140 und mehr
— 06-02-2010 —
Gerade eben den zweiten Teil von Handsomes Jund Primer editiert - geht in zwei Stunden online und es lohnt sich wach zu bleiben.
Zuvor ungesund ernährt und dabei “Moon” geschaut, der mich an “Up” erinnerte, den ich die Woche mit meinem Neffen sah. Grund dafür war, dass man nicht merkte, dass schon wieder anderthalb Stunden ins Land gezogen sind. Klare Definition von “kurzweilig”, auch wenn der Kleine wohl noch ein paar Jahre warten muss, bis wir uns den zusammen anschauen. Sam Rockwell kam mir bekannt vor, was an “Choke” liegt und an der Tatsache, dass ich seinen Namen immer mit Dean Stockwell verwechsele.
Mich mit Blick auf meine Magic-Karten Ordner nach dem Films gefragt (sie stehen halt direkt nicht unweit des Monitors), wann mich Wizards das letzte Mal so überrascht hat. Ravnica vermutlich; Lorwyn mit Abstrichen - eher Morningtide.
In Handsomes Primer auf einen seiner Twitter-Links geklickt. Dann auf den anderen. Dann selbst eingeloggt (dient nur der Namenssicherung; für MySpace kam ich zu spät, auf Facebook habe ich kein Facebock…) und mir angeschaut, was die Verfolgten so von sich geben. Klarer Favorit: Shit my Dad says.
Random Leute getweetstalked, erst in Berlin gelandet, dann im Intro Magazin, was mich an das relativ neue Album von Vampire Weekend erinnerte. Eine Google-Suche (”‘Bandname’ + ‘Albumtitel’ + blogspot”) und den ersten nicht-englisch klingenden Bloglink später, sind es noch 11 Minuten, bis die MP3s auf meiner Platte sind (es wird nicht lange dauern, bis sie da wieder runter sind).
Auch bei Intro eingeloggt, festgestellt, dass ich dort schon lange nicht mehr war, aber schon seit noch länger angemeldet bin. Sollte mal meine persönliche Top5 überarbeiten; “Charles&Eddie - Would I lie to You” würde einen hochrutschen, weil “Les Rythm Digitales - Sometimes” raus wäre. Stattdessen neu auf der 5: “Queens of the Stone Age - Another Love Song“.
Im Intro-Forum immer noch dieselben Knaben wie vor x Jahren. Will hier keine Namen nennen, aber viele kamen mir bekannt vor, auch viele Threads (was deren teilweise enorme Länger erklärt). Punkcows TV-Tips für die kommenden Tage zB. Ohne Farbfernsehgerät wird das zwar für mich eine graue Nummer, aber auch am TV-Programm hat sich nichts getan. Es scheint für Leute gemacht, die morgens nicht früh rausmüssen und gerade die - so das Klischee - interessiert die Art von TV-Programm nicht wirklich. Zum Abschalten.
PS: Dann lieber tumblen: Inpromtu.de
Kleiner Medienzirkus
— 22-03-2009 —
Schränken wir die Wortgewalt - gerade in diesen unruhigen Zeiten an diesem viel zu kühlen Sonntagmorgen (obschon ich gerade ein Vöglein zwitschern hörte) - ein wenig ein und verknappen uns dabei aufs Notwendigste.
Beginnen möchte ich mit einem aktuellen Selbstbildnis. Das Letzte ist schon etwas länger her und ich dachte mir, wir machen ein “Meme” draus (das ist so eine Art freiwilliger Gruppenzwang, wo jeder kann und alle sollen, aber niemand muss; sofern ein Blog vorhanden ist - also raus mit den Handycams!!).
Dieses Hemd…

Danach kann nur schwerlich besseres kommen, aber es geht.
Und noch ein wenig besser.
This man, so sympathisch…
Siehe auch
— 17-03-2009 —
Zwei kleine Happen habe ich da noch. Den einen vergaß ich beim letzten Male unrühmlicherdinge und von dem anderen erfuhr ich erst gestern Nacht.
So hat ein weiterer Berliner einen Blog: Christian von Kalkstein. Er begann dort mit ausführlichen (nicht soooo ausführlich wie bei dem anderen Berliner, dafür mit süßerer Füllung) Betrachtungen zum Grand Prix Hannover und ist gerade kurz vor dem zweiten Teil (aka Sonntag; hier holte er sich eine PTQ-Top8, ohne dass ich näheres weiß) eines entsprechenden Berichts.
Im weiteren Verlauf des Bloggeschehens stehen weitere Großveranstaltungen in Kombination mit Magic Online Lückenfüllern. YouTube-Videos leichtbekleideter tanzender Elfen hoffentlich nicht ausgeschlossen.
Prädikat: Sehr lesenswert (und im MTGPop zu haben)!!
Raus aus Deutschland über den roten Platz, am Ural vorbei, kurz in Tibet eine kleine Gedenkminute abgehalten, Japan geflissentlich ignoriert (da reichte mir Scarlett Johanssons Ass oder mit einigem Abstand, obv, der heutige Bericht vom Kenshin) und schon ist man in den Vereinigten Staaten.
Ein paar der dortigen Pros (Luis Scott-Vargas, Gerry Thompson, Josh Utter-Leyton; um nur ein paar zu Copy&Pasten) und Judges (Sean Catanese, Riki Hayashi, et alias) scheinen sich von ihren früheren Werkstätten (Blackborder.com oder StarCityGames) abgewendet zu haben (oder man tanzt auf mehreren Hochzeiten), um auf ChannelFireball.com hoffentlich mehr als nur den First-Turn-Kill hinzukriegen. Das Design ist ein wenig bedürftig (der gewöhnlichen Art) und abwechslungsreich, die Navigation ebenfalls, aber dafür reißt es der Inhalt raus.
Nach einigen Schmankerln zu Beginn des Monats scheint derzeit Sendepause zu sein, doch das könnte auch mit etwaigen Umbauarbeiten zu tun haben. Hoffen wir mal, dass sie an einen RSS-Feed denken.
Jetzt noch random unmagische Links.
- Give Me Something To Read - selektierte Texte für Pendler mit einem reichen Druckerkontingent; im Zusammenhang zu empfehlen: Readability
- The Edge Annual Question — 2009 - Random Fachmenschen beantworten die Frage: “What game-changing scientific ideas and developments do you expect to live to see?”
- Hobo Gestapo - Party Pictures im Stile von lastnightsparty (not your random Schwedinnen making out)
- I need another word for Vagina… - Und wieder ein Problem gelöst
Und Video
und Musik
und aus.
Übers Wochenende
— 15-03-2009 —
Als ich die Meldung las, dass in Hannover kein Preisgeld ausgeschüttet wird, dachte ich nur, hoffentlich läuft jetzt niemand Amok. Das würde Magic-Deutschland für immer auf das Niveau bringen, auf das sich PlanetMTG technisch befindet. Dann wundert mich auch nicht mehr, dass GerMagic so viele Besucher aus Italien anzieht. Das kann nicht nur an den clever verstreuten Suchbegriffen mit “P” liegen.
Ich nutzte das Wochenende mal wieder für Aktivitäten rund ums Internet (andere nennen es Arbeit) und so in den zu füllenden Pausen, schaute ich dem kameraverliebten Teardrop meines Erachtens zu oft ins Gesicht (er hat “Interview” vermutlich derart interpretiert, dass er den Laptop als “Zwischensicht” zu seinem Gesprächspartner nutzte) und natürlich unendliche Webseiten abgeklappert, alle mehr oder minder mit Magicbezug!!
Epic
Beginnen wir mit Epic. Es liegt nahe hier an “Fail” zu denken, doch die Macher hinter dem kürzlich erschienenen Spiel (zumindest auf den amerikanischen Kontinenten) sind recht bekannte Magic-Spieler (Robert Dougherty und Darwin Kastle;: beides Hall of Famer) und das Spiel selbst ist offensichtlich nicht zu weit von uns Bekanntem entfernt. Meines Erachtens ist das Spiel zumindest in seiner jetzigen Version das fehlende Glied in der nicht-existenten Kette zwischen Magic und Yu-Gi-Oh!
Wo “The Spoils” versuchte (ob die Vergangenheitsform hier korrekt ist, obschon sich Arcane Tinmen dem Spiel annahm - entscheidet selbst) zu clever zu sein, scheint mir Epic dank seiner einfachen Zugstruktur, den mangelnden Ressourcen (es gibt Mana o.ä.) und einem Kampfsystem, das dem von Magic 1 zu 1 gleicht, eben tatsächlich wie das Bastardkind aus Magic und dem asiatischen Spitzstachler.
Um jetzt doch noch zu einem Fail zu kommen, die Grafik ist ein Sammelsurium an solchen. So aus meiner Sicht halt. Erinnert mich irgendwie an eine Fernsehserie, die ganz schlecht und ganz alt war und die ich trotzdem schaute. Es ging um eine neuzeitliche Familie, die in der Frühzeit leben musste, so mit Neanderthalern und so. “Die Robinsons im Dino-Land” oder so ähnlich; schräge Sache das.
Für die turnierwütigen Spieler gibt es die obligatorischen (wie schon bei WoW oder The Spoils) ein paar 5k$ Events. Diese aber ebenfalls vorerst in den Staaten.
Foto Turnier Story
Als Webmaster vom DeckCheck komme ich verdammt weit rum, konnte mein Sprachgeschick pimpen und kenne entsprechend viele der größeren ausländischen Communities. Eine der Polnischen überraschte mich neulich mit einer Coverage in Comicform.
Jetzt kann ich kein polnisch, komme auch mit dem Google Translator nicht weit und das mit dem Photoshopfilter ist fernab großer Kunst, aber die Art und Weise wie sie es schafften, eine Coverage zu verpacken, finde ich verdammt gelungen und “erfrischend”.
Manapunkte

Wie viele Händler sicherlich wissen, gibt es eine Seite von Wizards extra für Sie. Ignoriert man die üblichen Holprigkeiten der deutschen Übersetzung (mein Favorit siehe rechts) steht da im Klartext in einer netten kleinen Broschüre, dass Wizards neue Spieler gegen kostenfreie Decks und sonstiges Promomaterial tauscht. Generell keine schlechte Idee, nur was ich mich frage, wie viele Shops machen das?? Das ist jetzt mehr so aus Neugierde heraus und dient keinesfalls dazu irgendwelche Händler zu diskreditieren.
Ein weiteres Highlight der Seite sind übrigens die fünf Manasymbole auf der rechten Seite. Ihr könnt da ja mal wagemutig draufklicken. Da kann ich schon verstehen, dass man Sideevent-Preise erhöhen muss, um einen derartigen Standard im Internet halten zu können. Vermutlich geht das Geld aber auch für den Server drauf, der gleichzeitig Magic Online betreibt und die 400GB Grafiken der offiziellen Webseite aushalten muss…
Zauberkünstler
Zu guter letzt noch ein richtiger Zauberkünstler. Klar, der Pischi schreit direkt Cheating, wird sich das Video 100mal anschauen, um den Knaben auch ja zu entlarven, bevor er gleichzeitig bei Wizards und dem Ordnungsamt anruft, weil so geht es wirklich nicht. Mhm, Ordnungsamt, Geldpreise, da klingelt doch was. Er wird doch nicht etwa mit der Stadt Hannover telefoniert haben…
Man beachte auch seine related Videos. Noch mehr Mythic Rares in noch kürzerer Zeit!!
And a Happy New Year…
— 31-12-2008 —
Wollte erst einen EoY-Rant verfassen, bin aber noch nicht betrunken genug, stattdessen random Spaß mit random Judges (die ausgenommen, die mich immer brav mit Informationen versorgen, was eh mehr sein könnten…):

“Die Adipositas-Gruppe “Schwarz-Weiß Enstedt” beim alljährlichen Look-a-like Treffen zur Jahreswende in der Mehrzweckhalle zu Neubruchhausen, Niedersachsen. Daniel D. (o.l.) aus Groß Bramstedt passte leider nicht mehr in sein Poloshirt und griff trotz der Querstreifen stattdessen zum “Freddy Krueger”-Kostüm aus dem letzten Fasching. Für musikalische Unterhaltung sorgte, wie schon im letzten Jahr, das “Jetzt Knallt's Entertainment”. Bisher ungeklärt: Wie der Mann von der RTFC-Security ins Bild kam.”
Wie viel Spaß man mit Judges und Google Maps haben kann…
So nebenbei, das Original-Bild aus der PMTG-Coverage ist satte 112kb schwer, das Bild oben hat nur ein Drittel davon (und die Judges sehen sogar ein wenig besser aus). Kein Wunder also, dass es Probleme mit dem Internet gab. Ich vermute ja, dass das Bild ganz zu Anfang des Triple-PTQs entstand, dann hochgeladen wurde und für die nächsten drei Tage die Internet-Tubes im nahegelegenen Umland blockierte, wie zu viel Spekulatius das Klo (unschöne Geschichte).
Naja, Zeit sich um meine eigene Röhren zu kümmern, nämlich die in die Alkohol reinfließt und die aus der der Alkohol wieder rauskommt. In diesem Sinne, bis übermorgen.
Im Land der verpassten Möglichkeiten
— 26-10-2008 —
Wir verließen unseren Held das letzte Mal, als er kurz davor war, sich in irgendeinem nicht näher definierten Land auf dem afrikanischen Kontinent von einer irgendwie nicht näher definierten Großbäuchigen genüsslich die Eichel veredeln zu lassen. Die Eichelveredelungsaktion verlief glücklicherweise nicht ganz reibungslos, in der Sahara enstand eine neue Oase, die Kamele freuen sich, die Palmen wedeln sanft im Wüstensturm, doch unser Held (that's me) ist bereits wieder in Deutschen Landen in geheimer Mission, um neue Untaten des trüben Trios aus Dreieich aufzudecken (bloß nicht zu verwechseln mit dem Trüby Trio, weil die machen supernice eclectic Jazz-Musik).
Als Sextoys-Händler (Toys für Adults halt) auf der Spiele-Messe in Essen und after having nice buttsex with a female elf, kam der Long (Name nicht geändert; Fake-Namen lagen der Redaktion zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht vor) zu mir an den Stand, kaufte komisches Latex-Material und berichtete davon, was in seinem Laden in Essen so ging. Immerhin fragte ich danach und er antwortete netterweise. Es ging natürlich nichts, zumindest nichts mit Magic-Bezug, dafür lief (eher rannte) das Geschäft mit den Yu-Gi-Oh!-Jüngern…
[kurzer Einschub]
Um das Rätsel mit der Popularität des Yu-Gi-Oh!-Spiels bei der Spieler-Basis (so um die 13, unrasiert, noch zwei Jahre bis zum ersten Alkohol- oder Drogenentzug verbleibend) gegenüber des Magic-Spiels zu lösen: es ist die Sprache. Yu-Gi-Oh! wird zum Großteil auf deutsch verteilt und eben gezockt und es gibt keine 262 Vokabeln (aka Special Abilties Schrägstrich Keyword Shizz) die man lernen muss, um auch nur halbwegs sinnvoll eine Karte nach rechts zu drehen.
Wieso wir früher doch mit Magic begonnen haben: Es gab nix anderes.
[Ende des kurzen Einschubs]
In einem unscheinbaren Nebensatz fragte mich der zuvor noch um Mengenrabatt für das Doppeldildo-Set (es wären ja zwei…) Feilschende, ob ich etwas von der “Store Challenge” gehört hätte. Ich hatte nicht und er klärte den Nebel meines Unwissens.
Die Store Challenge ist ein smoothes 2HG-Turnier am Sonntag der Pro Tour Berlin, wo eine handvoll verlesener Expert-Stores (falls es den Begriff noch gibt) ein Team aus zweifingervoll verlesenen Magic-Spielern zu einem Prestige-Event antreten lassen, in dem es um Booster und T-Shirts und einem im Laden signierenden Magic-Artist (ich tippe hier ja auf Franz Vohwinkel, weil der aus Wuppertal ist und die Anreise nicht so lang) und einem 2-Seiten Special über den Laden im Magic-Magazin und einem original Magic-Druckbogen (der muss auf der DM übrig geblieben sein). Ausschreibungen zur Store Challenge gab es bereits im August diesen Jahres.
Ich bin vielleicht offline nicht ganz so aktiv, wie ich gerne wäre, aber online habe ich meinen Schwengel im Teich, doch eine Store Challenge ist da noch nicht vorbeigeflossen. Zumal so eine Store Challenge und das Repräsentieren eines Stores, eine Mega-Möglichkeit für eine landesweite Turnierreihe gewesen wäre. Ein nettes kleines 2HG-Event, um dem Sieger-Team die Möglichkeit zu geben in Berlin im Namen des Shops mal kräftig auf die Kacke zu hauen.
Doch der Zug ist leider durchgefahren. Einfach so, ohne Halt, noch nicht einmal die Post hat er mitgenommen. Naja, fast. Der Ralph aus dem Auenland (Name aus Werbezwecken und weil es einfach eine supernette Aktion von ihm ist und damit die Hasbro-Brüder wissen, wo sie am Montag anrufen müssen, nicht geändert) gab dem Christoph und mir die Möglichkeit da eventuell doch aufzutauchen, wir müssten uns nur schnell (so bis heute halt) entscheiden und er täte seine Vitamin B-Pillen einwerfen. Aber leider wird das nichts, da es mir an Zeit mangelt (trotz der heutigen einen Stunde, die ich mit diesem Blogeintrag vertat). Ich darf dem Christoph nur nichts vom kostenlosen T-Shirt erzählen, weil er mich sonst kommenden Samstag höchstpersönlich von ‘ner Frau runterkratzt, um mich notfalls unter Gewaltanwendung bis in die Kapitale zu schleifen.
Heute also der letzte Tag der Spiele-Messe in Essen. Ich werde in Hemd und dunklen Schuhen an einem unscheinbaren Stand stehen, sächselnd frisch-importierte Silikon-Waren unters bedauernswerte Volk bringen und nebenbei darüber nachdenken, wem man die Schuld für diese doch recht offensichtliche Möglichkeit, die Turnierquote in den Stores zu erhöhen, in die ungeputzten Schuhe schieben könnte…
Evil entert eBay
— 12-10-2008 —
Trotz einer gewissen Standleitung ins weltweite Web, sind meine bisherigen Kontakte rund um den Internet-Handel von Einzelkarten eher als “bejungfraut” zu bezeichnen. Die gemachten Erfahrungen waren auch nie wirklich die besten. Als ich zB das letzte Mal etwas bei eBay ergatterte, dauerte es zu lange und die via E-mail mitbestellten Mouth of Ronom habe ich nie gesehen.
Doch jetzt habe ich einen Grund. Sein Name lautet Sarkhan Vol und da er foil ist, wird er nie das Innere eines meiner Decks erblicken. Da macht es für mich schon mehr Sinn andere damit zu beglücken, zumal mir das Gelegenheit bietet mein bestes Unwissen zum Thema abzulassen. Der Planeswalker hat natürlich eine Macke (einen später noch zu besprechenden Schnittfehler auf der linken oberen Frontseite; ich zog ihn so aus dem Booster und weinte innerlich, weil ich meinen vorzeitigen Ruhestand damit wohl in den Wind schießen kann).
Kommen wir vom Was zum Wie und Wo. Aus den Gesprächen Anderer konnte ich für das Wo gleich zwei Antworten finden: eBay & MagicKartenMarkt.de. Den MKM schloss ich direkt auch wieder aus, weil ich es damit mal versuchte und mir die Sache recht unbenutzbar vorkam. Ich schickte hilfsbereit eine Mail an die Knaben, doch wurden meine Vorschläge mehr belächelt (eher verlacht) als in die Tat umgesetzt (was nicht zwingend ein Muss ist, aber man hätte mich wenigstens belügen können, so wie ich das immer mache, wenn mir Vorschläge zu GerMagic geschickt werden).
Also eBay. Dort ist bereits seit dem 1sten April 1999 ein Account vorhanden (guess my name), was mich nicht nur verdammt alt macht, sondern auch verdammt inaktiv, wenn man bedenkt, dass auf über 9 Jahre nur 33 Punkte entfallen (was auch immer ein Punkt ist; ich bin nicht wirklich interessiert). Ein weiterer Grund für eBay sind die Last-Minute-Deppen, die im Alk-Vollrausch Sekunden vor Auktionsende untypische Summen in den Rechner hacken. Da ist mir der MKM in vielerlei Hinsicht zu starr.
Ich logge mich ein, nachdem ich mir mein Passwort habe zuschicken lassen und will verkaufen. Ergo klicke ich in dem Menü links auf “Artikel verkaufen”, der mich zu einer Übersicht meiner noch nicht verkauften, meiner bereits verkauften und der eventuell vorbereiteten Verkäufe bringt. Nirgends ein Link, um einen neuen Artikel zu verkaufen. Ich versuche es mit der alten Ansicht (immer dieser Beta-Shizz halt), werde aber nicht fündiger (höchsten pfundiger, weil ich nebenher Oblaten-Lebkuchen mit Schokoüberzug futtere).
In gelb auf weiß erblicke ich einen 3-Punkte-Plan, der mich das Artikel verkaufen lehren soll. Lehrbedürftig wie ich bin, gehe ich Schritt für Schritt durch. Ein Verkäuferkonto (Punkt 1) habe ich bereits (keine Ahnung in welchem Jahrhundert das angelegt wurde), ein PayPal-Konto (Punkt 2) ist nur optional, wäre aber vorhanden und Punkt 3 lädt mich dazu ein, das Verkaufsformular auszufüllen. Wenn ich es doch nur fände.
Ich beschließe “Mein eBay” sein eBay sein zu lassen und kümmere mich kurz um meine Wäsche. Die muss aufgehangen werden. Wenigstens da weiß ich, wie das geht. Als ich zum Rechner zurückkehre und die eBay-Seite ein weiteres Mal an diesem Tage aufsuche, fällt mein Blick auf die rechte obere Seite. Da ist ein kleines unscheinbares Menü mit den Punkten “Kaufen, Verkaufen, Mein eBay, Community, Hilfe”. Ich habe leichte Zweifel, klicke aber dennoch auf “Verkaufen” und lande nicht, wie erwartet, wieder im “Mein eBay”-Informationsmenü für meine noch nicht, aber bitte bitte sehr bald getätigten Verkäufe (naja, dem einen halt). Lange macht es der Sarkhan Vol nicht mehr an der Spitze der zu kaufenden Karten. Stattdessen das Verkaufsformular. In mir jubelt und jucheet es, so von wegen Freude und Götterfunken und es kann weitergehen.
Erstmalige Verkäufer dürfen an dieser Stelle ein kleines Telefongespräch einfügen. So zur Verifizierung irgendwelcher Daten. Ich vergaß welche. Meine Telefon-Pin habe ich ebenfalls vergessen, hoffe aber, dass ich zur Not einfach noch mal angerufen werde. Die Telefonstimme war nicht weiblich. Das würde ich überarbeiten lassen.
Das 3-Minuten-Formular für Schnelle erscheint mir genau das richtige zu sein. Ist ja nicht so, als hätte ich mit dem Rest der Seite nicht schon genug Zeit vertrödelt.
1. Artikelbezeichnung
Damit kenne ich mich aus. Ist quasi wie der Blogtitel für einen noch zu schreibenden Blogeintrag, nur geht es weniger darum sexistisch und wortwitzelnd dazustehen, sondern dem geneigten Käufer und etwaigen Suchern genug auf die Kralle zu geben, dass sie gar nicht anders können, als den Mauszeiger über die Worte zu schieben. 55 Zeichen sind eine Ansage und “Sarkhan Vol foil - Mythic Rare Shards of Alara englisch” eine punktlandende Aussage. Es fehlt mir nur das “Planeswalker” aber dafür ist in der Artikelbeschreibung noch genug Platz. Man sollte darauf achten Worte in die Bezeichnung zu packen, die man selbst verwenden würde, um nach dem Artikel zu suchen. Denn wenn man es selbst nicht findet, wie sollen es dann die anderen??
2. Wahl der Kategorie
Mein Pfad durch das Kategorien-Labyrinth: “Sammeln & Seltenes > Trading Cards > Magic > Sonderkarten, Foils”. Die ganzen Foilfanatiker werden schon wissen, wo sie zu suchen haben. Dachte ich. Im Nachhinein - also mit mehr als 15 Minuten eBay-Erfahrung - hätte ich mich wohl für “In Print” entscheiden sollen, da sich niemand einen rechten Bären schert, wo man was platziert.
3. Bilder
Klar, das Gatherer-Bild geht immer. Da der Sarkhan Vol zum einen aber eine Macke hat und zum anderen noch foil ist, macht es vielleicht mehr Sinn, die Digicam zu zücken. Es empfiehlt sich darauf zu achten, dass keine reflektierenden Genitalien zu sehen sind. Es sollte auch nicht das “Wo ist der Planeswalker”-Suchbild werden. Ich machte fanatische zweihundert Bilder und wollte mich dann letztlich doch gegen eins entscheiden, wo ich den Ex-Weltenwanderer extravagant mit GerMagic-Buttons und Graskrümeln ausstaffiert hatte, und mehr für eins, wo man sich den Makel genau anschauen kann. Beides klappte nicht. Also bleibt's beim Gatherer-Bild und detailreichen Beschreibungen im nächsten Punkt.
4. Artikelbeschreibung
Nothing too fancy, wie der Volksmund weiß. Ich lasse die Kuh im Dorf, die Bäuerin im Stroh und zücke nicht so oft den GerMagic-Joker. Die zu ersteigernde Karte wird umfangreich beschrieben, die Versand-Klamotten ausklamüsert und an jeder zweiten Stelle erwähnt, dass es ein Privatverkauf ist, ihr mich mit eurem Widerspruchsrecht mal am Analtrakt könnt und die einzige Gewährleistung, die ich gebe, die ist, dass ich liefere, wenn ihr zahlt und ich nicht liefere, wenn ihr nicht zahlt.
Ich war versucht, die Karte mit einem fingiertem Draftbericht auszuschmücken, so von wegen dritter Booster, First Pick, dann doch alle fünf Farben und alles geowned und Stock aunomma, aber mir fehlt die Muße, und die Muse hat sich erst für nach 21 Uhr angekündigt.
5. Preis & Gültigkeit & Porto
Mir gefällt die 1-Euro-Nummer, also wird an diesem Rad nicht gedreht. Da heute Sonntag ist und Sonntag abends genug nichts im TV kommt, auf das genug Leute vor dem Monitor statt vor der Glotze hängen, lasse ich auch die 7 Tage vor- und festeingestellt. Es bleibt zu hoffen, dass der erwartete Preisverfall für den Fires of Yavimaya-Verschnitt nicht zu schnell voranschreitet.
Beim Porto vertraue ich auf die Deutsche Post und bin mit 1 Euro recht zufrieden. Wer mehr will, kann dies via Mail mit mir absprechend. Das erwähnte ich irgendwo in der Artikel-Beschreibung. Ein guter Tipp in diesem Zusammenhang sind die kostenfreien Postkarten, die immer ganz gerne in Cafes und Kneipen aushängen. Dazwischen füht sich eine Einzelkarte gleich noch ein wenig wohlerer. Es wird auch nicht zu eng im Briefumschlag.
6. Zahlungsmethode
An meinen Bankdaten muss ich nicht rumspielen, da sich diese innerhalb der letzten 9 Jahren nicht geändert hat. Sehr vorteilhaft das. Paypal habe ich zwar auch, aber das habe ich noch seltener genutzt als eBay.
Ja, das war es fast. Das fertige Ergebnis ist nun zu bestaunen (und selbstredend zu bebieten) und für mich (so für die nächsten Male) bleibt nur noch die Frage an die ganzen eBay-Cracks im Lande, was ihr besser gemacht hättet??
Prerelease-Alternativ-Programm
— 27-09-2008 —
Nicht, dass es wirklich eine Entschuldigung gäbe, aber solltet ihr - zB arbeitsbedingt, oder weil die Frau und so und mecker, oder weil ihr mit Frau und Kindern gar im Urlaub seid (huhu Christoph) - nicht in der Lage sein an diesem Wochenende (oder mindestens einem der beide Tage) ein Prerelease zu besuchen, dann habe ich hier ein kleines zeitfüllendes Alternativprogramm am Start. Handverlesen, delikat bis abwechslungsreich und irgendwo sind auch Titten. Ich schwör!!
Zuerst mal was für Bildschirmleser (oder, wenn ihr auf der Arbeit sitzt, besser ausdrucken). So las ich die Tage den (leider, da sehr empfehlens- und lesenswert) bisher einzig übersetzten Roman der japanischen Autorin Hiromi Kawakami - “Der Himmel ist blau, die Erde ist weiß” - und eine Google-Suche später noch die Kurzgeschichte “Mogera Wogura” im Paris Review. Von der Neugierde getrieben offenbarten sich drei Klicks weiter noch drei weitere Kurzgeschichten auf eben jener Seite, die allesamt für den National Magazine Award in Fiction nominiert wurden (wen auch immer das beeindruckt):
• “Monsieur Kalashnikov” by André Aciman
• “Speak No Evil” by Uzodinma Iweala
• “Icebergs” by Alistair Morgan
Zugegeben, das war einfach. Komplizierter dann schon die Hoshi Saga. In gleich drei Teilen (frisch erhältlich, der Dritte, weswegen ich erst und so) geht es darum solange in dem Flash-Filmchen rumzuklicken, zu schieben, zu machen und zu tun, bis sich ein Stern offenbart, oder dieser zusammengebastelt ist. Sei es, dass man Farbe auf den Boden tröpfeln lässt, einem hängenden Mann in die Weichteile greift, wie wild auf Zahlen klickt, während sich im Hintergrund eine Frau zehn T-Shirts auszieht, oder einfach abwartet, bis kleine Käfer das mit dem Stern erledigen. In insgesamt über 100 Puzzlen, ist das abwechslungsreich und sehr oft verdammt clever bis Haare raufend.
Zurück zum Lesestoff. Ein Artikel aus dem Harper's Magazine mit den Schlagwörtern: “Cookery; Pornography; Production and direction; Sex in television; Television” und dem Titel “Debbie does salad: The Food Network at the frontiers of pornography“. Leider ist das einzige Bild eins mit vier Herren um einen Eßtisch rum. In eine nicht unähnliche Schiene (weniger des Porn, denn mehr der Offenbarung wegen) fällt “Tom's Essay” von Suzanne Vega. Hierin beschreibt die Musikerin, wie sie zu ihrem Hit Tom's Diner kam.
Zur Abwechslung ein paar bewegte Bilder:
Eine Rede vom Wissenschaftler Roy Beck aus dem Jahr 2006, der erklärt, wieso Immigration in den USA nicht zu befürworten ist.
Das Video “Tarantino's Mind“, das ich zwar schon mal verlinkte, das aber immer und immer wieder verlinkt werden müsste.
Werbeclips bekannter Regisseure - so quasi für den kleinen Hunger zwischendurch.
Und letztlich ein Video zu “LittleBigPlanet”, das mich wünschen lässt, doch mehr PC-Games zu zocken und Win98 endlich gegen etwas zu tauschen, das keine zehn Jahre alt ist (wer auf Computer Graphic Animations steht (also jetzt so wirklich und richtig und vor allem auch mit den Hintergründen etwas anzufangen weiß), für den könnten die 2008 Siggraph Papers etwas sein; mir war das alles zu technisch).
Bleiben stehende Bilder. Zuerst ein wenig Mode mit Cecilia [Warning: Here be Nipples], danach ins amerikanische Geschichts-Bilderbuch der Erotik zum Spanier Adolf, dem Franzosen Guillaum Bresson, einer cleveren Idee, um Geld zu sammeln und letztlich den 20 Printings “Death of Field, Greetings from Los Angeles.“, die ich blind gegen meine Power 9 tauschen würde, wenn ich eine hätte.
Musik gibt es in den anderen Blogs. Wobei, wer wirklich nicht anders kann, kann sich an einem Remix zum Radiohead-Song “Reckoner” versuchen, oder lesen, wieso aus Muxtape leider leider nichts wird. Wer Muxtape nicht kennt, es war eine sehr gut gemachte virtuelle Lösung für MP3-Mixtapes, die die RIAA nicht wollte. Als selbst zu hostende Alternativ sei noch Opentape erwähnt.
Evil empfiehlt
— 17-09-2008 —
Am Samstag steht das für mich letzte Turnier im derzeitigen Standard an. Entsprechend kam ich auf die Idee, die uns verlassenden Editionen mit einem Querschnitt-Deck aus Coldsnap und dem Time Spiral Block zu ehren und das Turnier in Dortmund ratinggefährdend und Spaß habend über die Bühne zu bringen. Das Deck spielt derzeit noch einen Frenetic Sliver. Als einzigen Sliver. Nope, noch nicht mal Changelings. Mistform Ultimus war verlockend, aber der ist mir zu untätig. Genauere Zutaten des Haufens eventuell später. Den Titel verrate ich aber schon:
“Something the Cat drug in”
Das ist aus einem Buch von Kurt Vonnegut. Genauer gesagt, aus dem Roman “Timequake”. Es war peinlicherdinge der erste Roman von ihm, den ich las und das erst letzte Woche, aber es wird nicht der letzte gewesen sein. Kann jemand etwas empfehlen, abgesehen vom obviösen Schlachthaus??
Das Turnier in Dortmund ist für mich deswegen das letzte im entgleitenden Standard-Format, weil obschon Dülmen eine Woche später lockt, meine Anwesenheit woanders gebraucht wird: Ich judge mal wieder ein Prerelease. Oh joy!!
Ohne es zu Pischner-like werden zu lassen, aber die von mir entrichteten Prereleases sind schon eine Reise wert. Behaupten zumindest die Leute, die teilnahmen und die müssen es ja wissen, weil sie nicht selten anreisten, damals im CD-Shop so zu 9th Edition und später Zeiten.
Gezockt wird ab 11 Uhr im Club in Heiligenhaus (wir sparen uns das mit den Fuffies, es wird nur 19 Euro kosten), alle sollten kommen, einige werden es dann auch tun und eben jene sollten sich voranmelden, da der Platz auf 32 Mann plus meinem Hintern (faktisch also 33 1/3tel) beschränkt ist. Anmeldungen wahlweise bei mir oder via E-Mail beim Jörg (nicht, dass ich etwas anderes machen werde, als die Anmeldungen weiterzuleiten).
“Wie haben 80-Jährige Sex?? Sie macht einen Handstand und er hängt ihn rein.”
Aus “Wolke 9“. Vorhin gesehen, ebenfalls sehr zu empfehlen. Witzigerweise waren zwei Gruppen älterer Damen mit im Lichtspielhaus (immer diese Nachmittagsvorstellungen), so dass es, wenn schon nicht durch den Film, der eher gen sehenswerter Melancholie schwankte, durch die Zwischenbemerkungen eben jener Betagten sehr amüsant war. So sah man gerade, wie die Hauptdarstellerin sich einen ihrer zwei Männer für ein Nümmerchen griff, als eine der Damen in der Reihe hinter mir in die Runde fragte, ob nicht jemandem die Frau bekannt vorkäme. Es gab sogar den Anfangsbuchstaben für die etwas Senileren (”… irgendwas mit W…”), während ich ein “lol” vertonte.
Nach Prerelease und Granny Porn kommt passenderweise die Launch Party am 3ten Oktober. Ebenfalls mit mir am Richtertisch und in Robe und ebenfalls in Heiligenhaus und völlig frei auch nur der kleinsten patriotischen Aktion. Sollte ich zufällig die Nationalhymne versuchen zu rülpsen, wäre es eben genau das, nur ein Zufall (und nebenbei unanständig und unhöflich und somit zu weit weg von der Tagesagenda).
“You were sick, but now you are well again, and there's work to do.” — ‘Timequake’ - K. Vonnegut
Was wirklich geschah…
— 17-08-2008 —
Ich hatte kaum den letzten Blog-Eintrag veröffentlicht und mich mit der Absicht vom Rechner abgewandt, für ein paar Stunden in der Obhut der beiden Schröder-Schwestern (ihreszeichens Musik-Studentinnen (7tes Semester; Master-Studiengang an der Folkwang) und nymphoman wie Sodom mal Gomorrha zum Quadrat) zu verweilen, um mich danach in den unterstützenden Kommentaren zu sonnen, als es - mein Hintern hatte kaum das Stuhlpolster entrührt - klingelte. Es war das Telefon und ich ging schauen, wer denn wohl. Aber trotz ISDN-Späße keine Nummer. Nicht nur das, auch nach der Abnahme des Hörers weder Stimme noch Stöhnen (die Schröder-Schwestern können es manchmal kaum erwarten). Also legte ich auf.
Dann ging es Schlag auf Schlag. Plötzlich stand eine Horde Männer in schwarz-weiß gestreiften Judge-Shirts in meinem Appartment, die sich gerade durch körperliche Eigenschaften (man denke mehr an McFit denn an McDonalds) von den von mir bekannten Judges (naja, Magic-Spieler im Allgemeinen) unterschied. Noch ehe ich wegen Unsporting Conduct und Assault den Head-Judge appealen konnte, machte mein Kopf unangenehme Bekanntschaft mit einem harten Gegenstand der eher beulenverursachenden Sorte und mir gingen die Lichter aus.
Als ich erwachte, war es immer noch dunkel. Also machte ich die Augen auf und siehe da, ich befand mich in Dreieich, genauer in der Hasbro Deutschland-Zentrale, dritter Stock, Abteilung “WotC Organized Play” (derzeit nur Magic, andere Spiele setzen sich auf dem deutschsprachigen Markt nie lange genug durch, um es vom zweiten Stock (hier werden arme Expert Stores dazu geknechtet die non-Magic Produkte zu verkaufen, wenn sie ihren Status denn behalten wollen) in den erwähnten Dritten zu schaffen). Da war ich nun, besser saß ich nun, an einem Tisch und mir gegenüber das tumbe Trio; allen voran Ingo Muhs, deneben Matthias Kubiak und Oliver Knaup. Ingo war derjenige der meine offenen Augen richtig deutete und begann mir ins Gesicht zu schreien.
Wie ich denn und was ich mir denn und man hätte mich ja schon länger und einzig die Tatsache, dass ich mal mit der Frau des Bosses und die wäre ja jetzt auch und Tropfen und Steine (ich so: “Hagel??”; er so: “nein, heiße”) und so weiter und so fort.
Ich schaute offensichtlich verdutzt, also weihte man mich wie in einem guten Agentenstreifen ein. Netterweise weniger schreiend, dafür zeitweise alle drei auf einmal.
Fakt wäre, Magic ist tot; in Deutschland, Österreich und in Bälde auch in der Schweiz. Es sei unaufhaltbar, aber damit die drei Knaben, die mir all das flüsterten, nicht zurück in die Duelmasters-Playtest-Abteilung abgeschoben würden, müsste man eben international so tun als ob. Ergo, die crappy Site (mtg.de), ergo, der Witz an Nationals Nebenprogramm und ergo, Andreas Pischner. Hier wurde ich hellhörig. Meine Augen leuchteten nicht mehr, sie mussten gebrannt haben, denn plötzlich lachte Matthias Kubiak auf und gab mir eine Tour durch die höllischen Machenschaften, mit denen die deutschsprachige Community in den letzten drei Jahren gebeutelt wurde.
Zuerst versuchte man es mit verkehrter Psychologie. Man kaufte sich Christopher Eucken (ein Schnäppchen, wie man mir garantierte und wie ich gerne glaubte) und wollte mit ihm als Anti-Spieler dafür sorgen, dass Leute mehr Magic spielen, weil niemand so werden wollte wie er, was man ja wird, wenn man wenig und/oder sehr schlecht zockt. Der Plan schlug offensichtlich fehl. Genosse Eucken hatte kurz nach dem Shakehands mit TrashT einen Höhenflug, tickte völlig aus und sah alles (vor allem die DCI-Ratingliste) verkehrt rum. Mittlerweile ist er geistig und körperlich ausgebrannt, dümpelt nur noch so rum und belästigt immer seltener das Internet.
Also brauchte man einen Plan B, oder besser einen Plan P, den man in der Gestalt des Andreas Pischner zu finden gedachte. Auch er wurde gekauft (”Da reicht monatlich ein random Planeshift Themendeck und der Knabe ist glücklich - die Wiederholungen bemerkt der nie” - Zitat Ingo M.) und ruhig in die Ecke seiner Berliner Wohnung gestellt, damit die drei aus Dreieich selbst in die virtuelle Haut des Andy P. schlüpfen konnten, um durch gesteigerte Aktivitäten im Internet ihren Job zu behalten.
Nun machte alles einen Sinn. Der Pischnersche Output war immer derart groß, dass ich glaubte, er schriebe für drei (ist es doch genau umgekehrt!!). Ebenso die Pischnersche Omnipräsenz, als würde er auf drei Seiten gleichzeitig Surfen und Kommentieren.
Tja, und ich sei nun Scooby Doo und seine Bande und brächte alles durch mein kleines gallisches Dorf namens GerMagic durcheinander. Man wollte mir schon länger den Saft abdrehen, aber ich verstoß kaum gegen geltendes Recht, hatte, wie erwähnt, die Frau des Bosses am Sack (”eher sie mich”, wie ich korrigierend einwarf) und der DeckCheck sei zu groß, um ihn einfach so aus dem Äther zu husten. Mich kaufen hatte ebenfalls keinen Sinn (da halte ich es wie Diogenes), also bliebe nur ein Ausweg, sie wollten auch meinen Platz einnehmen und aus GerMagic einen willenlosen Zombie machen, wie sie es bereits aus PlanetMTG gemacht hätten, auf dem sie Artikel aus dem Dojo Archiv recycleten.
Ich schluckte. Ich schluckte hörbar ein zweites und ein drittes Mal, um mir Zeit zu verschaffen und, um die Sache noch mehr nach einem trashigen Agentenfilm aussehen zu lassen. Um uns herum befand sich nicht viel. Ein PC hier und da, ein signiertes David Hasselhoff Poster, eine Deutschlandkarte mit einem Kalender dicht dran, an denen offensichtlich die PTQ-Orte und Termine mit Dartpfeilen “organisiert” wurden und, hier leuchteten meine Augen erneut, ein Spieltisch. Einer dieser Papptische, wie man sie aus Expertstores kennt. So einer mit unzähligen Tippfehlern (Google Translate lässt grüßen) und Kreisen für zwanzig Lebenspunkte und kleinen rechteckigen Feldern, um Yu-Gi-Oh!-Spieler auf den richtigen Pfad zu bringen. Selten mit Erfolg.
Nun redete ich zur Abwechslung und schlug den dreien ein Abschiedsspiel vor. Sie gegen mich, Best-of-1, sie durften die Decks stellen, ich durfte entscheiden ob ich beginnen oder eine Karte ziehen wollte. Einzige Bedingung an mein Deck: weißrandige Mountains (wenn schon draufgehen, dann wenigstens stilvoll!!)
Sie überlegten nicht lange und gingen auf meinen letzten Wunsch ein. Eigentlich wäre mal wieder ein Pischner-Foren-Eintrag fällig gewesen (das erklärte die Abwesenheit einer der Drei alle fünf Minuten während der letzten zwei Stunden meines “Besuchs”), aber die Welt wird wohl auch ohne auskommen.
Die Drei schoben ein paar Karten hin und her, öffneten Schubladen, holten Decks hervor, sleevten wie wild rum, einer sprach kurz in ein Walkie-Talkie, ein anderer checkte seine Mails, man schob mir einen Kaffee hin und nach gefühlten wie realen zwanzig Minuten hatten sie vier Stapel vor sich liegen und “eine Überraschung parat”, wie sie groß ankündigten. Ich begutachtete mein Deck (55 weißrandige Mountains, 1 rotrandige Plains, 4 Squire) in Pokemon-Hüllen (ungefähr so ausgelutscht und durchgeweicht, als hätte man sie aus den Mülleimer eines Porno-Film-Sets gezogen) und machte mich auf eine Menge Mulligans gefasst, als Justus Rönnau den Raum betrat.
Er war einer der aufstrebensten Level 3 (oder war er gar schon 4) Judges aus Deutschland bis er eines Tages wie vom Erdboden verschluckt (wohl durch die ebenfalls Hasbro-affine Marionette Paluschke ersetzt) noch nicht mal mehr in Dülmen auftauchte. Stilecht im rot-schwarzen Shirt wurde er als Head-Judge vorgestellt. Eine Hausregel des dritten Stocks besagt, dass alle Spiele von einem offiziellen Judge überwacht und nach offiziellen Regeln gespielt werden müssten.
Es konnte also losgehen. Ich mischte meinen Witz von Deck, präsentierte und bekam meinerseits drei Decks präsentiert. Obschon es gar nicht meine Art ist, pileshuffelte ich jeden Haufen in 5-er Piles und beim zweiten Deck wollten sich nicht so ganz fünf Haufen zu je 12 Karten machen lassen. Eine Karte fehlte. Ich zählte erneut, ließ Justus zählen, wir checkten kurz, ob die Karte vielleicht in einem der anderen Decks war (sie nutzten alle unterschiedliche Hüllenmotive; angefangen von Akroma über den Lotus bis zu dem Kartenrücken, von dem eben genau eine fehlte), aber ohne Erfolg. Justus rulte entsprechend mit einem Game Loss für das Trio und ich hatte gewonnen.
Im Trubel der entstand, die drei diskutierten wild und angestrengt mit dem Judge, machte ich mich aus dem Staub. Durch die Tür, rechts (vielleicht auch links), den Gang runter, am Aufzug vorbei (der würde nur meinen Standort verraten) die Treppen suchend und findend, dann runter, zu weit, plötzlich im Keller (stand zumindest an der Wand), Schritte über mir, also doch rein in den Keller.
Hier sah ich viele Türen alle mit einem vergitterten Sichtfenster, aus einigen drangen Stimmen, die meine Bewegung mitbekommen hatten. Ich lief durch das Stimmengewirr, vermeinte irgendwo ein oft nicht mehr ganz so kraftvolles “Bauernsalat” gefolgt von einem vereinzelten “Lü” zu hören, hatte aber keine Zeit, um meine Befürchtungen zu verifizieren. Weiter ging es, nur wohin?? Vor mir erschien eine Tür völlig ohne Sichtfenster, dafür aber mit einem Magnetkartenleser zum Öffnen. Da wäre mir ein Sichtfenster fast lieber gewesen. Da ich nichts anderes hatte, nahm ich die 60ste Karte, die mir vorher bereits zum Sieg verholfen hatte, und zog sie durch die Apparatur. Siehe da, die Tür öffnete sich. Ich drehte die Karte kurz um, um mir das Bild anzuschauen und es war ein Voltaic Key. Nice One!! Ich also ab durch die Tür und durch das unterirdische Parkhaus in die Freiheit.
Freiheit ist leider nicht ganz korrekt, verbrachte ich doch den Monat damit im Untergrund, dank diverser Magic-Connections zum Beispiel nach Brasilien, Japan und Ratingen-Lintorf, durch die Weltgeschichte zu reisen, um bald hier bald dort einen Draft zu zocken und wieder Herr über GerMagic zu werden. Das teuflische Trio hatte bereits meinen Web-Account sowie sämtliche E-Mail-Accounts geknackt (das Passwort “Pussyjuice” wollte nirgends mehr so recht) und tourte nun auch als “EvilBernd” durch das deutsche Netz, euch allen Sand auf die Augen streuend (die Kommentare zum letzten Blog-Eintrag wurden zB fast schon chinesisch olympionik zensiert).
Nun weile ich fernab des WotC'schen Zugriffs auf dem einzigen Kontinent auf dem sie sich noch nicht ausbreiteten und lasse mir gleich kurz von einer Großbäuchigen die Eichel veredeln (ein eher zweifelhaftes aber willkommenes Begrüßungs-Ritual), um danach mit dem Medizinmann (zugleich ein fescher Computer-Hacker) weitere Teile des GerMagic-Imperiums zurückzuerobern und gegen weitere Angriffe aus der Hasbro.de-Zentrale gefeit zu machen.
