Was ich heute alles falsch gemacht hab.. MTG für Anfänger
Gleich mal vorab, die auf den Fotos unten abgebildeten Personen waren gestern alle unterwegs, ich bin nach dem zweiten Spiel erst mal im sitzen eingeschlafen (zur Unterhaltung der anderen) und den Foto hab ich erst ausgepackt, als der Draft schon fast vorbei war. Unter ästhetischen Gesichtspunkten betrachtet sollte man von den Bildern also nicht zu viel erwarten. Gammeldraft!!
Angesetzt war ein Draft mit einem Betrayers Display, acht Spieler waren geplant. Im Endeffekt waren wir zu fünft, was in Anbetracht des Zustands der Anwesenden und der damit verbundenen Spielzeit gar nicht schlecht war. Da aufgrund der geringen Spielerzahl die Auswahl zum picken eher gering ausfallen würde, was wiederum zu Manaproblemen und der damit verbundenen schlechten Laune führen würde, entschlossen wir uns dazu stattdessen Sealed zu spielen. Betrayers ist eben keine Multicolor Edition.
Um den Kartenpool ausreichend groß zu gestalten erhielt jeder Spieler sechs Booster. Während ich mein erstes Päckchen öffnete, hörte ich die anderen schon von Umezawa´s Jitte schwärmen. Ich fischte meine Rare heraus, das obligatorische Grinsen breitete sich wieder auf meinem Gesicht aus und ich hielt den anderen die Jitte vor die Nase. Großes „AHA“ und schon formierten sich die Decks entsprechend. Es kam wie es kommen musste, jedes Deck gegen dass ich gespielt habe hatte z.B. Waxmane Baku, Terashi´s Grasp, Heart of Light und/oder Moonlight Strider am Start, so dass sich der Schaden der equipten Kreatur meistens im Sand verlief. Hier greift der alte Spruch:“Ein Gentleman genießt und schweigt“. Beim Ziehen einfach mal Fresse halten, oder sich über Karten freuen, die man gar nicht hat, um die Gegner entsprechend zu beeinflussen.
Mein Deck wurde grün/blau und bestand zum Großteil aus Kreaturenkarten. Ich hatte zwei Ninja of the Deep Hours und zwei Mistblade Shinobi dabei, die Dank Minamo Sightbender und Veil of Secrecy auch öfters zum Zug kamen. Als Fattys waren Body of Jukai und Patron of the Orochi mit dabei, entweder halfen zwei Springcaller oder aber Slumbering Tora diese Karten effektiv einzusetzten. Die Shuriken in Kombination mit den Ninjas erwiesen sich als nützliches Spielzeug. Und natürlich Umezawa´s Jitte, die wenigstens in zwei Spielen die Entscheidung brachte. Stark war mein Deck, wenn ich schnell die kleinen Kreaturen draußen hatte, mit den unblockbaren Ninjas das gegnerische Bord abräumte und dann mit der Jitte pumpen konnte. Einmal krachte eine unblockbare 9/9 Artefaktkreatur (Slumbering Tora mit abgeworfenem Body of Jukai) in meinen Gegner, leider reichte mein Mana nicht zum equipen und so blieb Umezawa´s Jitte unbenutzt. Nett war auch Roar of Jukai, die einmal das Bord des Gegners aufräumte, der drei vermeintliche 1/1 Kreaturen blockte. Die große Schwäche meines Decks waren die fehlenden Kreaturenhater und die nicht vorhandene Defense, wenn ich nicht sofort raus kam. Dazu kam, dass ich nicht selten viel zu früh die Fattys zog und dann fünf Runden tote Karten halten musste. Kam ich die ersten vier Runden nicht zum Zug, hatte der Gegner meist schon ein zu mächtiges Bord und ich wurde ausgetappt, meine Kreaturen wurden auf die Hand geschickt, die Artefakte zerstört und ich einfach überrannt. Das Endergebnis war nicht berauschend 0-0-2-0, wenigstens eine Begegnung konnte ich für mich entscheiden und dazu ein Einzelspiel gegen Michel, was wiederum echt runter ging wie Öl (Michel ist der, der immer undefeated Heim geht). Mein nächster Fehler: Zu großes Deck. Was nützt mir eine einzelne Karte, wenn ich sie in keinem Spiel ziehe? Nach der ersten Begegnung habe ich zehn Karten raus geworfen und siehe da, das nächste Spiel ging an mich. Lag sicher nicht nur daran, aber hatte aber auf jeden Fall damit zu tun.
Am Ende noch die wichtigste Lektion, die ich heute gelernt habe: Magic ist Poker. Wenn so ein Roar of Jukai das Bord gelehrt hat, überlegt es sich der Gegner natürlich wen er das nächste mal mit wem blockt. Also muss man bei Bedarf so aussehen als hätte man noch einen im Ärmel, oder eben nicht. Es gab noch einige vergleichbare Situationen, aber es ist nicht nur das Bord, dass den Gegner Entscheidungen treffen lässt. Auch meine Haltung, was ich sage oder was ich in den vorhergehenden Runden gemacht habe, kann den Gegner beeinflussen. Ganz wichtig für mich, wenn jetzt gleich der spielentscheidente Hammer kommt: einfach cool bleiben und nicht das gehässige Grinsen aufsetzten, sonst hebt er sich den Counter vielleicht doch für meine Schlüsselkarte auf und macht nicht den Fatty weg, der nur die Ablenkung darstellt. Immer smooth bleiben, bevor man „all in“ geht.
Jetzt das was euch eigentlich interessiert: meine Freundin. Zu eurer großen Enttäuschung, sie war heute nicht da. Mit anderen Worten: die Hose blieb oben (Danke Bernd). Aber wo wir gerade von Frauen sprechen, muss ich doch den Kosi loben (auf eigenen Wunsch). Er hat so schön das Bad geputzt, weil wir ja Besuch kriegen, dass ich ihm gleich zwei Stempel in sein Fleißkärtchen gedrückt habe (Bei zehn gibt’s eine Rare). Danke Kosi.
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Wieder einmal ist ein Draft vorbei und ich studiere Karten. „Leider“ bin ich ab Freitag in Urlaub, so dass der nächste Draft frühestens in drei Wochen steigt. Eigentlich gutes Training, da die nächsten Tage mein SoA Display kommt und ich mal wieder tagelang vor verschossenen Päckchen sitzen muss, vielleicht schaffe ich es dann mein Geld zusammen zu halten. Aber man wächst ja an Herausforderungen.
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greetz abi
Das letzte Spiel Schulz vs Kosi vs abi (ich bin schon draußen)
Michel & Kosi
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