Bernd der Baumeister
— 25-10-2009 —
Am Samstag zu Dortmund eben der PTQ. Da ich fand, dass ich ein brauchbares Deck hatte, damit aber geschmeidige 0-3-drop performte, frage ich mich und hiermit auch euch, was da falsch gelaufen ist (zum Zwecke dieser Übung gehen wir davon aus, dass ich nicht acht Spiele in Folge spielte, als wäre ich gerade aus dem Dornröschenschlaf erwacht und hätte noch nie Karten in der Hand gehabt, zumal die zwei Trials und ein paar Sealed Events der digitalen Art dagegen sprächen).
Ich habe die irrelevanten Farben direkt raussortiert, da Grün kein Fleisch und Rot kein Feuer - und wenn in Form von Magma Rift, Torch Slinger, Lavaball Trap und Valakut, the Molten Pinnacle - enthielt.
Die restlichen Farben waren derart verteilt:
Weiß
1 Kor Duelist
1 Steppe Lynx
3 Kor Skyfisher
1 Kor Aeronaut
1 Armament Master
1 Kazandu Blademaster
1 Ondu Cleric
1 Kor Outfitter
1 Makindi Shieldmate
1 Pillarfield Ox
1 Caravan Hurda
1 Shepherd of the Lost
1 Nimbus Wings
Blau
1 Caller of Gales
1 Tempest Owl
2 Umara Raptor
1 Sky Ruin Drake
1 Seascape Aerialist
1 Sphinx of Lost Truths
1 Sphinx of Jwar Isle
1 Shoal Serpent
1 Quest for Ancient Secrets
1 Spell Pierce
1 Trapfinder's Trick
1 Into the Roil
1 Paralyzing Graps
1 Cancel
1 Lethargy Trap
1 Summoner's Bane
2 Whiplash Trap
Schwarz
1 Guul Draz Vampire
1 Vampire Lacerator
1 Surrakar Marauder
1 Gatekeeper of Malakir
1 Vampire Nighthawk
2 Heartstabber Mosquito
1 Hagra Crocodile
1 Nimana Sell-Sword
1 Halo Hunter
1 Bog Tatters
1 Soul Stair Expedition
1 Mire Blight
1 Grim Discovery
1 Needlebite Trap
Schwarz völlig ignorierend, weil mir die Kor-Knaben in Weiß und 5+-Drops in Blau zusammen mit dem geflügelten Ally-Duo ausreichend erschienen, kam ich zu folgendem Deck:
Deck
1 Kor Duelist
1 Steppe Lynx
3 Kor Skyfisher
1 Kor Aeronaut
1 Armament Master
1 Kazandu Blademaster
1 Ondu Cleric
1 Kor Outfitter
1 Makindi Shieldmate
1 Shepherd of the Lost
2 Umara Raptor
1 Sphinx of Lost Truths
1 Sphinx of Jwar Isle
1 Into the Roil
2 Whiplash Trap
1 Stonework Puma
1 Spidersilk Net
1 Adventuring Gear
1 Trailblazer's Boots
1 Seijiri Refuge
7 Island
9 Plains
Jetzt, mit ein wenig mehr Abstand und mehr Zeit und einem sortierten Pool (die Sortierung wurde beim PTQ nicht announced, ist noch nicht mal offiziell - soweit ich weiß - und eines von beiden sollte geändert werden) drängte sich mir erst U/B auf, weil die Mananaforderungen nicht so grau sind und die Equipkosten aufs Angenehmste reduziert werden, doch letztlich hätte es wohl W/B sein müssen:
1 Steppe Lynx
1 Guul Draz Vampire
1 Vampire Lacerator
1 Ondu Cleric
3 Kor Skyfisher
1 Kazandu Blademaster
1 Kor Aeronaut
1 Surrakar Marauder
1 Stonework Puma
1 Makindi Shieldmate
1 Vampire Nighthawk
1 Gatekeeper of Malakir
1 Hagra Crocodile
1 Nimana Sell-Sword
2 Heartstabber Mosquito
1 Halo Hunter
1 Shepherd of the Lost
1 Adventuring Gear
1 Nimbus Wings
Das Mantra des Turniers war übrigens “18 Lands minimum und nur bittebittebitte den Würfelwurf gewinnen, um auch ja beginnen zu können”. Letzterem kann ich mich anschließen, bin bisher aber immer ganz gut mit Manabasen kurz vor der Volljährigkeit gefahren und habe das eine Land nie vermisst. Dass ich für das B/W von dieser Meinung abweiche, liegt ganz klar daran, dass bei dem Deck eine Runde ohne Landdrop wie ein Time Walk für den Gegner wirkt und letztlich auch ist. Eine Meinung die zwar ebenfalls häufig ist und generalisierend auf alle Decks angewendet wird, der ich mich aber nur ungern anschließe.
Das Deck maximiert den Nutzen, der sich aus dem Skyfisher pressen lässt ohne gleichen. Beliebte Ziele sind offensichtlich der Gatekeeper, wie auch die Mosquitos (entsprechendes Mana auf dem Tisch vorausgesetzt), aber selbst wenn es nur der Puma ist, hat man nichts dagegen, wenn ererneut sein Revier “markiert”. Im argsten Fall muss man eben das Land nehmen und direkt wieder ausspielen und den nicht-sicken Rest nach rechts drehen.
Abschließend bleibt zu sagen, dass ich in dem Format vor Qualität über Konsistenz warne. Wer also auf die Idee kommt, dass Deck doch direkt Esper-Style einzutüten, um dem Gegner die Allies und die ganzen Spoiler nur so wieder und wieder um die Ohren zu klatschen, der sei davor gewarnt, dass ein Fehltritt - Land-technisch derart, dass Mana zwar vorhanden, aber falschfarben - sehr schnell sehr schmerzhaft bestraft wird. Es bedarf schon einer ausgesuchten Masse an Refugien und mindestens einem Harrow, bevor sich so etwas in den meisten Fällen sinn- und siegreich umsetzen lässt, wie ein Blick über die Manakosten der besseren Zendikar-Karten - nicht nur meines Pools - zeigt.
Showing Off
— 19-10-2009 —
Wenn mich jemand fragte, antwortete ich stets, dass wenn ich mir die Byes holte, Paris fällig wäre. Was ich dachte, war stets, dass meine Zendikar-Limited Erfahrungen letztlich zu gering sein dürften, um auch nur annähernd über die deutsch-belgische Grenze zu gelangen, so dass meine Motivation wie eh und je lautete, dabei sein ist alles und bloß nicht zu sehr verzocken (und wenn, dann bitte derart, dass mir es selbst nicht auffällt).
Letztlich ist es nicht so, dass ich es nicht versucht hätte und bei den gleich zwei Möglichkeiten, die sich mir vorvergangenes Wochenende boten, tat ich sicherlich nicht schlecht dabei. Doch letztlich war es so, wie es bereits an der Fußgängerbrücke, die man unterquert wenn man Dortmund Richtung Bochum mit dem Zug verlässt, und später dann in meinem Block stand: “No surprising News”.
Weitere Zettel dieses Blocks sind mit T-Konten gefüllt, auf denen die Anfangssaldi stets gleich sind und die ein “ME” im Soll und den “OP” im Haben anzeigen. Es gibt deren viele und nicht das geringste Anzeichen doppelter Buchführung, aber was unten rauskam, war oft zu meinen Gunsten.
Immer noch zusammenfassend lässt sich sagen, dass ich in den zwei Tagen an zwei GPTs zweimal das Halbfinale erreichte, ohne aber den Sack letztlich voll zu machen. Ein nicht unschöner Schnitt, der meinen Boosterbestand wesentlich vergrößerte und wohl auch mein Limited-Rating in noch nie gewesene Höhen katapultierte (letzteres nur der Vollständigkeit halber erwähnt).
Zugegeben, in Dortmund war es schon etwas einfacher, wenn man als 12te rdas Turnier kurz vor Anmeldeschluss komplettiert und ein Blick übers Teilnehmerfeldchen einen - selbst mit gutem Gewissen und nur einem Hauch der Magicspieler sonst so anhaftenden Überheblichkeit - alleine drei Spieler identifizieren lässt, die sich später wie intern prognostiziert am unteren nicht-draftenden Ende der Standings befinden. Am anderen Ende meine Wenigkeit dank folgendem Deck:
1 Cliff Threader
1 Kor Skyfisher
1 Kazandu Blademaster
1 Ondu Cleric
1 Makindi Shieldmate
1 Kor Cartographer
1 Journey to Nowhere
1 Pitfall Trap
1 Narrow Escape
1 Goblin Bushwhacker
1 Plated Geopede
1 Goblin Shortcutter
1 Torch Slinger
1 Ruinous Minotaur
1 Bladetusk Boar
1 Geyser Glider
2 Tuktuk Grunts
1 Murasa Pyromancer
1 Burst Lightning
1 Chandra Ablaze
1 Explorer's Scope
1 Expedition Map
1 Teetering Peaks
1 Kabira Crossroads
7 Plains
8 Mountain
Erwähnbare Sideboardkarten:
2 Unstable Footing
1 Nimbus Wings
1 Bold Defense
1 Brave the Elements
1 Devout Lightcaster
Eine runtergeloste dritte Runde und ein Sluft, der unbedingt zocken will, später darf ich mir beim Top8-Draft als erster aussuchen, wo ich denn sitzen möchte, um folgendes zu draften:
2 Welkin Tern
1 Aether Figment
1 Tempest Owl
1 Merfolk Wayfinder
1 Merfolk Seastalkers
1 Windrider Eel
1 Spell Pierce
1 Cancel
2 Paralyzing Grasp
1 Whiplash Trap
2 Steppe Lynx
2 Kor Aeronauts
1 Kor Skyfisher
1 Noble Vestige
1 Pillarfield Ox
1 Emeria Angel
2 Pitfall Trap
1 Arrow Vollay Trap
1 Kabira Crossroads
8 Plains
8 Island
Erwähnbare Sideboardkarten:
1 Brave the Elements
1 Lethargy Trap
2 Bold Defense
1 Trapmaker's Snare
1 Nimbus Wings
1 Quest for the Holy Relic
Das wirkt schon realitätsnaher. Letztlich war es wohl die handvoll Füller, die mir das Genick brach. Im Halbfinale gegen ein Deck zu spielen, das kaum angriff, half nicht sonderlich, weil die Trapkarten so gut wie kaum eine Reichweite haben (was okay ist, da man sich so weniger darüber aufregt, dass einem die Krabbe bereits die zweite Pitfall Trap in den Graveyard befördert). Die Sideboardkarten sind übrigens deswegen erwähnenswert, weil sie die einzigen anderen Karten in U/W waren und das obschon ich dank dem Engel eigentlich konstant ab Booster 1 in den Farben war.
Ein paar Stündchen später saß ich in Dülmen, hatte gerade einen unscheinbaren Pool registriert und bekam meinen persönlichen Groundhog Day geschoben:
1 Goblin Shortcutter
1 Molten Ravager
1 Ruinous Minotaur
1 Torch Slinger
1 Geyser Glider
2 Tuktuk Grunts
2 Magma Rift
1 Inferno Trap
1 Unstable Footing
1 Chandra Ablaze
1 Steppe Lynx
1 Kor Skyfisher
1 Kor Aeronaut
1 Kor Sanctifiers
1 Kor Cartograph
1 Pillarfield Ox
1 Journey to Nowhere
1 Day of Judgment
1 Conqueror's Pledge
1 Explorer's Scope
1 Trusty Machete
1 Kabira Crossroads
Erwähnbare Sideboardkarten:
1 Nimbus Wings
1 Seismic Shudder
Die Wings boardete ich vermutlich immer, da ich nur einmal gegen blau spielte und es sonst in vielen Spielen so war, dass man (in diesem Falle ich) sich wünschte, dass eine Kreatur mit Evasion und ‘ner dicken Hose auf der eigenen Seite des Boards lag. Sonst musste entweder getrickst werden, was die Manabasis ein wenig überforderte, oder durch zu viele eigene oder zu wenig gegnerische Kreaturen gewonnen werden. Dass letzteres nur gegen einen Gegner klappte, da aber gleich in beiden Spielen, wird den Day of Judgment sicher nicht beliebter gemacht haben.
Da 52 Leute anwesend waren, reichte am Sonntag das Erreichen des Finales für die Möglichkeit auf den Byeschlaf, was mir aber erneut vergönnt blieb. Wenn auch absichtlich, denn mit folgendem Deck lässt sich meiner unbescheidenen Meinung nach nur schwer verlieren:
2 Guul Draz Vampire
1 Blood Seeker
1 Bloodghast
3 Surrakar Marauder
2 Nimana Sell-Sword
1 Vampire's Bite
1 Grim Discovery
1 Hideous End
3 Welkin Tern
1 Gomazoa
2 Merfolk Seastalkers
1 Sky Ruin Drake
1 Shoal Serpent
1 Into the Roil
1 Whiplash Trap
1 Piranha Marsh
2 Jwar Isle Refuge
7 Island
7 Swamp
Der Piranha Marsh verdiente sich seinen Slot aufgrund der Vampire und der Geschichte mit den 10 Leben. Der Gedanke war offensichtlich, dass 10 Leben größer 11 Leben sind…
Im Viertelfinale habe ich nicht wirklich darüber geweint, dass mir das Deck auf fünf Spells zehn Länder präsentierte, weil drei der fünf die Marauder waren und der Gegner zwar Artefakte legte, diese aber weder Power geschweige denn Toughness hatten.
Das Halbfinale begann ich mit der Frage, ob der Andre (Luff - seineszeichens Nats Top8 und meine einzige Niederlage in den Swissrunden an diesem Tag; dreimal dürft ihr raten, was mir länger im Gedächtnis bleibt) denn überhaupt nach Paris wolle und wie es mit Talis & Logis aussehe. Als er beides bejahte, stellte ich meine nächste Frage an den Judge und ließ mir versichern, dass jetzt der richtige Zeitpunkt wäre, an dem mir Andre ein unmoralisches Angebot machen darf (unzensiert habe ich relativ bold gefragt, ob jetzt der richtige Zeitpunkt wäre, an dem mir der Andre erzählt wie sehr er mir den Schwanz lutschen möchte (so oder knapp ähnlich und nicht zur Nachahmung empfohlen)).
Der Judge bestätigte und Andre und ich gaben uns die Ehre mit den Decks mehr als nur eine kurze Runde im Viertelfinalpark zu drehen. Zwischendrin setzt sich Genosse Judge - Michael W. nebenbei erwähnt - zu uns, blätterte in seinem iPhone und meinte, dass er die Stelle, die bestätigt, was er gerade bestätigte (die Möglichkeit des Price-Splits und des Drops vor der letzten Runde eines GPT), nicht mehr finden könnte und das unsere Absprache deswegen regelungerecht wäre. Es folgten ein paar Minuten in denen ich wahlweise droppe, mal concede (was aufgrund der Booster-Absprache eben Bribery wäre und für Andre und mich tiefergehende Konsequenzen hätte), dann unser Spiel für offiziell erklärt wird, um es dann letztlich doch wieder zu revidieren. Es ging also hin und her, ich wurde vielleicht etwas lauter, aber es wollte sich keine Lösung finden, bis Michael dann doch über den Passus stolperte, der meinen Drop und meine abgesahnten Booster legitimisierte. Das Spiel gegen Andre verlor ich übrigens, weil er es mir derbe mit dem Giant Shroud gab, bevor ich es ihm mit Grim Discovery auf Piranha Marsh und eben jenen Landdrop für Intimidate geben konnte.
Doch wieso gab unser Held nun doch kurz vor dem Ziel auf? Waren es die Preis-Booster (es waren M10 Booster, was ich zwar erst später erfuhr, was aber meine Meinung nur geringfügig geändert hätte)? Hatte Andre tatsächlich mit einem Blowjob gelockt? Waren es Zweifel an dem Deck? Wollte ich mir vielleicht die ersten drei Runden in Paris aufsparen, um nur ja Zendikar-Sealed zocken zu können?
Wir werden es wohl nie erfahren…
Tag der Launch Party - Heiligenhaus
— 02-05-2009 —
Ein verdammt angenehmer Tag. Easy Business par excellence. Relaxation vor Frustration. Ein Acht-Mann-Sealed gefolgt von einem Acht-Mann-Draft, wobei es zwischendurch eine Auswechslung gab, bei der zwei Spieler, die es sich danach von Hinten gaben (okay, bei dem einen weiß man es nicht, vermutet aber, und der andere zockte “Behind”) durch zwei andere ersetzt wurden, die dann erst aus dem 1sten Mai-Koma erwacht sind.
Aber seht selbst:

Ich verlor in beiden Fällen nur jeweils gegen den Stefan, gewann dafür aber in beiden Fällen gegen den Michael und den Marc. Fühlte sich an wie Hin- und Rückrunde…
Hier noch mein Draftdeck, das sich eine Mana Cylix oder den G/W Borderpost mehr gewünscht hätte:
1 Ethercaste Knight
1 Jhessian Infiltrator
1 Naya Hushblade
1 Bant Sureblade
1 Valeron Outlander
1 Darklit Gargoyle
1 Vedalken Outlander
2 Winged Coatl
1 Esperzoa
1 Gluttonous Slime
1 Aven Trailblazer
1 Naya Battlemage
1 Topan Ascetic
1 Esper Sojourners
1 Leonin Armorguard
1 Esper Cormorants
2 Glassdust Hulk
1 Thopter Foundry
1 Unsummon
1 Resounding Silence
1 Crystallization
1 Hindering Light
2 Fieldmist Borderpost
1 Arcane Sanctum
1 Rupture Spire
4 Island
4 Plains
5 Forest
Unberührt:
1 Bant Panorama
1 Vectis Agents
2 Angelsong
1 Hindering Light
1 Bone Splinters
1 Cumber Stone
1 Obelisk of Bant
1 Naturalize
Sehr interessant noch die Diskussion, ob ich die im Alara Reborn geöffnete Lavalanche hätte hatepicken sollen oder nicht. Ich tat es nicht und hoffte darauf, dass mein Nebenmann, der dicke in Naya war, das tat, was er tat, ohne es mir ihr zu tun - nette Tat. Apropos Naya. Neben meinem gerade erwähnten Nebenmann war mein anderer Nebenmann ebenfalls in Naya, wenn auch in einer anderen Gewichtsklasse. Stefan gab sich die 5-Power-Partei und Heiko wählte mehr das einfache Volk. Diesmal war es an dem Adel zu gewinnen.
Prerelease Party hard - for real!!
— 17-01-2009 —
Wir erinnern uns, beim letzten Mal bin ich durch einen scheinbar technischen Defekt (so meine Vermutung) in den Genuss gekommen doch noch dafür zu sorgen, dass am 1sten Februar im Club in Heiligenhaus ein Prerelease stattfindet. Ich wollte das am Montag von offizieller Seite bestätigen lassen, aber wie das nun mal so ist, wenn man Spaß hat (unter anderem eine mündliche Prüfung und eine Zahnwurzelbehandlung), die Zeit verging wie im Fluge, es wurde Donnerstag und mein Organisatoren-Status hat wieder das alte Core-Level.
Doch ich kann immer noch Prereleases veranstalten - dank meines lausigen Judge Levels!!
Ich ließ das kurz von offizieller Seite bestätigen (der technische Defekt hatte damit zu tun, dass da einiges für die Judges umgestellt wurde, um sie noch “potenter” zu machen) und jetzt fängt der Spaß erst so richtig an. Wir bekommen zwar nämlich das Produkt, aber eben leider kein Promo-Material. Zumindest nicht sofort, wobei vielleicht doch, hier ist noch einiges im Grauen. Es gab nämlich noch diverse Nachmeldungen für die Prereleases, so dass unter ganz bestimmten Umständen (man denke an stellarische Planetenkonstellationen, dem Sauerstoffgehalt im Blut des Briefträgers und an das Wort “Objektbeziehungstheorie“) wir letztlich doch reich beschenkt werden.
Aber wer stört sich schon daran. Hauptsache neue Karten, Hauptsache zocken!!
Oh, gezockt wird übrigens noch stilecht mit 52 Zähnen und einer “Fragmente von Alara” Turnierpackung und drei Conflux-Boostern. Eine nicht näher zu bestimmende Stimme (ich habe schlicht den Namen vergessen, könnte auch mal wieder ne Telefonsex-Nummer im Alkoholrausch gewesen sein), meinte zu mir auf eine Frage, die in die Richtung Turnierpackungen abzielte, “dass man sich nicht viel darum schert, was auf amerikanischen Webseiten veröffentlicht werde”(ungefährer Wortlaut). Man bleibt also dabei, was damals im Dezember auf einer offiziellen Veröffentlichung an die TOs ging und da stand eben noch Turnierpackung (dass die Umstellung bei Sealed Events von den Turnierpackungen hin zu Boostern tatsächlich stattfindet, lässt sich an der GP Rotterdam Info-Seite ablesen)
Das ist die Macht des geschriebenen Wortes aufs Herrlichste demonstriert. Ich habe mir da mal ein paar E-Mailadressen für eine noch zu planende Kettenbriefaktion notiert, nach der ich mich zur Ruhe setzen kann…
Anyway, hier noch ein paar erschlagende Details für alle, die sich am 1sten Februar auf den langen und weiten und ereignisreichen, weil von Leichen gepflasterten Weg machen wollen, um im Club zu Heiligenhaus mal wieder an einem Sonntag den Worten unseres Herrn zu lauschen, der uns da preiselt und beeret.
Was:
Sealed Deck Conflux Prerelease, multiple Booster Drafts, Open Dueling
Wo:
Der Club - Zentrum für Freizeit und Kultur
Hülsbecker Straße 16
42579 Heiligenhaus
Wann:
1ster Februar 2009
11 Uhr Anmeldung, 11:30h Beginn
Um Voranmeldung wird gebeten, der Platz ist beschränkt, das Produkt leider auch.
Erinnert mich daran, am Montag (diesmal wirklich am Montag) abzuchecken, ob die Anmeldung auch bei Hasbro.de ankam und ich den Text hier nicht für 3 Nüsse und Aschenbrödel geschrieben habe.
Erinnert mich ebenfalls daran, mal abzuchecken, wie das denn nun mit den Grand Prix Trials ausschaut. Der MichaeL wird diesbezüglich schon ganz wuschig ;-)
The Golden Key - oder - Prerelease Party hard!!
— 10-01-2009 —
Nicht nur der Charly bekommt Mails aus dem Wizards'schen Hauptquartier, auch ich wurde gestern Abend mit folgenden Zeilen bedacht:
The following DCI membership has changed:
Brand: Magic
Membership type: Coordinator
Membership level: Advanced
Das ist, nach einer kurzen Recherche in den Wizards Play Networks (WPN) Levels, fachchinesisch für den höchsten Level, den man als normalsterblicher Turnierorganisator so erreichen kann.
Da scheint sich meine jahrelange Arbeit on- wie offline und mein unermüdliches Engagement um die Szene ja endlich bezahlt gemacht zu haben. Es dauerte zwar seine Zeit, aber so wie es aussieht, wird 2009 ein rosiges Jahr!!
Derart beglückt tat ich das, was jeder an meiner Stelle getan hätte, und nachdem ich vom Klo wiederkam, checkte ich, ob sich das auch auf meiner personellen DCI-Seite wiederspiegelte. Und es tat es.
Schritt zwei war ein wenig langwieriger, weil die Jungs keinerlei Ahnung von User Interface Design zu haben scheinen (wem sag ich das; die Magic-Seite spricht hier ja Bände), aber nach ein paar Klicks an den richtigen Stellen und et voila, ich hatte zwei Events sanktioniert; ein Conflux Prerelease Sealed und einen Booster Draft, so als Side- oder Nachevent.
Der einzige Haken ist, dass die Location nicht stimmt. Hier konnte man nur welche auswählen, die man in der Vergangenheit bereits mit einem Event beehrte, aber da werde ich mich am Montag drum kümmern. Ein kurzer Anruf bei den Jungs in Dreieich und das wird behoben. Ich hörte, die sind in der Hinsicht verdammt flexibel. Sollte das wider erwarten nicht klappen, kann die Sache bestimmt auch beim Sascha im CD-Shop stattfinden. Der wird nix dagegen haben, mal wieder ein kleines Event im Shop zu haben, nur wie wir Bella, die werte Dame des Hauses, überzeugen, steht auf einem anderen Blatt. Wenn aber alles klappt, findet die Session wie gehabt im Club in Heiligenhaus statt.
Das mit dem Conflux Prerelease war bisher nämlich eine weniger erfreuliche Geschichte (Atog rantete bereits), da unser Haus-TO - die bezaubernde Frau vom Jörg, Tina, die sich sonst um solche Angelegenheiten kümmert - es versäumte die benötigte Anzahl Neuanmeldungen ranzukarren und der eigentlich geplante Termin platzte, da keinerlei Berechtigung in Form des Core Levels mehr vorlag, um Prereleases zu veranstalten.
Aber, es wendet sich scheinbar alles zum Guten. Ich habe unsere interne Mailingliste bereits benachrichtigt, über Nacht gleich mal ein gutes Dutzend Voranmeldungen für den Termin im E-Mail-Postkasten gehabt und erwarte weitere im Verlauf des Wochenendes. Alle sind happy und voller Vorfreude auf die Tage, die da kommen werden!!
Meine kommenden Tage werden gleichfalls ereignisreich, gilt es doch Produkt zu besorgen - hier lasse ich meine Connections in die Universal Cards Headquarters spielen, damit die genug Produkt und Prereleasekarten rüberwandern lassen - zu checken, ob die Location noch verfügbar ist und Werbung zu machen, damit auch ja genug auftauchen.
Apropos Werbung, ich kann jetzt ebenfalls Grand Prix Trials anmelden und auch wenn für Hannover nur ein Event pro TO erlaubt ist, so scheint die Zahl für Rotterdam nicht beschränkt zu sein, so dass ihr euch an den kommenden Wochenende nicht zu viel vornehmen solltet!!
Bernd-Predigt
— 28-09-2008 —
Liebe Gemeinde – wir haben uns heute hier versammelt, um zum einen gemeinsam die Geburt einer neuen Edition gebührend zu begehen und zum anderen den heiligen Bund der Spielbarkeit zwischen diesem Produkt und diesen Spielern zu schließen.
Ich bin dabei euer Hirte – nennt mich Bruder Bernd – und damit es euch an nichts mangelt, könnt ihr mit all euren Sorgen, Nöten, Ängsten und Fragen zu mir kommen. Ich nehme euch bei Bedarf auch zwischen den Runden gerne die Beichte ab, aber nur, wenn es sündig genug ist.
Der heutige Gottesdienst soll folgendermaßen von statten gehen:
- ich erteile euch den Segen und verteile dabei das Produkt
- wenn jeder 1 Tournament Pack und 3 Booster „Fragmente von Alara“ vor sich hat, könnt ihr das Produkt auf mein Zeichen hin öffnen und habt dann 10 Minuten Zeit euch mit den neuen Karten vertraut zu machen; eventuelle Fragen ob neuer Fähigkeiten oder schlechter deutscher Übersetzungen solltet ihr sammeln, um diese danach in einem offenen Gespräch mit der ganzen Gemeinde zu klären; es empfiehlt sich die Karten dabei zu sortieren, um später den Deckbau zu beschleunigen
- Pool-Registrierung + Poolswap; da die Namen der grünen Spalte auf den deutschen Listen alle englisch sind (uber-Fail, Hasbro.de!!), ist es sinnvoll, die grünen Karten nach den Sammler-Zahlen zu sortieren, um selbst bei mangelnden Englisch-Kenntnissen einen Faden zu haben, an dem man sich entlanghangeln kann
- nach der Aussprache habt ihr 50 Minuten – obwohl, da Christoph heute leider nicht da ist, dürften 45 Minuten reichen plus eventuell 5 Minuten für die Nachzügler – euch ein Deck zu bauen
- das Deck sollte mindestens 40 Karten inkl. Länder haben; sollten die vorhandenen Standardländer nicht reichen, könnt ihr euch bei mir welche auf die Zunge legen lassen; alle nicht gespielten Karten sind euer Sideboard
- Decks dürfen zwischen den Runden, also neben dem normalen Sideboarding, nach Belieben umgebraut werden
- bei X Spielern folgen Y Runden Schweizer System, jede Runde best of 3, zu je 50 Minuten + 5 Extrazüge; ihr kennt die Leier
- last but not least: Ergebnisse zeitnah (also sofort) an mich; der Verlierer kommt zu mir und teilt das Ergebnis mit; Namensnennungen sind hier von Vorteil
Bleiben die 10 Gebote:
- Habt Spaß. Sollte es einen Grund geben, weswegen das für euch nicht zutrifft, könnt ihr versuchen es zu ignorieren, oder euch an den Jörg oder mich wenden - bzgl. Manascrew, -Flood, einem schlechten Pool oder gegnerischen Spoilern bin selbst ich und mein “Arbeitgeber” machtlos.
- Ich habe Recht.
- Solltet ihr der ketzerischen Meinung sein, dass ich nicht Recht habe, können wir gerne darüber reden. Danach habe ich immer noch Recht, wenn auch vielleicht ein anderes als zuvor.
- Habt ihr Glaubens- oder Regelfragen, hebt die Hand, macht mich auf euch aufmerksam, ohne gleich die gesamte Nachbarschaft in Alarmbereitschaft zu versetzen und wartet; Grundsätzlich gilt, dass Fragen zu Layern nicht (zumindest nur bedingt korrekt) beantwortet werden. Ich kenne nur eine Leia und die ist aus dem Star-Wars-Imperium und Keuschheitsgelübde hin oder her, aber noch nicht mal die hätte ich angepackt.
- Hier steht im Original: “Du sollst nicht töten”; macht heute nur bedingt Sinn, also nehmt es nicht zu wörtlich.
- Du sollst nich stallen.
- Ihr sollt nicht begehren eures Nachbars Karten, also untersteht euch Karten aus den Pools raus an andere Mitspieler zu vertauschen; wir sehen alles – das ist unser Leitmotto. Das betrifft Karten, die ihr eventuell von Zuhause mitgebracht habt. Ihr sollt auch nicht stören eures Nachbars Spiel. Zugucken ist gut und schön, vielleicht lernt ihr was, aber Reinreden ist tabu.
- Im Zweifel die Uncommon.
- Raucherpausen sind verpönt; Kifferpausen nur unter der Aufsicht und Anteilnahme des Bruder Bernds zulässig.
- Die Toilette ist… Die Mülleimer sind…
Amen
Minuette
— 12-07-2008 —
Frühstückslektüre: Eventide Spoiler
Der Grund: 2HG-Prerelease; der Christoph kauft gerade Brötchen, die Atogs drehen sich noch mal im Bette rum und alle kommen sie mit, denn das Fantasy-Warehouse in Iserlohn wird das Ziel.
Die Ironie: Man könnte mich totprügeln und ich bekäme keine drei Shadowmoor-Kartennamen über die blutigen Lippen, aber Eventide will in kürzester Zeit bis ins kleinste Detail memorisiert werden. Das erinnert an die Unizeit, wo das auch bei den Klausuren (alternativ: Vornamen beibeschlafener Kommilitoninnen am nächsten Morgen) schon eben nicht klappte…
Das Fazit: Beck's newest oeuvre “Modern Guilt” is as sweet as sugar pie with a lot of honey and cream all over its diabetic body and a single red cherry tops it all!! (Diese Danger Mouse Beats sind einfach unschlagbar)
Das Eventide Fazit: Das Set hat Potential und ist dennoch nicht für den Arsch!!
Fürs Archiv
— 08-05-2008 —
Als da wäre der Grand Prix in Brüssel. Nachdem man mir die drei Byes reinpfefferte, hatte ich ein schweres Los zu tragen, doch das Schicksal meinte es gut zu mir, bis zu diesem einen bestimmten Punkt. Der Punkt, der dem folgte, an dem einer meiner Magic-Träume in Erfüllung ging: Ich bekam nach fabulösem 5-0 Start mein erstes (und wohl einziges) Grand Prix Feature Match.
Mein Name, von einem der Papa-Schlümpfe in nicht definierbarem Akzent und viel zu laut durchs Mikro geschmettert. Als Gegner setzte man mir den Manuel Bucher gegenüber und er sollte die geballte Power meines nervös-induzierten TrashTalks und meines 19-Kreaturen Ungetüms in den Farben G und W kennenlernen. Ich hielt im ersten Spiel nach dem Mulligan die 1-Land Hand und war mehr als zufrieden, als sich der Gamble auszahlte und ich wider erwarten nicht Turn 3 meine Spells discarden durfte. Stattdessen wurde auf den Tisch gepumpt. Die Lands kamen von oben, als ich mein viertes Land zog, brauchte ich keine mehr, also kamen weitere Kreaturen. Aus die Maus, zwei Spiele lang. Eventuell hätte ich länger rumstallen sollen, um den Platz an der Sonne mehr genießen zu können.
Dann aber mein Aus. Drei Runden lang. Jede Runde eins. Gegen den Karl-Heinz das Unentschieden, weil er in Spiel zwei zu lange brauchte um einzuschieben, so dass es in Spiel drei für seinen wirklich aggressiven Draw trotz dem Drei/Fünftel auf seiner Seite nicht mehr reichte. Danach gegen den spanischen Omar, der mir die Spoiler-Platte servierte, während ich baden ging. Abschließend gegen den Kevin aus dem Niederlande, der mir Spiel eins wie zwei Pili-Pala + Presence of Gond präsentierte. Da konnte selbst U/W-Duo gefolgt von U/W Duo verfolgt vom Somnomancer nichts ausrichten, weil die ihn nur auf 6 prügeln, bevor er den guten Wald aktiv bekam und sich Kreaturen-zählend und Lebenspunkte-mäßig nach oben tappte.
Wie schrieb der Atog doch so treffend:
Draw, Loss, Loss später und Evil ist nicht im zweiten Tag. Tai auch nicht. Statistik’s a bitch.
Ich fands ok. Man unterstellte mir Enttäuschung, Trauer und Niederschlag, doch statt Regen kam nur der übliche Hunger und Sexdrang aus meinem Limbischen System. Später am Abend baute mir der Martin das Deck richtig und ich revanchierte mich dafür, indem ich einen gefühlten Tag2-Kandidaten aus seinem Pool zauberte.
Den Knüller im Deckbau leistete sich der Jörg, der zwar Doppel-Blink-Bitch hatte, aber nur eine spielte, weil auch er G/W unterwegs war. Als ich ihn fragte, wo er das Blaue zur Aktivierung der guten Dame rauszuquetschen gedachte, schaute er nur ungläubig und ließ sich vom Kartenmaterial bestätigen, dass auf den Witches leider keine Hybrid-Symbole lungern. Naja, er hatte ja den einen Scuttlemutt…
Tag 2 also Side-Event-Seeing. Ich schaute mir an, was die Damen und Herren Judges da so verbrieten, fragte an, ob es nicht obv wäre, das 2HG-Event ebenfalls zum Release zu deklarieren, damit selbst die Riesen nicht ohne 10+Euro-Rare-Promo aus dem Event müssten. Man verneinte. Ich schenkte mir die Frage, wieso das 2HG genau so viel kostete, wie letztlich das Single-Sealed-Release-Event, für das ich 25 Euro auf den Tisch legte. Wenigstens kein deutsches Produkt, aber auch nicht mehr Erfolg als am Vortag. Klar, für den Jörg reichte es noch, das Bye wurde ebenfalls besiegt, aber mehr wollte nicht. Erneut hatte ich drei Runden Zeit mir wenigstens einen Sieg zu sichern, um in den Booster-Preisen zu landen, aber das einzige, was man preiste, waren meine Tricks mit Pili-Pala und der Knacksaw Clique.
MVP des Decks war der Painter's Servant. Den auf blau anvisiert und mein Drowner Initiate wurde zum Staatsfeind Nr.1, der Whimwader mehr als nur die große böse Mauer und das Gloomwidow's Feast hatte immer was zu knabbern, sofern es denn flog.
Good Times!!
Unrasiert und abgeschmiert
— 21-04-2008 —
Obschon sich die Teamquote am gestrigen Sonntag in Köln mit 11 Riesen fast verdoppelte, sank die Anzahl der anwesenden Frauen um das Dreifache, nämlich von 3 auf 0. Dies tat meiner Stimmung einen leichten Abbruch (ich performe ganz gerne in front of (noch lieber on top of) der weiblichen Bevölkerungshälfte) und selbst Christoph war ob der gestrigen Niederlage seiner präferierten Fußballmannschaft beim DFB-Pokal-Endspiel eher angeschlagen, denn angeheitert, zumal der Schiedsrichter (”die olle Pfeife”) sehr bayern-freundlich das Spiel pfiff, wie uns (wir wurden von den “Strauchdieben” begleitet) auf der Hin- und Rückfahrt des öfteren versichert wurde.
Unsere Laune stieg mit der Qualität unseres geswappten Pools, der dank doppel-5-Mana Gottheit (der rot-grüne und der grün-weiße) in Verbindung mit durchgängig spielbaren weißen Karten (Christoph spielte daraufhin nur Plains) und der bereits mehrfach auf diesen Seiten verzeichneten Limited-Qualität der Gruul-Gilde rot-grünen Karten aus Shadowmoor. Begründet in der Mischung aus hohen Zahlen unten rechts für wenig Kosten oben rechts, sowie der Burn-Affinität der good ol Mountains. Als wir dann noch einen Fulminator Mage geswappt bekamen, grinste ich den Kölner Dom einmal rauf und runter. Da fehlen mir nur noch drei.
Trotz der präsenten 11 Teams zockte man nur 4 Runden, so dass unser 3-1 für den 3ten Platz reichte. Das imo unsportliche ID im Finale sorgte für zwei ungeschlagene Teams und ließ mich den good ol Frisör zitieren, der da einst in seiner unscheinbaren Weisheit sprach:
Auf FNMs und Prereleases wird nicht gedrawed!!
Christoph kennt diesen Spruch schon zu genüge, ist aber nur halb so sehr davon überzeugt, wie ich. Wenn es darum geht, sich Preise zu sichern, werden selbst so gesetzte Worte wie die gerade zitierten geflissentlich und unproblematisch ignoriert. Naja, es kam ja nicht dazu, dass wir in der letzten Runde an Tisch 1 saßen, um mit dem gegnerischen Team den Beabsichtigten zu beabsichtigen.
Den Judge markierte der Manu of GPT Brüssel-Deckswap-Fame. Er brachte alles flüssig über die Bühne, obwohl er war letztlich mehr Beiständer als benötigt. Aber wie sagt sich so schön: “Ohne Beiständer keinen Beischlaf”.
Die obligatorische Niederlage in der fatalen dritten Runde gegen das Team, das im letztmöglichen Zug auf die Idee kommt alles verfügbare mit Power und/oder Toughness nach rechts zu drehen. Unschönerweise standen wir dort und landeten so im Visier des Mannes, der alle ungeblockten Mannen zu weniger kleinen 4/1ern mutierte. Ich schaffte es zwar den einen der beiden davon zu überzeugen, dass die vier ungeblockten Knaben maximal 12 Damage austeilten, aber der andere Kopf war ein kühler und rechnete uns vor, dass die 16 Schadenspunkte genau drei über denen lagen, die wir noch auf unserem Konto hatten.
Beteiligt an unserer Niederlage auch die Tatsache der komplexen Manaverteilung im 2HG. So zogen Christoph und ich die letzten paar Turns Landmasse nach Landmasse und das trotz der scheinbar goldenen Zahlen von 17 (in seinem Fall, weil kaum Fett auf den Manapolstern) und 18 (in meinem Fall, weil so ein 6/6er mit Trampel und Stone-Rain-Fähigkeit nicht zu lange auf der Hand schmoren sollte). Beim 2HG ist ein Screw / Flood einer Riesen-Hälfte eben fast doppelt so fatal. Sei es, dass man im frühen Spiel keine Füße unter den Tisch, bzw. keinen Druck auf den Tisch bekommt, oder im späten Spiel die unschöne Landtasche trifft, bei dem einem jeder Draw-Step wie ein Deja-Vu vorkommt. Wenn dies auf der Gegenseite eben nicht passiert, schlagen so zwei Fäuste auf einen Riesen und man kann selbst nur mit einer Faust verteidigen.
Dies betrifft aber nur die eigentliche Anzahl der Länder. Was die Farbvoraussetzungen betrifft, so ist die Edition meines Erachtens nach verdammt handzahm. Das mir einfallende Colorfixing (dieses Landwechsel-Artefakt und die Manamorphose) ersetzt sich selbst, ist aber, Abseits kurioser Splashes, oder wenn man unbedingt den Grim Reaper auszocken muss, nicht benötigt und ich schüttelte jedesmal innerlich den Kopf, als ich einen der beiden Spells sah.
In einem Spiel sah ich gleich zwei Artefakte und die Morphose und gegen dasselbe Team gewannen wir im ersten Extra-Zug auf folgende fast schon stilvolle Art und Weise:
Der Boden ist dicht, Flieger sind ebenfalls benebelt, sie sind auf 3 Lebenspunkte, wir auf einiges mehr und sie versuchen die Bahn gen Draw zu deichseln, während wir noch den Sieg wollen. Das übliche Szenario eigentlich. Ich hätte einen meiner beiden Burning Trails ziehen können, stattdessen ziehe ich Traitor's Roar. Der Haken, ich habe weder zwei gleichfarbige Kreaturen, noch haben sie eine ungetappte Kreatur mit Stärke 3+ (auf der 4/4-Flying-Flash-Mauer lag die U/W Tap-Aura (als diese mit den Worten “4/4-Flying-Flash Mauer” gespielt wurde, entgegnete ich “Aua”, blieb aber der einzige, der grinste). Aber sie haben den Mann, der einer geblockten Kreaturen +2/+2 gibt. Wir starten entsprechend den All-In-Angriff, im Block zeige ich fast zu theatralisch auf den Knaben und behaupte, dass dann ja wohl unser 3/3er gegen den 2/4er einschieben kann und obwohl sie erst noch zögerten, spielten sie es scheinbar sicher und zack, nach dem Angriff vier Damage ins Gesicht und wir siegten.
Apropos Siegen, nächsten Samstag ist Hagen dran. Irgendwie fällt mir dazu das Wort “Fersengeld” ein. Der Sache werde ich nachgehen.
Have you seen it all??
— 19-04-2008 —
Einer der Gründe, wieso ich immer wieder und vor allem immer wieder gerne 2HG-Prereleases zocke, ist Christoph, mein 2HG-Partner in Crime seit dem Grand Prix Amsterdam Debakel im letzten Jahr (vom Grand Prix-Standpunkt aus betrachtet, weniger wegen unserer Performance) - eigentlich schon seit den Trials zu eben jenem Grand Prix und garantiert noch bis zur XXXten Edition.
Der andere Grund, wieso ich das 2-Köpfige dem 1-Köpfigen vorziehe, ist strategisch einfach und einfach strategisch. Es ist in kaum weniger Zeit möglich durch die schiere Kartenanzahl, die bei einer Partie 2HG über den Tisch wandert und dabei miteinander interagiert, einen besseren Eindruck vom Sealed-Format, ja vielleicht sogar von der ganzen Limited-Chose an sich, zu erhalten. An einer Partie sind nicht nur doppelt soviele Personen beteiligt, sondern mit ihnen steigt die Anzahl der Decks und letztlich die Karten selbst. Es ist fast so, als würde man zwei Pornos (hier stand mal “Tennisspiele” - ich werde alt) gleichzeitig gucken.
Entsprechend motiviert und mit der Hand lässig im Schritt ging es also heute gen Iserlohn, um im dortigen Fantasy Warehouse die Tabletop-Regale zu rocken. Bei nur vier 2HG-freundlichen Terminen in komplett Deutschland (also nicht nur hier, wo es kocht) ist die Auswahl letztlich nicht groß und da Christoph - leicht nachzuvollziehen - wenig Muße hatte wieder nach Rotterdam zu fahren, blieb es bei Iserlohn. Marcus und Marion, of Couchmagic-Fame und mit orangenen Kulis bewaffnet, begleiteten uns. Auch dies ein gern gesehenes und regelmäßiges Happening, obschon wir den obligatorischen Termin am Futtertrog nach dem Event cancelten. Christoph faselte entschuldigend etwas von BVB und DFB und da er fuhr, hatte er wortwörlich das Steuer in der Hand.
Im Store fanden sich sechs, gefühlte sieben, Teams ein und nach den handelsüblichen Startschwierigkeiten, der Auflösung des ein oder anderen Regelmythos, wurde direkt losgebaut. Da ich gleich noch was vorhabe (aka Damenbesuch) und Christoph eh fast den ganzen Pool Zuhause hat, damit er in der Halbzeitpause seiner Hausaufgabe nachgehen kann, überspringen wir geflissentlich den Teil mit dem Decks und den Pool und der Abnutzung meiner Cherry-Tastatur mit meines Erachtens zu vielen Zusatztasten (da ist eine mit einem “K” (nein, nicht die zwischen J und L) bei der ich nie verstand, was die macht - es passiert nichts, wenn man draufdrückt; noch nicht einmal in Kombination mit anderen Tasten…).
Grob umrissen zockte ich alles was schwarz war. Hybrid sei dank, ist das nicht gerade wenig. Spoiler gab es mit dem blauschwarzen 5-Mana-Mann (”Schauderfürst des Wandertriebs”), der Mitternachts-Todesfee und dem Vasall des Aschenmoors, aber erstaunlich wenig Removal. Ich gab den Plan Mono-B zu zocken auf, um mit drei strikt roten Karten (nix verwaschenes halt) der Gegner Kreaturen Herr zu werden. Christoph holte aus den Restfarben gleich 7 Removal-Spells, so dass seine und meine random Dorks nach rechts gedreht recht wirkungsvoll zu Gange waren.
Meine bisherigen hocherleuchteten Eindrücke von der Edition, quasi die Karten, die mir Freude bereiteten, sind Schicksalstransfer, die Geköderte Vogelscheuche und der Kettenbrecher. Sobald ich die englischen Namen runtertippen kann, ohne ständig nachschauen zu müssen, gibt es diese, vorher eben das, was ich von den Karten ablese — so nebenbei, war Deutschland nicht mal das Land der Dichter und Denker?? Wenn dem so ist, wieso klingen Namen wie “Wanderessig-Wurzelhacker” oder “Schotterkiemen-Axtkämpfer” wie mit Babelfish übersetzt?? Was ist überhaupt “Wanderessig”?? Und wieso steht auf der Karte “Die Wanderessig-Wurzelhacker kann von grünen Kreaturen nicht geblockt werden.” anstatt “Die W-W kann nicht von grünen Kreaturen geblockt werden.”??
Bereits im Lorwyn-Block überkam mich das ein oder andere Mal das Gefühl, dass bei der ein oder anderen Karte das ein oder andere falsch gelaufen ist. Auf den Tribal-Duals fehlt der “Tribal”-Type, der Kinsbaile Skirmisher hat kein Flash und gerade die kreaturenreichste Farbe hat nur zwei Changelings; das wirkt wie vorgelegt aber nicht abgezogen (Christoph erklärt euch bei einer Autofahrt mal, was das bedeutet). Ähnliche Gefühlsnuancen überkamen mich heute beim Prerelease (nur so schreibt man es richtig, copy&pasted noch heute!!), als ich zum Beispiel im Combat das Narbenschuppen Ritual spielen wollte. Was ja nicht ging, weil es eine Hexerei ist, wie der aufmerksamere der beiden Gegner (der ohne ADS) bemerkte. Weiterhin gibt es mir zu viele Hybrid-Karten-Cycle. Random farbige Hybrid-Kreatur, die von random andere Farbe nicht geblockt werden kann; die Hybrid-Auren, die Hybrid-”Götter”… Es wundert mich nicht, wenn die Anzahl der Hybrid-Karten im Set durch fünf teilbar wäre.
Wie ihr bereits merktet, gibt es zum eigentlichen Zock nicht viel zu sagen. Wir waren in einem Spiel unendlich flooded, so dass uns der Turn4 (random Elf suchte zuvor Land aus der Bib, roch wie der 2/2er für 3 Mana, nur dass dieser 1/1 für 3 ist) GR-Hybrid-Klotz von der Straße schob, weil wir erstaunlicherweise (wo ist die Statistik, wenn man sie braucht??) keinen der sieben Spells zogen, die dem Trampler ein Bein gestellt hätten. Der Rest wurde souverän gewonnen, so dass der zweite Platz und drei Booster abgegriffen wurden. Der Rucksack und ein T-Shirt wurden zufällig verlost, aber der Zufall meinte es besser mit jemand anderem. Lobend zu erwähnen: Trotz der sechs Teams wurden vier Runden gezockt.
Und morgen?? Da geht es weiter, in Köln, mit dem Christoph (weniger gut drauf, weil die Chancen für die Dortmunder weniger berauschend sein sollen), wenn wir das Playset “Brunnen vergiften” ziehen, dann wird das gezockt, wir werden damit gewinnen und ich werde davon berichten.
