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Iserlohn a la Cartographer

Morgen allerseits.

Ich könnte jetzt behaupten, ich hätte in letzter Zeit nicht viel geschrieben, da Magic für mich keinen so hohen Stellenwert mehr einnimmt wie früher einmal. Ich könnte behaupten, ich hätte nicht geschrieben weil ich keine Lust auf Schreiben hatte. Die Wahrheit wäre das allerdings nicht. Erstens hat mich Twitter gefangen genommen und lässt mich nicht wieder los, was meinen täglichen Schreibbedarf nahezu vollständig deckt. Zweitens habe ich in letzter Zeit weniger gespielt, und wenn dann meistens ziemlich scheiße. Außerhalb von gelegentlichen EDH-Runden abends beschäftigte ich mich immer häufiger nur noch Freitags von 17:30 bis so 21:00 mit Magic. Der Deckbau und die Spielstärke litten darunter leicht bemerkbar immens.

Das gipfelte darin, das ich im Dezember in Iserlohn in Runde 1 sogar vergaß, in Turn 3 ein Land zu spielen. Ich habe daraufhin nicht nur deswegen ein paar Wochen Pause vom Turniermagic genommen. Obwohl ich immer noch nicht genau weiß, wie ernst ich dieses Spiel in nächster Zeit nehmen soll (also was Testen und ähnliches angeht) bin ich jetzt wieder wesentlich fokussierter und gelassener, auch weil mich die Deckbaulust wieder gepackt hat. Nachdem ich letzte Woche bereits mit viel Spaß ein “Sphinx-Tribal” halbwegs vernünftig (3-1) durch den FNM gebracht hatte, obwohl es in Wahrheit ein titanischer Haufen Ägypterkot war, stand diese Woche Iserlohn auf dem Plan.

Ich hatte mir noch nicht wirklich Gedanken gemacht was ich spielen wollte und war ganz froh als Alex innerhalb von ein paar Minuten ein nahezu komplettes Junddeck zusammenschraubte. Ich hätte zwar keinen Innovationsorgasmus bekommen, aber von ein paar von Jonas aufgezwungenen Testsessions wusste ich ungefähr, wie man das Deck zu pilotieren hatte. Man mag jetzt sagen, dass das ziemlich einfach ist, weil man einfach immer nur den besten Spell rauslässt, aber erstens muss man sich ja erstmal überlegen, was der beste Spell ist und zweitens gibt es ja immer noch das Sideboarding, bei dem man im Standard im Moment mehr falsch machen kann als in jeder anderen Disziplin.

Während wir Samstag abends gesellschaftsspielspielend in der Klause herumsaßen bemerkte Alex irgendwann zwischen den unendlichen Meckereien, weil das Spiel weder Magic noch Poker hieß (sondern Shogun), dass er dann doch lieber Jund zocken wollte. Da ich nicht vollkommen von Wissen unvorbelastet das Dredgedeck im Legacy auspacken wollte, musste also nach dem Heimweg so gegen 2 Uhr noch ein Deck herbei. Ich konnte dabei aus einem Pool schöpfen, der nahezu alles hatte außer M10 Länder. Ich baute mir also ein monoweißes Konstrukt zusammen, welches wie ich am nächsten Morgen bemerkte dem Cavalieri-Deck erschreckend ähnlich sah. Der Unterschied war der, dass ich einige wesentlich schlechtere Karten spielte.

Da ich aber jemand bin, der sich von schnöden Argumenten nicht so leicht überzeugen lässt, wurde auf Anraten aller nur noch die Armillary Sphere gegen Conqueror's Pledge ausgetauscht und das Deck ansonsten gleichbleibend registriert.

KoMa - Schmerzfrei in Iserlohn
// Lands
19 Plains
4 Marsh Flats
3 Emeria, the Sky Ruin

// Creatures
4 Emeria Angel
4 Baneslayer Angel
4 White Knight
4 Knight of the White Orchid
4 Kor Cartographer

// Spells
4 Day of Judgment
4 Path to Exile
4 Journey to Nowhere
2 Conqueror's Pledge

// Sideboard
SB: 4 Devout Lightcaster
SB: 3 Oblivion Ring
SB: 2 Kor Sanctifiers
SB: 2 Landbind Ritual
SB: 4 Luminarch Ascension

Obwohl ich das Deck eigentlich unkommentiert stehen lassen wollte, muss ich noch zwei Anmerkungen machen. Erstens wäre mein Deck besser gewesen, wenn die Luminarch Ascensions Inseln gewesen wären, denn dann hätte ich immerhin Quenchable Fire bezahlen können. Zweitens hätte ich mit dem neuen Kor Firewalker aus Worldwake statt White Knight einfach kein einziges SPIEL verloren. Ach ja, und die Rituale sollten wohl schon Wall of Reverence sein.

Die Fahrt begann damit, das Alex sich dachte es wäre eine gute Idee in einer dörflichen Gegend in der er sich nicht auskennt erstmal in einer Kreuz-typischen Lautstärke zu telefonieren. Als Folge dessen waren wir schon in die komplett falsche Richtung unterwegs, bis ich mich durch liebevolle Hiebe bemerkbar machen konnte. Eigentlich wären die 1-2 Kilometer Umweg auch nicht so schlimm gewesen, doch leider hatte es nachts geschneit und wir mussten dadurch durch einige Gebiete fahren, die als Räumdienst nur ein paar Esel eingestellt haben die den Schnee wegpinkeln. Dieser Zustand machte sich unter anderem dadurch bemerkbar, das wir an einer Ausfahrt trotz eingeschlagenem Lenkrad geradeaus vorbei fuhren. Grobe 45 Minuten zu spät konnten wir dann auch Martin abholen. Auf der Autobahn Zeit rausschlagen war auch nicht drin, da die Winterdienste sich wohl gedacht haben das am Sonntag 1,5 Spuren mal reichen müssen.

Trotz all dem kamen wir noch rechtzeitig in Iserlohn an, um noch die letzten paar Karten zu besorgen (Habe ich schon erzählt das ich mir wünschte ich hätte keine Luminarch Ascensions mehr bekommen?) Nachdem wir Marcel durch laute Buhrufe und allgemeine Pöbeleien davon überzeugt hatten, trotz der nur 32 Spieler im Standard 6 Runden zu spielen, konnte es losgehen.

Runde 1 gegen Monorot
In Spiel 1 brennt er mich auf 5, ich lege Baneslayer, er brennt mich noch auf 2, findet keine Outs, stirbt an Baneslayer.
In Spiel 2 lege ich sogar Turn 4 Baneslayer, aber er kann mich dank Mark of Mutiny totbrennen.
Im letzten Spiel lege ich den Baneslayer, als ich noch auf 20 Leben bin. Da helfen auch zwei Mark of Mutiny nicht mehr.
Ich boarde hier genauso wie in allen anderen Spielen gegen Monorot -4 Day, -2 Journey, +2 Landbind Ritual, +2 Kor Sanctifier, +2 Devout Lightcaster (Pearled Unicorn ist besser als Wrath…)
1-0 (2-1)

Runde 2 gegen Shimster mit Jund
In Spiel 1 scheint mir die Sonne aus allen Körperöffnungen. Er zieht verflucht wenig Removal und ich kann ihn ganz famos racen. Das zweite Spiel verliere ich dann ordnungsgemäß, und im dritten Spiel kann ich multiple Garruks auskontrollieren. Das Match gewinne ich nur durch die fehlende Erfahrung meines Gegners, der Blightning rausgeboardet hat.
2-0 (4-2)

Runde 3 gegen Monorot
Spiel 1 kann ich ihn mit White Knight, Emeria Angel, Kor Cartographer und ungefähr 100 Tokens racen, da er eine langsame Hand zieht. Spiel 2 hat er den übrig gebliebenen Burn. Spiel 3 legt er Turn 2 Geopede, ich Journey, er Ball Lightning, ich Path, ich Kor Cartographers, er MANABARBS. Ich geh dann durch die Barbs auf 15, lege Emeria Angel, Fetchland und verhaue ihn mit Tokens (und nach dem Abstellen des ersten mit dem zweiten Engel.)
3-0 (6-3)

Runde 4 gegen Dennis Nolte mit Jund
In Spiel 1 hat er wieder nicht genug Removal für meine Engelhorden. Dann gewinnt Garruk auf 8 Marken und Sprouting Thrinax, den er sich mit einem eigenen Maelstrom Pulse zerstört und Doppel Oran-Rief. Nein, ich ziehe keinen Day of Judgement. Spiel 3 hält er eine landintensive Hand und zieht irgendwann auch nochmal 8 Länder in a Row. Das heißt, ich kann ziemlich knapp mit Lightcaster-Beatdown gewinnen.
4-0 (8-4)

Runde 5 gegen Philip Volk mit Monorot
Ach, Monorot? Da hab ich ja noch gar nicht gegen gespielt. Im ersten Spiel kann er mich umfahren, im zweiten ich ihn, und im dritten bleibt er mit zwei Geopeden auf 2 Ländern stehen, während ich ein paar 2/2er mache und auf vier Ländern stehen bleibe. Der epische ereignislose Topdeck-War wird dann von ihm mit Fetchland + Earthquake für 2 entschieden. Als ich 2 Runden später immer noch kein fünftes Land für meine inzwischen 3 Baneslayer Angel auf der Hand ziehe, schüttele ich ihm die Hand.
4-1 (9-6)

Runde 6 gegen Mao Qiling mit Jund
Inzwischen erkenne ich ein leicht zu übersehendes Muster in meinen Matchups. In diesem Spiel werde ich aber leider weder von meinem Gegner noch von seinem Deck unterstützt und gehe sang- und klanglos unter.
4-2 (9-8)

Am Ende reicht es für den 7. Platz und unglaubliche 5 Booster. Das Deck ist sicherlich ausbaufähig, wobei man aber bei den richtigen Ausbauten am Ende eh wieder bei der Cavallieri-Liste landet. Lustig war es trotzdem.

Den Rückweg legen wir dann so mit Durchschnitt 80km/h zurück, da es seit unserer Abfahrt wohl ununterbrochen geschneit hat und der Schneepflug bei dem Sauwetter lieber daheim geblieben ist.

PROPS
[+] Schlappeseppl
[+] Kor Cartographers in den Top 8. So broken.
[+] Besser gegangen als bessere Leute mit besseren Decks.

SLOPS
[-] 1 Stunde zwischen Turnierende und Preisverleihung.
[-] Keine Ligapreisauszahlung.
[-] Keine Top8-Fotosession. Und dabei wollten doch alle unbedingt meinen maskulinen Körper sehen.

PS: Ja, ich verstehe das die Slops nur aufgrund des Stresses wegen dem Ligafinale aufkamen und verstehe die Problematik. Trotzdem bin ich Blogger und muss dem Klischee entsprechend am Ende noch ein bisschen rumheulen.

Feierabend.

Geschichten eines professionellen Weltenbummlers

Letzten Freitag hab ich zur Abwechslung mal gedraftet (jetzt abgesehen von den 9(?) Mal auf der DM). Leider hat die M10-Produktknappheit jetzt auch unseren Laden erreicht, weshalb wir unter großem Protest Alara Block draften mussten. Ihr müsst euch aber keine Sorgen machen, denn ich habe sowieso nicht vor davon zu berichten. Ich ging 3-0-1 und wurde Zweiter.

Der wirklich wichtige Teil des Abends waren die Planechase-Duelle. Da ich mich selbst nicht davon überzeugen konnte, 20 Euronen für ein Deck das mich nicht interessiert und 10 Planes auszugeben (Summasumarum also 2 Euro pro Plane), verkaufte ich Karten für etwa 20 Euro an Halbfreiwillige, damit ich meinem Gewissen sagen konnte, ich hätte das Deck gegen Karten getauscht. Da wir bereits das RW-Deck und das Elementaldeck am Start hatten und Daniel sich vorgenommen hatte, am Release Zombies zu kaufen, organisierte ich mir das mit Abstand schwächste Artefaktdeck.

Wir kamen leider nicht dazu, auch nur eine Runde Multiplayer zu spielen (das werde ich Freitag und Samstag exzessiv nachholen!), also kann ich euch nur von einigen Duellen berichten.

Zuallererst sei gesagt, das viele der Planes einen so starken Effekt haben, das nahezu jedes Deck das Match gewinnen kann. Ich würde zwar nicht auf das Deck ohne Lands wetten wollen, aber wenn zum Beispiel The Maelstrom oder Krosa auftauchen, kann das auch hinhauen. Das hat einige positive, aber natürlich auch negative Effekte. Nachteilig fällt mir auf, das die Planes das Spielgeschehen nahezu komplett beherrschen. Es gibt kaum Ebenen die subtil genug sind um für beide Spieler etwa gleichstark zu sein, so das in beinahe jeder Runde drei- bis viermal der Würfel gerollt wird und die Ebenen quasi ständig wechseln, so das kein wirklicher Spielaufbau stattfindet und man eigentlich nur hofft, das irgendwann eine Plane geflippt wird, mit der man das Spiel sofort gewinnt. Krosa, Bant, Tazeem und ähnliche eignen sich am besten dafür. Weiterhin negativ finde ich, das manche Ebenen einen Effekt haben, die vor allen Dingen früh im Duell das Spiel massiv in eine Richtung verschieben. Ich habe es zB. noch nicht erlebt, das mit Naya als Startebene der beginnende Spieler das Spiel verloren hat.

Auch muss ich das Deckdesign zumindestens teilweise bemängeln. Während das RW Deck und das Zombiedeck einige Planes besitzen, die dem jeweiligen Deck einen riesigen Vorteil gewähren, scheinen die Planes des Elementaldecks und vor allem des Artefaktdecks wahllos zusammengewürfelt oder doch zumindestens wesentlich symetrischer. Es kommt einem so vor als wären die Planes und das Deck unabhängig voneinander gebaut worden. Minamo und hordenweise 7-9 Mana Spells? The Maelstrom und 5(!) Sunburst-Spells? Da hat jemand nicht wirklich nachgedacht. Gegen das Zombiedeck habe ich mit Artefakten genau ein Spiel gewonnen, als ich in The Maelstrom startete und Turn 1 Darksteel Forge legte, und das auch nur knapp, da es in dem Zombiedeck selbst dagegen mit Profane Command, Innocent Blood, Grave Pact, Ascendant Evincar und der Plane Raven's Run noch unendlich Outs gibt.

Man darf Planechase allerdings nicht zu ernst nehmen. Wenn man das ganze als eine Aneinanderreihung von lustigen Zufällen betrachtet, macht es einen Riesenspaß. Wenn Magic eine Autobahnfahrt mit einem Porsche ist, dann ist Planechase eben eine Achterbahnfahrt. Noch etwas wilder, wesentlich bunter, aber man hat keinerlei Kontrolle über das Fahrzeug. Zu den brachialsten Spielstarts in den etwa 30 Partien, die ich bis jetzt gespielt habe gehören:

1. Ein Start in Shiv mit zwei Chaos-Rolls, bei denen in Turn 1 zwei 5/5 fliegende Drachen auf dem Battlefield landeten.
2. Ein Start in Krosa, bei dem ich mit meinem Graverobberdeck in Turn 1 Kitchen Finks, Umezawa's Jitte, Treetop Village legte.
3. Ein Start in The Maelstrom, bei dem ich den Turn mit Oona, Queen of the Fae und Swamp beendete.

Aber der brutalste Start war sicherlich: Start in Naya, ich mit Graverobber, mein Gegner mit einem beliebigen T2-Deck. Ich lege Swamp, Swamp, Forest, spiele Living Wish auf Golgari Rot Farm, spiele Rot Farm und dann das gebouncte Land und planeswalke nach Agyrem. Meinem Gegner gefällt es da nicht und er planeswalked wieder… nach Isle of Vesuva. Ich mache in meinem Zug Sakura-Tribe Elder (plus Kopie), opfere das Original, Eternal Witness (plus Kopie), spiele nochmal den Elder und enttappe Turn 3 mit massiven 10 Mana, um die komplette Hand meines Gegners zu Mind Twisten. Ich fands lustiger als er.

Außerdem würde ich noch zu den Vorteilen zählen, das der Unterschied zwischen Spielern, die bisher weniger Investitionen in Magic getätigt haben (zB. meinem Cousin) und Leuten, die seit Jahrtausenden spielen (zB. Ich) dadurch massiv ausgebügelt werden. Die Overruns seines “1-Mana-Kreaturen” Decks wirken wesentlich beeindruckender, wenn sie auf Krosa stattfinden oder wenn er dank Goldmeadow neun Ziegentokens im Spiel hat.

Insgesamt gesehen ist Planechase für mich ein Riesenspaß und ich kann es kaum abwarten, eine richtige Multiplayer- oder gar eine EDH-Partie damit zu zocken.

So, jetzt muss ich noch dringend für das T2 Common Constructed am Samstag ein Deck bauen… und diese E-Mail lesen. Ich denke, das Frau Prof. Dr. Tanja Ständer mir noch eine Menge über “Mehr Stehkraft im Bett” erzählen kann.

Bis die Tage!

PS: Wer Planechase brechen möchte: Einfach ein Deck mit tausend verschiedenen Infinite-Mana Combos. Als Planedeck dann irgendwas mit Lethe Lake, Sea of Sands und The Dark Barony. Ergebnis? Der Gegner hat keine Permanents, keine Handkarten und keine Library. Bitteschön.

Gerade nerdig genug

ANMERKUNG: Dieser Blogeintrag wurde bereits am Montag nach der DM begonnen, jetzt aber erst fertig gestellt. Wundert euch also nicht, das ich teilweise von Dingen rede, als wären sie gestern gewesen.

So, da bin ich wieder, stinkend und verschwitzt zurück von meiner Reise ins wunderschöne, wenn auch bestialisch heiße Aschaffenburg, in dem fast alle Frauen Waden haben wie Profifussballer und ein Döner so viel kostet wie in anderen Städten eine Pizza inklusive Getränk. Aber ne schöne DM haben die da, das ist echt der Wahnsinn…

Doch zuerst einmal: Musik!


Representing the northside! C to the Anada, bitch!

Da ich nicht qualifiziert war und bei Denny kostenlos in Aschaffenburg übernachten durfte, fuhr ich bereits am Mittwoch nachmittag zusammen mit Christian und dem Zeitler-Daniel los. Die Strecke war nicht sonderlich kompliziert (”Fahren sie 115km und dann rechts halten.”), also gibt es wieder mal nix zu erzählen. Der Abend war auch ziemlich ruhig und wir verbrachten ihn Schlappeseppl-schlürfend und Guitar Hero - Metallica zockend. Gelegentlich durfte einer von uns auch Dennys Ego aufpolieren, indem er gegen ihn bei FIFA09 haushoch verlor.

Donnerstag ging es zu den Grindern. Mein Interesse an Standard hatte sich nicht wesentlich erhöht, also hoffte ich darauf das durch die auf 32 Personen verkleinerten Meatgrindern der Draftgrinder mal vor 16 Uhr starten würde. Während ich wartete, zeigte Bambi uns allen mal, wie man Magic spielt. Zum ersten Mal seit ungefähr einem Jahr nahm er die Karten in die Hand und fuhr erstmal mit Kithkins fehlerfrei durch den ersten Grinder, wobei er im Halbfinale dank Harm's Way im Maindeck noch unseren eigenen Andreas mit RW Control umfuhr.

Der erste Draftgrinder startete so gegen halb eins, und ich draftete Bant mit Splash auf schwarz und Fusion Elemental. In der ersten Runde durfte ich Flippi die geheimen Synergien zwischen Marisi's Twinclaws und Exaltedguys und im zweiten Spiel die zwischen fünf verschiedenen Basics und Fusion Elemental zeigen. Danach machte ich das gleiche mit Sebastian Born, auch wenn der im ersten Spiel mit Turn 1 Noble Hierarch, Turn 2 Dauntless Escort so loslegte das ich dachte ich wäre aus Versehen in einen Standardgrinder rübergeschoben worden. Schon ging es weiter in den zweiten Draft, der allerdings komplett in die Hose ging. Irgendwie landete ich später in Jund, musste aber noch blau splashen, damit ich noch so Würste wie Skyclaw Thrash zocken konnte. Auch der Last Pick Last Pack Anathemancer landete noch im Deck. Gerade als ich verloren hatte, startete der letzte Draftgrinder, also war der Donnerstag für mich schon abgehakt. Wir organisierten noch einen M10 - KoMa / Forendraft, bei dem ich trotz gutem Deck nur 1-2 gehen durfte und mir beim Rarepick meinen vierten Foil Djinn of Wishes absteckte. Bambi zeigte mir im dritten Match noch, was man braucht um sich zu quen. Turn 1 Llanowar Elves, Turn 2 Elvish Archdruid, Turn 3 Shivan Dragon, Turn 4 Lava Axe, Turn 5 Lava Axe. So einfach kann Magic sein.

Während des Drafts wurde Daniel 3 (Daniel 1 bin ich, Daniel 2 ist der Zeitler) beim Stand von 0-2 noch dazu gezwungen, die Biervorräte für heute zu organisieren. Wir dachten, es wäre okay wenn sich die zwei Kästen es hinter dem Drafttisch gemütlich machen, aber pünktlich zum Rarepicken kam Ingo (Muhs) mit der Betreiberin des Stadthallenverkaufsstandes und guckte uns böse an. Anscheinend war selbst das Abstellen von alkoholhaltigen Getränken in der Halle verboten, aber da wir uns eh im Aufbruch befanden, machten wir uns deswegen keinen Kopf und wir begaben uns “auf dem schnellsten Weg” zu Dennys Bude, wobei wir uns beim “auf dem schnellsten Weg” auf den waschechten Aschaffenburger Daniel 3 verließen, der aber wohl eher “Besichtigungstour durch die heruntergekommensten Teile der Stadt inklusive Main” verstanden hatte. Immerhin bekamen wir noch die Schlappeseppl-Brauerei zu sehen. Daniel 2 bestellte noch “wegen eines Todesfalles in der Familie” sein Hotelzimmer ab, da beim Denny zu pennen erstens günstiger und zweitens wesentlich bierhaltiger war.

Kaum bei Denny angekommen (das heißt ungefähr zu dem Zeitpunkt, als die letzte Flasche des ersten Kastens sich rapide leerte) fiel uns auf, das die meisten von uns vergessen hatten im Laufe des Tages mal was zu essen (auch wenn man sich das bei mir kaum vorstellen kann), also maschierten wir nochmal zurück Richtung Stadthalle um zu dönern. Während wir also über die weiblichen Waden lästernd dort herum standen, wurden wir von ein paar Wesen, die eben jene Waden spazieren trugen, angesprochen ob wir denn auch wegen dem Afrikafestival hier wären. Man muss sich vorstellen: Ich als fetter 2 Meter großer Typ mit “mtg-forum” T-Shirt, Christian mit langen Haaren und einem schwarzen T-Shirt, auf dem ein netter Junger Mann mit Corpsepaint dargestellt war, über dem in martialischen Buchstaben “Kaninchen Opfern!” oder ähnliches stand, und der Rest der Horde sah auch nicht wirklich der Kopfnickermusik zugeneigt aus. Unsere Antwort war: “So ähnlich.”

Nachdem wir, als der zweite Kasten gerade den Geist aufgab feststellten, das EDH nicht mehr viel Sinn macht, kam auch schon Denny vom Afrikafestival und freute sich ob der gläsernen Verzierung, in der wir seine Wohnung hinterlassen hatten. Kurz darauf fielen wir alle ins Bett, inklusive derjenigen denen gerade auffiel das sie ab 1 Uhr nicht mehr mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Hause kamen.

Freitag war nicht viel geplant, und ich stand als einziger in der Wohnung früh auf, da ich ein paar Leuten versprochen hatte, noch Karten für die DM bzw. den PTQ mitzubringen. Ich nahm mir noch die Zeit einen Kaffee zu trinken, um auf die Beine zu kommen, und zwar bei Denny, dann bei der ersten Bäckerei, dann bei der zweiten Bäckerei, und schließlich nochmal in der Halle. Nachdem ich die Karten ausgehändigt hatte, ging ich erstmal zurück in die Fußgängerzone. Und holte mir einen Kaffee. Dann kaufte ich Dennis (Nolte) aus einer Laune heraus jede Menge Booster ab, darunter 13 Alara Reborn Booster für unter 2 Euro pro, die ich auch direkt aufmachte. Maelstrom Pulse, Thought Hermorrhage, Spinx of the Steel Wind Foil, und nochmal Thought Hermorrhage. Geht doch.

Weiter passierte am Freitag nichts berichtenswertes. Ich draftete noch so zwei bis drei Mal M10, Abends konsumierten wir nochmal eine Menge Bier, und unsere wackeren für die DM qualifizierten Recken Jonas und Bambi gingen 6-1 bzw. 5-2, aber irgendwie habe ich den größten Teil des Tages aus der Erinnerung gestrichen.

Samstag standen zwei wichtige Punkte auf dem Plan: Das Legacy-PTGSTW-Turnier und die Players Party. Eigentlich wollte ich wie in Iserlohn noch mal Denny's Dreadstill spazieren führen, aber er brauchte ein paar der Karten kurzfristig selbst. Unwillig lies ich mich auf Monoblue Control ein und bekam dann vor allen Dingen aus mangelnder Erfahrung von Treshold und Solidarity auf den Sack, verprügelte dann Dragon Stompy und lies mir dann von einem merkwürdigen Natural Order Deck zeigen, wie man Counterbalance benutzt.

Bereit? Er hat 2 Noble Hierach, Counterbalance und Länder und kennt die oberste Karte seiner Bibliothek nicht. Ich lege mit 4 Mana draußen Engineered Explosives für 1, und er vergisst erstmal die Balance. Ich denke mir also “Na gut, dann probier ich was anderes.” und lege Meddling Mage. Diesmal denkt er an die Balance und revealt einen irrelevanten 2 Mana Spell. Toll. Im nächsten Zug zockt er Natural Order ohne offenes Mana. Ich mach Force Spike, er revealt Brainstorm. Er holt sich den Progenitus und legt DANN ein Fetchland. Ich denke: Kein Problem, hast ja noch Nevinyrral's Disk. Ich lege sie in meinem Zug. Er fetcht in Response, ich mische sein Deck noch mal wie ein Blöder, Counterbalance resolvt: Natural Order. So wird Magic gespielt.

Ich droppe also und schaue mir an, wie Lino in die Top 8 stürmt und Jonas knapp davor scheitert. Immerhin reichts für ihn für ein Rating-Q für die PT Austin. Zwischendurch durchwühle ich noch die berühmte Kesselbox und finde einen Foil Lorescale Coatl für 50 Cent, den ich mit immensem Gewinn an die Legacyleute loswerde. Dann geht es auch schon Richtung Players Party.

Dort pfeife ich mir erstmal einen leckeren enorm großen Burger zwischen die Kauleisten und schlürfe zusammen mit Martin, Daniel Z., Jonas und Christian ein Bierchen (oder auch zwei oder drei). Dann ruft Tobi den Trivia-Contest aus. Ohne das ich weiß, was die Preise sind, schließe ich mich mit Martin und Jonas zu einem Grüppchen zusammen. Als Teamname musste gezwungenermaßen eine Magickarte her. Als mein erster Vorschlag “Die Twiddles” von meinen Teamkameraden nicht akzeptiert wurde, wurden kurzfristig “Die bronzenen Sexbomben” ausgepackt. Zuerst versuchten wir noch, den Contest auf der Bowlingbahn zu spielen, aber durch die Lautstärke und die Tatsache das wir ~60 Mann waren waren wir gezwungen, auf den Platz vor der Stadthalle zu wechseln.

In den ersten paar Fragen hielten wir uns ganz gut und nur das “S.W.A.T.“-Team mit seinen Horden an spoilerauswendiglernenden Judges konnte überhaupt mit uns mithalten. Lediglich bei der Frage nach den bisherigen DM-Finalbegegnungen schwächelten wir etwas, da noch nicht mal Jonas, der eigentlich die Lifetime Achievements eines jeden Pros aufsagen kann, irgendeine Ahnung darüber hatte. Dann kam die letzte Frage, bei der man alle Kreaturen aufzählen sollte, die eine einzigartige Power/Toughnesszusammenstellung hatten, und zwar inklusive aller Kreaturen aus Unhinged. Bei dieser Frage waren wir eindeutig gehandicampt, da Jonas und Martin fiese, ernsthafte Turnierspieler sind und mein fotographisches Gedächtnis in Sachen Karten auch merklich zurückgegangen ist. Am Ende hatten wir bei dieser Aufgabe nur 9(?) Punkte, während nahezu alle anderen Teams zweistellig waren. Das SWAT-Team gewann erwartungsgemäß, aber auch Lino und Kollegen als Team “Zobelbraune Riesenhirsche” und das Team “Onkel Istvan” zogen noch an uns vorbei, so dass wir am Ende nur vierter wurden. Durch einige glückliche Zufälle (zB. das Lino leider Top 8 spielen musste) rutschte allerdings unser gesamtes Team noch in den Supersonderspezialdraft hinein, von dem ich überhaupt erst bei der Preisverleihung erfuhr. Wir entschlossen uns die Sage zu verbreiten, das wir absichtlich genau diesen Platz belegten, um überall behaupten zu können das wir “Gerade Nerdig genug” seien, um uns für solche Events zu qualifizieren. Den Rest des Abends verbrachten wir dementsprechend biertrinkend, globbernd und allgemein floloppend, wenn auch nicht ganz so lange wie die Horde, die nachts noch in irgendeinem Club einmaschierte. Eigentlich schade das wir nicht dabei waren, denn ich habe am nächsten Tag noch Geschichten von spuckenden Nutten und ähnlichem gehört.

Am Sonntag traf ich immer noch leicht schwankend in der Halle ein, ungehalten darüber das man auf dem Fussweg keinen einzigen Kaffee bekommen konnte und freute mich das Martin, der schon da war, noch wesentlich schlimmer aussah. Während wir auf den Start des Supersonderspezialdrafts warteten, beschränken sich unsere Unterhaltungen auf unartikulierte Grunzlaute. Diese Grunzlaute wurden nur minimal leiser, als ich direkt neben Jonas und Martin gesetzt wurde und ein paar Booster in die Hand gedrückt bekam. Ich verkniff mir das Raredraften größtenteils (außer einem Wrath (NICE DAY OF JUDGEMENT, WIZARDS) und draftete einen UGr Haufen mit Overrun, Might of Oaks, Blaze, Blanchwood Armor und vor allen Dingen Doppel-Molimo und Avatar of Might. Ja, das tolle Bild aus der Wizards-Coverage ist von mir.

Über den Draft gibt es leider etwas wenig zu sagen, da ich gegen die wirklich coolen Decks nicht spielen durfte (also MiDis Monorot oder das Doppel-Phage, Doppel-Plague Wind Deck.)

Aber eine Sache muss noch erwähnt werden: Ich habe endlich jemanden mit mehr als einer Pro Tour Top 8 besiegt!(!!1) Beim Stand von 2-1 durfte ich gegen Jan Ruess ran. Okay, in einem Spiel war er screwed und im anderen dominierte meine Kartenqualität (und das Naturalize auf seinen Loxodon Warhammer), aber ich beschwere mich ja auch nicht, wenn die Sonne scheint.

(Der letzte Abschnitt ging offensichtlich nicht gegen Jan, aber die Liste meiner Siege gegen wirkliche Pros ist noch relativ übersichtlich.)

Danach verloren ich, Martin und Jonas noch einen Teamdraft gegen Raul Pojoran, Mathias Passin und… err… noch jemanden (sorry), aber das konnte meine Freude über eine schöne DM nicht schmälern.

Wir stiegen also ins Auto, riefen Konsti und Babak nochmal fröhlich “NERDS!” zu, und dann diskutierten Christian und ich ungefähr 70 Kilometer lang, ob wir noch zu einem Burger King fahren wollten. Als wir uns gerade entschlossen hatten, nicht mehr zu fahren, fuhren wir gerade an einem vorbei und Zeitler schaltete sich ein: “Ey, da ist ein Burger King. Lass mal hinfahren, ich hab voll Hunger.”

Naja, da muss man wohl auch dabei gewesen sein.

Man sieht sich im nächsten Jahr!

Taverne der unendlichen One-Night Stands

Moin Mädels.

Ist ein ganzes Weilchen her, seitdem ich das letzte Mal geschrieben habe. Ich musste ein paar Sachen im wirklich wahren Leben auf die Reihe bekommen und habe die letzten Wochen noch ein Praktikum nachgeschoben, welches ich schon seit 1-2 Jahren gemacht haben müsste und bin in den Westerwald zurück gezogen. Jetzt bin ich allerdings bis zum nächstbesten Verschwinden wieder für euch da.

Um über das M10 Prerelease bzw. Release zu schreiben, bin ich etwas spät dran, also erwähne ich nur kurz, das mich die Planeswalker in diesem Format jagten und reichhaltig in nahezu jedem Sealed und Draft bei mir zu Besuch waren und als sie wieder gingen sogar kleine bis mittelgroße Scheine in meinem Geldbeutel hinterließen. Grundsätzlich finde ich es erstaunlich, das M10 Booster zumindestens gefühlt durchschnittlich mehr Geld zu finden ist als ein Booster kostet.

Als erstes berichte ich mal von einem M10 Draft, der am letzten Freitag in Koblenz stattfand. Insgesamt waren 12 Leute aufgetaucht, obwohl mindestens drei unserer Jungs uns in Brighton repräsentierten. Wir wurden in 2 Pods gesplittet, und der wilde Ritt ging los. Da wir einige Neulinge dabei hatten fiel der Rarepick dieses Mal flach, so das ich mir als Firstpick erstmal einen Elvish Archdruid absteckte. Danach folgte ein Pacifism und dann ein Sphinx Ambassador, da weder in weiß noch in grün was besseres als ein Elvish Visionary zu holen war. Im nächsten war dann nahezu gar nichts mehr, außer ein Tendrils of Corruption, das mich freudig angrinste. Der darauf folgende Pick war ein Assassinate, also war schwarz als erste Farbe quasi vorgegeben. Im zweiten Booster folgte auf ein First Pick Consume Spirit noch ein zweites Tendrils. Dann schnappte ich mir einen Gravedigger, und ab dort wurde die Fahrt wirklich lächerlich. Die nächsten vier Picks waren in korrekter Reihenfolge: Tendrils, Assassinate, Looming Shade, Tendrils. Als ich dann im dritten Booster noch ein fünftes Tendrils bekam, war entgültig klar, das ich monoschwarz spielen konnte, auch wenn meine Kreaturen in ihrer Ernährung etwas sehr auf die schlanke Linie geachtet hatten. Tatsächlich hatte niemand am Tisch schwarz gedraftet.

// Lands
16 Swamp
1 Gargoyle Castle

// Creatures
2 Child of Night
2 Kelinore Bat
2 Warpath Ghoul
1 Zombie Goliath
1 Drudge Skeletons
1 Wall of Bone
1 Looming Shade
1 Bog Wraith
1 Howling Banshee
1 Gravedigger

// Spells
5 Tendrils of Corruption
3 Assassinate
1 Weakness
1 Consume Spirit

// Sideboard
SB: 1 Wall of Bone
SB: 1 Unholy Strength

Los ging es in Runde 1 gegen Helge. Dieses Match kann man nicht beschreiben, man muss es gesehen haben. Deshalb habe ich eine kleine Grafik angefertigt.

Auf diese und ähnliche Art und Weise verliere ich seeeehr langsam, aber stetig 2 Spiele gegen Horden von Horned Turtles und Palace Guards.

“Keine Angst, wir sind die Palastwache, wir regeln das für sie!”

In Runde 2 und 3 ergaben sich dann aber keine größeren Schwierigkeiten, außer wenn es darum ging den Gegner irgendwann auch mal zu töten. Zu erwähnen wäre nur noch, das ich in einem Spiel dank 12 Swamps mit einer einzelnen Howling Banshee neun Wolf Tokens geraced habe.

Am Sonntag fuhren wir dann gemütlich gen Iserlohn. Eigentlich hatte ich vor, Highlander zu zocken, da das T2 Format mir im Moment herzlich wenig Spaß bereitet, da auch Karten wie Great Sable Stag, die ansonsten legitime Optionen wie MBC komplett aus dem Format verdrängen es nicht schaffen die Boshaftigkeit von Faeries unter 500 Kilonazis zu bringen und mir Five Color auch keinen Spaß macht. Da ich wegen des Praktikums allerdings keine Zeit hatte, ein Deck zu bauen rief ich kurzerhand Denny an um mir von ihm ein Legacydeck zu leihen. Er brabbelte noch irgendwas von abwürgenden Schlachtschiffen, aber er würde schon wissen was er tat. Sonntag morgen sah ich dann das Deck zum ersten Mal in seiner vollen Pracht.

“KoMa - Dennynought (Sponsored by PCA)”
// Lands

4 Polluted Delta
4 Mishra's Factory
3 Wasteland
3 Island
3 Tropical Island
2 Flooded Strand
2 Volcanic Island

// Creatures
4 Tarmogoyf
3 Phyrexian Dreadnought
2 Trinket Mage

// Spells
4 Force of Will
4 Stifle
4 Counterbalance
4 Brainstorm
3 Standstill
3 Daze
3 Sensei's Divining Top
3 Fire/Ice
1 Trickbind
1 Engineered Explosives

// Sideboard
SB: 3 Krosan Grip
SB: 1 Tormod's Crypt
SB: 3 Submerge
SB: 1 Relic of Progenitus
SB: 1 Pyroblast
SB: 3 Red Elemental Blast
SB: 2 Firespout
SB: 1 Pithing Needle

Runde 1 gegen Rbg Goblins
In Spiel 1 wird er mit Doppelgoyf ausgestallt, bevor ich mit Trinket Mage das kleine dicke Schiff suche und ihm das Bug gebe. Er legt die Aether Vial auf 5 hoch und dann Goblin Chieftain, also denke ich mir das es ein guter Plan wäre die Vialbenutzung zu stiflen. Jetzt müsste er sein komplettes Brett opfern um zu überleben und gibt lieber auf.
In Spiel 2 komm ich dank Krosan Grip nicht in Fahrt und er spuckt mir irgendwann wieder mit Chieftain gemein ins Gesicht.
In Spiel 3 halte ich eine Traumhand gegen Aggrodecks. Brainstorm, Force, Force, Daze, Dreadnought, Delta und Wasteland machen Lust auf mehr. Ich mach Delta, go, er Lackey, ich in Response Brainstorm, finde Stifle, Island, Dreadnought. Ich force Lackey, mache Dreadnought, er als zweites Land ein Nonbasic, und das Spiel ist vorbei.
1-0 (2-1)

Runde 2 gegen Jonny mit MBC
Ich muss ehrlich sagen, viel gesehen hab ich wenig. Er macht Thoughtseize, ich mache Dreadnoughts, Counterbalance und Topf und kann seine Spotremoval entsorgen.
2-0 (4-1)

Runde 3 gegen Manhi mit BW Control
Ungefähr hier kollabiert aufgrund der Hitze in der Halle nahezu mein Kreislauf und ich konzentriere mich mehr darauf, nicht vom Stuhl zu kippen statt das Spiel zu gewinnen. G1 halte ich ein Land mit Brainstorm, Standstill, Dreadnought, zwei Stifle, Force und finde unendlich lange kein Land, und in G2 zeigt er mir, wieviele Spotremoval so ein einziges Deck doch spielen kann. Vindicate, Smother, Swords, Path und Wrath hatte ich schon gesehen, als ich Pithing Needle lege um seine Eternal Dragons abzuschalten. Als er dann auch noch einen Oblivion Ring legt und ich ihn resolven lassen muss, da er meine Forces extirpated hat, weiß ich das ich das nicht mehr gewinnen kann.
2-1 (4-3)

Runde 4 gegen BW Smallpox
Ich lege nie Balance und Topf, da er die immer mit dem Discard trifft. Mehr gibts eigentlich nicht zu sagen.
2-2 (4-5)

Runde 5 gegen Jan mit Merfolk
Spiel 1 mache ich Dreadnought mit Force Backup.
Spiel 2 legt er Turn 1 Vial, Turn 2 Doppel Cursecatcher. Ich bin sicher, er amüsierte sich königlich als ich versuchte den Würgereflex zu unterdrücken. Er kann auch eigentlich nur in mein Gesicht gesehen haben statt aufs Board, da er in der nächsten Runde erstmal die Catcher munter in meine Fabrik reinlaufen lies, in welcher einer zu Fischmehl verarbeitet wurde während der andere reklamiert wurde. Das wollte der Fischproduzent aber nicht auf sich sitzen lassen und legte nächsten Zug einen Rejeerey daneben, der die Produktqualität des zweiten verbessern sollte, und diesmal war ich dank der Tatsache das die Summoning Sickness weg war und dadurch die Produktionskapazität der Fabrik erhöht wurde in der Lage auch hier ein lecker Backfischbrötchen zuzubereiten. Da ich jetzt nichts mehr außer Force zu fürchten brauchte, kam der Dreadnought mit Force und Red Elemental Blast Backup.
3-2 (6-5)

Runde 6 gegen White Weenie (Angel Stompy ohne Engel?)
Spiel 1 zeigt mir Fire/Ice endlich mal einen Grund, warum es im Deck ist und mäht reihenweise Savannah Lions um oder sorgt dafür das seine Jitte keine Marken bekommt. Als ich dann Counterbalance + Top installiert habe begebe ich mich zur Abrüstung seines Boards, was dank dieser Jitte nicht so einfach ist. Letztlich bin ich dank dem Lucky Trickbind in der Lage, auch seine Runenmama umzumachen, so das er jetzt zwar eine Jitte mit Countern hat, aber keine Kreatur mehr (und keine Aussichten, nochmal eine zu bekommen). Also montieren die Montagearbeiter munter Fäuste in seinem Gesicht und beenden so langsam, aber stetig das Spiel.
In Spiel 2 gerät ein Soltari Priest mit Jitte außer Kontrolle, da er dank multiplen Relic of Progenitus und Disenchants in der Lage ist, meinen Gegendruck zu stutzen.
Spiel 3 ist die spannenste Angelegenheit des ganzen Tags. Er bringt mich in niedrige Lebenspunkteregionen, und dank meiner Manabasis bestehend aus Volcanic Island, Island und Mishra's Factory bin ich nicht in der Lage den Soltari Priest ODER den Serra's Avenger zu handeln außer sie gelegentlich zu tappen und zu hoffen, das ich mit Dreadnought gegenracen kann obwohl er eine Jitte liegen hat. Der Dreadnought schlägt das erste Mal zu, als ich auf 11 Lebenspunkten bin und der Priest eine Jitte mit 3 Countern schwingt. Er scheint kein Disenchant zu haben und legt Mask of Memory auf den Serra Avenger. Ich sehe mich gezwungen den Avenger mit Ice zu tappen damit ich zumindestens irgendeine Chance wahre. Er schlägt mich für 6. Dann tappt er sich für Knight of the Holy Nimbus aus und ich bin gezwungen, den Topf für ein Force zu flippen. Er nutzt die Gunst der (ausgetappten) Stunde, um mit der Jitte auf 14 Lebenspunkte zu gehen ohne das ich stiflen kann und ich denke mir “Jetzt hat er mich.” Ich ziehe das Top wieder und gehe in die Brainphase. Ich finde keinen Ausweg. Ich komme zu dem Entschluss, das ich den Topf spielen muss um zu hoffen in meinem Deck was zu finden was vermutlich nicht da ist. Also nehme ich meine Mishra's Factory in die Hand, um sie für Mana zu tappen. Als ich sie anfasse, guckt mein vorher gelassener Gegner vollkommen erschreckt und verdutzt. Eine Sekunde später gucke ich ebenfalls erschreckt und verdutzt. Dann tappe ich ein Mana um die Fabrik zu aktivieren und schlage ihn für 14.
4-2 (8-6)

Insgesamt schaffe ich es dank unterirdischer Op-Scores nicht mal in die Top 16, geschweige denn in die Preisränge, aber auf jeden Fall war es superspaßig. Die Legacy-DM in Aschaffenburg werde ich mir auf jeden Fall auch geben, zumindestens wenn ich nicht den Limitedgrinder gewinne, denn Constructedgrinder werde ich mir nach meinem momentanen Wissensstand definitiv nicht antun.

Also, man sieht sich in Aschaffenburg. Achtet auf eine riesige klobige Kugel, die vermutlich eines der drei folgenden T-Shirts trägt: ein schwarzes “250 Years Guiness” Shirt, ein stahlblaues (das ist babyblau in maskulin) mtg-forum Shirt oder ein “Bunkchester United” Shirt. Wenn der Zeitler es nicht verbauert, könnt ihr mich eventuell noch einen Tag mit einem T-Shirt mit der Aufschrift “Zauberstäbe raus!” bewundern.

Man sieht sich in Aschaffenburg!

Welle der Indifferenz

2009 - Die Welt sie schien zu stehen. Es war Sommer, ich schrieb Blogs. Am Baggersee wäre ich viel lieber…”

Nun ist es also raus. M10 wird die Menschheit ins Verderben stoßen und schon bald werden die Nazis auf Dinosauriern durch den Iran reiten. Die sensationslüsterne Masse an Leuten, die leider alt genug sind um selbst Kommentare zu verfassen, stürmt zu germagic um ihrem Unmut Ausdruck zu verleihen, da sie leider noch nicht alt genug sind eben solche Kommentare auf englisch auf dem Magic-Mutterschiff zu verfassen. Da wird sich darüber mockiert, das man mit den neuen “fantasievollen” Bezeichnungen für Zonen und Spielhandlungen tatsächlich auch selbst mal mitbekommt, das man hier ein ziemlich nerdiges Spiel spielt, in dem sich Drachen und Trolle gegenseitig die Hirse einklopfen. Vergleiche mit Yu-Gi-Oh werden gezogen, da nun auch dem letzten aufgefallen sein dürfte das das Spiel einen High Fantasy-Hintergrund hat, für den sich pubertäre 16jährige in ihrer Schule schämen, weil sie an ihrem Wochenende Karten spielen und nicht rotzbesoffen mit einem Joint im Hals auf der Kirmesdisco verbringen. Mal im Ernst, wer nicht mit dem Hintergrund eines Spiels klar kommt, der soll es eben lassen. Ich persönlich kenne aber niemanden, der beim Schach nicht mitspielt, weil ihm das zu brutal ist wenn der König die Königin schlägt.

Interessanter ist da schon, das der Combat Damage inzwischen nicht mehr über den Stack geht. Das war bisher eine der besten Möglichkeiten, als erfahrener Spieler Anfänger an die Wand zu spielen. Wenn man ehrlich zu sich selbst ist, sollte man sich fragen WARUM das so ist. Die Wizards haben nämlich durchaus recht, wenn sie sagen das die aktuelle Regelung total unintuitiv ist und die neuen Regeln für neue Spieler wesentlich mehr Sinn machen. Insgesamt unterstütze ich diese Änderung.

Weiterhin wird der Manabrand entfernt. Auch das vereinfacht die Regeln etwas, auch wenn nur in Grenzfällen der Manabrand überhaupt eine Rolle spielt, zumindestens wenn man kein Vintage spielt (Halloooo, Mana Drain!) Karten, die eine größere Menge Mana produzieren, werden etwas besser, und dieses dämliche Selbst-Burnen für Pulse of the Forge et cetera hat endlich ein Ende. Ich hab einfach das Gefühl das viele so sehr auf die alte Regelung bestehen, das sie gar nicht bemerken wie unwichtig die Änderung eigentlich ist. Der wichtigste Teil, nämlich das der Manapool sich jetzt nach jedem Step entleert (und man deshalb nicht mehr auf Mistbind Clique reagieren kann, indem man Mana in den Pool zieht, dann im Draw Step die Karte zieht und diese dann für das Mana ausspielt), wird in der Kritik nahezu komplett übersehen.

Achja, und Ball Lightning in dein Gesicht aunomma.

Doc

Drafts, Standard… Slagathor!

Grob eine Woche nach meinem letzten Blogeintrag habe ich mal ein bisschen mit den Gewinnen weitergedraftet. Direkt hier die Warnung: Ganz so erfolgreich war ich diesmal nicht.

Draft 5 - ACR

Es fängt auch direkt so an. Das Deck ist ziemlich mittelmäßig und kann unheimlich wenige brokene Dinge. Mein erster Gegner hat dagegen in seinem fünffarbigen Deck jedes Spiel Turn 6 Thraximundar, Turn 7 Blood Tyrant, außer in dem, in dem ich den Druid of the Anima umschieße. Da macht er das ganze eben Turn 7 und 8. Das eine Spiel kann ich noch mit Maelstrom Pulse und Reborn Hope auf Maelstrom Pulse retten, aber die anderen beiden zeigt mir Thraximundar, warum man ihn die beste Kreatur mit Haste aus Alara Reborn nennt. Gott sei Dank hatte ich den Maelstrom Pulse aufgemacht und konnte ihn direkt für 15 verkaufen, um weiterzudraften.
10-2

Draft 6 - ACR

Das Deck wiederrum fand ich ziemlich lustig. Hier finden sich nicht nur 4 Kathari Bomber, um den Grund dicht zu machen, sondern auch die Bomben die es braucht um das Spiel dann zu gewinnen. Goblin Razerunners, Spellbound Dragon, Sen Triplets und Cruel Ultimatum geben sich hier die Klinke in die Hand. Interessant war, das der Spellbound Dragon tatsächlich erst als 5. Pick in mein Deck fand. Weiterhin interessant war, das ich mit Sen Triplets nach 2 Drafts und 6 EDH-Spielen bis jetzt immerhin 2 gegnerische Spells gespielt habe, und beide im EDH. Im Endeffekt kann man sie also als 2WUB Sorcery bezeichnen, die besagt “Target opponent discards a removal spell.” Den Draft hab ich übrigens gewonnen.
13-2

Draft 7 - ACR

Bei diesem Draft ist mir direkt zum Start MTGO mit einem der berühmten “Unhandled Event Exceptions” abgerauscht. Ich kam ungefähr zu Pick 4 wieder rein, und neben einer Horde Crap hatte mir der Autopicker doch netterweise Rip-Clan Crasher und Woolly Thoctar gepickt. Ich habe daraufhin die Naya Klobo Schiene weitergeritten und bekam sogar noch eine Mayael of the Anima gepasst. Heraus kam am Ende ein unspektakuläres Deck mit vielen 5/Xern, das mich immerhin bis ins Finale brachte, bevor ich dann gegen ein gutes Deck spielen musste. Direkt danach stellte ich einen Kompensationsantrag, da der Fehler offensichtlich bei den Wizards lag und bekam 2 Tage später auch einen Gutschein, den ich aus einer spontanen Laune heraus in 3 Alara Reborn Booster und 3 Tix umsetzte (3 Tix? Ich nehme an, das war ein Rundungsfehler.)
15-3

Draft 8 - RRR

Wieder ein ziemlich unschönes Deck. Es hat zwar die in RRR absolut notwendigen aggressiven 2-Drops, aber auch einige ziemliche Gurken wie Monstrous Carabid und Morbid Bloom sowie einen ziemlich unstabilen Splash, auch wenn es durchaus auch schlechtere Karten gibt als Behemoth Sledge, Dauntless Escort und Mycoid Shepherd. Man hätte vielleicht trotzdem eher die Gray Ogre's Godtracker of Jund und Anathemancer statt der Gurken spielen können. Runde 1 gewinn ich gegen einen Spieler, der das Format wohl nicht verstanden hat und ziemlich langsam unterwegs war, und Runde 2 verlier ich gegen den Spieler der im Draft zu meiner rechten saß und dort einige Karten wie Glory of Warfare (gepasst, weil ich noch nicht in weiß war) und Bloodbraid Elf (gepasst für Bituminous Blast) für einen noch wesentlich aggressiveren Nayahaufen abgreifen konnte.
16-4

Draft 9 - RRR

Hey, ich schwöre das ist der letzte für heute ;) Diesmal bin ich in Esper unterwegs, und es scheint sich auszuzahlen. Auch wenn wirklich abstruse Bomben auf sich warten lassen, habe ich hier ein ziemlich solides Deck, welches schon mal 6/6 Arsenal Threshers legen konnte oder den gegnerischen Angriff mit multiplen Ethersworn Shieldmage zur Farce deklarierte. Im Bereich der Nicht-Artefakte gibt es Talon Trooper zum Schnäppchenpreis und Mengenrabatt zu erwerben, so das auch ich mir 4 Stück davon mitnehme, teilweise für einen so lächerlichen Preis wie 10th Pick. Das Deck trug mich ebenfalls ins Finale, wo es dann gegen ein Deck mit 2 Vithian Renegades, 2 Qasali Pridemages UND 2 Deadshot Minotaurs im Maindeck(!) ziemlich lustlos wirkte.
Interessant an diesem Draft war eigentlich lediglich, wie viele Gegner gewillt sind in Ethersworn Shieldmages reinzurennen, vor allem wenn man sie NICHT mit dem Arsenal Thresher revealt hat. Das lustige an dem Arsenal Thresher ist, das selbst Gegner die vorher vorsichtig angegriffen haben auf einmal mutig werden wenn man ihnen keinen Shieldmage gezeigt hat.

STANDHAAAHHT
Heute FNM mit Jund Blood bei 14 Mann eigentlich 4-0 (gegen BW Persist, GW Token und 2 verschiedene Varianten von Jund Aggro), aber ich hab gegen Jonas concedet damit er sein abstruses Rating halten kann, welches er nach dem 33. Platz beim GP Barcelona innehat. Das Deck hat unheimlich viel Spaß gemacht und wird die nächsten paar Wochen von mir noch genauer unter die Lupe genommen. Deckliste:

// Lands
4 Savage Lands
4 Reflecting Pool
3 Swamp
3 Forest
3 Twilight Mire
3 Fire-Lit Thicket
2 Mountain
2 Vivid Grove
1 Vivid Crag
1 Vivid Marsh

// Creatures
4 Anathemancer
4 Sprouting Thrinax
4 Putrid Leech
4 Kitchen Finks
4 Bloodbraid Elf
2 Broodmate Dragon

// Spells
4 Maelstrom Pulse
4 Jund Charm
4 Bituminous Blast

// Sideboard
SB: 3 Thought Hemorrhage
SB: 2 Cloudthresher
SB: 3 Pithing Needle
SB: 4 Vexing Shusher
SB: 3 Gleeful Sabotage

Wie man am Sideboard sehen kann, ist das Deck schon etwas auf Swans “gemetagamed”, was sich in sofern als Nachteil erweisen sollte das am heutigen Abend ganze 0 Schwäne bei uns unterwegs waren. Ich gehe allerdings davon aus, das die Schwäne auch auf FNM Level aufgrund ihrer Einfachheit in der Popularität deutlich steigen werden.

Die Gleeful Sabotages sind übrigens hauptsächlich für BW gedacht und dort auch ziemlich gut, weil es dort mit Bitterblossom, Glorious Anthem und Tidehollow Sculler doch einiges an guten Zielen im Angebot gibt. Die anderen Sideboardkarten sollten recht offensichtlich in ihrer Anwendung sein. Zu erwähnen wäre eigentlich nur noch, das man die Pithing Needles nicht gegen alles reinboarden sollte, da sie dafür sorgen das deine Cascade harmloser wird. Vielleicht sind sie eher etwas für eine Sideboardvariante mit Violent Outburst, bei der man dann die Putrid Leeches rausboardet. Ich glaube aber nicht, das dieses Deck dafür die richtige Wahl ist, auch wenn “In Response auf deinen Planeswalker Violent Outburst auf Needle auf deinen Planeswalker” ein ziemlich cooles Play ist.

Ich meld mich nochmal.

Doc

Die ganze Nacht!

Moin allerseits.

Dieser Blogeintrag dient der Überbrückung zweier Zeitpunkte, zwischen denen ich für eine wichtige Prüfung morgen lerne. Irgendwie muss ich ja mal runterkommen.

Ich habe mir vor ein paar Tagen von Alex K. zum ersten Mal seit Eventide ein paar Packs und Tix auf MTGO geliehen, um nochmal zu draften. Der Plan war es, so lange weiterzudraften bis mir das Produkt ausgeht, was aufgrund der Tatsache, das ich mir nur genug für einen Draft geliehen hatte gar nicht so lange dauern sollte. Natürlich hatte ich mich geirrt.

Draft 1

Der erste Draft ergab direkt einen Klobohaufen. Mein Plan bei Alara Limited ist entweder “Fang RG an, und dann guck mal” oder “3+ Farben Esper”, abhängig davon wie die ersten paar Picks aussehen. Dieses Mal waren Pick 1 und 2 Branching Bolt gefolgt von Bull Cerodon. Ich konnte diesen Draft relativ ereignislos 3-0 abschließen, auch wenn ich in einem Spiel gezwungen war den Bant Battlemage und eine Insel reinzuboarden, um irgendwas gegen die fliegenden Esperhorden ausrichten zu können. Der Rhox Bodyguard war übrigens wie erwartet kacke.

Draft 2

Nachdem ich euch erklärt habe, wie mein Plan im Alara Limited aussieht, verstieß ich gleich darauf wieder gegen meine Regeln und baute ein RBg Aggro inklusive dem lächerlichen Obelisk of Alara, auch wenn ich seine stärkste Ability (den Lifegain) in diesem Deck ziemlich selten einsetzen konnte, was aber auch nicht schlimm war, da er hier eigentlich nur dafür da war die letzten paar Schadenspunkte zu machen. In einem Spiel gegen Esper bekam ich auf den Deckel, da ich ihn defensiv einsetzte um seine Jungs umzulegen und ihm dadurch genug Zeit ließ, seine Sphinx Sovereign zu ziehen. Ich hätte wissen müssen das er eine hat, nachdem er mir Sharuum the Hegemon revealt hat, da jeder Spieler der eine Sharuum hat als Regel auch eine zweite Sphinx beliebiger Machart sein Eigen nennt (Fragt nicht, ist einfach so.) Die meisten Spiele gewann ich durch brokene Unearth Action oder durch Tar Fiend + Dragon Fodder, so das ich auch diesen Draft gewinnen konnte.
6-0

Draft 3

Das hier ist das erste Deck, das mir nicht wirklich gefiel. Primärplan war es, Turn 3 einen mächtigen Bongo zu legen (Also entweder Woolly Thoctar, einen von zwei Shambling Remains oder Matca Rioters), seine Tiere mit Removal zu entsorgen und so lange draufzuhauen, bis der Gegner tot war. Das klappte in den ersten beiden Runden gut genug. In Match 3 durfte ich dann gegen 5-Color Grixis starring Obelisk of Alara ran. Spiel 1 verlor ich gegen unendliche Removalspells (Inklusive Agony Warp + Drag Down für meinen Charnelhoard Wurm) und einige schlechte Kreaturen, was aber auch nichts ausmachte da ich nichts auf dem Brett behalten konnte. In Spiel 2 macht er Obelisk of Alara, ich reagiere mit Oblivion Ring, wofür er leider auch das Cancel am Start hat, also muss ich mir was gutes einfallen lassen. Der von oben gezogene Charnelhoard Wurm hilft da weiter. Er holt mir Soul's Fire wieder, welches verwendet wird um noch dreimal an den Kopf des Gegners zu schießen, so das wir ein drittes Spiel machen müssen. Hier reicht auch wieder die Soul's Fire + Charnelhoard Wurm Combo, auch wenn ich dank Sedraxis Alchemist einige Umwege gehen muss, um sie endlich durchführen zu können.
9-0

Draft 4
Inzwischen haben wir 2 Uhr nachts (Ich hatte um 17 Uhr angefangen), und eigentlich will ich ins Bett, aber Alex überredete mich dazu nach 3 gewonnenen Drafts nochmal eins zu machen, in dem er auch mitspielt. Also legen wir los.

Der Plan ist 5-Color Esper. Man erkennt, das ich inzwischen wirklich müde war und ziemlich unfokussiert gedraftet habe. Vor allen Dingen der Tar Fiend will nicht wirklich zu den anderen 9 Kreaturen passen, aber irgendwie habe ich immer bevor ich ihn spielte schon das Necrogenesis gelegt und so immerhin ein paar Kreaturen erzeugt, die ihn wachsen lassen können. Der Firstpick war übrigens Woolly Thoctar, gefolgt von Tower Gargoyle, also genau so wie man es sich vorstellt. Nachdem ich Runde 1 gewonnen habe, spiele ich in Runde 2 gegen Alex, den ich in Spiel 1 mit besseren Draws mit Fusion Elemental + unendlich Removal umlege. Da mich allerdings die Müdigkeit überwältigt, concede ich danach gegen ihn, damit er im Finale seinen 15. Qualifier-Point holen kann, um sich damit für die Season Champs zu qualifizieren.

Insgesamt habe ich also mit 3 Packs und 2 Tix viermal gedraftet, und ich habe immer noch genügend Produkt für weitere Drafts übrig. Mal sehen wann ich Lust dazu habe. Ich lass es euch wissen.

Worstever

Da wird überall darüber gesprochen, das kleine FNMs so langsam zu Grunde gehen, und was passiert bei uns? Wir haben beim Draft am Freitag einen neuen Teilnehmerrekord für die letzten zwei Jahre aufgestellt. Das Problem war lediglich, das wir eigentlich überhaupt keinen Platz für 20 Spieler mehr hatten, weswegen wir kurzfristig die Tabletop-Tische in Beschlag nehmen mussten (Um euch die Anzahl begreiflich zu machen: 20 Mann sind mehr als doppelt so viele wie beim letzten Iserlohner Standardturnier ;) )
Das dieser Rekord aufgestellt wurde, liegt sicherlich auch daran, das die Hachenburger mit 5 Mann angereist waren (Übrigens Glückwunsch an Martin zur DM-Qualifikation am Samstag. Frank hätte es auch fast geschafft und TMM hat sich in Hannover qued, also muss ich wohl auch noch in Köln nachlegen… naja, ich fahr auch so nach Aschaffenburg, aber qued hört sich immer besser an.)

Wir drafteten in 3 Pods zu 2×7 und einmal 6 Mann, weil wir platztechnisch einfach keine zwei 10er Pods hinbekamen, wie sie uns der DCI-Reporter andrehen wollte. Ich nahm als Firstpick den guten alten Resounding Thunder und dann Woolly Thoctar über Magma Spray, was direkt auch mit einem Naya Charm belohnt wurde. Insgesamt gab es für mich eine Menge Removal zu holen, aber irgendwie kamen sehr wenige brauchbare Kreaturen bei mir an, weswegen ich mich am Ende sogar gezwungen sah, Bant Sojourners zu splashen. Hier also das meiner Meinung nach schlechteste Draftdeck, das ich je im Alarablock gedraftet habe:

// Lands
1 Unstable Frontier
1 Naya Panorama
4 Plains
1 Island
2 Swamp
3 Mountain
4 Forest
1 Crumbling Sanctuary

// Creatures
1 Beacon Behemoth
1 Bant Sureblade
1 Aven Trailblazer
1 Vithian Renegades
1 Stun Sniper
1 Woolly Thoctar
1 Naya Sojourners
1 Sewn-Eye Drake
1 Bant Sojourners

// Spells
1 Resounding Silence
1 Resounding Thunder
1 Scepter of Dominance
1 Trace of Abundance
1 Naya Charm
1 Bituminous Blast
1 Manaforce Mace
1 Yoke of the Damned
1 Voices from the Void
1 Kaleidostone
1 Sylvan Bounty
1 Obelisk of Naya
1 Celestial Purge
1 Naturalize

Entsprechend hoffnungslos warte ich darauf, wie die Runden beginnen.

Runde 1 gegen Timo Eifler (UWb Flyer)

Timo hat mir kurz vor der Runde sein Deck gezeigt, welches massenhaft voller Qualitätsflieger ist. Ich freue mich schon, das ich dadurch das er durch Paris und Kyoto ein Limitedrating von ungefähr 17 Umphtillionen hat nicht so viel an Limitedrating einbüßen werde. Er zerstört mich auch ziemlich schnell, was aber auch damit zu tun hat, das ich in Spiel 2 dreizehn Länder ziehe.
0-1 (0-2)

Runde 2 gegen einen der Ecker-Brüder (Esper)
Ich wusste gar nicht, das es so viele Eckers gibt, denn bisher wusste ich nur von den beiden ältesten (Danny und Florian). Aber offensichtlich wurden im Hause Ecker noch wesentlich mehr Kartenleger gebrütet als ich dachte.
Gegen Esper habe ich den Vorteil, das ich noch mehr effektives Removal habe als gegen andere Decks. Vithian Renegades und Naturalize befinden sich schon im Maindeck, und aus dem Sideboard kommt dann noch eine Dispeller's Capsule hervorgesprungen. Das erste Spiel verliere ich dadurch, das er Removal gegen alle meine zugegeben ziemlich uneindrucksvollen (eindrucksleeren?) Typen hat. Spiel zwei überwältige ich ihn mit Horden und Horden an Removal und zufälligen Typen. Spiel 3 dauert ewig, da er mich dank Scepter of Dominance und Stun Sniper nicht totschlagen kann. Er legt dann zu seinem aktiven Puppet Conjurer einen Sludge Strider dazu und bereitet sich darauf vor, mich langsam auszusaugen, aber ich ziehe den Thunder von oben und cycele den Strider um (Hatte ich erwähnt, das ich wieder 11 Manaquellen im Spiel hatte?). Wir sind beide im Topdeck Modus, und er legt mit Sphinx Sovereign vor. Also ziehe ich nochmal frecherweise mein Naya Charm, hole mir den Thunder zurück und cycle auch sie um. Dann folgt bei mir ein Manaforce Mace, mit dem ich dank Aven Trailblazer ordentlich kloppen gehen kann, bis er irgendwann umfällt.
1-1 (2-3)

Runde 3 gegen Helge Angerstein (5C-Control)
Hier gibts nicht viel zu erzählen. Er screwt sich in beiden Spielen auf 4 Farben und kann somit weder Fleshformer noch Dragonsoul Knight noch Fusion Elemental aktivieren bzw. spielen. Das ich hier gewinne, ist eigentlich total ungerechtfertigt, da er den gleichen Deckansatz hat wie ich, allerdings statt 5/3 Dorks für 5 und gesplashten 2/4ern für 4 einfach so Sachen wie Obelisk of Alara, Flameblast Dragon und Fusion Elemental im Angebot hat und sein Fixing auch nicht das schlechteste ist (mindestens 1 Borderpost, 1 Triland und 1 Rupture Spire), aber Magic ist eine Schlampe, und das besonders im Alara Limited.
2-1 (4-3)

Runde 4 gegen Dennis Ritz (Bant Exalted)
In Spiel 1 zeigt Dennis mir erstmal, was sein Deck so kann, als er mit Turn 1 Borderpost, Turn 2 Bant Sureblade, Turn 3 Court Archers, Turn 4 Giltspire Avenger und Akrasan Squire, Turn 5 Aven Squire und Rhox War Monk loslegt. Nee, das hab ich dann nicht gewonnen. Spiel 2 und 3 gewinne ich dann aber auf dem Rücken von Removal und vor allen Dingen Stun Sniper, zusammen mit ein paar eingeboardeten Exalted-Stoppern wie Ethersworn Shieldmage und einem Mulligan auf 5 seinerseits im dritten Spiel, kombiniert mit Weißscrew.
3-1 (6-4)

Also gehe ich mit diesem unheimlich schlechten Deck 3-1, was dank des schlechten Op-Scores zwar nicht für die Preise reicht, mir aber doch noch ein paar Limitedpunkte einbringt. Das Turnier ist erst gegen 23 Uhr zuende, und wir begeben uns etwas erschöpft in den Spökes, wo noch eine riesige Runde EDH gezockt wird, die sich etwa 4 Stunden hinzieht, da erstens Tobias ein Brightflame für 10 resolvt und auf 120 geht, zweitens ich einen Lord of Extinction für 78 Leben in Miren hineinsacce und drittens Andreas mit Sundering Titan inklusive Loxodon Warhammer für ein angenehmes Polster bei ihm sorgt. Irgendwann sind auch nur noch wir drei übrig, und ich habe nicht mehr viel Zeit, da ich mit Greater Good und Copperhoof Vorrac irgendwann mal knapp 50 Karten gezogen habe. Also slavere ich Andreas, der mich in diesem Spiel ziemlich geärgert hat, stopfe alles was er auf Hand und Friedhof hat in einen Psychatog, sacce dann alle seine Artefakte in Arcbound Ravager, der sich dann vor lauter Gier noch selbst verspeist und spiele dann Wrath of God. Andi schiebt daraufhin zusammen und Tobi spielt Beacon of Unrest auf den Slaver und zwingt mich dazu, mich mit Greater Good selbst zu decken. Nettes Spielchen.

Man liest sich!

Doc

Hauptsächlich goldig

Moin allerseits.

Fassen wir doch mal zusammen, was mir in den letzten Wochen so auf den Prereleases und Releases widerfahren ist.

Zuallererst mal das Samstags-Prerelease, das wie ich bereits geschrieben hatte hauptsächlich geprägt wurde von dicken Vanilla-Kreaturen für wenig Mana.

// Lands
1 Island
4 Mountain
5 Forest
4 Plains
1 Naya Panorama
2 Fieldmist Borderpost

// Creatures
2 Rhox Brute
1 Qasali Pridemage
1 Rakeclaw Gargantuan
1 Rhox War Monk
1 Spellbreaker Behemoth
1 Stoic Angel
2 Pale Recluse
1 Aven Mimeomancer
1 Enlisted Wurm
2 Bloodbraid Elf
1 Knight of New Alara
2 Gorger Wurm
1 Jund Hackblade

// Spells
3 Crystallization
1 Naturalize
1 Intimidation Bolt
1 Naya Charm

Da die Spiele alle ziemlich uninteressant verliefen (Ich hatte einfach mehr dicke Vanillatypen als der Gegner), will ich etwas mehr über den Deckbau sprechen als normalerweise. Wie bereits gesagt, bin ich mit dem Deck 3-1 gegangen, was am Ende für den fünften Platz reichte. Verloren habe ich meine erste Runde, als mein Gegner Andreas mir im ersten Spiel Karrthus, Tyrant of Jund einschenkte und im dritten dann auch noch seinen Predator Dragon in meine Richtung schickte. Im ersten Fall hatte ich Crystallization, im zweiten zwei Pale Recluse, aber Andi lies es sich nicht nehmen, in beiden Fällen seinen Oblivion Ring von oben zu ziehen und munter weiter auf mich einzuschlagen.

In Sachen Deckbau möchte ich auf eine spezielle Eigenschaft meines Decks hinweisen: Ich spiele das Naturalize Main, und zwar über Vithian Stinger UND Jund Battlemage. Während im Shards Sealed schon meistens genug Ziele vorhanden waren, um das Naturalize über mittelmäßigen Bongos zu rechtfertigen, waren in diesem Format mit drei Alara Reborn Boostern eigentlich in jedem Deck genug Ziele, um die Karte sogar über richtig soliden bis guten Karten zu spielen. Immerhin 1/3 des kompletten Sets (43 Karten (Okay, 42, die Sphinx of the Steel Wind ist etwas komplizierter zu handeln)) sind legale Ziele für Naturalize, und viele davon sind geradezu unheimlich gut. Selbst im schlechtesten Fall dient Naturalize immer noch häufig als Turn 2 Land Destruction, falls man nix besseres vor hat. Manchmal ist Naturalize sogar ein Combat Trick, wenn man die gegnerischen XYZ-Blades abschaltet indem man den Borderpost umlegt.
Ich wollte Naturalize Main bei diesem Prerelease unbedingt ausprobieren und würde es inzwischen jederzeit wieder tun. Es ist einfach immer mindestens so gut wie man denkt.

Nach diesem Event zockten wir noch eine Runde Triple Alara Reborn Draft, welches sich vor allen Dingen dadurch auszeichnet, das zumindestens gefühlt alle Kreaturen entweder Haste haben oder eine Power von 5+ aufweisen, manchmal sogar beides (Hallo, Thraximundar und Karrthus.) Weiterhin sind drei der Blades abstrus gut und die anderen beiden (Grixis, Naya) immer noch grundsolide, da sie mindestens immer 3/2 für 2 Mana sind.
Auch hier gewann ich mit einem Grixis-Deck, welches sich aber durch 3 Esper Stormblade und 2 Jund Hackblade auszeichnete, alle Matches bis auf die erste Runde, in der Jonas mir ein abstruses Naya-Aggrodeck präsentierte, in dem nun wirklich ALLE Kreaturen Haste hatten. Besonders deutlich wurde das in Spiel 2, als er bei leerem Board folgendes veranstaltet: Bloodbraid Elf, revealt Jund Hackblade, Cerodon Yearling, Angriff für 8.

Sonntags habe ich mich dann für exzessiven Bierkonsum am Vorabend statt für eine weitere Runde Kartenlegen entschieden und bereue diese Entscheidung auch nicht, da ich gegen die Bierflaschen locker 10-0 (Grobe Schätzung) ging.

Das 2-Headed-Giant Release am Samstag stand unter einem guten Stern, war ich doch beim Tanz in den Mai um halb 9 morgens nach Hause gekommen und am nächsten Tag ebenfalls erst um halb 7 eingeschlafen, wodurch ich meinen manchmal recht nützlichen Tunnelblick bekam, durch den man nicht in der Lage ist an was anderes zu denken als die Karten, die gerade auf dem Tisch liegen.

Ich spielte zusammen mit Andreas Hamann als “Buffy und der Hut”, da ich wohl am morgen irgendwas von Sarah Michelle Gellar erzählt hatte, woran ich mich allerdings ehrlich gesagt nur schemenhaft erinnern kann, obwohl ich zu dem Zeitpunkt definitiv wieder nüchtern war.

Decklisten gibt es diesmal nicht, da ich sie mir weder gemerkt noch aufgeschrieben hatte. Ich spielte ein Naya-Deck mit Blausplash. Die erwähnenswerten Karten neben einer Menge Vanilla-Bongos waren wohl Behemoth's Sledge und Rafiq of the Many sowie Doppel-Intimidation Bolt, Naya Charm und Doppel-Stun Sniper, während Andreas in seinem Junddeck neben Violent Ultimatum vor allen Dingen den Weißsplash auf Necromancer's Covenant sowie das omnipräsente Malfegor's Breath anzubieten hatte. Laut unserem Judge war übrigens die am häufigsten gestellte Frage während dem Deckbau “Macht das 10?”

Runde 1 gegen Team 12:43
Unsere ersten Gegner haben sich nach der Zeit benannt, zu der ihr Parkticket ausläuft. Praktisch eigentlich.
Sie beginnen recht druckvoll mit Bant Sureblade und Behemoth Sledge, während der zweite Spieler mit Doppel-Bituminous Blast das Board unter Kontrolle hält, allerdings immer nur Borderposts und ähnliches revealt. Wir können uns allerdings dank Intimidation Bolts und dicken Kreaturen auf unserer Seite lange genug retten, um dann irgendwann End of Turn Naya Charm machen zu können, welches in unserem Zug mit Violent Ultimatum für das Board des zweiten Spielers und Behemoth Sledge verstärkt wird und schließlich in Malfegor's Breath gipfelt, so das wir ihre kompletten 32 Lebenspunkte in einem Angriff + einem Spell ausradieren.
1-0

Runde 2 gegen Die Superfreunde
Helge hat sich mit einem der neueren Koblenzer Spieler, dessen Namen ich mir noch nicht merken kann, zusammengetan um uns das Fürchten zu lehren. Auch sie starten mit Turn 3 Cliffrunner Behemoth überzeugend aggressiv, während wir etwas wackelige Hände gehalten haben (Ich 2 Länder + Trace of Abundance + Landcycler + Bongos, Hamann 4 Länder, 2 Borderposts, Violent Ultimatum) und von daher erst Turn 3 einen Qasali Pridemage legen können, welcher chumpt und dann eine Executioner's Capsule kaputt macht. Hamann's Deck erbarmt sich und gibt ihm ein paar Typen, während meins vor allem durch Zerstörung des gegnerischen Combatsteps durch Intimidation Bolts punktet, da mein Mycoid Shepherd sich inzwischen schon unter einem Oblivion Ring eingefunden hat. Irgendwann kontern wir allerdings ihren Angriff mit Flurry of Wings und Colossal Might, und als die Runde darauf das Violent Ultimatum losgelassen wird sieht die Boardsituation auf einmal fantastisch aus, vor allem auch weil der Schafhirte wieder aus dem Oblivion Ring herausgesprungen kommt. Ich ziehe endlich mein sechstes Mana und lasse meinen Enlisted Wurm vom Stapel, der mir den Behemoth Sledge revealt, welcher bald dafür sorgt, das wir uns wieder im sicheren 30+ Lebenspunkte-Bereich aufhalten. Helge signalisiert recht eindeutig, das er ein Resounding Silence auf der Hand hat, und wir müssen vorsichtiger angreifen als vorher, aber im Endeffekt legen sie nichts mehr nach und wir können sie langsam aber sicher tot…ja, hämmern.

Runde 3 gegen Die Genussmolkerei

Da wir nur 8 Teams sind, einigen wir uns auf ein ID und spielen ein bisschen zum Spaß. Hier werden wir ziemlich schnell von Thraximundar und Finest Hour verkloppt, was auch damit zusammenhängt das ich mit 3 blauen Karten auf der Hand vergammele und Hamann auch wirklich erst im allerletzten Moment sein zweites schwarzes Mana für Violent Ultimatum zieht, so das sie ihren früh gewonnen Vorteil ausnutzen können um uns umzufahren.

Die Preisbooster offenbaren mir einen Meddling Mage, welcher mich dazu motiviert, auch an diesem Tag noch einen Draft nachzulegen. Nach Abstimmung müssen wir mit 4-3-1 Stimmen wieder Triple Reborn spielen, und das ohne Rarepick. Glücklicherweise sind die Rares in meinen Boostern entweder so gut, das ich sie sowieso nehmen will (P1P1: Sphinx of the Steel Wind) oder so schlecht, das ich mir keine Gedanken um den Geldwert machen muss. Die Sphinx schafft es am Ende nicht in mein Junddeck mit Blausplash, welches trotz Triple-Putrid Leech zu den defensiveren Decks am Tisch gehört, da es keinen einzigen Blade im Angebot hat.

// Lands
4 Mountain
4 Swamp
4 Forest
2 Island
2 Veinfire Borderpost
1 Mistvein Borderpost

// Creatures
3 Putrid Leech
2 Bloodbraid Elf
2 Jund Sojourners
2 Kathari Bomber
1 Giant Ambush Beetle
1 Igneous Pouncer
1 Sewn-Eye Drake

// Spells
2 Terminate
2 Sangrite Backlash
1 Bituminous Blast
1 Violent Outburst
1 Trace of Abundance
1 Unscythe, Killer of Kings
1 Lavalanche
1 Drastic Revelation
1 Demonspine Whip

Runde 1 gegen Florian
Fabian offenbart mir in Spiel 1 den Alptraumstart mit Turn 1 Borderpost, Turn 2 Bant Sureblade, Turn 3 Qasali Pridemage, Turn 4 Rhox Brute. Ich kann mich dank meiner Removalspells und gut treffenden Bloodbraid Elves auf 5 Leben stabilisieren, aber nach wie vor sitze ich in der Defensive fest, bis ich gezwungen bin mit meinen Putrid Leeches auf 1 zu gehen und er den letzen Schadenspunkt dank Dragon Broodmother (die von Giant Ambush Beetle gefressen wird) durchbringen kann, bevor ich meine Lavalanche ziehe. Spiel 2 kann ich dank Putrid Leech + Removal + Bloodbraid Elf in Jund Sojourners innerhalb von cirka 3,5 Sekunden für mich entscheiden, und auch Spiel 3 habe ich genug Removal um ihn schnell zu überrennen.
1-0 (2-1)

Runde 2 gegen Timo Eifler
An dieses Match habe ich erstaunlich wenig Erinnerungen. Ich weiß nur, das er in Spiel 2 einen recht aggressiven Start mit Cycle Bant Sojourners + Nulltread Gargantuan hat und mich so dazu zwingt, viel länger Verteidigung zu spielen als ich will, und dann mit Wall of Denial meine Angriffe trotz Unscythe, Killer of Kings nochmal unendlich lange aufhält, so das wir wieder die letzten sind, die fertig werden.
2-0 (4-1)

Runde 3 gegen Martin Brenner
Martin hat in der vorherigen Runde gedrawt, so das wir das Spiel ausspielen müssen. Er stolpert allerdings in beiden Spielen etwas über sein Mana, während ich in jedem Spiel Turn 4 und 5 Bloodbraid Elves legen kann, die dann durch Removal und Giant Ambush Beetle unterstützt werden und mir in beiden Spielen den Sieg bringen, auch wenn in Spiel 1 noch die Lavalanche nachhelfen muss.
3-0 (6-1)

Insgesamt liefen die Prereleases für mich recht überzeugend, aber ich war etwas traurig darüber, das ich bis jetzt außer dem Meddling Mage nichts wirklich wertvolles gezogen hatte. Also mussten es die Draftpreisbooster richten. In Booster 1 befand sich Thought Hemorrhage, die im Moment ja unverdienterweise noch Geld kostet. Booster 2 offenbarte mir Karrthus, der nach 2-sekundiger Verhandlung in einen lecker Döner mit Käse verwandelt wurde (Hey, wir wohnen nicht in Berlin, hier haben die Döner noch einen finanziellen Gegenwert!). Booster 3 gab es dann Maelstrom Pulse. Damit dürfte ich dann wohl zufrieden sein.

Man liest sich!

Ongo Bongo Ömmel Gezömmel

Prereleasesamstag ist fertig. Meine Gegner haben kleine Bongos gemacht, woraufhin ich diese kleinen Bongos getötet habe und angefangen habe, dicke Bongos zu legen. Wenn mein Gegner dann noch was gemacht hat, hab ich noch dickere Bongos gelegt. Und dann war mein Gegner meistens tot, außer der, der danach noch dickere, fliegende Bongos gemacht hat, weil meine Bongos außer fetten Körpern keine Fähigkeiten im Angebot hatten. Dann war das Prerelease vorbei, und ich war fünfter.

Nicht gezockt habe ich Vithian Stinger, gezockt habe ich Naturalize. Hat prima geklappt.

Mehr später.

PS: Deckliste.

// Lands
1 Island
4 Mountain
5 Forest
4 Plains
1 Naya Panorama
2 Fieldmist Borderpost (Quasi)

// Creatures
2 Rhox Brute
1 Qasali Pridemage
1 Rakeclaw Gargantuan
1 Rhox War Monk
1 Spellbreaker Behemoth
1 Stoic Angel
2 Pale Recluse
1 Aven Mimeomancer
1 Enlisted Wurm
2 Bloodbraid Elf
1 Knight of New Alara
2 Gorger Wurm
1 Jund Hackblade

// Spells
3 Crystallization
1 Naturalize
1 Intimidation Bolt
1 Naya Charm

PPS: Ich schreib wirklich nochmal mehr, aber mir kommt dieses Prerelease-Format unheimlich simpel vor, was ich mit diesem Eintrag zum Ausdruck bringen wollte. BONGOS!