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Heart-On

— 14-02-2010 —

Meiner Blase hatte ich es zu verdanken, dass aus dem “Oh yeah, heute steht mal weder Turnier, noch Kirche, noch Sleepover an, da lässt sich smooth ausschlafen” ein “Hey, wach auf du fauler Sack, du bist noch zu jung für ein Wasserbett” wurde und dies bereits um kurz vor 9. Ich also raus aus dem Schlaf, raus aus dem Bett, rein in die Nasszelle, rein in die Klamotten vom Vortag (netterweise braucht die Nase etwas länger, um aus den Federn zu kommen), eine Cap auf den Kopp und raus in den Schnee.

Schnee. Überall. Teilweise sogar noch in der Luft, aber zu oft und zu verlockend auf den vielen geparkten Autos, die sich vor meinem inneren Auge in Leinwände auf vier Rädern verwandelten. Nur was zeichnen?? Ich dachte direkt an Peace-Zeichen, die eine nette Abwechslung zu dem eher rechtsgerichteten Gedankengut wären, das sich sonst so auf den beschneiten Windschutzscheiben in der Gegend finden lässt. Um dabei nicht unfreiwillig Werbung für eine Stuttgarter Autofirma zu machen (Wie waren eigentlich die Verkaufszahlen von Mercedes im Sommer der Liebe?? Bei der Art von prädestiniertem Branding und den Möglichkeiten, die sich mit dem Stern bieten, ist es eigentlich verwunderlich, dass das Auto der Hippies der buntbemalte VW-Bus wurde… Ich schweife ab.), brauchte ich ein Negativ-Modell (spätere Recherchen im Internet zeigten, dass das Peace-Zeichen ein “männlicher”, weil dreibeiniger Mercedes-Stern ist).

Es gibt in meiner Gegend (”, meine Straße, mein Zuhause, mein Block…”) natürlich keinen einzigen Benz (nur zu viele Opel, was wohl das erwähnte Gedankengut erklärt, wenn ich mir deren Logo so näher betrachte), und wenn hätte ich ihn unter dem Schnee garantiert nicht erkannt. Also verwarf ich den Weltfrieden-Gedanken, den man Sonntag morgens kurz vor 9 halt so hat und kramte in meinem Oberstübchen nach einer passenden Alternative. Selbiges war durch die vorherrschende Kälte bereits im Aufwachmodus und ein Gedanke schlich sich auf leisen Sohlen in die Aufmerksamkeitszentrale: “Valentinstag”; zu einfach fast schon.

Um nicht zu auffällig zu wirken - es gibt hier einige schlafgestörte alte Damen mit einem Kissen vor dem stets-geöffneten Fenster, einem nervösen Zeigefinger und einer wählbereiten Drehscheibe (japp, so alt) - beschränkte ich mich bei meinem Soft-Vandalismus auf eindeutig weibliche Fahrzeuge (einem Ford Ka, den ich sogar unterm Schnee erkannte, und zwei weiteren Kleinwagen mit hellblauer Lackierung; sowie einen dritten Wagen dieser Art, auf dessen Stoßstange ein Regenbogen unter dem Schnee hervorlugte) und malte diesen schwungvoll Herzen (”erst den Vogel, dann das V”) a-front. Sinn dieser Übung war, wenn schon nicht für Weltfrieden zu parolisieren, dann doch wenigstens für ein bisschen intimes Gekuschel, da ich mir dachte, dass jeder halbwegs intelligente Mann ohne zu zögern den Credit für diese Aktion übernehmen wird und weiß, wie er sich dafür zu entlohnen hat. Go for it Boys!!

Wenn ihr mich aber jetzt entschuldigt, der Darjeeling hat Betriebstemperatur erreicht, da ist ein Ei auf dem besten Wege geköpft zu werden und diverse Rosinenbrötchen warten nur darauf bei lebendigem Leibe verspeist zu werden.

PS: Linkliebe: Silent Night Mix by Whyte Oktober (Februar wäre jetzt um so vieles passender gewesen) — für Musikfreunde mit eklektischem Musikgeschmack, wobei ich nach einer halben Stunde immer zum Anfang zurückspule; ich bin da eher der Kopfnicker and I like dem juicy beats…

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140 und mehr

— 06-02-2010 —

Gerade eben den zweiten Teil von Handsomes Jund Primer editiert - geht in zwei Stunden online und es lohnt sich wach zu bleiben.

Zuvor ungesund ernährt und dabei “Moon” geschaut, der mich an “Up” erinnerte, den ich die Woche mit meinem Neffen sah. Grund dafür war, dass man nicht merkte, dass schon wieder anderthalb Stunden ins Land gezogen sind. Klare Definition von “kurzweilig”, auch wenn der Kleine wohl noch ein paar Jahre warten muss, bis wir uns den zusammen anschauen. Sam Rockwell kam mir bekannt vor, was an “Choke” liegt und an der Tatsache, dass ich seinen Namen immer mit Dean Stockwell verwechsele.

Mich mit Blick auf meine Magic-Karten Ordner nach dem Films gefragt (sie stehen halt direkt nicht unweit des Monitors), wann mich Wizards das letzte Mal so überrascht hat. Ravnica vermutlich; Lorwyn mit Abstrichen - eher Morningtide.

In Handsomes Primer auf einen seiner Twitter-Links geklickt. Dann auf den anderen. Dann selbst eingeloggt (dient nur der Namenssicherung; für MySpace kam ich zu spät, auf Facebook habe ich kein Facebock…) und mir angeschaut, was die Verfolgten so von sich geben. Klarer Favorit: Shit my Dad says.

Random Leute getweetstalked, erst in Berlin gelandet, dann im Intro Magazin, was mich an das relativ neue Album von Vampire Weekend erinnerte. Eine Google-Suche (”‘Bandname’ + ‘Albumtitel’ + blogspot”) und den ersten nicht-englisch klingenden Bloglink später, sind es noch 11 Minuten, bis die MP3s auf meiner Platte sind (es wird nicht lange dauern, bis sie da wieder runter sind).

Auch bei Intro eingeloggt, festgestellt, dass ich dort schon lange nicht mehr war, aber schon seit noch länger angemeldet bin. Sollte mal meine persönliche Top5 überarbeiten; “Charles&Eddie - Would I lie to You” würde einen hochrutschen, weil “Les Rythm Digitales - Sometimes” raus wäre. Stattdessen neu auf der 5: “Queens of the Stone Age - Another Love Song“.

Im Intro-Forum immer noch dieselben Knaben wie vor x Jahren. Will hier keine Namen nennen, aber viele kamen mir bekannt vor, auch viele Threads (was deren teilweise enorme Länger erklärt). Punkcows TV-Tips für die kommenden Tage zB. Ohne Farbfernsehgerät wird das zwar für mich eine graue Nummer, aber auch am TV-Programm hat sich nichts getan. Es scheint für Leute gemacht, die morgens nicht früh rausmüssen und gerade die - so das Klischee - interessiert die Art von TV-Programm nicht wirklich. Zum Abschalten.

PS: Dann lieber tumblen: Inpromtu.de

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Er will doch nur spielen

— 26-06-2009 —

Gestern war ich mit meinem 3-jährigen Neffen auf einem Spielplatz. Ich hatte schon länger nicht mehr das Vergnügen - sowohl was meinen Neffen, als auch was den Spielplatz betraf - bin aber erfreut zu berichten, dass das mit dem Schaukeln immer noch klappt und sich mein Neffe ebenfalls deutlich an seinen “O Mi” (das ist kurz für “Onkel Micha”, weil ich meiner Schwester zu spät verdeutlichte, dass ich nicht allzu scharf auf die Vorsilbe “Onkel” bin) erinnert.

Nun muss ich gestehen, dass das Tummeln im Sand nicht mehr ganz so erfüllend war, wie es vor Jahrzehnten noch den Anschein hatte, so dass ich die Zeit für mich damit zu überbrücken gedachte, ein paar ausgesuchte Monologe zu halten. Nach dem anfänglichen Thema der Bienchen und der Blümchen (die Variante in der beides nicht wirklich anfassbar ist, weil ersteres sticht und letzteres am Wegesrand gerne in die Schussrichtung markierender Hunde gerät; für die andere Variante erscheint er mir noch zu jung, obwohl ich meinte, dass eines der beiden ebenfalls präsenten türkischen Zwillingsmädchen ein Auge auf ihn geworfen hatte, aber ich kann das Angebot mit dem Teilen der Schaufel auch überinterpretieren) schwamm ich ein wenig auf der Suche nach passendem Gesprächsstoff. Letztlich entschied ich, dass es eh egal ist, was ich ihm vorsprudele, solange ich seinen Spielfluss nicht unterbrach.

Also begann ich damit die aktuellen Magic Regeländerungen durchzukauen. Vielleicht hatte er als Noch-Außenstehender (meine Weißrand-Landsammlung ist ihm im Falle meines Falles bereits notariell vermacht und mit seiner, von seiner Mutter aufgezwungenen und von mir durch ausgesuchte Geschenke unterstützten, Winnie Pooh-Affinität scheinen die Weichen korrekt gestellt (ich muss ihm nur klar machen, dass man den 100-Morgen Wald tappen kann, um einen Grizzly Bären zu wirken)) eine differenziertere Meinung und könnte mir auf seine kindliche, von mir entsprechend zu interpretierenden Art einen Hinweis geben.

Ich wurde nicht enttäuscht.

So begann ich noch bei der Schaukel zwischen diversen “Wusch” und “Und los”, die ihn beherzt auflachen ließen, die Namensänderungen aufzulisten und anzumerken, dass man genauso gut “Sandkasten” (es lag förmlich vor unseren Füßen) statt “Battlefield” hätte wählen können. Die Wunsch-Problematik ließ ich außen vor, kam aber nicht umhin ihm im Holzhaus, das er dazu nutzte, um mir imaginäres Eis zu verkaufen (witzigerweise hatte er zwar Erdbeeren, die wohl kurz vorm Verfall waren, da er sie mir mehrfach anbot, aber keine Schokoladensauce; die Imagination ist auch nicht mehr das, was sie mal war), meine Sichtweise zum Mana Pool aufzuschlüsseln. Im Sandkasten letztlich, ich hatte ihm gerade die neuen Blockregeln mit einem Stöckchen in den Sand skizziert und ihm versucht klarzumachen, was ich damit meine, wenn ich sage, dass man dem Mogg Fanatic die Potenz nahm, sah er - nicht auf meine Erläuterungen zu Deathtouch wartend - mich an und fragte: “O Mi, spielen?”

Wie recht er doch hat…

 
(Ende des ersten Akts. Neffe exits zum Baden to the left, Hobbits enter to the right)
 

Ergo ist Zocken die Devise und just diesen Samstag bietet sich in dem Zusammenhang im Dortmunder Auenland ein Grand Prix Trial für Brighton an. Es werden die Booster Packs rausgeholt und fröhlich Sealed gedeckt. Das Problem ist nur, dass die bisherige Trial-Vergangenheit im Auenland alles andere als berauschend war, was so die Teilnehmerzahlen betrifft (der letzte - es war einer für Barcelona - fand mit drei Mann offensichtlich nicht statt). Das liegt garantiert nicht am Auenland (alle, die mal da waren, werden an dieser Stelle sicherlich zustimmend den Kopf up&down bewegen). Nur woran dann??

Klar ist die Zahl der Ausflüchte, die ganz gerne in so einem Zusammenhang rausgekramt werden, zahlreich bis unaufhörlich, aber wie haltbar sind sie?? Ich nehme mir mal drei Farblose und ein Rotes in den Pool, brenne solange es noch geht für einen und Dismantle das ganze:

Ich habe keine Zeit
Das Totschläger-Argument. Stimmt in einigen Fällen sogar, in den anderen Fällen ist Zeit durch Lust zu ersetzen und man kommt zum selben Ergebnis. Die Unlust resultiert aber in vielen Fällen aus einigen noch zu nennenden Aspekten, ist also heilbar.

Ich will gar nicht nach Brighton
Musst du ja auch nicht. Das ist ja das tolle. Selbst wenn man im Finale steht, kann man durch Zug an der entsprechenden Drop-Reißleine noch gefahrlos aussteigen und demjenigen die Byes überlassen, der sie will und nötig hat. In vielen Fällen wird sich diese Person dafür sogar erkenntlich zeigen. Man sollte aber nicht darauf bestehen.

Meiner Meinung nach wäre es auf der einen Seite sogar moralisch vertretbar jermandem die Byes zu nehmen, obwohl man sie selbst nicht braucht, da der Aspekt des “möge der Bessere gewinnen” immer irgendwie mitschwingt. Das ist aber nicht zu extrem zu sehen und würde für diese Ausführungen hier zu weit führen. Auf der anderen Seite wäre ich wohl auch super angepisst, wenn mir jemand die Byes klaut und verfallen lässt. Also sehr doppelmorallastig das ganze…

Es ist mir zu teuer
Klar, 25 Euro sind eine Hausmarke, aber da wir alle Magic spielen und die Karten ja irgendwo herkommen müssen, ist es zum einen nur verständlich, dass man Geld dafür bezahlt und die Hausmarke zum anderen gar nicht mehr so hoch, wenn ich mir die Preise des sekundären Markts für bestimmte Formate anschaue. Dass man mit den eingesetzten 25 Euro eventuell nicht den Gegenwert an Karten erhält, den man sich von eBay & Co. vorschreiben lässt, liegt an euch. Will sagen, da seid ihr selbst Schuld. Hier empfehle ich einen Ausblick über den virtuellen Kartenteller hinaus. (Vergleiche: “Beim MKM gibt’s Fling für zwei Cent!“)

Zumal neben dem Sealed-Material (und hier hoffe ich für den Ralph, dass es brave sechs Booster gibt, wie es mittlerweile Standard ist) noch ein Draft drin ist (eine entsprechende Performance vorausgesetzt) und Ralph sehr großzügig ist, was eventuelle Boosterpreise (ebenfalls Performance-abhängig) anbelangt.

Sealed Deck (oder Limited generell) ist nicht mein Format
Das Tolle an den Limited-Formaten ist doch, dass sie eigentlich keine Formate sind, sondern eher eine Möglichkeit, das Wissen und die Erfahrung und vor allem die Spielpraxis, die man in anderen Formaten sammelte, auf eine unbekannte Umgebung anzuwenden. Statt also stumpf nach Schema F die Karten gen rechts zu drehen und im Sumpf der Eintönigkeit steckenzubleiben ohne vorwärts zu kommen, kann man an den Limited-Formaten hervorragend seine Magic-Muskeln trainieren und sein Repertoire erweitern.

Ich habe keine Lust gegen das random Kid mit den X+3 Spoilern zu verlieren
Natürlich gibt es im Alara-Sealed Spoiler und natürlich kann es sein, dass jemand mehr als gesund wäre spielen darf, aber Wizards hat in den letzten Jahren derart viel in diese Richtung getan, dass man gar nicht anders kann, als das aktuelle Sealed-Format als “gesund” zu bezeichnen. Außerdem lässt sich selbst das random Kid noch besiegen, wenn es denn wirklich so random und so Kid ist.

Es ist zu warm
Den Aspekt hatte ich gestern noch ganz oben auf der Liste und wäre so der eine Punkt, bei dem ich selbst ins Grübeln käme. Die Wetterbedingungen fürs Wochenende und die Region stehen aber auf Sturm und Rotz und Wasser. Ergo, das perfekte Kartenzockwetter.

 
Bis morgen dann!!

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Kleiner Medienzirkus

— 22-03-2009 —

Schränken wir die Wortgewalt - gerade in diesen unruhigen Zeiten an diesem viel zu kühlen Sonntagmorgen (obschon ich gerade ein Vöglein zwitschern hörte) - ein wenig ein und verknappen uns dabei aufs Notwendigste.

Beginnen möchte ich mit einem aktuellen Selbstbildnis. Das Letzte ist schon etwas länger her und ich dachte mir, wir machen ein “Meme” draus (das ist so eine Art freiwilliger Gruppenzwang, wo jeder kann und alle sollen, aber niemand muss; sofern ein Blog vorhanden ist - also raus mit den Handycams!!).

Dieses Hemd…

That's Me - damit ihr wisst, wem eure Mütter das Lächeln am nächsten Morgen zu verdanken haben...

 
Danach kann nur schwerlich besseres kommen, aber es geht.



Heaven
Uploaded by UNKLE_UK

 
Und noch ein wenig besser.


This man, so sympathisch…

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Frühsport

— 11-01-2009 —

Meines Erachtens gibt es Frühmorgens (naja, es ist Wochenende, da meine ich damit nicht Zeiten zwischen 6 und 8 sondern mehr so die zwischen 8 und 10), um in den Tag zu starten, nichts besseres als mit einer dampfenden Tasse Kaffee im rechtsunteren Blickwinkel vor dem Computer zu sitzen, ein wenig stimmungsreiche Musik im Hintergrund (derzeit “Die Zeit heilt alle Wunden” - Wir sind Helden; ich suchte unterhaltsame und verständliche deutschsprachige Musik für meinen 2,5-jährigen Neffen, damit er (und ich bei meinen unregelmäßigen Besuchen) sich nicht immer die “Vogelhochzeit” antun muss; werde es die Tage mal mit Peter Licht versuchen) und sich durch die Webgeschichte zu klicken.

adventure.jpg
click for more

Im DesignObserver gibt es zum Beispiel eine eher unregelmäßige Reihe, die mich im Feed-Reader stets mit den Worten begrüßt:

Each morning, before starting work, I spend 30 minutes looking for images that are beautiful, funny, absurd and inspiring. Here's Today.

Die dort präsentierten Bilder sind selten mein Fall, ich stehe da mehr auf die Werke von Mr Toladeno oder JeanYves Lemoigne und habe für den täglichen Genuss eine [daily dose of imagery] und das FILE Magazine abonniert. Im Google Reader sind obv auch ein paar Quellen, die bei einer störrischen Morgenlatte zu Rate gezogen werden können, aber das spare ich mir für einen späteren Eintrag.

Das Problem ist, dass diese Angelegenheit recht zeitintensiv ist, denn auch die Magic-Szenerie will abgeklappert werden, wobei da nichts über MTG Pop geht. Dort gibt es seit Kurzem diese netten nicht-englischen/nicht-deutschen Feeds aus meist spanischen Gefilden. Ich bekam bei der Recherche für die Global-Sektion bisher das Gefühl, dass Spanien mit Vintage-spielenden Technikfreunden bevölkert ist, die ganz gerne auf ihren Karten rummalen. Die bedürftigen Magic-Zeichner haben diesen Trend klar erkannt und verhökern, wie Ron Spencer exemplarisch, signierte und “altered” Artist-Proofs oder Karten.

Wer übrigens Probleme mit Spanisch, Tschechisch oder anderen Sprachen hat, dem sei das Google Language Bookmarklet empfohlen. Zieht einfach die Sprache, in die übersetzt werden soll, in eure Bookmark-Leiste und schon werden Fremdsprachen zu einem Kinderspiel. Ich nutze das Englische (als “Transe” betitelt, ich Schelm), weil ich denke, dass die Macht der Masse dafür sorgt, dass Übersetzungen ins Englische von Google besser bearbeitet werden, als eben ins Deutsche.

Letztlich alles eine Frage des richtigen Setups. So nutze ich zwei verschiedene Firefox-Profile für drei verschiedene Projekte und Opera für die gute alte Dame “Distraction” als “Google Reader“-Reader. Letzteres hat technische Gründe, weil der Firefox Probleme mit größeren Bildmengen hat und das Scrollen bei so mancher Galerie zur Schneckenslideshow macht.

Und das bei Version 3, mhm, das kennen wir doch…

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en passant

— 26-07-2008 —

Lasst mich an diesem Morgen kurz mein Mitteilungsbedürfnis befriedigen (das kam in letzter Zeit irgendwie zu kurz, aber wenn sich mehr Leute für den Gesamtbetrag der Einkünfte und/oder JavaScript-Spezifikationen interessieren würden, gäbe es definitiv mehr Content; die drei Stunden netto Spielzeit der letzten beiden 2HG-Prerelease-Wochenende lassen sich trotz vierfacher Teilnahme nur schwerlich textbringend auswringen) und damit ein kleines Sommerloch in meinem Blog wenigstens vorübergehend (wie der Sommer eben) füllen.

Apropos Sommerloch. Da gab es mal - sehr lange her, wie mir der Kalender verrät - ich war unverbrauchter Student, zweites Semester Mathematik und Philosophie auf Lehramt, als in den Kreisen der angehenden Mathematiker das Gerücht die Runde machte, dass eine der Kommilitoninnen nicht nur nymphoman war, sondern auch ein “Sommerloch” ihr Eigen nannte. Das mit dem Sommerloch erklärte sich gerüchteweise derart, dass eine Laune der Natur ihren Schambereich mit einer sowohl rötlichen als auch blonden Schambehaarung “segnete”. Von Langeweile also keine Spur, war dies doch ein Anblick, den ich mir wahrlich nicht entgehen lassen wollte/konnte/sollte. Gefühlte fünf bis sieben “Epsilon kleiner Null” später stellte sich heraus, dass das mit der Nymphomanie zwar gsd kein Gerücht, ihre Schambehaarung aber doch eher als eintönig dunkelbraun einzustufen war, wie ich mir aus nächster Nähe versicherte.

Füllen wir weitere Teile dieses Blogs mit ein wenig Link-Liebe:

Zu guter Letzt das Beste der letzten Tage, ein Video aus brasilianischer Werkstatt für alle Leute, die sich näher mit dem Tarantino‘schen Oeuvre befasst haben:

Tarantino|s Mind

Jetzt wieder zurück zu MTG Drops… (nice Work der Thomas!!)

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Florian lud ein - Die Zweite

— 02-06-2008 —

Da sich beim zweiten Teil der “EvilBernd lädt ein”-Reihe wackere drei Leute (danke an die Krefelder Locals) einfanden, war ich fast noch pünktlich beim zweiten Geburtstag meines Neffen Schrägstrich Patenkindes, der bei Oma und Opa zuhause die Sau raus ließ. Ich wurde in der Krefelder City auf einer ominösen Seitenstraße kurz vorm Hauptbahnhof von einem Buch-Antiquariat aufgehalten (Papier-Planet; Dreikönigsstr. 90-94), um 5,50 Euro in Grass’ “Der Butt” (1/11tel des Gezahlten) und Wagners “Das Buch Kane” (die restlichen 10/11tel) zu investieren. Bei Grass war es der Preis und bei Wagner Erinnerungen an gute 14 Jahre zurück, als ich die beiden dicken Wälzer über Kane zum ersten Mal las.

Wie gesagt, fast pünktlich mein Auftreten um die bemalte Häuserwand rum im Gartenbereich meiner Eltern. Es waren so viele Leute da, man hätte glatt sanktionieren können und drei Drafttische vollbekommen.

Da ich kein regelmäßiger Gast im Hause meiner Eltern mehr bin, gab es eine längere Begrüßungsszene und den Hinweis, dass ich zwar das Kartoffel-auf-Löffel-Tragen der unter 6-jährigen (die einzige Altersklasse in der Disziplin; im vorigen Jahr, der Kleine konnte noch nicht so gut laufen - sah das zu meiner Freude - ich war Moderator - anders aus) bereits verpasst hatte, aber gerade rechtzeitig zu Kaffee und Kuchen kam. Angenehmes Timing.

Ich widmete mich dem Kuchen, Florian sich seinen Geschenken und meine Verwandtschaft sowie die mithorchenden Anverwandten und Nachbarn versuchten Licht ins Dunkle des Zeitabschnittes zu bringen, das diesen Tag von dem letzten trennt, an dem ich mir die Ehre gab. Ich blieb ominös, sie erfolglos und Florian hatte unendliches Vergnügen mit seinem neuen Spielzeug-Müllauto (wir sind einfaches Volk, da wird man früh geschult).

Nach den Geschenken und dem Kuchen entdeckte jemand die Schüssel mit Wasserbalons, die wohl nur recht zufällig unter einem Tisch standen. Die Tech bei Wasserbomben besteht darin nicht auf die Personen selbst zu zielen (nach dem Kuchen und der allgemeinen Adipositas eh ein kritisches Unterwerfen), sondern den Boden vor der zu bewerfenden Person anzuvisieren. Gerade bei Frauen in Röcken ein brauchbarer Tipp.

Während das kalte Büffet eingeläutet wurde, nötigte ich dem Geburtstagskind einen Spaziergang an meiner Hand um den Block ab und verriet ihm dabei detailreich, wie wir sein Geschenk von mir (weniger ein Geschenk, aber ich hab's nicht so mit Geburtstagen) zelebrieren würden. Er und ich in einem Zoo, dem Duisburger um genau zu sein, auf der Jagd nach Milfs. Er niedlich wie nix, ich hilflos wie ein unbedarfter Single-Vater (Frau beim Autounfall umgekommen, als der Kleine keine 12 Monate alt war - betrunkener Fahrer, pralle Mittagssonne er trank gerade, weil man noch Glassplitter der Bierflasche in seinem Hals fand; der Kleine überlebte den Unfall im Beifahrersitz schreiend) und schon würde es hinterm Delfinarium getrieben, wie die kleinen Äffchen, die in der Zwischenzeit auf die Kleinen aufpassen.
Wenn ich ein entsprechendes Alter habe, werde ich mich revanchieren. Dann schiebt er mich durch den Zoo, ich mache mir die Hosen voll und eine der Single-Moms wird sich ihrer Altenpfleger-Ausbildung bewusst und kümmert sich erst um mich, bevor sie sich ihm zuwendet, um zu sehen, was in seiner Hose so abgeht…

Blieb das kalte Büffet. Mehr Smalltalk, hier und da ein Foto, erstaunlicherweise keine Alkoholika. Ich glaube, der alte Mann hatte ein Bierchen, aber sonst blieben alle as nüchtern as der kleine Mann. Er durfte sogar etwas länger wachbleiben und ich sah ihn bei meinem Abschied kleine Steinchen in sein Müllauto schütten.

Erinnert mich daran, ihm im nächsten Jahr was ordentliches zu schenken. Booster vielleicht, immerhin wird er dann drei.

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Wer zu spät kommt,

— 07-04-2008 —

…der zockt eben nicht in Dülmen. Dank doppelt verpasstem Schienenverkehr fand das gestrige Turnier kurz hinter Sythen eben ohne mich statt. Zugegeben, ich war mal besser vorbereitet und ich sollte schneller laufen. Aber die frische Morgenluft und das zwielichte Blau des Himmels in Verbindung mit einer falsch gestellten Uhr und voila, statt 12 Euro für geschätzte sieben Stunden Spielspaß, zahlte ich knapp zwei Euro für ein zweites Frühstück - diesmal in Brötchenform anstelle des Müslis.

Plötzlich hatte ich also Zeit. Nicht viel, ist ja letztlich vergänglich die Alte, aber genug, um die ersten beiden Bourne-Streifen vor meiner Peripherie Revue passieren zu lassen, mich für knapp eine halbe Stunde im vereinfachten Lotussitz meditativ niederzusetzen, ein paar ermunternde Worte murmelnd gen Dalai Lama zu richten und mich dabei zu fragen, ob es in Ordnung ist, wenn man dabei einem Jazz-Konzert lauscht.

Zurück im Weltlichen schraubte ich an GerMagic rum. Wem die Startseite (mit Ausnahme der Preview-Pix) schneller vorkommt, das war ich. Wer zwischenzeitlich Probleme mit den JavaScripten im DeckCheck hatte, das war ich ebenfalls. Selbst die netten Fähnchen im Editionsbereich kann ich auf meine Kappe nehmen. Da wird es in Bälde mehr zu bestaunen geben.

Den Rest der Zeit (ich klammere hier soziale Interaktionen aus, um den Text nicht unnötig aufzublähen) verbrachte ich mit dem ersten Text der “Konstruktiv Kreativ”-Reihe. Ich stelle für mich selbst fest, dass es nicht gut ist, solche Texte Abschnittsweise zu verfassen. Man kommt einfach aus dem Takt, die Stimmung und somit das letztlich Geschriebene wird anders, all so etwas. Sollten euch die Tage also rhythmische Störungen im Text auffallen, liegt es daran. Dafür gibt es drei nette Decks. Ein Deck ist schließlich das kleine niedliche Baby, das den Magicspieler zum Lächeln bringt - so es denn nicht beschissen ist.

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Osterauszeit vorbei

— 25-03-2008 —

So, es wäre Osterdienstag, wenn der olle Jesus einen Tag länger im Dunkeln ausgeharrt hätte, aber so gilt es, dass ein eigentlich gewöhnlicher Arbeitstag ist (derzeit den Streik praktizierende Ärzte ausgeschlossen) und auch für mich gilt bezüglich GerMagic, dass es weiter geht.

Ich nutzte die letzten paar Tage zur Kontemplation, genoss ein paar Stunden abseits des Monitors und ließ mir österlich die Eier streicheln. Daneben wurde zweimal gedraftet (mal mit weniger, gestern mit besserer Performance) und am Bahnhofszeitungsstand ein paar der leicht zu lösenden (fast fallenden) 10te Editions Booster von dem neuen Magic-Magazin geklaut. Mein Tipp: Die Booster sind prescanned, wie sonst lässt sich das Playset Kjeldoranische Hofgarde erklären?? (Disclaimer: Es ist nur eine Hofgarde, aber bei der Karte ist das analog zu einem Playset)

Trotz Auszeit konnte ich nicht anders, als mir die tägliche Dosis Internet, besonders die magische Medizin, zu geben. So bekam ich unter anderem mit, wie TobiH nun vollends den Verstand verlor (weniger von den eigenen Haaren rauchen, guter Mann!!). Es ist halt mehr als Bad Play, sich aktiv an der Konkurrenz zu vergehen, da kann man noch so scheinheilig tun.

Apropos “Konkurrenz”. Aus einer morgendlichen Laune heraus (mehr das Ergebnis eines tagelangen Abwägens der Vor- und Nachteile) entschied ich, meinen halbwegs aktiven Schreiberposten bei Magic Universe auf das bewährte heimische Terrain zu befördern. So wird es in regelmäßigen Abständen (ich schwanke noch zwischen wöchentlich oder 14-täglich) “Konstruktives und Konstruiertes” geben. Denn hey, wieso in fremde Gärten scheißen, wenn der eigene noch nicht gut genug duftet??

Wo wir schon beim Garten sind. Ein kleiner GerMagic'scher Statusbericht gefällig?? (Mal wieder mal…)

Ich habe öfter die Anwandlung etwas in den großen leeren Raum der Innovation zu posaunen, weil ich zum einen weiß, dass die werte “Konkurrenz” technisch noch im Sandkasten steckt (ich sehe GerMagic da mehr schon auf der Schaukel schwingend mit so manchem Auf und Ab zwar, aber einem zielgerichteten Blick in Richtung Rutsche) und ich zum anderen mit Ideen nur so um mich werfe, wie andere zu Karneval mit Kamelle.

Ohne einer Chronologie gerecht zu werden, sind in diesem Bereich besonders zu erwähnen MTG Draft, eine virtuelle Goldfisch-Möglichkeit und der GerMagic Newsletter. Während es beim Draft-Ding größer werdende Zweifel ob des Sinn und Zwecks eines weiteren Social Networks in Verbindung mit der letztlichen Größe (aka dem zu erwartenden Aufwand) ist, spricht gegen das Goldfischglas meine JavaScript-Unfähigkeiten der Nutzen (zumal diese Kugel nur eine bedingt brauchbare ist, wenn es darum geht, die Zukunft zu erahnen) und gegen den Newsletter die Abwesenheit eines zu missbrauchenden, weil zu gebrauchenden Skripts, das das macht, was ich möchte, dass es das macht.

Der Plan also?? Erst einmal um die bereits vorhandenen Beete kümmern. Keine Ausreißer mehr in Form einer Firefox Toolbar, keine Extravaganzen, kein Rumgefummel am Codename “MTaGs”, ja selbst der Deckfight und die Ehrenamt Agentur Essen muss warten (ich zitiere gerade aus meinem “G-Projexx”-Bookmark-Ordner und frage mich, wie die EAE da gelandet ist). Stattdessen wird der Editions-Bereich bewässert und besonders der MTG Event Kalender benötigt meines Erachtens den ein um anderen Spatenstich mehr.

Wobei, so wie ich mich kenne, hört sich das morgen schon wieder anders an und ich verkünde die Ankunft eines Tools, was die Art ändern wird, wie ihr Karten eintütet…

Mir fiel gerade auf, dass mein vorletzter Blogeintrag dem diesigen nicht unähnlich ist. Shizz. Ich sollte also wirklich mal den Mund zu machen und die Harke in die Hand nehmen.

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Er hat kaum gebohrt

— 11-02-2008 —

Heute früh war es soweit. Da ich bereits eine E-Mail mit meinen Erfahrungen verfasste, copy&paste ich mal kurz, weil wieso das Rad zweimal erfinden (klar, wäre ein Zweirad, aber…)

Der werte Onkel Doktor hat heute früh keine große Reden geschwungen und vorgeschlagen direkt zur Zange zu greifen. Da ich nicht viel anderes vorhatte und seine Argumente in meiner Wange pochten, willigte ich ein. So habe ich unter örtlicher Betäubung und mit Bizets ‘Carmen’ in den Ohren (ich habe kaum andere klassische Sachen auf meinem MP3-Player und fand Bachs ‘Matthäus Passion’ - obschon irgendwie passender - zu übertrieben; ich wählte ürbigens etwas Klassisches, um meinen “Tormentor” wohl zu stimmen. Wie sich beim Hantieren rausstellen sollte, mochte er das Stück und kannte sowohl die Inszenierung in Essen (die er mit “Bizets Beerdigung” umschrieb), als auch die mir bekannte in Dortmund (urteilsfrei)) an mir rumwerken lassen und sitze nun hier mit erneut pochender Wange, um zwei Zähne ärmer und auf mein Süppchen wartend.

Ich blogge wahlweise beim Mailen oder umgekehrt. Die Suppe ist gelöffelt, ich hoffe es sind keine Nüdelchen in den Fäden hängen geblieben, das sieht bei der Nachuntersuchung immer so peinlich aus. Was die Schwellungen betrifft, die hebe ich mir für andere Sachen auf…

Um dem Eintrag mehr Gehalt als meinem Süppchen zu verpassen (von wegen Pizza), vorsortierte und -registrierte Links:

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