Mono Ton
— 25-03-2010 —
Ich drückte in den letzten Wochen aktiv die Einzelkartenpreise nach unten und zwar auf eine Weise, in der es in letzter Zeit (so ab Shards, meine ich) immer öfter getan wird. Ich war dabei weiß Gott nicht alleine, es waren mehrere beteiligt und wir alle taten es meist mehrmals am Abend, wenn auch der eine mehr der andere weniger erfolgreich, so doch alle auf dieselbe Weise; einen Booster öffnend, eine Karte rausnehmend und den Rest nach links weitergebend.
Doch statt euch zu erklären, wie das mit dem Prinzip von Angebot und Nachfrage so funktioniert (oder wo die Babies herkommen; man könnte sagen, da gab es hier im Blogschon genug Anschauungsmaterial), habe ich ein paar Beobachtungen und Behauptungen zusammengetragen, die sich alle um eine Aussage drehen: Monocolor-Draften ist eine sehr brauchbare Strategie im ZZW-Draft.
Denkt man an die Anfänge des ZZZ-Drafts, so ist das wahrlich keine Neuheit, hat man doch direkt Schwarz mit seinen Blutsaugern am Hals im Sinn. So offensichtlich das aber auf dem Papier ist, so weniger offen und so weniger sah man es an den Drafttischen, weil man nicht die Böcke hatte sich mit den anderen Sieben um die Farbe zu streiten, so dass dann nur der eine, der die Nachricht nicht mitbekam, zur Farbe griff und den Tisch ownte. Dies aber wohl mehr Fantasie denn Wirklichkeit.
In der Realität sieht es häufig anders aus. Nicht selten greift man ein, drei Picks in das eine Beet, um sich, weil man meint, das andere ebenfalls bewässern zu können und weil es eben bewässerbar ausschaut, auch noch einen zweiten Schuh einer anderen Farbe anzuziehen. Zwei Farben ist für viele das Maximum. Einige wenige Wagemutige gehen sogar bis auf 2,25 hoch und damit hat es sich. Doch wieso in die Ferne schweifen, sieh das Gute liegt so nah? Es gibt schließlich einige gute Gründe ein- statt zweigleisig zu fahren.
Generell ist es so, dass man durch das sture Einsammeln aller Karten einer Farbe dafür sorgt, dass in der unmittelbaren Nähe um einen herum mit anderen Farbtöpfen gespielt wird, was daraufhin wieder dafür sorgt, dass die Karten in der beschnittenen Farbe gerne mal ein, zwei Plätze weiter wandern, als sie es sonst täten, so dass sie dankend eingesammelt werden können. Dabei kann es natürlich passieren, dass selbst die Jungs im Shop zwei Ortschaften weiter mitbekommen, dass man bis zum Hals in eben jener Farbe hängt und dass die Nebenmannen einem einige Juwelen nicht gönnen und sie stattdessen im Sideboard parken. Das sollte aber nicht zu oft passieren, da sich neben dem zu hatenden Juwel gerne mal eine Karte befindet, die es problemlos ins Maindeck schafft, so dass man sich bzgl. des Hatens darauf beschränkt in den letzten Picks nur keine Uncommon durchrutschen zu lassen.
Speziell für ZZW (und zuvor eben ZZZ) bekommt dieser Aspekt einen weiteren Aspekt (quasi “Son of Aspekt”), der nicht zu verachten ist und daraus besteht, dass es eben viele Commons und Uncommons gibt, die ein derart tiefes Deck verlangen, weil sie sonst nur ein Schatten ihrer selbst wären. Exemplarisch seien hier Mind Sludge, Bareback Baloth, Molten Ravager und die ganzen Fußballer aus Worldwake zu nennen, die es gerne mal eine zweite Runde um den Tisch schaffen, eben weil das zweigleisige Denken in vielen Köpfen vorherrscht. Nicht zu vergessen, die paar Intimidate-Kreaturen werden ebenfalls aufgewertet (auch wenn das durch die vorhandenen Artefaktkreaturen fast schon zu vernachlässigen ist; wurde nur ob der Vollständigkeit erwähnt).
Ein weiterer Vorteil zeigt sich in der oft schon benötigten Manabasis. Statt wie üblich die Farben zu splitten und mit je neun Ländern einer Farbe im Deck zu starten, kann man je nach Wagemut nicht nur ein Land cutten, sondern bekommt zusätzlich die Erlaubnis völlig Mana-AngstTM frei die brauchbareren Non-Color Lands, wie Quicksand, Dread Statuary, Tectonic Edge (das mit Abstrichen) zu spielen. Dabei sollte man aber nicht auf die Idee kommen, so viele Non-Bascis ins Deck zu quetschen, wo nur geht, weil das wiederum einigen der MVPs im Deck schaden könnte. Und man wird auf die seltenen Manlands aus demselben Set verzichten müssen, was verschmerzbar ist, weil sie eben genau das sind, selten.
Zu guter Letzt ein Vorteil, der gleichzeitig ein Nachteil ist. Zendikar zeichnet sich in der Farbverteilung innerhalb eines Boosters gerade dadurch aus, dass es nicht wirklich eine Verteilung gibt, bzw. die Verteilung derart verteilt ist, dass öfter mal Booster vorkommen, in denen vier rote Karten neben je einer grünen und einer weißen Karte schlummern. Sollte es sich dabei um den ersten Booster handeln, tut man gut daran die weiße oder die grüne Karte zu picken (je nach Qualität halt), um dem Nebenmann ein Signal zu geben, dass er in der Farbe wohl eher weniger Material zu erwarten hat, was eben dadurch positiv wird, dass man im zweiten Booster aus dieser Richtung bessere Karten in der abgeschnittenen Farbe erwarten kann. Ist man in einem anderen Fall bereits im zweiten Booster und mit beiden Beinen auf dem roten Zug hat man den Super-GAU schlechthin. In einem Pack mit Inferno Trap, Bladetusk Boar, Goblin Shortcutter und Molten Ravager alles bis auf die Fallenkarte weitergeben zu müssen, wird nicht nur den zuvor noch beschnittenen Nebenmann verwirren (insert lautstarkes “WTF” von rechts here), sondern sich womöglich negativ auf den weiteren Draftverlauf auswirken. Erwähnter Nebenmann könnte auf die Idee kommen, dass man statt der Inferno Trap eine andere brauchbare Uncommon nahm (Trusty Machete oder Vampire Nighthawk, um nur zwei zu nennen) und mutmaßen, dass Rot von einem nicht so präferiert wurde, wie man die ersten 14 Karten das Gefühl hatte.
Dadurch wird offensichtlich, dass das System besser in einem Achteck aus Spielern funktioniert, die über Vorkenntnisse im Format verfügen und die desöfteren Draften. Von ihnen werden die Signale besser erkannt, die entsprechend gute Einschätzung der Karten sorgt dafür, dass ein Kor Outfitter im dritten Pick nicht als Signal dafür gehalten wird, dass Weiß offen ist wie ein Scheunentor, und sie sind so letztlich leichter beeinflussbar. Auch wissen sie um der Anforderungen, die gewisse Karten (eben jene oben exemplarisch erwähnten) mit sich bringen, was öfter dazu führt, dass sie gerade nicht genommen werden, was ja genau das ist was wir wollen.
Doch wie macht man es nun?
Erstmal sollte man sich über die Möglichkeiten im Klaren sein. Den Spoiler zu kennen, hilft ungemein. Für die einzelnen Farben zeigte sich in meiner Erfahrung, dass Schwarz, Rot und Grün hervorragende Einzelgänger sind. In Schwarz und Rot wird man vielleicht noch mit einem Nebenmann zu kämpfen haben, wenn dieser die Finger nicht vom Removal lassen konnte, aber wenn er relativ früh merkt, dass diese Quelle versiegt ist, lässt er einen entsprechend in Ruhe und verbucht den frühen Pick in der Kategorie “Wenn ich schon nicht damit spielen kann, ist es gut, dass es niemand anders kann”. Grün steht fast völlig ohne Removal da, spielt deswegen gerne mal das Removal der grauen Herren, Blazing Torch, oder macht das was Grün schon eh und je immer am Besten konnte, nach rechts gedreht werden.
Wie immer beim Draften ist man abhängig von dem was die Booster hergeben. Generell ist man ja beim Draft angehalten nicht gerade die Farbe zu nehmen, von denen gleich zwei oder mehr Karten spielbar sind, weil sonst der Drafter zur Linken ebenfalls in derselben Farbe landet; etwas, das für den zweiten Booster nicht zu empfehlen ist. Für die zu beschreibende Strategie wäre es noch fataler. Es sollte also die ersten ein bis drei Picks alles wie gehabt laufen. Erkennt man in diesen drei - gerne auch vier oder fünf - Picks, dass eine Farbe unterdurchschnittlich oft fehlt, bzw. dadurch glänzt, dass sie eben kaum aus dem Booster schillert, heißt es zugreifen. Im optimalsten Fall ist das genau die Farbe mit der wir bereits in den ersten drei Picks geliebäugelt haben und die daraufhin in unseren Picks landete.
Ist die Farbe einmal gefunden, der Ball quasi auf dem 11-Meter-Punkt platziert, heißt es abziehen. Ab da wird aggressiv die Farbe gegriffen, komme was wolle. Die Mitdrafter dürfen und werden sicherlich mitbekommen auf welches Pferd man setzt, sie werden aber zu sehr mit ihrem eigenen Lauf beschäftigt sein, oftmals eine zweite Farbe vermuten (für dessen Fehlen sich der Drafter vor einem verantwortlich zeichnet) und kaum bis gar nicht den Draft stören, so dass man in den späteren Picks noch gerne die Karten mit den “hohen” Farb-Anforderungen abgreifen kann.
Interessant ist immer der erste Pick des zweiten Boosters. Je nach Beschaffenheit der Huevos bleibt man seiner Linie trotz Spoiler-Pick in einer anderen Farbe treu und greift zum mittelwertigen Ersatz in der eigenen Farbe. Da aber auch beim Draften die Technik entscheidet, spielt die Größe eher eine untergeordnete Rolle, so dass der Griff zum Spoiler beizeiten der richtige sein kann. Es kommt eben schon ein wenig darauf an, welcher Spoiler es ist und wie splash- bzw. integrierbar die Karte ist. Wenn man zB bereits tief mit dem Arsch in den Bergen sitzt, dann aber ein Vampire Nighthawk vorbeigeflattert kommt, fällt eine Entscheidung nicht leicht. Macht man sich zu viele der vorigen Picks kaputt, weil plötzlich BB in Runde 3+ supportet werden will, sollte der Griff eher zu einer Karte mit roten Manakosten gehen. Hat man dabei aber nur die Wahl zwischen Goblin Bushwhacker und Goblin War Paint, kann man ja immer noch den Batman hatepicken.
Bleiben wir abschließend bei etwaigen Splashes. Blau zB geht immer gut und gerne. Mit Karten wie Vapor Snare oder Umara Raptor macht man sich wahrscheinlich keine Freunde (auch wenn der Raptor hoffentlich welche findet…), wird sie aber problemlos ins Deck integrieren können. Weiß und Rot sind ebenfalls splashfreudig, weil die splashwürdigen Karten meist die Form von Removal annehmen und das selten in den frühen Zügen benötigt wird. Schwarz hingegen ist dermaßen schwarz, dass ich versucht bin politisch nicht korrekte Nebensätze in diesen hier zu integrieren. Grün geht es letztlich nicht besser. Harrow ist nicht wirklich eine Karte, um den Splash sicher zu machen, und nach kurzem Überlegen will mir als Karte eigentlich nur Territorial Baloth einfallen, für den ich ein paar Bäume fällen würde.
Zur Veranschaulichung und für die Studenten im Raum noch ein Paar exemplarische Decklisten (mit und ohne Splash):
1 Skitter of Lizards
1 Goblin Bushwhacker
2 Akoum Battlesinger
2 Highland Berserker
3 Goblin Shortcutter
1 Goblin War Paint
1 Molten Ravager
2 Crusher Zendikon
1 Slaughter Cry
1 Magma Rift
2 Claws of Valakut
1 Inferno Trap
1 Bladetusk Boar
1 Unstable Footing
2 Spire Barrage
1 Chandra Ablaze
1 Smoldering Spire
16 Mountain
1 Guul Draz Vampire
1 Soul Stair Expedition
1 Pulse Tracker
1 Bloodghast
4 Vampire Lacerator
1 Ruthless Cullblade
1 Blood Seeker
5 Surrakar Marauder
1 Vampire Nighthawk
1 Mindless Null
1 Crypt Ripper
1 Brink of Disaster
2 Vapor Snare
1 Sky Ruin Drake
1 Unknown Rare
1 Quicksand
1 Soaring Seacliff
1 Piranha Marsh
3 Island
11 Swamp
Zur weiteren Veranschaulichung ein Mono-Color Draft von Pete Jahn. Es gab auch eine nette Anleitung für Mono-Rot Drafter von einer spanischen Seite, den ich erst geboorkmarked hatte, dann aber verwarf und jetzt nicht mehr finden kann.
[UPDATE] Charly hat in seinem Blog ebenfalls ein paar praktische Exempel zum Thema statutiert.
Showing Off
— 19-10-2009 —
Wenn mich jemand fragte, antwortete ich stets, dass wenn ich mir die Byes holte, Paris fällig wäre. Was ich dachte, war stets, dass meine Zendikar-Limited Erfahrungen letztlich zu gering sein dürften, um auch nur annähernd über die deutsch-belgische Grenze zu gelangen, so dass meine Motivation wie eh und je lautete, dabei sein ist alles und bloß nicht zu sehr verzocken (und wenn, dann bitte derart, dass mir es selbst nicht auffällt).
Letztlich ist es nicht so, dass ich es nicht versucht hätte und bei den gleich zwei Möglichkeiten, die sich mir vorvergangenes Wochenende boten, tat ich sicherlich nicht schlecht dabei. Doch letztlich war es so, wie es bereits an der Fußgängerbrücke, die man unterquert wenn man Dortmund Richtung Bochum mit dem Zug verlässt, und später dann in meinem Block stand: “No surprising News”.
Weitere Zettel dieses Blocks sind mit T-Konten gefüllt, auf denen die Anfangssaldi stets gleich sind und die ein “ME” im Soll und den “OP” im Haben anzeigen. Es gibt deren viele und nicht das geringste Anzeichen doppelter Buchführung, aber was unten rauskam, war oft zu meinen Gunsten.
Immer noch zusammenfassend lässt sich sagen, dass ich in den zwei Tagen an zwei GPTs zweimal das Halbfinale erreichte, ohne aber den Sack letztlich voll zu machen. Ein nicht unschöner Schnitt, der meinen Boosterbestand wesentlich vergrößerte und wohl auch mein Limited-Rating in noch nie gewesene Höhen katapultierte (letzteres nur der Vollständigkeit halber erwähnt).
Zugegeben, in Dortmund war es schon etwas einfacher, wenn man als 12te rdas Turnier kurz vor Anmeldeschluss komplettiert und ein Blick übers Teilnehmerfeldchen einen - selbst mit gutem Gewissen und nur einem Hauch der Magicspieler sonst so anhaftenden Überheblichkeit - alleine drei Spieler identifizieren lässt, die sich später wie intern prognostiziert am unteren nicht-draftenden Ende der Standings befinden. Am anderen Ende meine Wenigkeit dank folgendem Deck:
1 Cliff Threader
1 Kor Skyfisher
1 Kazandu Blademaster
1 Ondu Cleric
1 Makindi Shieldmate
1 Kor Cartographer
1 Journey to Nowhere
1 Pitfall Trap
1 Narrow Escape
1 Goblin Bushwhacker
1 Plated Geopede
1 Goblin Shortcutter
1 Torch Slinger
1 Ruinous Minotaur
1 Bladetusk Boar
1 Geyser Glider
2 Tuktuk Grunts
1 Murasa Pyromancer
1 Burst Lightning
1 Chandra Ablaze
1 Explorer's Scope
1 Expedition Map
1 Teetering Peaks
1 Kabira Crossroads
7 Plains
8 Mountain
Erwähnbare Sideboardkarten:
2 Unstable Footing
1 Nimbus Wings
1 Bold Defense
1 Brave the Elements
1 Devout Lightcaster
Eine runtergeloste dritte Runde und ein Sluft, der unbedingt zocken will, später darf ich mir beim Top8-Draft als erster aussuchen, wo ich denn sitzen möchte, um folgendes zu draften:
2 Welkin Tern
1 Aether Figment
1 Tempest Owl
1 Merfolk Wayfinder
1 Merfolk Seastalkers
1 Windrider Eel
1 Spell Pierce
1 Cancel
2 Paralyzing Grasp
1 Whiplash Trap
2 Steppe Lynx
2 Kor Aeronauts
1 Kor Skyfisher
1 Noble Vestige
1 Pillarfield Ox
1 Emeria Angel
2 Pitfall Trap
1 Arrow Vollay Trap
1 Kabira Crossroads
8 Plains
8 Island
Erwähnbare Sideboardkarten:
1 Brave the Elements
1 Lethargy Trap
2 Bold Defense
1 Trapmaker's Snare
1 Nimbus Wings
1 Quest for the Holy Relic
Das wirkt schon realitätsnaher. Letztlich war es wohl die handvoll Füller, die mir das Genick brach. Im Halbfinale gegen ein Deck zu spielen, das kaum angriff, half nicht sonderlich, weil die Trapkarten so gut wie kaum eine Reichweite haben (was okay ist, da man sich so weniger darüber aufregt, dass einem die Krabbe bereits die zweite Pitfall Trap in den Graveyard befördert). Die Sideboardkarten sind übrigens deswegen erwähnenswert, weil sie die einzigen anderen Karten in U/W waren und das obschon ich dank dem Engel eigentlich konstant ab Booster 1 in den Farben war.
Ein paar Stündchen später saß ich in Dülmen, hatte gerade einen unscheinbaren Pool registriert und bekam meinen persönlichen Groundhog Day geschoben:
1 Goblin Shortcutter
1 Molten Ravager
1 Ruinous Minotaur
1 Torch Slinger
1 Geyser Glider
2 Tuktuk Grunts
2 Magma Rift
1 Inferno Trap
1 Unstable Footing
1 Chandra Ablaze
1 Steppe Lynx
1 Kor Skyfisher
1 Kor Aeronaut
1 Kor Sanctifiers
1 Kor Cartograph
1 Pillarfield Ox
1 Journey to Nowhere
1 Day of Judgment
1 Conqueror's Pledge
1 Explorer's Scope
1 Trusty Machete
1 Kabira Crossroads
Erwähnbare Sideboardkarten:
1 Nimbus Wings
1 Seismic Shudder
Die Wings boardete ich vermutlich immer, da ich nur einmal gegen blau spielte und es sonst in vielen Spielen so war, dass man (in diesem Falle ich) sich wünschte, dass eine Kreatur mit Evasion und ‘ner dicken Hose auf der eigenen Seite des Boards lag. Sonst musste entweder getrickst werden, was die Manabasis ein wenig überforderte, oder durch zu viele eigene oder zu wenig gegnerische Kreaturen gewonnen werden. Dass letzteres nur gegen einen Gegner klappte, da aber gleich in beiden Spielen, wird den Day of Judgment sicher nicht beliebter gemacht haben.
Da 52 Leute anwesend waren, reichte am Sonntag das Erreichen des Finales für die Möglichkeit auf den Byeschlaf, was mir aber erneut vergönnt blieb. Wenn auch absichtlich, denn mit folgendem Deck lässt sich meiner unbescheidenen Meinung nach nur schwer verlieren:
2 Guul Draz Vampire
1 Blood Seeker
1 Bloodghast
3 Surrakar Marauder
2 Nimana Sell-Sword
1 Vampire's Bite
1 Grim Discovery
1 Hideous End
3 Welkin Tern
1 Gomazoa
2 Merfolk Seastalkers
1 Sky Ruin Drake
1 Shoal Serpent
1 Into the Roil
1 Whiplash Trap
1 Piranha Marsh
2 Jwar Isle Refuge
7 Island
7 Swamp
Der Piranha Marsh verdiente sich seinen Slot aufgrund der Vampire und der Geschichte mit den 10 Leben. Der Gedanke war offensichtlich, dass 10 Leben größer 11 Leben sind…
Im Viertelfinale habe ich nicht wirklich darüber geweint, dass mir das Deck auf fünf Spells zehn Länder präsentierte, weil drei der fünf die Marauder waren und der Gegner zwar Artefakte legte, diese aber weder Power geschweige denn Toughness hatten.
Das Halbfinale begann ich mit der Frage, ob der Andre (Luff - seineszeichens Nats Top8 und meine einzige Niederlage in den Swissrunden an diesem Tag; dreimal dürft ihr raten, was mir länger im Gedächtnis bleibt) denn überhaupt nach Paris wolle und wie es mit Talis & Logis aussehe. Als er beides bejahte, stellte ich meine nächste Frage an den Judge und ließ mir versichern, dass jetzt der richtige Zeitpunkt wäre, an dem mir Andre ein unmoralisches Angebot machen darf (unzensiert habe ich relativ bold gefragt, ob jetzt der richtige Zeitpunkt wäre, an dem mir der Andre erzählt wie sehr er mir den Schwanz lutschen möchte (so oder knapp ähnlich und nicht zur Nachahmung empfohlen)).
Der Judge bestätigte und Andre und ich gaben uns die Ehre mit den Decks mehr als nur eine kurze Runde im Viertelfinalpark zu drehen. Zwischendrin setzt sich Genosse Judge - Michael W. nebenbei erwähnt - zu uns, blätterte in seinem iPhone und meinte, dass er die Stelle, die bestätigt, was er gerade bestätigte (die Möglichkeit des Price-Splits und des Drops vor der letzten Runde eines GPT), nicht mehr finden könnte und das unsere Absprache deswegen regelungerecht wäre. Es folgten ein paar Minuten in denen ich wahlweise droppe, mal concede (was aufgrund der Booster-Absprache eben Bribery wäre und für Andre und mich tiefergehende Konsequenzen hätte), dann unser Spiel für offiziell erklärt wird, um es dann letztlich doch wieder zu revidieren. Es ging also hin und her, ich wurde vielleicht etwas lauter, aber es wollte sich keine Lösung finden, bis Michael dann doch über den Passus stolperte, der meinen Drop und meine abgesahnten Booster legitimisierte. Das Spiel gegen Andre verlor ich übrigens, weil er es mir derbe mit dem Giant Shroud gab, bevor ich es ihm mit Grim Discovery auf Piranha Marsh und eben jenen Landdrop für Intimidate geben konnte.
Doch wieso gab unser Held nun doch kurz vor dem Ziel auf? Waren es die Preis-Booster (es waren M10 Booster, was ich zwar erst später erfuhr, was aber meine Meinung nur geringfügig geändert hätte)? Hatte Andre tatsächlich mit einem Blowjob gelockt? Waren es Zweifel an dem Deck? Wollte ich mir vielleicht die ersten drei Runden in Paris aufsparen, um nur ja Zendikar-Sealed zocken zu können?
Wir werden es wohl nie erfahren…
Tag der Launch Party - Heiligenhaus
— 02-05-2009 —
Ein verdammt angenehmer Tag. Easy Business par excellence. Relaxation vor Frustration. Ein Acht-Mann-Sealed gefolgt von einem Acht-Mann-Draft, wobei es zwischendurch eine Auswechslung gab, bei der zwei Spieler, die es sich danach von Hinten gaben (okay, bei dem einen weiß man es nicht, vermutet aber, und der andere zockte “Behind”) durch zwei andere ersetzt wurden, die dann erst aus dem 1sten Mai-Koma erwacht sind.
Aber seht selbst:

Ich verlor in beiden Fällen nur jeweils gegen den Stefan, gewann dafür aber in beiden Fällen gegen den Michael und den Marc. Fühlte sich an wie Hin- und Rückrunde…
Hier noch mein Draftdeck, das sich eine Mana Cylix oder den G/W Borderpost mehr gewünscht hätte:
1 Ethercaste Knight
1 Jhessian Infiltrator
1 Naya Hushblade
1 Bant Sureblade
1 Valeron Outlander
1 Darklit Gargoyle
1 Vedalken Outlander
2 Winged Coatl
1 Esperzoa
1 Gluttonous Slime
1 Aven Trailblazer
1 Naya Battlemage
1 Topan Ascetic
1 Esper Sojourners
1 Leonin Armorguard
1 Esper Cormorants
2 Glassdust Hulk
1 Thopter Foundry
1 Unsummon
1 Resounding Silence
1 Crystallization
1 Hindering Light
2 Fieldmist Borderpost
1 Arcane Sanctum
1 Rupture Spire
4 Island
4 Plains
5 Forest
Unberührt:
1 Bant Panorama
1 Vectis Agents
2 Angelsong
1 Hindering Light
1 Bone Splinters
1 Cumber Stone
1 Obelisk of Bant
1 Naturalize
Sehr interessant noch die Diskussion, ob ich die im Alara Reborn geöffnete Lavalanche hätte hatepicken sollen oder nicht. Ich tat es nicht und hoffte darauf, dass mein Nebenmann, der dicke in Naya war, das tat, was er tat, ohne es mir ihr zu tun - nette Tat. Apropos Naya. Neben meinem gerade erwähnten Nebenmann war mein anderer Nebenmann ebenfalls in Naya, wenn auch in einer anderen Gewichtsklasse. Stefan gab sich die 5-Power-Partei und Heiko wählte mehr das einfache Volk. Diesmal war es an dem Adel zu gewinnen.
The Golden Key - oder - Prerelease Party hard!!
— 10-01-2009 —
Nicht nur der Charly bekommt Mails aus dem Wizards'schen Hauptquartier, auch ich wurde gestern Abend mit folgenden Zeilen bedacht:
The following DCI membership has changed:
Brand: Magic
Membership type: Coordinator
Membership level: Advanced
Das ist, nach einer kurzen Recherche in den Wizards Play Networks (WPN) Levels, fachchinesisch für den höchsten Level, den man als normalsterblicher Turnierorganisator so erreichen kann.
Da scheint sich meine jahrelange Arbeit on- wie offline und mein unermüdliches Engagement um die Szene ja endlich bezahlt gemacht zu haben. Es dauerte zwar seine Zeit, aber so wie es aussieht, wird 2009 ein rosiges Jahr!!
Derart beglückt tat ich das, was jeder an meiner Stelle getan hätte, und nachdem ich vom Klo wiederkam, checkte ich, ob sich das auch auf meiner personellen DCI-Seite wiederspiegelte. Und es tat es.
Schritt zwei war ein wenig langwieriger, weil die Jungs keinerlei Ahnung von User Interface Design zu haben scheinen (wem sag ich das; die Magic-Seite spricht hier ja Bände), aber nach ein paar Klicks an den richtigen Stellen und et voila, ich hatte zwei Events sanktioniert; ein Conflux Prerelease Sealed und einen Booster Draft, so als Side- oder Nachevent.
Der einzige Haken ist, dass die Location nicht stimmt. Hier konnte man nur welche auswählen, die man in der Vergangenheit bereits mit einem Event beehrte, aber da werde ich mich am Montag drum kümmern. Ein kurzer Anruf bei den Jungs in Dreieich und das wird behoben. Ich hörte, die sind in der Hinsicht verdammt flexibel. Sollte das wider erwarten nicht klappen, kann die Sache bestimmt auch beim Sascha im CD-Shop stattfinden. Der wird nix dagegen haben, mal wieder ein kleines Event im Shop zu haben, nur wie wir Bella, die werte Dame des Hauses, überzeugen, steht auf einem anderen Blatt. Wenn aber alles klappt, findet die Session wie gehabt im Club in Heiligenhaus statt.
Das mit dem Conflux Prerelease war bisher nämlich eine weniger erfreuliche Geschichte (Atog rantete bereits), da unser Haus-TO - die bezaubernde Frau vom Jörg, Tina, die sich sonst um solche Angelegenheiten kümmert - es versäumte die benötigte Anzahl Neuanmeldungen ranzukarren und der eigentlich geplante Termin platzte, da keinerlei Berechtigung in Form des Core Levels mehr vorlag, um Prereleases zu veranstalten.
Aber, es wendet sich scheinbar alles zum Guten. Ich habe unsere interne Mailingliste bereits benachrichtigt, über Nacht gleich mal ein gutes Dutzend Voranmeldungen für den Termin im E-Mail-Postkasten gehabt und erwarte weitere im Verlauf des Wochenendes. Alle sind happy und voller Vorfreude auf die Tage, die da kommen werden!!
Meine kommenden Tage werden gleichfalls ereignisreich, gilt es doch Produkt zu besorgen - hier lasse ich meine Connections in die Universal Cards Headquarters spielen, damit die genug Produkt und Prereleasekarten rüberwandern lassen - zu checken, ob die Location noch verfügbar ist und Werbung zu machen, damit auch ja genug auftauchen.
Apropos Werbung, ich kann jetzt ebenfalls Grand Prix Trials anmelden und auch wenn für Hannover nur ein Event pro TO erlaubt ist, so scheint die Zahl für Rotterdam nicht beschränkt zu sein, so dass ihr euch an den kommenden Wochenende nicht zu viel vornehmen solltet!!
Decklisten der Top8 PTQ HH
— 28-10-2008 —
Vorhin eine E-Mail vom stets dankenswerten Paluschke erhalten, der die Top8 Draft-Decks des wochenendlichen PTQs in Hamburg aufs virtuelle Papier brachte (TMM top8ete und berichtete). Da ich vorhin zusätzlich selbst einen Draft vergeigte und ich Falkos Arbeit nicht mit meinem Mail-Trash-Ordner “belohnen” möchte, hier die Decks, noch unkommentiert weil gleich Schlafenszeit, die Kartennamen verlinkt und das Komplettpaket leider noch nicht mit Sebs MtG-Helper WP-Plugin veredelt (einen etwaigen Draft-Viewer müsst ihr euch denken, dazu die Aüglein ganz ganz fest zudrücken, bis sich Blitze und kleine Egelwesen auftun und durch die Dunkelheit zucken, und dann noch ein wenig mehr):
Standard??
— 21-09-2008 —
Heute Gestern also das Standard-Event beim Card Con in Dortmund. Ich berichtete, ihr last. Lest mehr:
Nach First Pick Puncture Bolt gefolgt von Mudbrawler Cohort aus dem schwachen Booster, gab es als zweiten Pick des zweiten Boosters den Deus of Calamity und irgendwo noch die Tattermunge Witch. Ergo gab es viel Rot mit einem Hauch von Grün für eben die Hexe und den Aerie Ouphes aus Eventide. Eventide war gar so nett, dass ich doppel-Clout of the Dominus in den vorletzten Picks bekam (okay, das ist nicht so selten) aber das auf einen meiner fünf U/R-Knaben (2 Hopper, ein Bandit, eine Crag Puca und dem handelsüblichen Mimic) und die Sause konnte starten.
Moment, werdet ihr jetzt denken, Standard-Turnier und der Evil erzählt uns hier was von seinem random Schimmelhaufen, der letztlich nur für den zweiten Platz reichte, weil Michael Müllers U/W-Aura auf dem 3/3, nicht von roten Kreaturen blockbar, das Spiel sehr zu seinem Vorteil umbog??
Fakt ist halt, dass sich zum Standard-Event satte 6 Spieler (naja, 5 Spieler und der Martin Brenner) bekannten, was halt zu wenig ist. Im Legacy-Teil schaffte man zwar das doppelte, aber das doppelte von 6 ist auch nur das Dutzend (ein sehr lautes Dutzend - super störend teilweise die Legacy-Spieler, da freut man sich, wenn die mal aus der Pubertät raus sind (random Diss Ende)), was relativ wenig ist, wenn man bedenkt, dass man damit gerade gut genug einen Eierkarton füllt und noch zwei Eier übrig hat, um so manchen Control-Spieler auszustatten (okay, genug random Disses for today).
Zurück zu den nackten Zahlen. Sechs Spieler plus zwei Offizielle gleich ein Draft. Unsanktioniert, da Ute den Daniel entbehren konnte (zwei Judges für zwölf Leute klingt doch zu sehr nach ABM) und dieser einfach mir nichts dir nichts die “Fragmente von Alara”-Booster aus dem Kofferraum zauberte. Er arbeitet ja nicht umsonst bei Universal (wohl aber nicht mehr lange). Okay, es war leider doch kein SoA beim Draft(s.o.); aber er hat sie vertickt, verdammt günstig sogar…
Die erste Runde durfte der Ralph dran. Er hat sich was Grün/Rotes gebastelt mit gewichtiger Gewichtung auf Grün, was nicht nur auf den Wistful Selkie zurückzuführen war (dank Murphy gab es natürlich das Play, wo er Turn drei den Mountain neben die zwei Wälder packt und stöhnt, weil der Selkie nicht raus zum Spielen konnte).
Spiel 1 war schnell vorbei. Ich hatte den 1 Drop, gefolgt von Stream Hopper plus Aura als 2 Drop, was zusammen dank Giant Baiting zwei Runden später für den Sieg reichte. Spiel 2 zeigte sich, dass 16 Länder doch etwas zu geizig sein können, weil nicht eins davon auf der Starthand Platz nahm. Also Mulligan und die weniger aggressive Hand, wenn auch wieder mit Hopper und ernergischem Durchsetzungsvermögen. Ich prügelte ihn von 20 auf 17 auf 11 (Cohort + Aura) auf 8 (die Kohorte musste ab hier aussetzen, weil zu viele Blocker; sie starb eh einen Zug später wegen eines unnötigen Angriffs meinerseits) auf 5 (auch nur, weil Ralph es zuließ, dass mein Hopper in letzter Sekunde (also quasi, nachdem er die Blocker schon deklariert hatte) über den 4/4er drüberhüpfte (man merke, Shroud != Unblockable) auf 4 (die Aura verschwand im Rachen des Wickerbough Elder) auf nichts mehr, weil der 1/1er plus 12 Lands nicht viel gegen eine stetig wachsende Armee auf der Gegenseite unternahm. Spiel 3 zeigte sich bei mir eine Mana-Normalverteilung (also alles, wo Spells größer Länder) und das Match war nach sechs Turns besiegelte Sache.
Runde 2 gegen den Herrn Brenner, der extra die anderthalb Stunden gefahren war, um sich hier den Draft zu gönnen Standard zu spielen. Hätten wir mit unseren Standard-Decks performt, wäre ich mit meinem Stuffy Doll / Spitemare / Pyroclasm-Ungetüm ungefragt in sämtliche Ritzen gefistet worden (da kennt der Brenner sich aus, seine neueste Obsession: ManDingo, nicht zu verwechseln mit Mandingo). So aber pilotierte er die schwerfällige U/W-Armada, während meine Mannen leichtfüßig und grazil (naja, zumindest leichtfüßig) über die Red Zone tänzelten. Erwähnenswert nur Spiel 2, weil er nur da Gegenwehr leistete. Und was für welche. Im Damage Race unterlag ich, fast, da 1 Lebenspunkt bekanntlich 1 Lebenspunkt ist und ich mit meinem Noggle Bandit im Play gegen seine drei Jungs noch genau einen Ausweg hatte: es muste das zweite Clout her. Eins lag bereits im Friedhof und der einzige spielerfeindliche Burnspell (Puncture Blast) lag darüber.
Ich habe selten so treffend getopdeckt.
Bleibt das Finale gegen Herrn M. Müller. Er begann das erste Spiel (er hatte meinen Ungerade-würfelnden Würfel entlarvt und nutzte das zu seinem Vorteil), ich fuhr nach Paris, ich verzockte, er gewann. Die Situation ungefähr so: Er kontrolliert Ballynock Cohort - getappt, weil im Angriffs-Modus, zwei ungleiche Mimics und eine Mistmeadow Witch (dazu passend sieben ungetappte Ländereien) im Spiel. Ich einen Intimidator Initiate, eine Tattermunge Witch, den Stream Hopper und die Aerie Ouphes auf meiner Seite. Die Witch (seine, obv) musste weg. Auf der Hand hatte ich dafür einen Mountain (bei fünf Gleichgenannten im Spiel) und eine Clout of the Dominus, ich zog aber einen Puncture Bolt. Lebenspunktestand: ich 7, er 8.
Das gute Play (nicht zu verwechseln mit dem guten A, das ist ein anderer Sender) wäre ergo gewesen, Clout auf den Hopper anzutäuschen und den Initiate auf einen der beiden Mimics zu aktivieren. Seine Witch entfernt meinen Hopper und wird vom Puncture Bolt in den Nebel zurückgeschossen aus dem sie gekrochen kam, was für eine zweite Aktivierung des Initiates für den zweiten Mimic sorgt. Danach kann ich ihn gemütlich mit dem Ouphe und der Tattermunge attackieren und auf 3 Lebenspunkte bringen, während die 1-Drops die Stellung halten. Das schlechte Play war es, zwar die Witch wie oben beschrieben abzuschalten (auch wenn er sie sich auf die Hand zurückbouncte), aber nicht einmal den Initiate zu aktivieren und entschrechend auch nicht anzugreifen, sondern einfach “Go” zu sagen.
Spiel 2 begann dann ich und er fuhr nach Paris (ich lieh ihm meine Google-Maps-Reiseroute) und ich gewann.
Als wären Barrenton Cragtreads nicht genug, legte er später im dritten Spiel (meine Jungs kamen nicht so recht aus dem Quark) ein Steel of the Godhead auf eben jene und aus “für mich nicht blockbar” wurde “für mich nicht blockbar im Quadrat mit Sahne”. Die Sahne bestand aus Lebenspunkten für ihn und einer Arterienverfettung bei mir. Das alte Schleckermaul.
Beim Rarepicken am Ende konnte ich mich nicht beschweren: Cascade Bluffs, Boartusk Liege, Wort, the Raidmother (da hatte ich im Draft einen Puncture Bolt drüber gepickt) und Memory Plunder, den ich dem SlimDieta die Tage auf einem der von mir gejudgten Pre/Release-Events in die Poritze einführen werde. Der mag so etwas.
Draft- statt Fußball-Fieber
— 10-06-2008 —
Ich bin sicherlich einer der wenigen, der diese Tage bei runden Dingen eben nicht an Leder denkt. Stattdessen überlege ich mir, welche Stärke / Widerstandskraft wohl eine “Nationalelfe” hätte, dass ein Foul definitiv ein Spontanzauber wäre (ein Tor entsprechend eine Hexerei; Ecke, Freistoß und Elfmeter analog) und, dass gerade das “Handspiel” eher unter die Dusche als auf den Platz gehört.
Aber man kommt halt nicht drum rum. So auch gestern, beim Shadowmoore-Draft im Chez Dannys in Mülheim adR, als ausgewählte Handys freudvoll vibrierten, um Halbzeitstände zu verkünden, oder daran zu erinnern, dass es ja schon spät sei und das Bett so leer und so (okay, das wohl nur auf meinem Handy).
Der Draft begann recht friedlich. Man positionierte mich zwischen dem Kiri (der ist für aggressive Haufen bekannt) und dem Marc, der gerne BG draftet, zumindest in den beiden Drafts an denen wir beide teilnahmen - alles andere als aussagekräftig also - und ich meinte mit einem Steel of the Godhead einen guten ersten Pick getan zu haben. Aufgrund meiner bisherigen Erfahrung (satte zwei SCG-Premium-Artikel, die beide vom U/W-Aggro Draft-Typ handelten) kam mir das wie ein gutes Zeichen vor. Ich machte mit einer Briarberry Cohort einen weiteren Schritt in diese Richtung, als Blau ausblieb. Nicht direkt, aber die Spielqualität der schwarzen Karten nahm zu, während die der blauen Karten sich im Initiate-Bereich tummelten. Also sah ich schwarz. Hier und da griff ich in die Mühl-Strategie, aber mit nur einem Memory Sluice keine fruchtbare Entscheidung. Im fünften Pick des zweiten Boosters entdeckte ich im hinteren Abteil eine Oona, wie sie ängstlich und einsam und vor allem ungewollt auf einer Bank saß. Ich zählte die Karten, vergewisserte mich, ob die Karte real war, wollte gar fast einen Knicktest machen, checkte mein Wasser, aber nein, sie war echt. Kiri beschenkte mich von rechts später noch mit einem Murderous Redcap, ich strich eine Menge blauer Karten aus meinem Repertoire und das kam dabei rum:
1 Ghastly Discovery
1 Merrow Wavebreakers
1 Silkbind Faerie
1 Elsewhere Flask
1 Scuttlemutt
1 Wingrattle Scarecrow
1 Oona, Queen of the Fae
1 Torpor Dust
1 Gravelgill Axeshark
1 Fate Transfer
1 Incremental Blight
2 Glooomlance
1 Corrupt
1 Murderous Redcap
1 Cinderbones
2 Cultbrand Cinder
1 Faerie Macabre
1 Traitor's Roar
1 Crowd of Cinders
2 Smolder Initiate
4 Island
13 Swamp
In der ersten Runde gab ich Davids Kartenstapel den gemischten Todeskuss. Es ist eine Technik, die ich von Zeit zu Zeit anwende, gerade, wenn ich sehe, wie zuvor die Land / Spell-Verteilung auf intelligente 2 zu 1 gebracht wird. Zur Erhaltung des weltlichen Gleichgewichts, mulliganten wir beide im ersten Spiel, doch während er auf zwei Ebenen vertrocknete (es zeigte sich offensichtlich keine Insel) gab ich ihm links wie rechts mit zufälligen Kreaturen aus meinem Wunderladen. Das zweite Spiel versprach interessanter zu werden, weil wir gefühlte 5 Turns nichts machten außer Länder legen und wo ich das Scuttlemutt präsentierte, hatte er den Oversoul of Dusk. Einfach so, mit fünf Ebenen. Großer Sport. Ich legte dafür Oona, er zeigte mir wie passend Armored Ascension sich auf der Seele machte und schon waren 11 meiner Lebenspunkte dahin. Ab da blockte ich jede Runde mit einem grünen 1/1 Faerie Rogue Token, bis ich genug davon hatte, er einsah, dass blocken doch nicht so überwertet ist und von der Offensive in die Defensive wechselte, bevor ich ihn mit der Masse überflog. Irgendwo dazwischen spielte das Incremental Blight seine kleine aber entscheidende Rolle. Der ursprüngliche Plan meinerseits war übrigens das Scuttlemutt auf die Aura zu benutzen, um sie schwarz einzufärben, aber Scuttlemutt ist zum einen kein Rolling Stones Fan und macht zum anderen nur an Kreaturen rum.
Zeit für den Danny. Wir hatten uns als einzige die schwarzen Freuden geteilt, als befänden wir uns in einem Freudenhaus an der Elfenbeinküste (wobei Elfenbein ja eher auf weiße oder für die ganz-um-die-Kniekehlen-Denker auch grüne Freuden hindeutet). Er kombinierte gleich zwei Incremental Blight mit zwei Kulrath Knights und hatte zudem Murderous Redcap sowie eine Gloomlance im Gepäck. Nur bei den sonstigen Kreaturen musste er mit dreifach Oona's Gatewarden und Co. zurückstecken. Aber erst einmal musste ich einstecken. Meinem frühen Druck fiel mein ganzes Removal zum Opfer; ich verteilte es, als wäre Karneval in Rio (jopp, ich bin urlaubsreif). Wie das mit dem Druck aber nunmal so ist, irgendwann geht's nicht mehr und dann fällt er ab, der Druck. Mir fallen hier explizite Beispiele ein, aber defacto bedeutet es, dass er einen Ritter beschwor, einen anderen Ritter daneben pflanzte, die Gloomlance für meine Oona zückte und ich auf Sumpf-Flut für meine einzige Handkarte (Corrupt) und Dannys 14 Lebenspunkten hoffen durfte. Kurz nachdem ich die zweite Insel zog, war ich dahin, trotz Corrupt. In Spiel zwei war es dann doch das Corrupt, dass ihn zur Strecke brachte, gerade, als es er sich auf 7 stabilisierte und begann den Tisch vollzupflastern.
Im Spiel kamen wir zu der Frage: Was passiert eigentlich, wenn ich mit meinem Murderous Redcap angreife und der Danny mit seinem blockt? Er tat es bereit- bis unfreiwillig mit einer Mischung aus jugendlichem Leichtsinn und katzenhafter Neugierde und das große Rätselraten begann. Ich ging die Sache natürlich logisch und für mich vorteilhaft an und entschied folgendermaßen:
Beide Rotkäppchen sterben, beide Persist-Effekte gehen auf den ominösen Stapel und da ich der aktive Spieler bin, darf meiner unten schlafen. Ergo muss Dannys zuerst raus, wo der Schadenseffekt auf den Stapel geht und er ein Ziel für den einen Schadenspunkt zu bestimmen hat (es traf eine bald sehr tote Vogelscheuche meinerseits). Danach erhebt sich mein Redcap und poppt Dannys, um als “last Goblin Assassin standing” zu überleben.
Spiel Drei war nicht viel länger, weil er die Länder zog und ich die Spells. Er verzockte es hier auch ein wenig, weil er eben nicht das Disturbing Plot spielte, um sich eine seiner Kreatur zurückzuholen. Er muss hier das Conspire mehr als Pflicht denn als Kür abgetan haben.
Dann eben der Jörg. Irgendwie landen in seinem Deck immer die Mirrorweaves, so auch diesmal. Wir sollten ihn mal mit anderen Boostern draften lassen.
Er hatte den unverschämten RGW-Haufen mit zweifachem Devoted Druid für den einfachen Deus of Calamity und weiteren schweren Jungs aus der Common-Krabbelkiste. Ich ging 0-2 ohne Verlängerung ein. Im ersten Spiel weil sich nur ein Corrupt als potentielle Gegenwehr zeigte und im zweiten Spiel, weil zwar schon 3 Länder auf der Starthand waren, aber alles darüber hinaus erst viel zu spät auf die Idee kam, mitspielen zu wollen.
Bei 8 Mann reichte es trotzdem für den zweiten Platz und somit beim Rare-Drafting für Mystic Gate, Deus of Calamity, Spawnwrithe und Plague of Vernim in exakt dieser Reihenfolge und den Foil-Karten sei Dank.
So wurde wenigstens ein Tor in diesem Spiel abgestaubt…
Banquilo
— 18-01-2008 —
Long time no Blog. Mal sehen, ob das noch funktioniert. Wie war das…
Es ist ja nicht so, dass ich untätig gewesen wäre. Ich bloggte bereits am Anfang der Woche, weil da die grauen Zellen noch am mitteilungsfreudigsten sind und das Vergessen etwas ist, was sie sich für die Zukunft aufheben wollten. Ich copy & paste einfach (ist ein längerer Textausschnitt - die zu nehmende Ausfahrt ist entsprechend markiert):
Wenn die Optionen so zahlreich sind, wie just gerade, die Zeit so sehr zu verdrängen gilt, tut man doch sicherlich nur das einzigst richtige, wenn man die Fieberträume vom eigenen Nudistenklub (”Die Freunde der Sonne” - regelmäßige Treffen an den Wochenenden, um in buddhistischen Retreats an der österreichischen Grenze dem Körperkult nachzugehen) noch ein wenig postponed, um stattdessen das neue Nada Surf Album zu hören - in der Hoffnung, dass die Lieder besser werden [sie wurden nicht besser - EB], als das, was man jetzt gerade hört, weil man hat ja noch andere Alben, die sich im WinAmp spielend als Ersatz anböten - und dabei das Wochenende Revue passieren zu lassen.
Vorhang uff…
Am Samstag durfte Düsseldorf dran glauben. Im beschaulichen Stadtteil Benrath nicht unweit vom gleichnamigen Schloß, haust der SlimDieta im x-ten Stock mit Wendeltreppe aber ohne Lift. Eine Hürde, die es zu nehmen galt, was, wenn auch grunzend, absolviert wurde. Soweit so gut. Erster Tagesordnungspunkt sollte ein Chaosdraft werden. Nachdem wir den beiden Mitspielern Micha und Philip für unsere Altware noch heftigst die Euro abluchsten (wo ist eigentlich meine Hälfte??), öffneten wir freudig strahlend Lorwyn, Betrayers of Kamigawa und 10th Edition Booster in etwa genau dieser Reihenfolge.
Ich erdraftete folgendes:
2 Festering Goblin
1 Genju of the Fens
1 Squeaking Pie Sneak
1 Terror
1 Warren Pilferers
2 Throat Slitter
1 Boggart Loggers
1 Horobi's Whisper
1 Call for Blood
1 Hidden Horror
1 Lys Alana Huntmaster
1 Elvish Harbinger
1 Civic Wayfinder
1 Llanowar Elves
1 Changeling Titan
1 Gnarled Mass
1 Unchecked Growth
1 Sylvan Scrying
1 Incinerate
1 Torrent of Stone
1 Viashino Runner
1 Prodigal Sorcerer
17 Lands
Ich würde lügen, wenn ich behauptete, dass ich mir ob der Kreaturentypeninteraktion zwischen Lorwyn und der 10ten bewusst gewesen wäre. Doch da die anderen mit Lorwyn nun mal gar nix und mit Betrayers nur noch vernebelt etwas anfangen konnten, hatte ich zum einen genug Zeit mir der Interaktion bewusst zu werden, und zum anderen den Sieg sicher im Sack. Es wäre flawless abgelaufen, wenn der Dieta mich nicht unendlich geflooded hätte.
Es folgen zwei Runden Chaos-Multiplayer unterbrochen von der ein um anderen Fackel der Freude, Tiefkühlpizza und der Frage, was der Nachbar im Haus gegenüber wohl auf seine Videoleinwand projizieren ließ und wieso es kein Porno war. Im ersten Spiel droppt Philip Turn 4 die Moat, ich gucke auf mein Ex-EDH (der Ex-Status dadurch bedingt, dass ich den General richtig rum reingemischt und random Non-Basics hinzugefügt hatte) und überlege, wie wahrscheinlich es ist, eine von vier möglichen Solutions gegen die Verzauberung zu ziehen. In der Zwischenzeit pingten Michas Tims dank einer Superman Aura fröhlich durch die Gegend und Dietas Artefaktdeck war geistig zuviel für ihn, so schlecht zockte er. Wir gaben ihm zwischendurch Ratschläge, damit es nicht zu beschämend für ihn aussah. Ok, eigentlich nur, wenn wir nicht gerade über ihn lachten. Den Sieg sicherte sich Philip, der Flieger hatte, Rebellenkette sei dank.
Im zweiten Spiel begrüßte mich die Kartenhand mit sowohl Disenchant als auch Naturalize und ich fragte mich, ob der Nachbar was dagegen hätte, auf seiner Couch ein Stück zu rutschen. Ein Mulligan später zeigte sich früh eine Jitte und eine Essence Warden, was reichte, um Michas Flashantrieb ins Stottern geraten zu lassen. Ich ließ mir kurz erklären, wann ich mit welcher Marke was wen und wie abzustellen hätte und sein Versuch endete mit einem Hulk auf dem Tisch und dem guten Teil der Combo (exklusive Kiki-Jiki, die kam später für ein ebenfalls nur kurzzeitiges Gastspiel - die Jitte ist ein harter Kritiker) in seinem Friedhof. SlimDieta verzockte sich bestimmt und Philip konnte nicht anders, als mir dir stetig wachsende Anzahl an Riten (seien sie schwarz oder kaballisch) auf seiner Hand zu zeigen und den gedachten Turnmarker sonst untätig durchzureichen. Auch die Riten hatten einen zweiten (und später dritten) Auftritt: So sorgte ein recht großer Consume Spirit für einen Lebenspunkteverlust meinerseits und Gegenteiliges bei ihm. Es sollte noch nicht ganz reichen, ich prügelte mit Jitte equippten Randomtieren auf sowohl dem Dieta (der nix machte und das was er machte aus dem Blog klagen würde, damit er nicht zu schlecht dasteht) und eben Philip rum, bis mir ein Yawgmoth's Will und derselben Prozedur wie bereits zuvor die letzten Lebenspunkte nahm.
Von Düsseldorf ging es via Umweg über Essen nach Dülmen keine gefühlten fünfzehn Minuten später.
Statt auch Dülmen spielberichtend durch den Blog zu jagen (ich könnte die Top-Decks in den DeckCheck eintragen, wobei vielleicht eher morgen), stattdessen ein kurzes Ergebnis (*hust* 4-3 *hust*) und eine neue Version des B/R LD (diesmal mit einem stilvollen Namen, den ich meine bereits genutzt zu haben, aber hier kann ich irren):
Stoned Rain
4 Rain of Tears
4 Avalanche Riders
3 Faultgrinder
3 Shriekmaw
2 Makeshift Mannequin
2 Molten Disaster
4 Thoughtseize
2 Pyroclasm
2 Incendiary Command
1 Liliana Vess
2 Chandra Nalaar
1 Damnation
2 Profane Command
2 Coldsteel Heart
3 Mindstone
4 Graven Cairns
2 Sulfurous Springs
9 Swamp
8 Mountain
Banquilo:
4 Cryoclasm
3 Stupor
2 Damnation
3 Sudden Death
3 Magus of the Moon
Das Deck sieht zwar immer noch so aus, als wären die Anzahlen mit einem W4 und Krark's Thumb erwürfelt worden, aber das tolle ist, ich muss den Haufen nicht groß verteidigen. Wie gestern bereits beim Draft dem Jörg erzählt, reicht es mit dem Deck und einer gesunden Portion Selbstvertrauen auf einem Turnier aufzukreuzen (ich empfehle zwar “nur” FNM und drunter, so quasi Iserlohn oder so), dort entsprechenden Radau zu machen, die erste Runde pompös zu gewinnen und der Rest wird von der Psychologie erledigt. Das Schlüsselwort hier: “Landzerstörung”. (Nicht zu verwechseln mit “Kinderschänder”, auch wenn es an einigen Spieltischen etwa denselben Effekt hat…)
Bevor ich mich nun zurück auf meine Couch geselle, dort wartet bereits Philip Roth's “Exit Ghost”, lasst mich euch ein aufregend bis erfolgreiches Prerelease-Wochenende wünschen!!
Drei Decks
— 25-11-2007 —
Mit folgendem Deck ging ich vergangenen Montag beim privaten 9-Mann-Draft im “Chez Christophé” noch zarte und ungeschützte 4-0 gegen so Peeps wie den TrashT und den Tai:
3 Warren Pilferers
1 Boggart Loggers
1 Weed Strangle
1 Eyeblights Ending
1 Makeshift Mannequin
1 Nameless Inversion
1 Hornet Harasser
1 Flamekin Brawler
1 Inner-Flame Igniter
1 Tarfire
1 Caterwauling Boggart
1 Flamekin Spitfire
1 Smokebraider
1 Adder-Staff Boggart
1 Tarpitcher
1 Flamekin Harbinger
1 Lash Out
1 Ashling
1 Hostility
1 Moonglove Extract
1 Auntie's Hovel
9 Mountain
7 Swamp
Nach Nameless Inversion über Epic Proportions (ich wollte mal nicht derjenige sein, dessen Versuche mit Hilfe der Aura aus Kleinem Großes zu machen durch die andere Karte vereitelt werden - weiterhin wusste ich, dass ich damit meinen zu Fütternden verdammt sicher in Grün festsetze) folgten Eyeblights Ending und Tarfire. Später gab es den Booster mit Lash Out, Hostility, Thundercloud Shaman, sowie einer vierten roten schon besseren Karte, bei dem Christoph den Schamanen in sein aggressives Deck steckte und so für mich die Elemental Incarnation blieb.
Gestern gab es beim 93-Mann PTQ in Dortmund nach einem registrierten Shizz-Pool folgendes gülden Sealed Deck:
2 Mirror Entity
1 Judge of Currents
1 Kithkin Greatheart
1 Kinsbaile Skirmisher
1 Avian Changeling
1 Surge of Thoughtweft
1 Oblivion Ring
1 Neck Snap
1 Streambed Aquitects
1 Inkfathom Divers
1 Mulldrifter
1 Merrow Reejerey
1 Silvergill Adept
2 Silvergill Douser
1 Aethersnipe
1 Amoeboid Changeling
1 Pestermite
1 Benthicore
1 Wiungs of Velis Vel
1 Faerie Trickery
1 Familiar's Ruse
1 Vivid Creek
6 Plains
10 Island
Ohne Frage die Freifahrkarte gen Top8-Draft (da konnten selbst meine “Skills” nichts mehr dran rütteln, auch wenn ich mir zweimal sehr viel Mühe gab und gegen den Herrn Radloff schon so manches aus der Bibliothek zu schütteln war). Das eine Loss übrigens durch den 11-Removal 12 Elemental-Mann Alexander Löffler.
Wen es interessiert, nicht gespielte blaue Karten: Merrow Commerce, Forced Fruition, Spellstutter Sprite (diese im Mirror aber gegen das Core geboardet).
Bleibt der Top8-Draft. Nach den üblichen scherzhaften Einleitungen meinerseits, gab es den Draft mit Analog-Uhr, bei dem es sehr unrhytmisch zur Sache ging, weil nach jedem Pick gewartet wurde, bis der Sekundenzeiger auf der 12 lag, was gerade bei den letzten fünf Picks sehr nervenaufreibend wurde, weil es erst hieß, “Ihr habt 15 Sekunden für den Pick” und danach galt “Ihr habt 45 Sekunden Zeit darüber nachzudenken, wie gut oder schlecht der Pick war”.
Um mich nicht selbst zu sehr zu degradieren, beschränke ich mich darauf, zu behaupten, dass die Booster alle recht trocken (ich denke hier an Beef Jerkys oder frigide) waren, zumindest die, die ich aufmachte. Am Tisch selbst tummelten sich nur so die Incarnations (so gab es den Mann mit Doppel-Dread und obschon ich Purity aufmachte (aber eben erst in Booster numeros tres), sollte es imo weniger an meinen Draftskills gelegen haben. Ich hätte wohl beim Rare-Draften bleiben sollen, aber selbst da war nix zu holen…
So begann ich mit Mulldrifter, entnahm einem leeren zweiten Booster einen Smokebraider und bekam noch eine Pestermite geschoben, als es plötzlich Ende war mit blau. Wie sich später herausstellte, hatte der Prüser zur Rechten ein Guile geschoben bekommen, nachdem der zu seiner Rechten ebenfalls eine blaue Karte über die Inkarnation bevorzugte. Da Blau nun dicht war, schaute ich mich in anderen Farben um und vermeinte Rot und Grün offen zu sehen. Leider habe ich das Riesenthema nicht völlig durchgezogen (dann hätte ich, wie Orti empfahl, nämlich die beiden passenden Goblins gepickt und weitere Riesen über meines Erachtens bessere grüne Karten bevorzugt), so dass das Resultat der Haufen folgender Art war (Interracial at its best):
1 Elvish Handservant
1 Leaf Gilder
1 Lignify
1 Fistful of Force
1 Immaculate Magistrate
1 Briarhorn
1 Gilt-Leaf Ambush
1 Jagged Scar Archers
1 Cloudcrown Oak
1 Lys Alana Huntmaster
1 Bog-Strider Ash
4 Blind-Spot Giant
1 Changeling Berserker
2 Mudbutton Torchrunner
1 Lash Out
1 Inner-Flame Acolyte
1 Lowland Oaf
1 Inner-Flame Igniter
1 Giant's Ire
8 Mountain
9 Forest
Im Viertelfinale versuchte ich es alternierend mit Bestechung (nachdem ich in den Swissrunden dank den beiden Entities einiges an Geld gespart hatte) und Trashtalking, aber ohne sichtlichen Erfolg, weil ich gegen Patrick zwar mit letzterem sehr gut punkten konnte, aber ersteres ohne Wirkung blieb. Sein B/G/w Elven-Treefolk-Mix tat sein übriges. Dass er mich im ersten Spiel mit der gesplashten Mirror Entity überrumpelte, könnte man Schicksal nennen, aber ich nenne es lieber verfickte Ironie!!
Versucht und Gescheitert - 15th Pick gewinnt
— 27-10-2007 —
So muss der Samstag beginnen. Kaum in Düsseldorf zum Trial angekommen, schon Top8 gemacht.
Bei nur neun Mannen war es nicht schwer einen zum vorzeitigen Drop zu bewegen, so dass statt Sealed + Draft nur gedrafted wurde und statt 28 EUR nur 10 über die Theke wanderten. Dank meiner bisherigen Drafterfahrung (in Worten: zwei) machte ich mir aber dank der Anwesenheit des Tais und des Mos keine große Hoffnung auf drei Stunden Sealed-Pool-Goldfishen in Stuttgart und zwar zu recht.
Nachdem wir die Reihenfolge der Booster festgelegt hatten (erst das Kithkin-Motiv, dann Elementals, abschließend Meerfolk, wer keine Meerfolk hatte, konnte mit Treefolk substituieren), den Judge - Genosse MMSchneider - überzeugten, dass Zeitansagen in den Telefonhörer gehörten und Zonendraften viel entspannter sei, konnte es losgehen.
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