Barrenland
Donnerstag, Mai 27th, 2010Magic ödet. Ich weiß nicht genau, woran es liegt, aber es ödet. Zumindest in weiten Teilen. Für mich völlig untypisch macht mir letzthin nur noch Draft (RotE obv.) Spaß, was komisch ist, da mir Limited eigentlich nie wirklich Spaß macht. Ansonsten:
T2 - Öde.
Highlander (Turnier-Niveau) - Öde.
Multiplayer - Öde (oha).
Vielleicht wachse ich aus dem Spiel heraus. Oder stoße es mental ab, wie mein Daumen einen Holzsplitter. Vielleicht ist aber auch einfach Sommer, und damit verbunden ein Loch. Mal sehen, was nach meinem Urlaub (lese: …meiner jährlichen Magic-Entziehungskur) so geht. Ob wieder etwas geht.
Dem Trend (nach)folgend allerlei Gedanken über dies und das, damit der erste Blog-Eintrag nach 3 Monaten nicht vollends kläglich wird.
Zum Thema Sparen (und dem Gegenteil davon)
Ich weiß, es wurde schon dutzende, ach was, hunderte Male gesagt. Nichtsdestotrotz überkam mich bei der jüngsten Preisprüfung auf MKM der DM-Rappel (Für alle Euro-Gebohrenen: ‘Deutsche Mark', nicht ‘Deutsche Meisterschaft') und ich habe mal umgerechnet, was diverse Karten in DM kosten täten:
Jace, the Cunt Sculptor: 87,99 DM (Achtundachtzig! Mark)
Gideon Jura: 70,39 DM
B€ng€l: 58,47 DM
Mit Verlaub: Zuviel ist zuviel. Ich habe mich zur Einführung der Mythic Rare sowie mehrere Male danach mit Jens Kessel und Magic-Spielern über das Thema Preissteigerung durch MR unterhalten. Zu Beginn klangen Argumente wie ‘Rares sind durch Mythics allgemein günstiger geworden’ in meinen Ohren noch annähernd logisch, mittlerweile denke ich jedoch, dass dies keineswegs ein ‘Verdienst’ der Mythic Rare ist, sondern dieser vielmehr den zur Verfügung stehenden P2P-Handelswegen (MKM o.ä.) zugeschrieben werden muss.
Aber 88 D-Mark (ich bleibe fürs Erste dabei) für eine T2-taugliche Karte ausgeben? Hat es das schon jemals gegeben? Noch gruseliger ist es im Block, da bestanden sämtliche Top 8 aller Turniere (bis vor kurzem, siehe unten) aus ‘568-Karten-plus-32-Jace’.
Als ärgerlich empfinde ich vor allem die mangelnde Möglichkeit, sich oben genannte (oder ähnliche) Karten anzueignen:
Man tauscht mit guten Freunden und muss so nicht 3 Bausparverträge auflösen. Klappt leider auch eher selten, da diese die kostbaren Goodies selbst behalten möchten.
Man tauscht mit dem Händler seines Vertrauens 1.000 Crap- und Rares gegen z.B. einen Jace. Klappt theoretisch, nur bringt eine Karte eben auch nichts.
Man kauft die Karten und verzichtet auf den nächsten Kurzurlaub. Und dann erklärt man das seiner Freundin…
Man kauft Displays, hofft auf die Mythics und bricht, sollten sie nicht vorhanden sein (alternativ: Bricht, weil man 3 Wrexial, the Risen Deep, aber keinen Jace aufgemacht hat).
Zum Thema Highlander
Am Samstag auch in Hanau Highlander gespielt. 4 Runden, vier Mal gegen 4C / 5C Good Stuff zum 2:2 gelangweilt und ein wenig Gedanken zu Highlander als Turnier-Format gemacht.
Meine Meinung, nunmehr: Da spiel’ ich lieber Legacy (was ich sicherlich nie tun werde, was wiederum der Aussage mehr Gewicht verleiht). Das ist weniger eintönig als dieses Gekrampfe. Der Grundgedanke, nämlich die Konstanz im Format, ist in meinen Augen eher ein Fluch.
Ich habe alle ‘guten’ Karten? Dann den Best-Off-Haufen gespielt. Ich habe Sie nicht oder möchte nicht Unsummen investieren? Dann das bestmögliche aggressive Deck gebaut. So ist es und so wird es bleiben. Ob mit jeder Edition 1-5 neue verbaubare Karten erscheinen, ist für das große Ganze irrelevant.
Dann diese Karten, die unendlich dominieren: Life from the Loam. Wasteland. Library of Alexandria. Sensei's Divining Top. Für Kreativität bleibt da weniger Platz als in allen anderen Constructed-Formaten (okay, T1 mal aussen vor gelassen). Von Spaß möchte ich in diesem Zusammenhang gar nicht mehr sprechen.
Kurz gefasst ist Turnier-Highlander in meinen Augen ein statisches Best-Off-Format mit den zusätzlichen Nachteilen, unsanktioniert und umständlich zu sein (Fetchen-Mischen-Topf-Dredge ist gängiges Mantra).
Potenzial sehe ich dennoch. Und zwar in drastischen Regeländerungen, die das Format deutlich von gängigen abheben würden. Beispielsweise: Verbot sämtlicher Tutoren. Ja, ich weiß. Ketzer. Darüber nachdenken könnte man trotzdem.
Zum Thema Block
RG Eldrazi! Das Deck habe ich letzte Woche für die Multiplayer-Runde gebaut und dann Zack-Zack, gewinnt es einen mächtigen Magic League Trial. Trotzdem ist es richtig gut. Wie ich es in San Juan spielen würde, wenn ich in San Juan wäre (was ich, dieser Aussage zur Folge, nicht bin):
4 Raging Ravine
4 Kazandu Refuge
4 Eldrazi Temple
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24
4 Nest Invader
4 Kozilek's Predator
4 Emrakul's Hatcher
3 Kozilek, Butcher of Truth
3 Brood Warden
2 Emrakul, the Aeons Torn
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20
4 Brood Birthing
4 Growth Spasm
3 Awakening Zone
3 Momentous Fall
2 Comet Storm
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16
Brood Warden sollten natürlich Eldrazi Monument sein, aber Momentous Fall ist in dem Deck toll und die/der/das Warden passt dazu besser.
Die übliche Vorgehensweise ist das Rampen in Kozilek. Irgendwann kann man dann sogar ‘Endlos-Loops’ mit Emrakul, Extrazug, opfern in Momentous Fall machen. ‘Endlos-Loop’ in Anführungszeichen, weil das nicht so wirklich endlos ist bis der Gegner besiegt wird.
Im Sideboard möchte man Anti-Burn und jeweils Karten gegen Kontrolle und Vampire. Pelakka Wurm ist gegen Burn schon ein robuster Anfang und zusammen mit Momentous Fall GG.
Und Zack. Ende.
MfGM.
From the Vault: Nike-Fußball-Werbung. Erstklassig, egal ob neu oder alt.