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Archiv für November 2009

Gehirnfasching ™

Freitag, November 27th, 2009

Werte Leser,

ein kurzer Zwischenruf aus dem Thinktank des N!-Labors.

Warum gibt es im T2 keinen Instant Carddraw mehr? Diese Frage stellt man sich, insbesondere ich mir schon seit längerer Zeit. Was ist so verwerflich an der Möglichkeit, einfach mal am Ende des Zuges neues Material auf die Kralle zu kriegen? Liegt es daran, dass vermeintliche Draw-Go-Strategien, die Mitte der 90er sich noch größerer Beliebtheit erfreuten und berüchtigt dafür waren, den Spielern ein müdes Lächeln ins Gesicht zu zaubern, heutzutage verpönt sind? Damals, zu Zeiten des Counter'Hammers, Forbidian, usw. waren es erwiesenermaßen die üppige Anzahl an Gegenzaubern, die dem Blaumagier seine dünne Haut retteten. Hatte man die ersten Gefahren abgewehrt, konnte man, sobald sich ein Zeitfenster öffnete, seine Hand wieder auffrischen. Dies geschah über verschiedensten Card-Draw, waren es Whispers of the Muse, Opportunity, und sogar die damals verpönte Inspiration kam hier und da zum Einsatz. (Von den tolleren Sachen wie Ophidian darf ich nicht reden, schließlich geht es hier um Instants.)

Heute würde man sich nach einem 3U Instant, der aus seiner Hand eine Hand+1 macht, die Finger so lange lecken, bis sie so aussehen wie Kate Moss nach zweijähriger Wattediät. Ganz zu schweigen von Hunger fo…äh, Thist for Knowledge. Aber was wäre daran so schlimm, einen - sagen wir - akzeptablen Instant Card-Draw zu haben? Mit dem Wegfall von Cryptic Command aus dem Standard sind Counterstrategien weitestgehend wieder in der Versenkung verschwunden. Der Nachteil an schlechtem Countermaterial besteht darin, dass man sein Spiel zunehmend im eigenen Zug gestalten muss. Sah es in der Vergangenheit doch so aus, dass alles Wichtige vom Gegner in dessen Zug weggecountert, dann im End Step vielleicht noch der Kartenzieher nachgeschoben wurde und der eigene Turn darin bestand, eine Karte zu ziehen, ein Land zu legen und “Go” zu sagen. Als Controlspieler heutzutage muss man sich proaktiver um das Spielgeschehen kümmern. Das tat man schon zu Zeiten von U/W Control mit Mass Removal, dem Legen von fetten Dingern als Finishern (und deren Beschützen durch Countern des gegnerischen Removals), aber auch Discardstrategien, die dem Kontrahenten vorab den Wind aus den Segeln nahmen, erfreuten sich größerer Beliebtheit.

Diese Verschiebung der Wahrnehmung von Controldecks sind jedoch mit der Tatsache verwurzelt, dass es eben keine gescheiten Gegenzauber mehr gibt - sie sind entweder zu teuer (Cancel, ja!), haben einen Drawback oder sind zu situativ (Negate, Essence Scatter) oder eine Color Commitment jenseits von Gut und Böse (Double Negative, Punish Ignorance). Es fehlt das einfach NEIN! mit angemessener Preisgestaltung.
Nun wird es wieder Argumente geben. Argumente der Machart: “Ja, Wizards will halt Kreaturen wieder Aufwind verpassen, das Spiel in die Red Zone verlagern, und das ist sowieso ein Trend, der sich wieder verschieben wird.”
Natürlich ist das so. Diese Argumente können auch gelten, aber sie können nicht über die Designschwächen hinwegtäuschen, die meiner Meinung nach in der (jüngsten) Vergangenheit offenbart wurden. Anscheinend wird sich nicht intensiv genug mit dem Thema “Neutralisieren von Zaubersprüchen in einer zeitgemäßen, fairen Art, die nicht am Spielspaß nagt” beschäftigt. Das ist aber ein anderes Kapitel. Fakt ist: Die krassen Gegenzauber fehlen. Warum fehlt auch weitestgehend der Instant Card Draw? Und warum existieren Karten, die eine Hexerei sind, wobei sie auch genau so gut ein Spontanzauber sein könnten und damit auch spielbar?

Beispiel:

Juhu!

6 Mana muss man natürlich auch erstmal haben, um das Teil anzubringen. Hinzu kommt die Zweifarbigkeit. Das schränkt die Konfiguration des Decks, in dem der Spruch letzten Endes landen wird, noch zusätzlich ein. Um 7 Leben zu erhalten, kann man eine Angel's Mercy spielen. Die kostet 2WW und ist damit 2 Mana günstiger. Um zwei Karten zu ziehen, sind wir wieder bei der eingangs erwähnten Inspiration angelangt und damit bei 3U. Wollten wir beides und das auch noch in einer Karte, würde uns dieser Luxus 5UWW kosten. Das sind Sage und Schreibe 8 Mana!

Würde der Kartenzieher die aktuellere Divination oder gar ein Esper Charm sein, kämen wir in unserer Milchmädchen Rechnung ein Mana billiger weg. Beide Versionen haben aber so ihre Tücken: Inspiration stammt aus einer anderen Zeit, Divination ist eine Sorcery und das UWB Charm ist… dreifarbig (was aber an sich schon eher eine Ausnahme darstellt, immerhin hat auch hier eine versatile Karte mit drei unterschiedlichen Modi; allerdings im unteren Preissegment) - damit kann man keinen Vergleich zur Qualität eines Instants aufbauen.

Es bleibt also nur der Feldversuch. Nehmen wir an, wir haben Version 1, also das 5UWW-Teil in einem Deck. Von dem Lifegain versprechen wir uns einen besseren Stand gegen aggressive Decks, während der Kartenvorteil uns gegen andere Controldecks helfen soll. Soweit, so gut. Es gibt aber ein paar Probleme mit dieser Karte, genauer gesagt nur eins: Sie ist einfach viel zu teuer! Bis wir mit unserem hypothetischen Controldeck 8 Mana zusammen haben, sind wir vom Aggrodeck entweder schon drei Mal überfahren worden oder konnten uns stabilisieren - ohne diese Karte spielen zu können/müssen, sodass sie im weiteren Spielverlauf weitgehend irrelevant wird.
Im Control-Matchup ist das Problem ein anderes: So wichtig Lifegain gegen den aggressiven Haufen ist, so unwichtig ist er gegen Kontrolle. Hier kommt der Carddraw zum Tragen, der aber im Vergleich zu anderen Sprüchen, die teilweise nur die Hälfte kosten und noch mehr können, eher mau ausfällt. Natürlich ist jegliche Art von Kartenvorteil in diesem Aufeinandertreffen Gold wert, solange er bezahlbar bleibt.
Zwischenfazit: Natürlich haben wir hier zwei brauchbare Effekte auf einer Karte vereint, aber die Kosten der fiktiven Instantvariante würden die Leistungen übersteigen, sodass keine sinnvolle Anwendung möglich wird.

Es bleibt also nur eins: An der Preisschraube drehen. Aber wie weit nach unten? Ab wann geht die Verhältnismäßigkeit verloren? Ich glaube, dass 6 Mana für Kiss of the Amesha gerechtfertigt sind - für einen Instant. Die Karte ist dann nach wie vor zu einem Zeitpunkt spielbar, an dem noch nichts entschieden ist, und ihr Effekt ist nicht gleich GG.
Als Hexerei will niemand etwas von der Karte wissen. Wäre sie als Instant broken? Ein paar Punkte in der Argumentation sprechen dagegen. Ein Fix in der Farbanforderung würde noch Abhilfe in Sachen Balance haben. Am Ende des Tages hätte man z.B.:

Kiss of the Amesha 2.0 - 3WUU

Instant

Draw 2 cards and gain 7 life.

Sieht doch ganz gut aus, oder? Dass damit dem Environment geschadet wird, wage ich einfach mal frecherweise zu bezweifeln. Wie schon gesagt: Heute spielt sich mehr im eigenen Turn ab als im gegnerischen. Daher das Pläydoyer aus den N!-Labs: Mehr Instant Card Draw, und blaue Magier werden wieder glücklicher!

Auflösen!

(Oh mann, nur ein menschenverachtender Kommentar in diesem Eintrag. Man wird ja auch nicht jünger.)

Kurz gesagt: Mimimi

Montag, November 2nd, 2009

Mal Zeit!

Knapp vor meinem 36. Lenz gibt es zwei Dinge, die noch verarbeitet und euch als Lesekost vorgeworfen werden möchten.

Nachdem ich jüngst ein traumatisches MKM-Erlebnis hinter mich bringen mußte (diesmal nicht mit dem Support, im Gegenteil, antelefoniert sind die Jungs superhöflich und sehr schnell) war der Wille, am Magic Game Day Esper Control zu spielen, zerborsten und wich der Entscheidung, es mit dem ‘besten’ Deck im noch unerforschten Format zu versuchen; Jund Cascade. Bevor ich euch mit meinen formidablen Turniererfahrungen beglücke, noch ein Wort an alle Dienstleister da draussen:

Mimimi, erster Akt - Das MKM-Trauma

Es ging um zwei unversichert bestellte Marsh Flats. Achtung, Kommentatoren, UNversichert. Spart euch deswegen bitte gleich sämtliche Kommentare in dieser Richtung, selbige sind nämlich der Grund für meine schlaflosen Nächte.

Habe ich also unversichert bestellt, und da kamen die zwei Karten doch tatsächlich nicht an. Ich also beim Verkäufer angefragt, zunächst höflich (möchte ich doch hoffen). Es gab dann dieses übliche Geplänkel von wegen ‘warte mal noch ein paar Tage', welches leider nicht dazu führte, daß besagte Karten doch noch eintrafen. Und dann der Wendepunkt, in Form einer in meinen Augen zweifelhaften Aussage des Verkäufers (Zitat): ‘aber das hatte ich schön öffters das die post briefe von mir verschlampt hat…’

Öhm, OK.

Mal ehrlich: Wem von euch passiert es ‘öfters', daß die Post versendete Briefe verlegt? Wie erwähnt geht es auf die 36 zu; das bedeutet, ich habe schon ein paar postalische Nachrichten verschickt in meinem Leben. Die Anzahl innerdeutsch versendeten und verlorengegangenen Postguts: 0. Gleiche Erfahrungsmuster auch bei sämtlichen befragten Verwandt- und Bekannten.

Als der endgültige Verlust der Karten nicht mehr schönzureden war, fragte ich dann den Verkäufer, inwieweit er zu freiwilliger Kulanz bereit wäre. Antwort: ‘…10% auf den nächsten einkauf von mir bei einen wert von 10euro…’

Hm. Nochmal mindestens 10 Euro bei jemandem investieren, dessen Briefe oft durch Sortiermaschinen zerfetzt werden? Bei 10 Prozent Rabatt? Meiner Meinung nach nicht sonderlich kulant. Was ich dem Verkäufer auch mitteilte. Den Rest der schier endlosen ‘Ich bin aber im Recht'-Phrasendrescherei (ich war ebenfalls nicht müde, wiederholt meinen Standpunkt darzulegen) erspare ich euch.

Schauderlich fand ich letztendlich das in meinen Augen völlige Fehlen von Kundenorientierung. Ja, er ist ein ‘Privatverkäufer’ und nein, ich wünsche mir keine hundertprozentige Rückzahlung meines selbstverschuldeten Verlustes. Allerdings gibt es noch einigen Spielraum zwischen ‘100% zurück’ und ‘10% auf nochmal kaufen’. Darauf ist der nette Zeitgenosse leider in keiner Weise eingegangen.

Was mich wieder zu meinem Allzeitlieblingsthema ‘Servicewüste Deutschland’ bringt. Wäre es nicht für alle Beteiligten in allen (kleinen wie großen) Wirtschaftsbereichen viel feiner, wenn in Problemfällen zusammen eine für beide Seiten zufriedenstellende Lösung erarbeitet wird? Betrachtet man diesen konkreten Fall im Mikrokosmos der MKM-Kartenschiebereien, ist das vorliegende Ergebnis: Ich sowie einige meiner Freunde werden beim involvierten Verkäufer keine Karten mehr kaufen (und er -insofern er dies tut- sicher auch nicht bei mir). Überträgt man dieses Schema auf Konzernstrukturen, erscheint so manche Insolvenz in anderem Licht. Nichtsdestotrotz wird die ‘Auf einen zufriedenen Kunden mehr oder weniger sind wir nicht angewiesen'-Mentalität weiter gelebt und vor allem: Dem Kunden demonstriert. Unschön wie ich finde.

Mimimi, zweiter Akt - Magic Game Day

Hier, Deck:

3 Mountain
3 Swamp
3 Forest

4 Savage Lands
4 Dragonskull Summit
3 Rootbound Crag
4 Verdant Catacombs

4 Putrid Leech
4 Sprouting Thrinax
4 Bloodbraid Elf
3 Broodmate Dragon
2 Goblin Ruinblaster

4 Lightning Bolt
4 Terminate
4 Blightning
3 Bituminous Blast
3 Maelstrom Pulse
1 Resounding Thunder

SB
4 Duress
3 Thought Hemorrhage
3 Jund Charm
2 Goblin Ruinblaster
2 Deathmark
1 Maelstrom Pulse

Zuallererst habe ich mal hervorragend die Anmelde- und Anfangszeiten des Turniers verplant. Statt 10:00/11:00 waren diese nämlich 11:00/12:00. Letztenendes egal, da die Zeit mit schnakken, Garruk vs. Liliana-Aufreißen und testen (also T2, nicht GvL) vertrieben werden konnte. Ruckzuck die graphische Schlechtigkeit des verteilten Nissa's Chosen bestaunt und losgelegt gegen

Rd1 - Mann mit RG Landfall Valakut
Ein lustiger Bursche, ich habe in ihm viele meiner jungjahrigen Eigenschaften wiedererkannt. Sein Deck war vor allem auf Foilness fokussiert und versuchte, mit Harrow und Khalni Heart Expedition entweder in diverses Fett oder X-Sprüche zu beschleunigen oder durch das entsprechend funktionierende Wording von Valakut viel Schaden in einem Zug zu machen.

Spiel 1 wird trotz massivem Flood (14 Länder, 6 Sprüche) recht unspektakulär mit dem zweiten gezogenen Broodmate Dragon nach hause geflogen.

Spiel 2 wird dank massivem Flood (12 Länder, 5 Sprüche) recht unspektakulär durch Obsidian Fireheart verloren. Highlight hier war das Zerbersten meines eigenen, brennenden Savage Lands durch einen Goblin Ruinblaster. Vor allem in Bezug auf

Spiel 3 war dies gleich doppelt amüsant: Meine durchaus als mittelmäßig zu bezeichnende Starthand (2 Ruinblaster bei 3 im Deck als einzige Kreaturen auf selbiger) wird pro gegnerischem Zug durch konsequentes Nachlegen von Valakut, Valakut und Valakut ruckartig aufgewertet. Dementsprechend unspektakulär… lassen wir das.

Das, ich kann es guten Gewissens so bezeichnen (weil in der Vergangenheit meinerseits ebenso intensiv betriebene), Geheule des Gegners danach war nur kurzeitig zu ertragen. Im Nachhinein betrachtet (siehe Bad Beat of the Day, weiter unten), sogar gar nicht. Vor allem, weil er genug Basic Lands auf der Hand hatte. Wer aber gierig ein Valakut nach dem anderen legt, obwohl er ein Spiel vorher Goblin Ruinblaster gesehen hat…
2:1 1-0-0

Rd2 - Schulle mit BGU Eigenbau
Hier mach ich es ganz kurz. Schulle spielt ein klobiges Deck, hat die richtigen Karten nicht und gibt im zweiten Spiel auf, als er bei zwei Handkarten (Länder) mit Duress reinste Qualität zu sehen bekommt (Leech, Leech, Thrinax, Blightning, Hemorrhage). Zu erwähnen ist noch:

- Schulle war bis 05:00 Uhr morgens im Club (obv)
- Schulle hat im Laden geschlafen (obv)
- Schulle hat die erste Runde auch schon gegen Jund verloren (obv)

2:0 2-0-0

Einschub: Bad Beat of the Day
Ereignet sich beim Spiel zwischen dem Valakut-Mann aus Runde 1 und seinem Gegner mit einem selbstgebastelten RGW-Nahezu-Zendikar-Blockdeck. Nachdem letzterer einen zweiten Scythe Tiger gespielt und dadurch nur noch zwei Länder am Board hat, legt Mr. Valakut sein achtes Land und spielt… Lavaball Trap. Oh. Mein. Gott. Ob sein Gegner danach genauso wenig Lust auf das weitere Turnier hatte wie er nach meinen Ruinblastern? Man weiß es nicht genau.
Einschub Ende

Rd3 - Mann mit Vampiren
Spiel 1 kommt es zum -einmal pro Magic-Turnier unweigerlich auftretenden- Manuel-Moment. Nämlich genau dann, als mein genialer Plan, sein Tendrils im lethalen Angriff druch Blitzen meines Tokens dadurch vereitelt wurde, daß selbiges drachiger und nicht saproliger Natur war. Hätte ich mal richtige Tokens benutzt oder zumindest den Thrinax nicht direkt neben den Spielstein gelegt… Es kommt wie es kommen muß. Ich ziehe mich in neuerliche Flut und er tötet mich auf seinerseits 4 Leben. Meine Hand: Ein Blightning. Da hat der Lightning Bolt nur geringfügig gefehlt.

Spiel 2 zur Abwechslung mal ein Screw und schwupps bewirft er mich mit Schlamm und mir fallen 6 Sprüche in den Friedhof. Da selbst das noch nicht zwangsläufig das Aus bedeutet, spiele ich weiter und kann mich über zwei Runden durch suboptimales Play meines Gegners am Leben halten (Beispiel: Ich auf 1 Leben, er Ob Nixilis mit Fetchland im Spiel. Sowas in der Art). Er legt aber einfach noch mehr Männer nach, tötet dabei mit einem Gatekeeper of Malakir mein letztes Saproling Token und haut mich dann um.
0:2 2-1-0

Rd4 - Dame mit Soldaten
Gott sei Dank spielt sie die reine Aggrovariante und verzichtet auf die wichtigen Vorteilskarten Ranger of Eos oder Conqueror's Pledge. Zudem beeindruckt sie konsequent durch Nichtziehen sämtlichen Hasses (Path, Purge, Brave the Elements), so daß ich das Match nach drei Spielen gewinnen kann. Ach ja, in einem dieser Spiele werde ich neuerlich umspült und von erst zwei, dann einem Kor Aeronaut von 20 auf 0 geschlagen.
2:1 3-1-0

Rd5 - ID
und lustiges 2HG mit T2 Decks. Naja, genaugenommen war es nicht sooo lustig.
0:0 3-1-1

Viertelfinale - Spiegel
Das war traurig. Für mich.

Spiel 1 macht mein Gegner den ersten Spielfehler recht früh (Pump den Leech bei R meinerseits offen) und den zweiten etwas später (Pulse auf meinen Leech - und seinen ;) ). Das hindert ihn nicht daran konsequent besser und trotz Doppel-Blightning meinerseits seinen Fahlschlag bei 3 (ich) zu 1 (er) Lebenspunkten und lethalem Board meinerseits von oben zu ziehen. Fairerweise muß man sagen, daß auch Lightning Bolt oder Bloodbraid Elf mein direktes Aus bedeutet hätten.

Im Spiel 2 freue ich mich dann über die zweite Dürre am heutigen Tag und er kann mich geschmeidig umfahren.

Was habe ich gelernt:

1. Jund und die Länder. Die allermeisten Zeitgenossen meinen ja, unter 25 Ländern funktioniert Jund nicht. Mittlerweile glaube ich das auch, und das obwohl ich ca. doppelt so oft flooded wie screwed war. Man kann im Mirror nur anstinken, wenn man konsequent Land legt. Eventuell würde ich zukünftig gegen alle anderen Decks ein Land ausboarden oder das 25ste Land im Sideboard spielen.

2. Goblin Ruinblaster. Ich hatte mit mehr Vielfarbigkeit gerechnet, dem scheint nicht so. Deshalb würde ich die Ruinblaster -wenn überhaupt- nunmehr ins Sideboard verbannen. ‘Wenn überhaupt’ deshalb, weil sie -vor allem im Mirror- nichts gemacht haben (OK, das wiederum kann auch am Screw liegen; auf der Hand vergammelt sind sie allemal und lange Zeit hatte mein Gegner nur eine rote Quelle - nonbasic).

3. Deathmark. 4 Stück im Sideboard. Alles andere ist so dumm wie mein Token Move in Runde 3.

4. Jund Charm. Von vielen hochgelobt, kann meiner Meinung nach wenig bis nichts. Gegen Soldaten jedes Mal erbärmlich (zuviel Toughness-Pump), gegen Vampire irrelevant (Kill the Nocturnus, Win) und sonst… fällt mir gerade kein sinnvoller Nutzen ein. Würde ich aktuell nicht mehr spielen.

Was mich nach Revision zu folgendem neuen Ergebnis führen würde:

3 Mountain
3 Swamp
3 Forest

4 Savage Lands
4 Dragonskull Summit
4 Rootbound Crag
4 Verdant Catacombs

4 Putrid Leech
4 Sprouting Thrinax
4 Bloodbraid Elf
3 Broodmate Dragon

4 Lightning Bolt
4 Terminate
4 Blightning
3 Maelstrom Pulse
3 Bituminous Blast
2 Resounding Thunder

SB
4 Duress
4 Deathmark
3 Thought Hemorrhage
3 Goblin Ruinblaster
1 Maelstrom Pulse

Genial kurz vor Ankündigung der besten 8 übrigens nochmals Mr. Valakut: ‘Da hab’ ich gedacht ich mach’ heute mal locker Top 8 und dann das’. Hervorragend!

Genial übrigens auch Nürnberg, wo es laut Augenzeugenberichten durch Herr H. aus H. spontane 8-Mann-Game Days gab, wo -ihr erahnt es vielleicht bereits- an jeden direkt beide MGD-Karten ausgeteilt wurden. Habe ich erwähnt, daß diese 8-Mann-Turniere kostenlos waren? Wenigstens habe ICH noch einen Booster mit Foil Into the Roil (schnell dreimal hintereinander sagen!) ergattert.

So, das war's. Irgendwie beschleicht mich das Gefühl, ich führe meinen Titel durch Länge ad absurdum. Andererseits faßt er den Eintrag schön zusammen.

MfGM.

From the Vault: Senso. Bei ‘Schlag den Raab’ gesehen und sofort wieder süchtig danach. Jetzt muß ich die Büchse nur im Keller finden…