Zwei Köpfe, ein Deck
— 10-02-2009 —
Am Mittwoch gab man, also ich, sich im Litfass in Essen die Ehre und zwar wollte man, wieder ich, an einem der kleinen netten Tische sitzen und eins seiner, also meiner, frisch kreierten Casual-Decks in die Fronten aus gestandenen Mannen (und Marion; die Frau ist schier überall und aktiviert so stets meinen Political Correctness-Filter) werfen.
So weit so einleuchtend. Aufgrund der Tischgrößen kommt es im Litfass öfter zu Viererkonstellationen, die, weil Chaos scheinbar verpönt, regelmäßig in 2HG-Orgien ausarten. (Irgendwo in diesem Satz ist eine fette Möglichkeit einen ganzen Bus voller anzüglichen Bemerkungen zu parken, aber ich will einfach die Lücke nicht finden - shizz!!)
Soviel zur Einleitung der Einleitung, kommen wir zur eigentlichen Einleitung.
Ich hatte drei Decks am Start:
• eine rot-schwarze Aggro-Discard-Monströsität mit den Verrottenden Ratten aus meinem Draftdeck vom Prerelease
• ein Versuch mit Urborg Elves auf der Retrace-Flashback-Life from the Loam-Schiene mit Quiet Speculation Engine nicht von den Gleisen abzukommen; es war letztlich nicht zügig genug
• mein “Wizards of the Yavimaya Coast”-Deck
und alle drei wurden in den Ring (okay, so rund sind die Tische dort letztlich nicht, sie haben aber - zu meiner Verteidigung - runde Ecken) geworfen. Das Wizards-Deck war dabei am erfolgreichsten - was sich ändern wird, wenn ich einen Ersatz für die Rakdos Guildmages gefunden habe, deren Aktivierung einfach zu manaintensiv ist -
Kurzer Aside vom Aside
Dass es im Magic zwei Arten des Spielens gibt (Constructed / Limited) und sich der Fokus der Designer&Entwickler rund um MaRo (und leider auch der Spieler, wie mir scheint) immer mehr zum Limited hinbewegt, sorgt meines Erachtens dafür, dass Karten, wie eben der Rakdos Guildmage, weil sie eine Fähigkeit haben, die im Limited einfach zu stark ist, diese Fähigkeit eben überteuert erhalten. Man vergleiche nur einmal den Rakdos Guildmage mit dem Simic Guildmage und die erste Fähigkeit vom Rakdos Guildmage mit Last Gasp aus demselben Block.
weiter mit dem Aside ersten Grades
und das Wizards-Deck war es auch, was mir gerade in die Hände fiel, als es darum ging mich ein wenig abzulenken und den Kopf von der Arbeit freizubekommen. Ein bis zwei Schwimmzüge mit dem Goldfisch wirken da bei mir sehr entspannend (onaniert hatte ich obv bereits).
Das Deck ist von mir schon auf das 2HG-Format ausgerichtet worden, hat es doch selbst keine wirkliche Option zu gewinnen (vom Angriff mit einer Horde Spitzhütler nach einem Biorhythm mal abgesehen). Es geht dabei mehr ums Rumzömmeln, ein wenig Rumtricksen und dem Zweitkopf dabei zu helfen, aus dem Quark zu kommen. Der Magus of the Candelabra ist dabei offensichtlich der sechszackige Schlüssel zum Erfolg.
So beim Goldfischen dann (irgendwo gerade müsst ihr die Überleitung zum Hauptteil verpasst haben), überkam mich die Lust ein 2HG-Deck der eher extremeren Art zu bauen. Eins, wo es letztlich fast egal ist, was der Zweitkopf spielt, welches aber schon auf's Teamplay bedacht ist und nicht im Solitär-Modus solange nach rechts und links getappt wird, bis den anderen am Tisch inklusive mir die Freude vergangen ist.
Ich kam auf folgenden grünen Zweig:
4 Magus of the Vineyard
4 Eladamri's Vineyard
4 Magus of the Candelabra
4 Kitchen Finks
4 Squallmonger
4 Feral Hydra
4 Forgotten Ancient
3 Garruk Wildspeaker
3 Puppet Strings
4 Candelabra of Tawnos
1 Zuran Orb
4 Mishra's Factory
2 Gaea's Cradle
2 Llanowar Reborn
3 Treetop Village
11 Forest
Das Hauptaugenmerk liegt offensichtlich darauf, dem Zweitkopf bei der Manaentwicklung unter die Arme zu greifen. Das macht der Weingarten auch beschwipsterdinge für das gegnerische Siamesenduo, doch werden die eher selten den Effekt der Hydra nutzen wollen, noch werden ihnen Länder und Kreaturen enttappt - zumindest nicht von mir.
Die Idee mit der Feral Hydra stammt dabei vom Ingo, die Squallmonger sind ein Ifh-Biff Efreet Ersatz (dessen Lebenserwartung ähnlich der des Warmongers ist, den ich mal testete, nur nie zu sehr überzeugt und überzeugend) und die Mishra's Factory erhielten den Vorzug gegenüber den neuzeitlichen Mutavaults, weil man sie auf Changelings, etwaige eigene Fabriken, Urza's Factory Token und den Assembly-Workern selbst des Partners aktivieren kann. Alternativ kann man zur Blinkmoth Nexus greifen, nur gibt es da (noch) weniger Ziele.
Das Deck ist eher theoretischer Natur. Seltene Artefakte aus Editionen von vor Fallen Empires sind mir absent und mein Dritter Planeswalker ist in der Reinigung. Dennoch demonstriert es, nur auf dem Papier, wie interaktiv sich 2HG-Decks gestalten lassen, wenn man ein wenig die Augen offenhält.
Dafür muss man sich noch nicht einmal mit dem Zweitkopf abgesprochen haben. Es reicht, sich die Karten, die man spielt, genauer durchzulesen, wie mir erst neulich bei Quiet Speculation auffiel. Die lässt sich nämlich auch super auf den Partner spielen, so er denn dran gedacht hat Flashback-Karten ins Deck zu packen. Gleiches gilt für fast jeden Kartenziehspruch oder eben die diversen Enttap-Effekte, wie oben exemplarisiert. Was erstaunlicher nicht geht, ist in des Partners Friedhof rumstochern, um ihm unter die rekursiven Arme zu greifen. Zumindest nicht in Grün und selbst Schwarz dürfte da Probleme haben.
Abschließend geht es, also ich, noch einen Schritt weiter. Wieso denn beim 2HG aufhören?? Die Emperor-Variante dürfte gleichfalls von einem derartigen Deck profitieren, so man denn in der Mitte sitzt und seine Schäfchen zur Rechten und zur Linken unterstützen will.
Das müsste man, immer noch ich - gerne auch ihr, mal ausprobieren…
Minuette
— 12-07-2008 —
Frühstückslektüre: Eventide Spoiler
Der Grund: 2HG-Prerelease; der Christoph kauft gerade Brötchen, die Atogs drehen sich noch mal im Bette rum und alle kommen sie mit, denn das Fantasy-Warehouse in Iserlohn wird das Ziel.
Die Ironie: Man könnte mich totprügeln und ich bekäme keine drei Shadowmoor-Kartennamen über die blutigen Lippen, aber Eventide will in kürzester Zeit bis ins kleinste Detail memorisiert werden. Das erinnert an die Unizeit, wo das auch bei den Klausuren (alternativ: Vornamen beibeschlafener Kommilitoninnen am nächsten Morgen) schon eben nicht klappte…
Das Fazit: Beck's newest oeuvre “Modern Guilt” is as sweet as sugar pie with a lot of honey and cream all over its diabetic body and a single red cherry tops it all!! (Diese Danger Mouse Beats sind einfach unschlagbar)
Das Eventide Fazit: Das Set hat Potential und ist dennoch nicht für den Arsch!!
Unrasiert und abgeschmiert
— 21-04-2008 —
Obschon sich die Teamquote am gestrigen Sonntag in Köln mit 11 Riesen fast verdoppelte, sank die Anzahl der anwesenden Frauen um das Dreifache, nämlich von 3 auf 0. Dies tat meiner Stimmung einen leichten Abbruch (ich performe ganz gerne in front of (noch lieber on top of) der weiblichen Bevölkerungshälfte) und selbst Christoph war ob der gestrigen Niederlage seiner präferierten Fußballmannschaft beim DFB-Pokal-Endspiel eher angeschlagen, denn angeheitert, zumal der Schiedsrichter (”die olle Pfeife”) sehr bayern-freundlich das Spiel pfiff, wie uns (wir wurden von den “Strauchdieben” begleitet) auf der Hin- und Rückfahrt des öfteren versichert wurde.
Unsere Laune stieg mit der Qualität unseres geswappten Pools, der dank doppel-5-Mana Gottheit (der rot-grüne und der grün-weiße) in Verbindung mit durchgängig spielbaren weißen Karten (Christoph spielte daraufhin nur Plains) und der bereits mehrfach auf diesen Seiten verzeichneten Limited-Qualität der Gruul-Gilde rot-grünen Karten aus Shadowmoor. Begründet in der Mischung aus hohen Zahlen unten rechts für wenig Kosten oben rechts, sowie der Burn-Affinität der good ol Mountains. Als wir dann noch einen Fulminator Mage geswappt bekamen, grinste ich den Kölner Dom einmal rauf und runter. Da fehlen mir nur noch drei.
Trotz der präsenten 11 Teams zockte man nur 4 Runden, so dass unser 3-1 für den 3ten Platz reichte. Das imo unsportliche ID im Finale sorgte für zwei ungeschlagene Teams und ließ mich den good ol Frisör zitieren, der da einst in seiner unscheinbaren Weisheit sprach:
Auf FNMs und Prereleases wird nicht gedrawed!!
Christoph kennt diesen Spruch schon zu genüge, ist aber nur halb so sehr davon überzeugt, wie ich. Wenn es darum geht, sich Preise zu sichern, werden selbst so gesetzte Worte wie die gerade zitierten geflissentlich und unproblematisch ignoriert. Naja, es kam ja nicht dazu, dass wir in der letzten Runde an Tisch 1 saßen, um mit dem gegnerischen Team den Beabsichtigten zu beabsichtigen.
Den Judge markierte der Manu of GPT Brüssel-Deckswap-Fame. Er brachte alles flüssig über die Bühne, obwohl er war letztlich mehr Beiständer als benötigt. Aber wie sagt sich so schön: “Ohne Beiständer keinen Beischlaf”.
Die obligatorische Niederlage in der fatalen dritten Runde gegen das Team, das im letztmöglichen Zug auf die Idee kommt alles verfügbare mit Power und/oder Toughness nach rechts zu drehen. Unschönerweise standen wir dort und landeten so im Visier des Mannes, der alle ungeblockten Mannen zu weniger kleinen 4/1ern mutierte. Ich schaffte es zwar den einen der beiden davon zu überzeugen, dass die vier ungeblockten Knaben maximal 12 Damage austeilten, aber der andere Kopf war ein kühler und rechnete uns vor, dass die 16 Schadenspunkte genau drei über denen lagen, die wir noch auf unserem Konto hatten.
Beteiligt an unserer Niederlage auch die Tatsache der komplexen Manaverteilung im 2HG. So zogen Christoph und ich die letzten paar Turns Landmasse nach Landmasse und das trotz der scheinbar goldenen Zahlen von 17 (in seinem Fall, weil kaum Fett auf den Manapolstern) und 18 (in meinem Fall, weil so ein 6/6er mit Trampel und Stone-Rain-Fähigkeit nicht zu lange auf der Hand schmoren sollte). Beim 2HG ist ein Screw / Flood einer Riesen-Hälfte eben fast doppelt so fatal. Sei es, dass man im frühen Spiel keine Füße unter den Tisch, bzw. keinen Druck auf den Tisch bekommt, oder im späten Spiel die unschöne Landtasche trifft, bei dem einem jeder Draw-Step wie ein Deja-Vu vorkommt. Wenn dies auf der Gegenseite eben nicht passiert, schlagen so zwei Fäuste auf einen Riesen und man kann selbst nur mit einer Faust verteidigen.
Dies betrifft aber nur die eigentliche Anzahl der Länder. Was die Farbvoraussetzungen betrifft, so ist die Edition meines Erachtens nach verdammt handzahm. Das mir einfallende Colorfixing (dieses Landwechsel-Artefakt und die Manamorphose) ersetzt sich selbst, ist aber, Abseits kurioser Splashes, oder wenn man unbedingt den Grim Reaper auszocken muss, nicht benötigt und ich schüttelte jedesmal innerlich den Kopf, als ich einen der beiden Spells sah.
In einem Spiel sah ich gleich zwei Artefakte und die Morphose und gegen dasselbe Team gewannen wir im ersten Extra-Zug auf folgende fast schon stilvolle Art und Weise:
Der Boden ist dicht, Flieger sind ebenfalls benebelt, sie sind auf 3 Lebenspunkte, wir auf einiges mehr und sie versuchen die Bahn gen Draw zu deichseln, während wir noch den Sieg wollen. Das übliche Szenario eigentlich. Ich hätte einen meiner beiden Burning Trails ziehen können, stattdessen ziehe ich Traitor's Roar. Der Haken, ich habe weder zwei gleichfarbige Kreaturen, noch haben sie eine ungetappte Kreatur mit Stärke 3+ (auf der 4/4-Flying-Flash-Mauer lag die U/W Tap-Aura (als diese mit den Worten “4/4-Flying-Flash Mauer” gespielt wurde, entgegnete ich “Aua”, blieb aber der einzige, der grinste). Aber sie haben den Mann, der einer geblockten Kreaturen +2/+2 gibt. Wir starten entsprechend den All-In-Angriff, im Block zeige ich fast zu theatralisch auf den Knaben und behaupte, dass dann ja wohl unser 3/3er gegen den 2/4er einschieben kann und obwohl sie erst noch zögerten, spielten sie es scheinbar sicher und zack, nach dem Angriff vier Damage ins Gesicht und wir siegten.
Apropos Siegen, nächsten Samstag ist Hagen dran. Irgendwie fällt mir dazu das Wort “Fersengeld” ein. Der Sache werde ich nachgehen.
Have you seen it all??
— 19-04-2008 —
Einer der Gründe, wieso ich immer wieder und vor allem immer wieder gerne 2HG-Prereleases zocke, ist Christoph, mein 2HG-Partner in Crime seit dem Grand Prix Amsterdam Debakel im letzten Jahr (vom Grand Prix-Standpunkt aus betrachtet, weniger wegen unserer Performance) - eigentlich schon seit den Trials zu eben jenem Grand Prix und garantiert noch bis zur XXXten Edition.
Der andere Grund, wieso ich das 2-Köpfige dem 1-Köpfigen vorziehe, ist strategisch einfach und einfach strategisch. Es ist in kaum weniger Zeit möglich durch die schiere Kartenanzahl, die bei einer Partie 2HG über den Tisch wandert und dabei miteinander interagiert, einen besseren Eindruck vom Sealed-Format, ja vielleicht sogar von der ganzen Limited-Chose an sich, zu erhalten. An einer Partie sind nicht nur doppelt soviele Personen beteiligt, sondern mit ihnen steigt die Anzahl der Decks und letztlich die Karten selbst. Es ist fast so, als würde man zwei Pornos (hier stand mal “Tennisspiele” - ich werde alt) gleichzeitig gucken.
Entsprechend motiviert und mit der Hand lässig im Schritt ging es also heute gen Iserlohn, um im dortigen Fantasy Warehouse die Tabletop-Regale zu rocken. Bei nur vier 2HG-freundlichen Terminen in komplett Deutschland (also nicht nur hier, wo es kocht) ist die Auswahl letztlich nicht groß und da Christoph - leicht nachzuvollziehen - wenig Muße hatte wieder nach Rotterdam zu fahren, blieb es bei Iserlohn. Marcus und Marion, of Couchmagic-Fame und mit orangenen Kulis bewaffnet, begleiteten uns. Auch dies ein gern gesehenes und regelmäßiges Happening, obschon wir den obligatorischen Termin am Futtertrog nach dem Event cancelten. Christoph faselte entschuldigend etwas von BVB und DFB und da er fuhr, hatte er wortwörlich das Steuer in der Hand.
Im Store fanden sich sechs, gefühlte sieben, Teams ein und nach den handelsüblichen Startschwierigkeiten, der Auflösung des ein oder anderen Regelmythos, wurde direkt losgebaut. Da ich gleich noch was vorhabe (aka Damenbesuch) und Christoph eh fast den ganzen Pool Zuhause hat, damit er in der Halbzeitpause seiner Hausaufgabe nachgehen kann, überspringen wir geflissentlich den Teil mit dem Decks und den Pool und der Abnutzung meiner Cherry-Tastatur mit meines Erachtens zu vielen Zusatztasten (da ist eine mit einem “K” (nein, nicht die zwischen J und L) bei der ich nie verstand, was die macht - es passiert nichts, wenn man draufdrückt; noch nicht einmal in Kombination mit anderen Tasten…).
Grob umrissen zockte ich alles was schwarz war. Hybrid sei dank, ist das nicht gerade wenig. Spoiler gab es mit dem blauschwarzen 5-Mana-Mann (”Schauderfürst des Wandertriebs”), der Mitternachts-Todesfee und dem Vasall des Aschenmoors, aber erstaunlich wenig Removal. Ich gab den Plan Mono-B zu zocken auf, um mit drei strikt roten Karten (nix verwaschenes halt) der Gegner Kreaturen Herr zu werden. Christoph holte aus den Restfarben gleich 7 Removal-Spells, so dass seine und meine random Dorks nach rechts gedreht recht wirkungsvoll zu Gange waren.
Meine bisherigen hocherleuchteten Eindrücke von der Edition, quasi die Karten, die mir Freude bereiteten, sind Schicksalstransfer, die Geköderte Vogelscheuche und der Kettenbrecher. Sobald ich die englischen Namen runtertippen kann, ohne ständig nachschauen zu müssen, gibt es diese, vorher eben das, was ich von den Karten ablese — so nebenbei, war Deutschland nicht mal das Land der Dichter und Denker?? Wenn dem so ist, wieso klingen Namen wie “Wanderessig-Wurzelhacker” oder “Schotterkiemen-Axtkämpfer” wie mit Babelfish übersetzt?? Was ist überhaupt “Wanderessig”?? Und wieso steht auf der Karte “Die Wanderessig-Wurzelhacker kann von grünen Kreaturen nicht geblockt werden.” anstatt “Die W-W kann nicht von grünen Kreaturen geblockt werden.”??
Bereits im Lorwyn-Block überkam mich das ein oder andere Mal das Gefühl, dass bei der ein oder anderen Karte das ein oder andere falsch gelaufen ist. Auf den Tribal-Duals fehlt der “Tribal”-Type, der Kinsbaile Skirmisher hat kein Flash und gerade die kreaturenreichste Farbe hat nur zwei Changelings; das wirkt wie vorgelegt aber nicht abgezogen (Christoph erklärt euch bei einer Autofahrt mal, was das bedeutet). Ähnliche Gefühlsnuancen überkamen mich heute beim Prerelease (nur so schreibt man es richtig, copy&pasted noch heute!!), als ich zum Beispiel im Combat das Narbenschuppen Ritual spielen wollte. Was ja nicht ging, weil es eine Hexerei ist, wie der aufmerksamere der beiden Gegner (der ohne ADS) bemerkte. Weiterhin gibt es mir zu viele Hybrid-Karten-Cycle. Random farbige Hybrid-Kreatur, die von random andere Farbe nicht geblockt werden kann; die Hybrid-Auren, die Hybrid-”Götter”… Es wundert mich nicht, wenn die Anzahl der Hybrid-Karten im Set durch fünf teilbar wäre.
Wie ihr bereits merktet, gibt es zum eigentlichen Zock nicht viel zu sagen. Wir waren in einem Spiel unendlich flooded, so dass uns der Turn4 (random Elf suchte zuvor Land aus der Bib, roch wie der 2/2er für 3 Mana, nur dass dieser 1/1 für 3 ist) GR-Hybrid-Klotz von der Straße schob, weil wir erstaunlicherweise (wo ist die Statistik, wenn man sie braucht??) keinen der sieben Spells zogen, die dem Trampler ein Bein gestellt hätten. Der Rest wurde souverän gewonnen, so dass der zweite Platz und drei Booster abgegriffen wurden. Der Rucksack und ein T-Shirt wurden zufällig verlost, aber der Zufall meinte es besser mit jemand anderem. Lobend zu erwähnen: Trotz der sechs Teams wurden vier Runden gezockt.
Und morgen?? Da geht es weiter, in Köln, mit dem Christoph (weniger gut drauf, weil die Chancen für die Dortmunder weniger berauschend sein sollen), wenn wir das Playset “Brunnen vergiften” ziehen, dann wird das gezockt, wir werden damit gewinnen und ich werde davon berichten.
Montag Morgen Mix
— 28-01-2008 —
First things first
atog28 aka Marcus Malden aka one half of M[kaufmännisch-und]Ms ist neuer Redakteur bei Magic Universe. Nice one. Wenn er demnächst noch Comics für PlanetMTG zeichnet, steht seiner totalen Megalomania nichts mehr im Wege. Apropos Comics. Pischner hat Fotos von kackenden Schulmädchen am Cut und ich frage mich, ob ich der einzige bin, der diese den TobiH'schen Ergüssen vorziehen würde. Vom Niveau her schon vergleichbar, zumindest aber genauso lustig… Diskutiert hier!!
Next Topic
Gestern ging die Morningtide Prerelease-Saison vorrüber. Christoph und ich gaben uns die 2HG-Road-Tour quer durch zwei Staaten und gefühlten drei Bundesländern und nach zwei Zweitplatzierungen (bei 8, respektable 12 Teams) und zwei Nicht-Zweitplatzierungen (bei mal mehr mal weniger Teams) kamen wir unisono mit den M&Ms bereits am Sonntag Morgen auf der Fahrt ins sympathische Paderborn zu folgendem Fazit fürs LMMMMM-2HG-Format:
Da spielt man die eine Insel für den Blausplash und hat dann später so auf der Starthand drei davon am Start.
Last but not Least
Gerade eben ne Mail an Wizards geschrieben:
Hi there
Is it just me, or do you also have so many aggressively placed advertisments when you do your daily check of mtg.com??
The top banner is just an impertinence and the last time I clicked on a cardname to get your gatherer-popup - well it was probably the last time I did this. It's like 30% card and 70% Google Ads and I am really sure I didn't click on the cardname to get me some nice Google Ads.
Perhaps you could raise the MSRP of booster packs by 2 cents to cover your server-costs.
Just my own 2 cents
EB
<spam>Jaja, mein Englisch sucked, wie deine kleine Schwester…</spam>
Mittelalter Käse gesucht - gerne älter
— 22-01-2008 —
Zeit ist immer ein wichtiger Faktor.
So ist es gerade 18:18 Uhr (purer Zufall) und ich lausche für die nächsten 56:43 Minuten Bendix - Crosswalk.mp3. Keine zwanzig Minuten vorher missstimmte mich der Radiosender beim Abendbrot mit der Nachricht, dass Kekse (grob gesprochen) zukünftig teurer werden. Entsprechend gilt es vorzusorgen, oder in die Niederlande auszuwandern. Die haben eine derart “leckere” Einstellung zu Backwaren, dass ich bei Besuchen links der Grenze regelmäßig meine Eltern verfluche nicht ein paar Meter weiter westlich ihren Wohnwagen Zelt aufgeschlagen zu haben.
Apropos Niederlande. Am Wochenende erst da gewesen. Genauer gesagt, am Samstag. Das einzig erreichbare und vertretbare 2-Headed-Giant Prerelease fand in Rotterdam statt. Christoph fuhr, auf der Rückbank pennten zwei Tärzer, weil es doch recht früh war und ich erzählte Christoph ein wenig über die zu erwartenden Karten aus Morningwood. Bei 150 Karten gehen 2 Stunden schnell um, die halbe Stunde Umweg über die A3 in die verkehrte Richtung nicht mitgerechnet.
In Rotterdam selbst herrschten zwar keine amerikanischen Verhältnisse, aber bei 64+ Leuten im Single- und 32 Teams im 2HG-Event waren eine Menge Oranjes am Cut. Das gefiel meinem “viel Feind, viel Ehr”-Gefühl. Da brauchte es nur einen brauchbaren Pool und Christoph und ich wären völlig in unserem Element: “2HG-Prereleases rocken”.
Um es kurz zu machen (ihr wisst ja, die Zeit) der Pool war brauchbar nur das mit dem Rocken wollte nicht. Kommt euch folgender Ablauf bekannt vor:
Runde 1: Random Rare-Spoiler des Gegners macht uns einen Zug zu früh platt.
Runde 2: Der Gegner hat Flieger + Removal + Titan's Revenge (gesplashed ffs!!), uns mangelt es an allem Drei.
Runde 3: Wir gewinnen, einer der beiden war bestimmt screwed; alternativ: flooded.
Runde 4: Christoph war zwar jetzt wach, aber dennoch verzockten wir es an einer Stelle.
Runde 5: Das Pseudo-Bye, da ein Team gedropped hatte und wech war, diese Tatsache aber vom Judge nicht so ganz bemerkt wurde (apropos Judge: Wieso muss ich auf jedem Event eigentlich mit denselben Daten kommen: 30 Leben, beginnende Team keine Karte, Free-Mulligan pro Spieler, Best of One und 3 Extraturns nach 50 Minuten).
Auf der Rückfahrt lasse ich den Tag Revue passieren, die Tärzer pennen mal wieder (sie sind jung, da braucht man den Schlaf noch; ausserdem haben sie Preise abgesahnt), und mir fällt auf, wie zeitintensiv so ein Event doch ist. Sogar wenn man nicht nach Holland gurkt. Folgende Milchmädchenrechnung:
2h Fahrt + 1h Registrierung (dauert immer so lange, erzählt mir nix; seltsamerdinge kann man sich selbst als Letzter registriert haben, die Stunde ist einem sicher) + 1h Deckbau + 6h Zocken + 2h Fahrt
Da ist der Samstag um. Betreibt man das alles ein wenig intensiver ist plötzlich das Wochenende weg, das darauffolgende und das darauffolgende ebenso und weil man es u.a. der Bettgenossin gesteckt hat, ist die auch weg.
Shizz…
