Banquilo
— 18-01-2008 —
Long time no Blog. Mal sehen, ob das noch funktioniert. Wie war das…
Es ist ja nicht so, dass ich untätig gewesen wäre. Ich bloggte bereits am Anfang der Woche, weil da die grauen Zellen noch am mitteilungsfreudigsten sind und das Vergessen etwas ist, was sie sich für die Zukunft aufheben wollten. Ich copy & paste einfach (ist ein längerer Textausschnitt - die zu nehmende Ausfahrt ist entsprechend markiert):
Wenn die Optionen so zahlreich sind, wie just gerade, die Zeit so sehr zu verdrängen gilt, tut man doch sicherlich nur das einzigst richtige, wenn man die Fieberträume vom eigenen Nudistenklub (”Die Freunde der Sonne” - regelmäßige Treffen an den Wochenenden, um in buddhistischen Retreats an der österreichischen Grenze dem Körperkult nachzugehen) noch ein wenig postponed, um stattdessen das neue Nada Surf Album zu hören - in der Hoffnung, dass die Lieder besser werden [sie wurden nicht besser - EB], als das, was man jetzt gerade hört, weil man hat ja noch andere Alben, die sich im WinAmp spielend als Ersatz anböten - und dabei das Wochenende Revue passieren zu lassen.
Vorhang uff…
Am Samstag durfte Düsseldorf dran glauben. Im beschaulichen Stadtteil Benrath nicht unweit vom gleichnamigen Schloß, haust der SlimDieta im x-ten Stock mit Wendeltreppe aber ohne Lift. Eine Hürde, die es zu nehmen galt, was, wenn auch grunzend, absolviert wurde. Soweit so gut. Erster Tagesordnungspunkt sollte ein Chaosdraft werden. Nachdem wir den beiden Mitspielern Micha und Philip für unsere Altware noch heftigst die Euro abluchsten (wo ist eigentlich meine Hälfte??), öffneten wir freudig strahlend Lorwyn, Betrayers of Kamigawa und 10th Edition Booster in etwa genau dieser Reihenfolge.
Ich erdraftete folgendes:
2 Festering Goblin
1 Genju of the Fens
1 Squeaking Pie Sneak
1 Terror
1 Warren Pilferers
2 Throat Slitter
1 Boggart Loggers
1 Horobi's Whisper
1 Call for Blood
1 Hidden Horror
1 Lys Alana Huntmaster
1 Elvish Harbinger
1 Civic Wayfinder
1 Llanowar Elves
1 Changeling Titan
1 Gnarled Mass
1 Unchecked Growth
1 Sylvan Scrying
1 Incinerate
1 Torrent of Stone
1 Viashino Runner
1 Prodigal Sorcerer
17 Lands
Ich würde lügen, wenn ich behauptete, dass ich mir ob der Kreaturentypeninteraktion zwischen Lorwyn und der 10ten bewusst gewesen wäre. Doch da die anderen mit Lorwyn nun mal gar nix und mit Betrayers nur noch vernebelt etwas anfangen konnten, hatte ich zum einen genug Zeit mir der Interaktion bewusst zu werden, und zum anderen den Sieg sicher im Sack. Es wäre flawless abgelaufen, wenn der Dieta mich nicht unendlich geflooded hätte.
Es folgen zwei Runden Chaos-Multiplayer unterbrochen von der ein um anderen Fackel der Freude, Tiefkühlpizza und der Frage, was der Nachbar im Haus gegenüber wohl auf seine Videoleinwand projizieren ließ und wieso es kein Porno war. Im ersten Spiel droppt Philip Turn 4 die Moat, ich gucke auf mein Ex-EDH (der Ex-Status dadurch bedingt, dass ich den General richtig rum reingemischt und random Non-Basics hinzugefügt hatte) und überlege, wie wahrscheinlich es ist, eine von vier möglichen Solutions gegen die Verzauberung zu ziehen. In der Zwischenzeit pingten Michas Tims dank einer Superman Aura fröhlich durch die Gegend und Dietas Artefaktdeck war geistig zuviel für ihn, so schlecht zockte er. Wir gaben ihm zwischendurch Ratschläge, damit es nicht zu beschämend für ihn aussah. Ok, eigentlich nur, wenn wir nicht gerade über ihn lachten. Den Sieg sicherte sich Philip, der Flieger hatte, Rebellenkette sei dank.
Im zweiten Spiel begrüßte mich die Kartenhand mit sowohl Disenchant als auch Naturalize und ich fragte mich, ob der Nachbar was dagegen hätte, auf seiner Couch ein Stück zu rutschen. Ein Mulligan später zeigte sich früh eine Jitte und eine Essence Warden, was reichte, um Michas Flashantrieb ins Stottern geraten zu lassen. Ich ließ mir kurz erklären, wann ich mit welcher Marke was wen und wie abzustellen hätte und sein Versuch endete mit einem Hulk auf dem Tisch und dem guten Teil der Combo (exklusive Kiki-Jiki, die kam später für ein ebenfalls nur kurzzeitiges Gastspiel - die Jitte ist ein harter Kritiker) in seinem Friedhof. SlimDieta verzockte sich bestimmt und Philip konnte nicht anders, als mir dir stetig wachsende Anzahl an Riten (seien sie schwarz oder kaballisch) auf seiner Hand zu zeigen und den gedachten Turnmarker sonst untätig durchzureichen. Auch die Riten hatten einen zweiten (und später dritten) Auftritt: So sorgte ein recht großer Consume Spirit für einen Lebenspunkteverlust meinerseits und Gegenteiliges bei ihm. Es sollte noch nicht ganz reichen, ich prügelte mit Jitte equippten Randomtieren auf sowohl dem Dieta (der nix machte und das was er machte aus dem Blog klagen würde, damit er nicht zu schlecht dasteht) und eben Philip rum, bis mir ein Yawgmoth's Will und derselben Prozedur wie bereits zuvor die letzten Lebenspunkte nahm.
Von Düsseldorf ging es via Umweg über Essen nach Dülmen keine gefühlten fünfzehn Minuten später.
Statt auch Dülmen spielberichtend durch den Blog zu jagen (ich könnte die Top-Decks in den DeckCheck eintragen, wobei vielleicht eher morgen), stattdessen ein kurzes Ergebnis (*hust* 4-3 *hust*) und eine neue Version des B/R LD (diesmal mit einem stilvollen Namen, den ich meine bereits genutzt zu haben, aber hier kann ich irren):
Stoned Rain
4 Rain of Tears
4 Avalanche Riders
3 Faultgrinder
3 Shriekmaw
2 Makeshift Mannequin
2 Molten Disaster
4 Thoughtseize
2 Pyroclasm
2 Incendiary Command
1 Liliana Vess
2 Chandra Nalaar
1 Damnation
2 Profane Command
2 Coldsteel Heart
3 Mindstone
4 Graven Cairns
2 Sulfurous Springs
9 Swamp
8 Mountain
Banquilo:
4 Cryoclasm
3 Stupor
2 Damnation
3 Sudden Death
3 Magus of the Moon
Das Deck sieht zwar immer noch so aus, als wären die Anzahlen mit einem W4 und Krark's Thumb erwürfelt worden, aber das tolle ist, ich muss den Haufen nicht groß verteidigen. Wie gestern bereits beim Draft dem Jörg erzählt, reicht es mit dem Deck und einer gesunden Portion Selbstvertrauen auf einem Turnier aufzukreuzen (ich empfehle zwar “nur” FNM und drunter, so quasi Iserlohn oder so), dort entsprechenden Radau zu machen, die erste Runde pompös zu gewinnen und der Rest wird von der Psychologie erledigt. Das Schlüsselwort hier: “Landzerstörung”. (Nicht zu verwechseln mit “Kinderschänder”, auch wenn es an einigen Spieltischen etwa denselben Effekt hat…)
Bevor ich mich nun zurück auf meine Couch geselle, dort wartet bereits Philip Roth's “Exit Ghost”, lasst mich euch ein aufregend bis erfolgreiches Prerelease-Wochenende wünschen!!
