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Ausdrucks

— 03-06-2010 —

Gestern eine Mail erhalten in der es nach einiger anfänglicher Lobhudelei um die Tatsache ging, dass die Druckansicht des letzten Blogeintrages “im Gegensatz zum Text” alles andere als druckreif wäre. Die Kommentare wären nach Meinung des E-Mail-Schreibers für den Druck nicht weiter relevant (wenn er wüsste; ich habe jetzt Wichsmaterial für die nächsten zwei bis drei Wochen) und auch sonst befand sich zu viel Clutter (klingt so viel netter als Müll) drumherum.

Ich schaute mir die Sache pflichtbewusst an und fand das Szenario wie beschrieben, was mich aber nicht weiter wunderte, da die Einrichtung eines Druck-Stylesheets für die Blogs nie wirklich auf einer meiner To-Do-Listen aufgetaucht ist. Das wird sich ehrlich gestanden auch so schnell nicht ändern. Um aber dennoch die Druckwilligen zu beglücken, folgt an dieser Stelle eine Empfehlung, die sich an anderen Stellen im Netz ebenfalls hervorragend eignet, um einen längeren Text in gedruckter Form für zB die Bahn oder die nächste Vorlesung (hier musste ich gerade an meinen Neffen denken) vorzubereiten.

Die Rede ist vom Readability-Bookmark der arc90-Gruppe, das automatisiert große Textpassagen in einer Webseite findet und diese nach Bedarf und anpassbar für den Druck vorbereitet.

Der Spaß wurde direkt an den üblichen Verdächtigen getestet, aber mit eher mauem Ergebnis:

MTGBlogs.de — Wie wohl bei allen auf Wordpress basierenden Geschichten klappt es hervorragend. Die Navigation und die Kommentare werden entfernt, Bilder und Decks im Eintrag selbst werden beibehalten.

Couchmagic.de — Klappt ebenfalls ganz gut, was ebenfalls an dem Wordpress-Unterbau liegt. Unschönerweise werden die Decks nicht mit übertragen, so dass man da teils Lücken hat. Dafür klappt die Browser-eigene Druckfunktion dank entsprechendem Stylesheet hervorragend, weil mit Decks.

PlanetMTG.de — Auch hier Probleme mit den Decks. Die großen Bilder dürften so manche Druckerpatrone ans Existenzminimum bringen.

MagicUniverse.de — Wieder ohne Decks (das Script scheint einen eingebauten Netdecking-Filter zu haben) und die Kommentare werden mitausgedruckt, was bei so manchem Kommentar vom Bullshit Bruno aus Berlin zu vermehrtem Papiervebrauch führen kann.

DeckCheck.net — Jupp, noch immer keine Decks beim Ausdruck. Dafür gibt es dort die hauseigene Druckseite mit vorgezogenen Linien für Namen & DCI-Nummer.

DailyMTG.com — Die immer mehr einem Comic ähnelnden Artikel werden ebenfalls ohne Decks konvertiert aber ein Klick auf den Drucker oben rechts schafft Abhilfe.

StarCityGames.com — No Decks, no Fun, aber auch hier hilft die heimeigene Technik und der “Print this article!”-Link im Kopf des Artikels wird euer Freund.

ChannelFireball.com – Aus Decklisten wird eine Reihe unansehnlicher Kartenbilder, was die Sache für GerryT-Artikel eher unbenutzbar macht.

Blackborder.com — Die letzte zu testende Seite und selbst hier glänzen die Decks durch Abwesenheit (was meiner Meinung nach bei der Seite nur bedingt schlecht ist). Ebenfalls abwesend: eine Druckansicht.

Sehr ernüchternd das alles, aber vielleicht findet der ein oder andere die ein oder andere andere Verwendung dafür.

Für Freunde und Verwandte des iPhones sei noch Instapaper empfohlen. Macht in etwa dasselbe nur wird dabei gleichmal der Baumbestand geschont und es lassen sich bequem Zuhause getaggte Lesestücke woanders und wieanders abrufen. Wenn man nicht weiß, was man lesen soll, gibt es mit “Give me something to read” gleich die hauseigenen Appetizer obendrauf. So einen der Amerika-Fokus nicht weiter stört. Erfahrungsgemäß geht die Magic-Artikel-Quote gegen 0.

Wie gut oder schlecht das mit den gelisteten Seiten funktioniert, kann ich mangels iPhones nicht sagen. Neulich im T-Punkt wurde mir selbiges von einer Verkäuferin vorgeschlagen, doch als ich meinte, dass wenn ich mit mir selbst spielen wollte, ich nur die Hand in die Hosentasche schieben müsste, war auch dieses Thema und diese Verkäuferin und dieser T-Punkt gestrichen.

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