 Euro Sozialbeitrag für dieses Semester definitiv gelohnt. Und ne Bahnfahrkarte gibts ja auch noch obendrauf. Nach etwa 15 Minuten Anstehen in der Windows 7 Schlange (ich war ausnahmsweise mal früher da, als die meisten Anderen) und weiteren 45 Minuten, um auf den unsäglich langsamen Rechnern des Service Points den heiligen Gral der Betriebssysteme zu brennen, hatte ich es dann geschafft. Nach einer Vorlesung, in der sich ein Kommilitone dazun hingerissen fühlte zu behaupten, dass die Banker keinerlei Schuld an der Finanzkriese tragen würden, konnte ich mich dann endlich voller Vorfreude auf den Heimweg machen.

Zu Hause dann schnell noch alle wichtigen Daten auf die externe Festplatte gezogen und auch gleich losgelegt. Da ich Technikgläubig/-geil bin, habe ich einfach die 64 Bit Version drauf gehauen. Macht sich alles super einfach, selbst der benutzerdefinierte Modus. Nachdem ich beim ersten Mal die Partitionierung versaut habe musste ich gleich noch mal installieren. Für den ersten Versuch ein Betriebssystem zu installieren ganz gut. Ich erinnere mich an viel schlimmere Zeiten, als mein Vater noch stundenlang Windows 98 installiert hat, und was für ein Krampf es war, dann seine Gerätetreiber und Einstellungen hinzubekommen. Macht das nette Windows jetzt alles von selbst. Leider hat es meine Roccat Kone nicht erkannt und ich war meinem Vater dankbar, der in weiser Vorraussicht die alte Maus aufgehoben hat. Aber man merkt, dass es Windows ist. Nach ettlichen Versuchen mit Maustreibern half am Ende nur USB Stecker raus und wieder rein. Nach ein paar Versuchen hatte Windows 7 dann kapiert, dass es sich um eben diese Maus handelt. Die G15 funktioniert auch einwandfrei, man muss nur die Treiber für die Makrotasten und das Minidisplay aktualisieren. Also auch keine riesigen Probleme mit seltenen Geräten. Leider empfiehlt es sich die Treiber alle nochmal durchzugehen, da zwar welche gefunden werden und alles funktioniert, aber manchmal eben nicht die aller neuesten. Bis man das erste mal auf dem Desktop ist hat es bei mir (clean install, also alles formatiert und kein update von Vista aus) keine 20 Minuten gedauert. Sehr angenehm. Man muss während der Installation auch bis auf die Partitionierung bei benutzerdefinierter Installation überhaupt nichts mehr tun, bis man nach dem Key und der Einrichtung des Benutzerkontos gefragt wird.

Wenn man dann auf dem Desktop ist, wirkt dieser enorm aufgeräumt, da sich darauf einzig der Papierkorb befindet. Sonst ist es eigentlich das, was Vista hätte sein sollen. Ordentlich, nachvollziehbar, sinnvoll. Ich hatte auch nie besonders große Probleme mit Vista. Aber selbst bei meinem relativ starken System fraß es im Ruhezustand 50% des Arbeitsspeichers und etwa 8% der Prozessorleistung. Windows 7 braucht gerade mal 25-30% meines Ram und zwischen 0 und 8 % der Rechenleistung. Treiber sucht und installiert es ebenso wie Vista sofort beim Geräteanschluss, nur noch schneller und effizienter. Drucker angeschlossen -> Treiber da. Bei Vista musste ich noch umständlich von der CD installieren.

Einziger Wehrmutstropfen: Ich habe beim Speichern meiner Musik Mist gebaut und muss jetzt 200 CDs auf den PC ziehen. Gut, dass ich die in echt habe, sonst würde ich Wochen runterladen.

Mein Fazit bis jetzt: Windows 7 ist echt ne gute Sache. Im Komfort besser als Vista und auch in den Anforderungen und Bootzeiten durchaus verbessert. Ich glaube, das ist der große Wurf von Microsoft. Und Kostenlos halt noch besser. Ich denke das müsste es an vielen Unis geben. Go get it :-P

Wie kommte es eigentlich, dass ich bei jeder Installation den benutzerdefinierten Modus benutzen will, wenn ich entscheiden will, wo hin installiert wird? Ist der durchschnittliche User zu bescheuert dafür? Es geht mir mächtig auf den Zeiger, dass jedes neue Programm grundsätzlich versucht sich in meinen Windows Ordner einzuschleichen, statt auf die andere Festplatte, wo es hingehört. Was heute unter benutzerdefiniert läuft, war früher die normale Installation. Benutzerdefiniert war mal für die hardcore User, die unendliche viel einstellen konnten. Komisch. man würde doch erwarten, dass mit der Zeit mehr Leute mit Computern umgehen können. Damit meine ich nicht Programmieren, sondern die einfachen Aufgaben selbst erledigen. Es ist schön, dass einem vieles abgenommen wird, aber was ich gerne behalten würde, ist die Kontrolle über das, was passiert!

Die musikalische Pause füllen diese Mal die Editors mit Papillon vom neuen Album. Klingt bis auf die Stimme des Sängers und die düstere Thematik der Lieder überhaupt nicht wie der Vorgänger. Trotzdem oder gerade deswegen eine schöne Platte.


GP Paris

Dieses Jahr habe ich es geschafft, weder meinen eigenen Geburtstag zu vergessen (ich weiss zwar, wann der ist, aber ich weiss nicht, was heute für ein Tag ist…) noch GP Paris zu verpeilen. Vom ökonomischen Standpunkt her ist es natürlich Schwachsinn. Viel zu viele Leute, wobei es natürlich nur eine begrenzte Anzahl wirklich guter Spieler gibt, gegen die man relativ sicher verliert. Aber es sollte doch eine gewaltige Magicparty werden. Ich bin gespannt. Auto voll bekommen, Hotelzimmer gleich dazu. Alles bestens, so wie es aussieht. Einzige Sorge bereitet die Nahrumgsmittelversorgung an der Site und in der Umgebung…

Sich verändern

Der Hauptgrund, warum ich das Gefühl habe älter geworden zu sein ist, dass ich nicht mehr so wütend bin wie früher. Früher habe ich um jeden Millimeter gekämpft, wollte alles klarstellen und Sachen immer klären. Jetzt akzeptiere ich viel mehr und habe nicht mehr das unbedingte Bedürfnis auf meiner Position zu verharren. Wenn irgend etwas nicht klappt, probiere ich es eben weiter. Wenn ein Freund sich dämlich verhält, lasse ich es gut sein. Wenn mich jemand nicht mag, mag er mich halt nicht. Wenn ich nicht meinen Willen haben kann, verzichte ich darauf, wie ein wütendes Kind mit dem Fuß aufzustampfen und zu quengeln. Ich habe gelernt mit Fehlschlägen und einem Nein klarzukommen. Ich habe aber das Gefühl, dass diese Fähigkeit nicht nur jüngeren Menschen abgeht, sondern auch vielen Erwachsenen. Eigentlich glaube ich an einen Übergang wütender Teenager, der gegen alles ist und immer kämpft bis aufs letzte -> junger Mann, der anfängt mit der Umwelt klar zu kommen -> Altersstarrsinn. Viele Menschen scheinen den Schritt in der Mitte auszulassen. Besonders Internetnutzer scheinen da an Einsicht und Lebenserfahrung zu sparen. Geht mal in euch, treibt die Dämonen aus und nehmt euch folgendes Video zu Herzen, dann geht es uns allen besser.


Zendikar Release auf MTGO

Auch wenn ich bei dem einen 16 Mann Sealed nur 2-2 ging, weil einerseits mein Deck nicht gerade allzu gut war, ich mir ein Missplay leistete, das keins war und eines das eins war und MTGO Gegner irgendwie immer die eine Karte haben, die jetzt noch gewinnt, egal wie selten sie ist, macht mir Zendikar Sealed ausgesprochenen Spass.

Der Spielfehler, der keiner war: Ich habe auf der Hand Turntimber Ranger und Stonework Puma. Lege ich jetzt Turn 4 den Puma oder hole ich mir den Vorteil? Zu dem Zeitpunkt hatte mein Gegner so gut wie kein Board (Marsh Casualties - hehehehehehehehe i like!) und zwei Handkarten. Witzigerweise schafft es mein Gegner dann mit einer Sequenz passender Antworten genau auf zwei Leben zu gewinnen, während ich nurnoch floode. Der Puma hätte locker angreifen können, der zweite Token des Rangers und der Ranger selbst hatte nie einen Einfluss auf das Spiel. Ok, der Ranger wurde geblockt, aber seine größe war Irrelevant. Ich bin überzeugt, dass ich hier richtig gehandelst habe, weil ein drei Mana Bär sofort outclassed wird, wenn er irgend was zieht. Wenn der Ranger einmal triggered habe ich aber einen riesen Vorteil.
Ich gab mir also die Chance zu flooden und meinem Gegner die Zeit sich den Sieg von oben reinzulucken. Muss ich mich jetzt geisseln, weil ich bei einer Entscheidung den im Nachhinein falschen Weg gewählt habe? Ich glaube nicht, denn wenn ich eh davon ausgehe, dass er richtig Zieht verliere ich in beiden Fällen. Legt er den Blocker für den Puma, wird der Ranger auch nicht mehr groß genug und ich verliere leider auch.

Manchmal habe ich allerdings auf MTGO das Gefühl, dass ich gegen Bots spiele. Immer dann, wenn er eine Handkarte hat, er dead on board ist, ich für lethal angreife, aber die letzte Karte das slowrolled Hideous End ist, mit dem er schon wesentlich früher einfach gewonnen hätte. Oder das einzige Out wäre, jetzt drei Kreaturen auf den Tisch zu bekommen oder zu sweepen. Zack Conquerors Pledge. Man darf sich leider nicht darüber aufregen, so ist Magic nunmal, aber manchmal wird der Verschwöhrungstheoretiker in mir wach.

Tee, japanischer

Ich weiss nicht mehr, ob ich das in meinem Bericht über Kyoto angesprochen habe, aber dort bekam man zu jeder Mahlzeit Tee. Grünen Tee würde man vermuten, aber das war nicht der Fall. Es schmeckte eher so, wie nasse Asche riecht. Da man ja immer eine zweite Chance gewähren sollte, habe ich mir im Teeladen meines Vertrauens eben dieses Zeug gekauft. Wie es sich herausstellte handelte es sich um gerösteten grünen Tee, der dadurch ein ausgeprägtes Räucheraroma erhält. Eine Spezialität der Region obendrauf. Und frisch aufgebrüht und heiss ist das Zeug wirklich sehr lecker und eine perfekte Begleitung zu so gut wie jedem Essen. Erstaunlich. Aber dass Tee, besonders grüner, das Warmhalten nicht verträgt (aus lecker und interessant wird eine bittere Brühe, die nur der Ausguss trinken sollte), war mir schon länger klar. Ich hätte nur nicht gedacht, dass Japaner das tun. Ich oute mich jetzt mal als Teeliebhaber. Aber wirklich werden kann man das nur mit losem Tee aus geeigneten Läden und einem Wasserfilter. Vorher hat mir das Zeug nie geschmeckt. Kalk im Wasser ist Gift für den Geschmack und die Textur von Kaffee und Tee. Wenn ihr euch etwas ausergewöhnliches antun wollt, probiert mal Hojicha, den oben beschriebenen Tee. Ich fahre mittlerweile total darauf ab.

Das wars dann vorerst mal von mir, man sieht sich in Paris!

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