Heart-On
— 14-02-2010 —
Meiner Blase hatte ich es zu verdanken, dass aus dem “Oh yeah, heute steht mal weder Turnier, noch Kirche, noch Sleepover an, da lässt sich smooth ausschlafen” ein “Hey, wach auf du fauler Sack, du bist noch zu jung für ein Wasserbett” wurde und dies bereits um kurz vor 9. Ich also raus aus dem Schlaf, raus aus dem Bett, rein in die Nasszelle, rein in die Klamotten vom Vortag (netterweise braucht die Nase etwas länger, um aus den Federn zu kommen), eine Cap auf den Kopp und raus in den Schnee.
Schnee. Überall. Teilweise sogar noch in der Luft, aber zu oft und zu verlockend auf den vielen geparkten Autos, die sich vor meinem inneren Auge in Leinwände auf vier Rädern verwandelten. Nur was zeichnen?? Ich dachte direkt an Peace-Zeichen, die eine nette Abwechslung zu dem eher rechtsgerichteten Gedankengut wären, das sich sonst so auf den beschneiten Windschutzscheiben in der Gegend finden lässt. Um dabei nicht unfreiwillig Werbung für eine Stuttgarter Autofirma zu machen (Wie waren eigentlich die Verkaufszahlen von Mercedes im Sommer der Liebe?? Bei der Art von prädestiniertem Branding und den Möglichkeiten, die sich mit dem Stern bieten, ist es eigentlich verwunderlich, dass das Auto der Hippies der buntbemalte VW-Bus wurde… Ich schweife ab.), brauchte ich ein Negativ-Modell (spätere Recherchen im Internet zeigten, dass das Peace-Zeichen ein “männlicher”, weil dreibeiniger Mercedes-Stern ist).
Es gibt in meiner Gegend (”, meine Straße, mein Zuhause, mein Block…”) natürlich keinen einzigen Benz (nur zu viele Opel, was wohl das erwähnte Gedankengut erklärt, wenn ich mir deren Logo so näher betrachte), und wenn hätte ich ihn unter dem Schnee garantiert nicht erkannt. Also verwarf ich den Weltfrieden-Gedanken, den man Sonntag morgens kurz vor 9 halt so hat und kramte in meinem Oberstübchen nach einer passenden Alternative. Selbiges war durch die vorherrschende Kälte bereits im Aufwachmodus und ein Gedanke schlich sich auf leisen Sohlen in die Aufmerksamkeitszentrale: “Valentinstag”; zu einfach fast schon.
Um nicht zu auffällig zu wirken - es gibt hier einige schlafgestörte alte Damen mit einem Kissen vor dem stets-geöffneten Fenster, einem nervösen Zeigefinger und einer wählbereiten Drehscheibe (japp, so alt) - beschränkte ich mich bei meinem Soft-Vandalismus auf eindeutig weibliche Fahrzeuge (einem Ford Ka, den ich sogar unterm Schnee erkannte, und zwei weiteren Kleinwagen mit hellblauer Lackierung; sowie einen dritten Wagen dieser Art, auf dessen Stoßstange ein Regenbogen unter dem Schnee hervorlugte) und malte diesen schwungvoll Herzen (”erst den Vogel, dann das V”) a-front. Sinn dieser Übung war, wenn schon nicht für Weltfrieden zu parolisieren, dann doch wenigstens für ein bisschen intimes Gekuschel, da ich mir dachte, dass jeder halbwegs intelligente Mann ohne zu zögern den Credit für diese Aktion übernehmen wird und weiß, wie er sich dafür zu entlohnen hat. Go for it Boys!!
Wenn ihr mich aber jetzt entschuldigt, der Darjeeling hat Betriebstemperatur erreicht, da ist ein Ei auf dem besten Wege geköpft zu werden und diverse Rosinenbrötchen warten nur darauf bei lebendigem Leibe verspeist zu werden.
PS: Linkliebe: Silent Night Mix by Whyte Oktober (Februar wäre jetzt um so vieles passender gewesen) — für Musikfreunde mit eklektischem Musikgeschmack, wobei ich nach einer halben Stunde immer zum Anfang zurückspule; ich bin da eher der Kopfnicker and I like dem juicy beats…
140 und mehr
— 06-02-2010 —
Gerade eben den zweiten Teil von Handsomes Jund Primer editiert - geht in zwei Stunden online und es lohnt sich wach zu bleiben.
Zuvor ungesund ernährt und dabei “Moon” geschaut, der mich an “Up” erinnerte, den ich die Woche mit meinem Neffen sah. Grund dafür war, dass man nicht merkte, dass schon wieder anderthalb Stunden ins Land gezogen sind. Klare Definition von “kurzweilig”, auch wenn der Kleine wohl noch ein paar Jahre warten muss, bis wir uns den zusammen anschauen. Sam Rockwell kam mir bekannt vor, was an “Choke” liegt und an der Tatsache, dass ich seinen Namen immer mit Dean Stockwell verwechsele.
Mich mit Blick auf meine Magic-Karten Ordner nach dem Films gefragt (sie stehen halt direkt nicht unweit des Monitors), wann mich Wizards das letzte Mal so überrascht hat. Ravnica vermutlich; Lorwyn mit Abstrichen - eher Morningtide.
In Handsomes Primer auf einen seiner Twitter-Links geklickt. Dann auf den anderen. Dann selbst eingeloggt (dient nur der Namenssicherung; für MySpace kam ich zu spät, auf Facebook habe ich kein Facebock…) und mir angeschaut, was die Verfolgten so von sich geben. Klarer Favorit: Shit my Dad says.
Random Leute getweetstalked, erst in Berlin gelandet, dann im Intro Magazin, was mich an das relativ neue Album von Vampire Weekend erinnerte. Eine Google-Suche (”‘Bandname’ + ‘Albumtitel’ + blogspot”) und den ersten nicht-englisch klingenden Bloglink später, sind es noch 11 Minuten, bis die MP3s auf meiner Platte sind (es wird nicht lange dauern, bis sie da wieder runter sind).
Auch bei Intro eingeloggt, festgestellt, dass ich dort schon lange nicht mehr war, aber schon seit noch länger angemeldet bin. Sollte mal meine persönliche Top5 überarbeiten; “Charles&Eddie - Would I lie to You” würde einen hochrutschen, weil “Les Rythm Digitales - Sometimes” raus wäre. Stattdessen neu auf der 5: “Queens of the Stone Age - Another Love Song“.
Im Intro-Forum immer noch dieselben Knaben wie vor x Jahren. Will hier keine Namen nennen, aber viele kamen mir bekannt vor, auch viele Threads (was deren teilweise enorme Länger erklärt). Punkcows TV-Tips für die kommenden Tage zB. Ohne Farbfernsehgerät wird das zwar für mich eine graue Nummer, aber auch am TV-Programm hat sich nichts getan. Es scheint für Leute gemacht, die morgens nicht früh rausmüssen und gerade die - so das Klischee - interessiert die Art von TV-Programm nicht wirklich. Zum Abschalten.
PS: Dann lieber tumblen: Inpromtu.de
