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Was ich heute alles falsch gemacht hab.. MTG für Anfänger

30. November 2008 von abi

Gleich mal vorab, die auf den Fotos unten abgebildeten Personen waren gestern alle unterwegs, ich bin nach dem zweiten Spiel erst mal im sitzen eingeschlafen (zur Unterhaltung der anderen) und den Foto hab ich erst ausgepackt, als der Draft schon fast vorbei war. Unter ästhetischen Gesichtspunkten betrachtet sollte man von den Bildern also nicht zu viel erwarten. Gammeldraft!!

Angesetzt war ein Draft mit einem Betrayers Display, acht Spieler waren geplant. Im Endeffekt waren wir zu fünft, was in Anbetracht des Zustands der Anwesenden und der damit verbundenen Spielzeit gar nicht schlecht war. Da aufgrund der geringen Spielerzahl die Auswahl zum picken eher gering ausfallen würde, was wiederum zu Manaproblemen und der damit verbundenen schlechten Laune führen würde, entschlossen wir uns dazu stattdessen Sealed zu spielen. Betrayers ist eben keine Multicolor Edition.

Um den Kartenpool ausreichend groß zu gestalten erhielt jeder Spieler sechs Booster. Während ich mein erstes Päckchen öffnete, hörte ich die anderen schon von Umezawa´s Jitte schwärmen. Ich fischte meine Rare heraus, das obligatorische Grinsen breitete sich wieder auf meinem Gesicht aus und ich hielt den anderen die Jitte vor die Nase. Großes „AHA“ und schon formierten sich die Decks entsprechend. Es kam wie es kommen musste, jedes Deck gegen dass ich gespielt habe hatte z.B. Waxmane Baku, Terashi´s Grasp, Heart of Light und/oder Moonlight Strider am Start, so dass sich der Schaden der equipten Kreatur meistens im Sand verlief. Hier greift der alte Spruch:“Ein Gentleman genießt und schweigt“. Beim Ziehen einfach mal Fresse halten, oder sich über Karten freuen, die man gar nicht hat, um die Gegner entsprechend zu beeinflussen.

Mein Deck wurde grün/blau und bestand zum Großteil aus Kreaturenkarten. Ich hatte zwei Ninja of the Deep Hours und zwei Mistblade Shinobi dabei, die Dank Minamo Sightbender und Veil of Secrecy auch öfters zum Zug kamen. Als Fattys waren Body of Jukai und Patron of the Orochi mit dabei, entweder halfen zwei Springcaller oder aber Slumbering Tora diese Karten effektiv einzusetzten. Die Shuriken in Kombination mit den Ninjas erwiesen sich als nützliches Spielzeug. Und natürlich Umezawa´s Jitte, die wenigstens in zwei Spielen die Entscheidung brachte. Stark war mein Deck, wenn ich schnell die kleinen Kreaturen draußen hatte, mit den unblockbaren Ninjas das gegnerische Bord abräumte und dann mit der Jitte pumpen konnte. Einmal krachte eine unblockbare 9/9 Artefaktkreatur (Slumbering Tora mit abgeworfenem Body of Jukai) in meinen Gegner, leider reichte mein Mana nicht zum equipen und so blieb Umezawa´s Jitte unbenutzt. Nett war auch Roar of Jukai, die einmal das Bord des Gegners aufräumte, der drei vermeintliche 1/1 Kreaturen blockte. Die große Schwäche meines Decks waren die fehlenden Kreaturenhater und die nicht vorhandene Defense, wenn ich nicht sofort raus kam. Dazu kam, dass ich nicht selten viel zu früh die Fattys zog und dann fünf Runden tote Karten halten musste. Kam ich die ersten vier Runden nicht zum Zug, hatte der Gegner meist schon ein zu mächtiges Bord und ich wurde ausgetappt, meine Kreaturen wurden auf die Hand geschickt, die Artefakte zerstört und ich einfach überrannt. Das Endergebnis war nicht berauschend 0-0-2-0, wenigstens eine Begegnung konnte ich für mich entscheiden und dazu ein Einzelspiel gegen Michel, was wiederum echt runter ging wie Öl (Michel ist der, der immer undefeated Heim geht). Mein nächster Fehler: Zu großes Deck. Was nützt mir eine einzelne Karte, wenn ich sie in keinem Spiel ziehe? Nach der ersten Begegnung habe ich zehn Karten raus geworfen und siehe da, das nächste Spiel ging an mich. Lag sicher nicht nur daran, aber hatte aber auf jeden Fall damit zu tun.

Am Ende noch die wichtigste Lektion, die ich heute gelernt habe: Magic ist Poker. Wenn so ein Roar of Jukai das Bord gelehrt hat, überlegt es sich der Gegner natürlich wen er das nächste mal mit wem blockt. Also muss man bei Bedarf so aussehen als hätte man noch einen im Ärmel, oder eben nicht. Es gab noch einige vergleichbare Situationen, aber es ist nicht nur das Bord, dass den Gegner Entscheidungen treffen lässt. Auch meine Haltung, was ich sage oder was ich in den vorhergehenden Runden gemacht habe, kann den Gegner beeinflussen. Ganz wichtig für mich, wenn jetzt gleich der spielentscheidente Hammer kommt: einfach cool bleiben und nicht das gehässige Grinsen aufsetzten, sonst hebt er sich den Counter vielleicht doch für meine Schlüsselkarte auf und macht nicht den Fatty weg, der nur die Ablenkung darstellt. Immer smooth bleiben, bevor man „all in“ geht.

Jetzt das was euch eigentlich interessiert: meine Freundin. Zu eurer großen Enttäuschung, sie war heute nicht da. Mit anderen Worten: die Hose blieb oben (Danke Bernd). Aber wo wir gerade von Frauen sprechen, muss ich doch den Kosi loben (auf eigenen Wunsch). Er hat so schön das Bad geputzt, weil wir ja Besuch kriegen, dass ich ihm gleich zwei Stempel in sein Fleißkärtchen gedrückt habe (Bei zehn gibt’s eine Rare). Danke Kosi.

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Wieder einmal ist ein Draft vorbei und ich studiere Karten. „Leider“ bin ich ab Freitag in Urlaub, so dass der nächste Draft frühestens in drei Wochen steigt. Eigentlich gutes Training, da die nächsten Tage mein SoA Display kommt und ich mal wieder tagelang vor verschossenen Päckchen sitzen muss, vielleicht schaffe ich es dann mein Geld zusammen zu halten. Aber man wächst ja an Herausforderungen.

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greetz abi

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Das letzte Spiel Schulz vs Kosi vs abi (ich bin schon draußen)
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Michel & Kosi

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der 2. Frühling

27. November 2008 von abi

Hallo junx,

Es war einmal vor 14 Jahren..

Ich hatte gerade einmal 11 Lenze auf dem Buckel und weil der (ziemlich coole) große Bruder meines besten Freundes eine Kiste Magic Karten hatte, trug ich mein knapp bemessenes Taschengeld in den örtlichen Spielwarenladen. Wollte ja auch cool sein, doch Fortuna sah das irgendwie anders und so wanderten meine ersten 127 Karten in den Keller.

14 lange Jahre hatte ich keine Karte in der Hand, doch dann passierte es. Ich ertappte meinen Mitbewohner Kosuke dabei wie er mit leuchtenden Augen um ein paar Sammelordner tanzte, auf denen ein altbekanntes Logo aufgedruckt war. Mir fielen die Karten im Keller wieder ein, sollte ich wirklich nochmal danach suchen? Ich wühlte etwa 2 Stunden in verschiedenen Kisten und wurde fündig. Ich parkte meine Kiste Pappkarten auf Kosi´s Couchtisch und etwa 2 Wochen später (Kosi hat immer viel zu tun) stellte ich mir dann selbst ein Deck zusammen. Es bestand größtenteils aus kleinen schwarzen Kreaturen wie dem Torfbold oder der Hexenkönigin, darüber hinaus hab ich noch einen Baron Sengir ausgegraben und ein The Wreched lag noch am Boden der Schachtel. Dazu Counterspells und ein paar mal Unheilige Stärke. Har Har, dachte ich mir, jetzt zeig ich dem Bub mal wo… Der Satz war noch nicht am Ende angelangt, als meine ersten Lebenspunkte schon flöten gingen. Drei Runden später (Ich verzichte auf Einzelheiten, 25€ zusammengewürfeltes Einsteiger Deck vs. durchdachtes 250€ Aggro Deck) war das Spiel vorbei und meine Illusionen dahin.

Die nächste Woche nutzte Kosi dann um mich entsprechend zu indoktrinieren (für so was hat er Zeit). Mit anderen Worten, nach drei Tagen verstand ich wenigsten die Hälfte von dem was er sagte, wobei das Magic Slang Wörterbuch auf germagic.de öfters mal geholfen hat. Nach 5 Tagen wusste ich vor welchen Karten ich mich auf den Boden zu werfen habe, welche Combo absolut „pornös“ ist und das diese Creature Card mit jenem Enchantment einfach rockt. Am 7. Tag kam das Fieber.

Ich verbrachte einen Tag und eine Nacht mit dem Kartenstudium (Kosi hatte mir gerade die Regeln des Highlanderformats erklärt) und besorgte mir eine Deckliste für ein Survival Highlander. Jens, einer von Kosis Kumpeln lieh mir beim ersten Gathering ein Deck aus und fixte mich damit dann endgültig an. Ich verbrachte einen weiteren Tag mit dem Optimieren der Deckliste aus dem Internet und spielte abends mein erstes ernsthaftes Spiel zusammen mit Kosi, Jub und Jens.

Eine Woche später ging es dann zum ersten Draft, ich und 6 Magic Veteranen, von denen die meisten schon 10 Jahre und länger spielen. Das Display stammte aus dem Shards of Alara Block. Nicht gerade siegessicher nahm ich an der Tafelrunde Platz und bekam meine Booster zugeteilt. Ich fischte mir erst mal nur rot und schwarz heraus, darunter die beiden Pinger Blood Cultist und Vithian Stinger. Auch ein Blightning war dabei. Dazu noch Dragon Fodder, Soulfire und Bone Splinters. Mehr oder weniger freiwillig waren blau und grün mit Fatestinger, Necrogenesis, Naturalize und einem Cancel vertreten. Als „fattys“ mussten ein Undead Leotau und zwei Carrion Thrash herhalten. Insgesamt waren viele Karten für weniger als drei Mana enthalten. Ich spielte 41 Karten bei 18 Ländern und zwei Artefakten die Mana produzierten. Das Deck lief erstaunlich flüssig und ich konnte einige Spiele mit Hilfe von vielen kleinen Kreaturen binnen weniger Züge für mich entscheiden. Besonders überrascht war ich von meinem ersten Spiel gegen Jens, der mich bei unserer Highlanderbegegnung das Fürchten gelehrt hatte. Er war etwas screwed und wurde völlig überrannt. Die zweite Begegnung konnte er für sich entscheiden und wir einigten uns aus Zeitgründen auf ein Unentschieden. Ich gewann die nächsten beiden Spiele gegen Jub und Kosi, das letzte ging leider 2:1 an Lukas, der mich mit dem Godsire in den Wahnsinn getrieben hat. Das Endergebnis 1-2-2-0 wurde nur von Lukas und dem Gastgeber Michael übertroffen und so hatte ich mir den 3. Platz erkämpft. Mit einem breiten Grinsen, das nicht aus meinem Gesicht weichen wollte und drei Rares der neuen Edition in der Tasche fuhr ich zu meiner Freundin, der idealen Gesprächspartnerin, wenn Man(n) gerade siegestrunken und mitteilungsbedürftig von einem Draft kommt. Aber sie hielt meine höchst interessanten taktischen Ausführungen immerhin fast eine halbe Stunde aus und schaffte es sogar dabei relativ aufmerksam zu wirken. Danke Sarah.

Und jetzt steht mein erstes Display zu Hause. Sonntag veranstalte ich meinen ersten, eigenen Draft. Die ersten Kartensets sind auch schon bestellt und weitere sind -selbstverständlich- in Planung. Es ist mir ein Rätsel, wie ich bis Sonntag die Finger von den Boostern lassen soll. Es ist mir auch ein Rätsel, wie ich dazu komme einen Haufen Geld für bunt bedruckte Pappkarten aus dem Fenster zu werfen. Es ist mir ein Rätsel woher dieses Fieber kommt, das mich stundenlang im Netz Kartenlisten lesen lässt. Oder warum ich ständig mein Highlander in der Hand habe, gewillt es noch effektiver, noch besser zu machen. Ich weiß es nicht, aber das Glühen in den Augen kann ich bei fast jedem Spieler sehen. Schon verrückt mit dem magischen Kartenspiel, aber Spaß macht es. Auf jeden Fall.

Ein weiteres Rätsel ist mir, wie ich jetzt dem mittlerweile genervten Gesichtsausdruck meiner Freundin begegne, die sich so tapfer hat vollquatschen lassen und jetzt seit einer Stunde ignoriert wird. Aber das gehört glaube ich in einen anderen Blog

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greetz abi

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