Bernd-Predigt
— 28-09-2008 —
Liebe Gemeinde – wir haben uns heute hier versammelt, um zum einen gemeinsam die Geburt einer neuen Edition gebührend zu begehen und zum anderen den heiligen Bund der Spielbarkeit zwischen diesem Produkt und diesen Spielern zu schließen.
Ich bin dabei euer Hirte – nennt mich Bruder Bernd – und damit es euch an nichts mangelt, könnt ihr mit all euren Sorgen, Nöten, Ängsten und Fragen zu mir kommen. Ich nehme euch bei Bedarf auch zwischen den Runden gerne die Beichte ab, aber nur, wenn es sündig genug ist.
Der heutige Gottesdienst soll folgendermaßen von statten gehen:
- ich erteile euch den Segen und verteile dabei das Produkt
- wenn jeder 1 Tournament Pack und 3 Booster „Fragmente von Alara“ vor sich hat, könnt ihr das Produkt auf mein Zeichen hin öffnen und habt dann 10 Minuten Zeit euch mit den neuen Karten vertraut zu machen; eventuelle Fragen ob neuer Fähigkeiten oder schlechter deutscher Übersetzungen solltet ihr sammeln, um diese danach in einem offenen Gespräch mit der ganzen Gemeinde zu klären; es empfiehlt sich die Karten dabei zu sortieren, um später den Deckbau zu beschleunigen
- Pool-Registrierung + Poolswap; da die Namen der grünen Spalte auf den deutschen Listen alle englisch sind (uber-Fail, Hasbro.de!!), ist es sinnvoll, die grünen Karten nach den Sammler-Zahlen zu sortieren, um selbst bei mangelnden Englisch-Kenntnissen einen Faden zu haben, an dem man sich entlanghangeln kann
- nach der Aussprache habt ihr 50 Minuten – obwohl, da Christoph heute leider nicht da ist, dürften 45 Minuten reichen plus eventuell 5 Minuten für die Nachzügler – euch ein Deck zu bauen
- das Deck sollte mindestens 40 Karten inkl. Länder haben; sollten die vorhandenen Standardländer nicht reichen, könnt ihr euch bei mir welche auf die Zunge legen lassen; alle nicht gespielten Karten sind euer Sideboard
- Decks dürfen zwischen den Runden, also neben dem normalen Sideboarding, nach Belieben umgebraut werden
- bei X Spielern folgen Y Runden Schweizer System, jede Runde best of 3, zu je 50 Minuten + 5 Extrazüge; ihr kennt die Leier
- last but not least: Ergebnisse zeitnah (also sofort) an mich; der Verlierer kommt zu mir und teilt das Ergebnis mit; Namensnennungen sind hier von Vorteil
Bleiben die 10 Gebote:
- Habt Spaß. Sollte es einen Grund geben, weswegen das für euch nicht zutrifft, könnt ihr versuchen es zu ignorieren, oder euch an den Jörg oder mich wenden - bzgl. Manascrew, -Flood, einem schlechten Pool oder gegnerischen Spoilern bin selbst ich und mein “Arbeitgeber” machtlos.
- Ich habe Recht.
- Solltet ihr der ketzerischen Meinung sein, dass ich nicht Recht habe, können wir gerne darüber reden. Danach habe ich immer noch Recht, wenn auch vielleicht ein anderes als zuvor.
- Habt ihr Glaubens- oder Regelfragen, hebt die Hand, macht mich auf euch aufmerksam, ohne gleich die gesamte Nachbarschaft in Alarmbereitschaft zu versetzen und wartet; Grundsätzlich gilt, dass Fragen zu Layern nicht (zumindest nur bedingt korrekt) beantwortet werden. Ich kenne nur eine Leia und die ist aus dem Star-Wars-Imperium und Keuschheitsgelübde hin oder her, aber noch nicht mal die hätte ich angepackt.
- Hier steht im Original: “Du sollst nicht töten”; macht heute nur bedingt Sinn, also nehmt es nicht zu wörtlich.
- Du sollst nich stallen.
- Ihr sollt nicht begehren eures Nachbars Karten, also untersteht euch Karten aus den Pools raus an andere Mitspieler zu vertauschen; wir sehen alles – das ist unser Leitmotto. Das betrifft Karten, die ihr eventuell von Zuhause mitgebracht habt. Ihr sollt auch nicht stören eures Nachbars Spiel. Zugucken ist gut und schön, vielleicht lernt ihr was, aber Reinreden ist tabu.
- Im Zweifel die Uncommon.
- Raucherpausen sind verpönt; Kifferpausen nur unter der Aufsicht und Anteilnahme des Bruder Bernds zulässig.
- Die Toilette ist… Die Mülleimer sind…
Amen
Prerelease-Alternativ-Programm
— 27-09-2008 —
Nicht, dass es wirklich eine Entschuldigung gäbe, aber solltet ihr - zB arbeitsbedingt, oder weil die Frau und so und mecker, oder weil ihr mit Frau und Kindern gar im Urlaub seid (huhu Christoph) - nicht in der Lage sein an diesem Wochenende (oder mindestens einem der beide Tage) ein Prerelease zu besuchen, dann habe ich hier ein kleines zeitfüllendes Alternativprogramm am Start. Handverlesen, delikat bis abwechslungsreich und irgendwo sind auch Titten. Ich schwör!!
Zuerst mal was für Bildschirmleser (oder, wenn ihr auf der Arbeit sitzt, besser ausdrucken). So las ich die Tage den (leider, da sehr empfehlens- und lesenswert) bisher einzig übersetzten Roman der japanischen Autorin Hiromi Kawakami - “Der Himmel ist blau, die Erde ist weiß” - und eine Google-Suche später noch die Kurzgeschichte “Mogera Wogura” im Paris Review. Von der Neugierde getrieben offenbarten sich drei Klicks weiter noch drei weitere Kurzgeschichten auf eben jener Seite, die allesamt für den National Magazine Award in Fiction nominiert wurden (wen auch immer das beeindruckt):
• “Monsieur Kalashnikov” by André Aciman
• “Speak No Evil” by Uzodinma Iweala
• “Icebergs” by Alistair Morgan
Zugegeben, das war einfach. Komplizierter dann schon die Hoshi Saga. In gleich drei Teilen (frisch erhältlich, der Dritte, weswegen ich erst und so) geht es darum solange in dem Flash-Filmchen rumzuklicken, zu schieben, zu machen und zu tun, bis sich ein Stern offenbart, oder dieser zusammengebastelt ist. Sei es, dass man Farbe auf den Boden tröpfeln lässt, einem hängenden Mann in die Weichteile greift, wie wild auf Zahlen klickt, während sich im Hintergrund eine Frau zehn T-Shirts auszieht, oder einfach abwartet, bis kleine Käfer das mit dem Stern erledigen. In insgesamt über 100 Puzzlen, ist das abwechslungsreich und sehr oft verdammt clever bis Haare raufend.
Zurück zum Lesestoff. Ein Artikel aus dem Harper's Magazine mit den Schlagwörtern: “Cookery; Pornography; Production and direction; Sex in television; Television” und dem Titel “Debbie does salad: The Food Network at the frontiers of pornography“. Leider ist das einzige Bild eins mit vier Herren um einen Eßtisch rum. In eine nicht unähnliche Schiene (weniger des Porn, denn mehr der Offenbarung wegen) fällt “Tom's Essay” von Suzanne Vega. Hierin beschreibt die Musikerin, wie sie zu ihrem Hit Tom's Diner kam.
Zur Abwechslung ein paar bewegte Bilder:
Eine Rede vom Wissenschaftler Roy Beck aus dem Jahr 2006, der erklärt, wieso Immigration in den USA nicht zu befürworten ist.
Das Video “Tarantino's Mind“, das ich zwar schon mal verlinkte, das aber immer und immer wieder verlinkt werden müsste.
Werbeclips bekannter Regisseure - so quasi für den kleinen Hunger zwischendurch.
Und letztlich ein Video zu “LittleBigPlanet”, das mich wünschen lässt, doch mehr PC-Games zu zocken und Win98 endlich gegen etwas zu tauschen, das keine zehn Jahre alt ist (wer auf Computer Graphic Animations steht (also jetzt so wirklich und richtig und vor allem auch mit den Hintergründen etwas anzufangen weiß), für den könnten die 2008 Siggraph Papers etwas sein; mir war das alles zu technisch).
Bleiben stehende Bilder. Zuerst ein wenig Mode mit Cecilia [Warning: Here be Nipples], danach ins amerikanische Geschichts-Bilderbuch der Erotik zum Spanier Adolf, dem Franzosen Guillaum Bresson, einer cleveren Idee, um Geld zu sammeln und letztlich den 20 Printings “Death of Field, Greetings from Los Angeles.“, die ich blind gegen meine Power 9 tauschen würde, wenn ich eine hätte.
Musik gibt es in den anderen Blogs. Wobei, wer wirklich nicht anders kann, kann sich an einem Remix zum Radiohead-Song “Reckoner” versuchen, oder lesen, wieso aus Muxtape leider leider nichts wird. Wer Muxtape nicht kennt, es war eine sehr gut gemachte virtuelle Lösung für MP3-Mixtapes, die die RIAA nicht wollte. Als selbst zu hostende Alternativ sei noch Opentape erwähnt.
Standard??
— 21-09-2008 —
Heute Gestern also das Standard-Event beim Card Con in Dortmund. Ich berichtete, ihr last. Lest mehr:
Nach First Pick Puncture Bolt gefolgt von Mudbrawler Cohort aus dem schwachen Booster, gab es als zweiten Pick des zweiten Boosters den Deus of Calamity und irgendwo noch die Tattermunge Witch. Ergo gab es viel Rot mit einem Hauch von Grün für eben die Hexe und den Aerie Ouphes aus Eventide. Eventide war gar so nett, dass ich doppel-Clout of the Dominus in den vorletzten Picks bekam (okay, das ist nicht so selten) aber das auf einen meiner fünf U/R-Knaben (2 Hopper, ein Bandit, eine Crag Puca und dem handelsüblichen Mimic) und die Sause konnte starten.
Moment, werdet ihr jetzt denken, Standard-Turnier und der Evil erzählt uns hier was von seinem random Schimmelhaufen, der letztlich nur für den zweiten Platz reichte, weil Michael Müllers U/W-Aura auf dem 3/3, nicht von roten Kreaturen blockbar, das Spiel sehr zu seinem Vorteil umbog??
Fakt ist halt, dass sich zum Standard-Event satte 6 Spieler (naja, 5 Spieler und der Martin Brenner) bekannten, was halt zu wenig ist. Im Legacy-Teil schaffte man zwar das doppelte, aber das doppelte von 6 ist auch nur das Dutzend (ein sehr lautes Dutzend - super störend teilweise die Legacy-Spieler, da freut man sich, wenn die mal aus der Pubertät raus sind (random Diss Ende)), was relativ wenig ist, wenn man bedenkt, dass man damit gerade gut genug einen Eierkarton füllt und noch zwei Eier übrig hat, um so manchen Control-Spieler auszustatten (okay, genug random Disses for today).
Zurück zu den nackten Zahlen. Sechs Spieler plus zwei Offizielle gleich ein Draft. Unsanktioniert, da Ute den Daniel entbehren konnte (zwei Judges für zwölf Leute klingt doch zu sehr nach ABM) und dieser einfach mir nichts dir nichts die “Fragmente von Alara”-Booster aus dem Kofferraum zauberte. Er arbeitet ja nicht umsonst bei Universal (wohl aber nicht mehr lange). Okay, es war leider doch kein SoA beim Draft(s.o.); aber er hat sie vertickt, verdammt günstig sogar…
Die erste Runde durfte der Ralph dran. Er hat sich was Grün/Rotes gebastelt mit gewichtiger Gewichtung auf Grün, was nicht nur auf den Wistful Selkie zurückzuführen war (dank Murphy gab es natürlich das Play, wo er Turn drei den Mountain neben die zwei Wälder packt und stöhnt, weil der Selkie nicht raus zum Spielen konnte).
Spiel 1 war schnell vorbei. Ich hatte den 1 Drop, gefolgt von Stream Hopper plus Aura als 2 Drop, was zusammen dank Giant Baiting zwei Runden später für den Sieg reichte. Spiel 2 zeigte sich, dass 16 Länder doch etwas zu geizig sein können, weil nicht eins davon auf der Starthand Platz nahm. Also Mulligan und die weniger aggressive Hand, wenn auch wieder mit Hopper und ernergischem Durchsetzungsvermögen. Ich prügelte ihn von 20 auf 17 auf 11 (Cohort + Aura) auf 8 (die Kohorte musste ab hier aussetzen, weil zu viele Blocker; sie starb eh einen Zug später wegen eines unnötigen Angriffs meinerseits) auf 5 (auch nur, weil Ralph es zuließ, dass mein Hopper in letzter Sekunde (also quasi, nachdem er die Blocker schon deklariert hatte) über den 4/4er drüberhüpfte (man merke, Shroud != Unblockable) auf 4 (die Aura verschwand im Rachen des Wickerbough Elder) auf nichts mehr, weil der 1/1er plus 12 Lands nicht viel gegen eine stetig wachsende Armee auf der Gegenseite unternahm. Spiel 3 zeigte sich bei mir eine Mana-Normalverteilung (also alles, wo Spells größer Länder) und das Match war nach sechs Turns besiegelte Sache.
Runde 2 gegen den Herrn Brenner, der extra die anderthalb Stunden gefahren war, um sich hier den Draft zu gönnen Standard zu spielen. Hätten wir mit unseren Standard-Decks performt, wäre ich mit meinem Stuffy Doll / Spitemare / Pyroclasm-Ungetüm ungefragt in sämtliche Ritzen gefistet worden (da kennt der Brenner sich aus, seine neueste Obsession: ManDingo, nicht zu verwechseln mit Mandingo). So aber pilotierte er die schwerfällige U/W-Armada, während meine Mannen leichtfüßig und grazil (naja, zumindest leichtfüßig) über die Red Zone tänzelten. Erwähnenswert nur Spiel 2, weil er nur da Gegenwehr leistete. Und was für welche. Im Damage Race unterlag ich, fast, da 1 Lebenspunkt bekanntlich 1 Lebenspunkt ist und ich mit meinem Noggle Bandit im Play gegen seine drei Jungs noch genau einen Ausweg hatte: es muste das zweite Clout her. Eins lag bereits im Friedhof und der einzige spielerfeindliche Burnspell (Puncture Blast) lag darüber.
Ich habe selten so treffend getopdeckt.
Bleibt das Finale gegen Herrn M. Müller. Er begann das erste Spiel (er hatte meinen Ungerade-würfelnden Würfel entlarvt und nutzte das zu seinem Vorteil), ich fuhr nach Paris, ich verzockte, er gewann. Die Situation ungefähr so: Er kontrolliert Ballynock Cohort - getappt, weil im Angriffs-Modus, zwei ungleiche Mimics und eine Mistmeadow Witch (dazu passend sieben ungetappte Ländereien) im Spiel. Ich einen Intimidator Initiate, eine Tattermunge Witch, den Stream Hopper und die Aerie Ouphes auf meiner Seite. Die Witch (seine, obv) musste weg. Auf der Hand hatte ich dafür einen Mountain (bei fünf Gleichgenannten im Spiel) und eine Clout of the Dominus, ich zog aber einen Puncture Bolt. Lebenspunktestand: ich 7, er 8.
Das gute Play (nicht zu verwechseln mit dem guten A, das ist ein anderer Sender) wäre ergo gewesen, Clout auf den Hopper anzutäuschen und den Initiate auf einen der beiden Mimics zu aktivieren. Seine Witch entfernt meinen Hopper und wird vom Puncture Bolt in den Nebel zurückgeschossen aus dem sie gekrochen kam, was für eine zweite Aktivierung des Initiates für den zweiten Mimic sorgt. Danach kann ich ihn gemütlich mit dem Ouphe und der Tattermunge attackieren und auf 3 Lebenspunkte bringen, während die 1-Drops die Stellung halten. Das schlechte Play war es, zwar die Witch wie oben beschrieben abzuschalten (auch wenn er sie sich auf die Hand zurückbouncte), aber nicht einmal den Initiate zu aktivieren und entschrechend auch nicht anzugreifen, sondern einfach “Go” zu sagen.
Spiel 2 begann dann ich und er fuhr nach Paris (ich lieh ihm meine Google-Maps-Reiseroute) und ich gewann.
Als wären Barrenton Cragtreads nicht genug, legte er später im dritten Spiel (meine Jungs kamen nicht so recht aus dem Quark) ein Steel of the Godhead auf eben jene und aus “für mich nicht blockbar” wurde “für mich nicht blockbar im Quadrat mit Sahne”. Die Sahne bestand aus Lebenspunkten für ihn und einer Arterienverfettung bei mir. Das alte Schleckermaul.
Beim Rarepicken am Ende konnte ich mich nicht beschweren: Cascade Bluffs, Boartusk Liege, Wort, the Raidmother (da hatte ich im Draft einen Puncture Bolt drüber gepickt) und Memory Plunder, den ich dem SlimDieta die Tage auf einem der von mir gejudgten Pre/Release-Events in die Poritze einführen werde. Der mag so etwas.
Evil empfiehlt
— 17-09-2008 —
Am Samstag steht das für mich letzte Turnier im derzeitigen Standard an. Entsprechend kam ich auf die Idee, die uns verlassenden Editionen mit einem Querschnitt-Deck aus Coldsnap und dem Time Spiral Block zu ehren und das Turnier in Dortmund ratinggefährdend und Spaß habend über die Bühne zu bringen. Das Deck spielt derzeit noch einen Frenetic Sliver. Als einzigen Sliver. Nope, noch nicht mal Changelings. Mistform Ultimus war verlockend, aber der ist mir zu untätig. Genauere Zutaten des Haufens eventuell später. Den Titel verrate ich aber schon:
“Something the Cat drug in”
Das ist aus einem Buch von Kurt Vonnegut. Genauer gesagt, aus dem Roman “Timequake”. Es war peinlicherdinge der erste Roman von ihm, den ich las und das erst letzte Woche, aber es wird nicht der letzte gewesen sein. Kann jemand etwas empfehlen, abgesehen vom obviösen Schlachthaus??
Das Turnier in Dortmund ist für mich deswegen das letzte im entgleitenden Standard-Format, weil obschon Dülmen eine Woche später lockt, meine Anwesenheit woanders gebraucht wird: Ich judge mal wieder ein Prerelease. Oh joy!!
Ohne es zu Pischner-like werden zu lassen, aber die von mir entrichteten Prereleases sind schon eine Reise wert. Behaupten zumindest die Leute, die teilnahmen und die müssen es ja wissen, weil sie nicht selten anreisten, damals im CD-Shop so zu 9th Edition und später Zeiten.
Gezockt wird ab 11 Uhr im Club in Heiligenhaus (wir sparen uns das mit den Fuffies, es wird nur 19 Euro kosten), alle sollten kommen, einige werden es dann auch tun und eben jene sollten sich voranmelden, da der Platz auf 32 Mann plus meinem Hintern (faktisch also 33 1/3tel) beschränkt ist. Anmeldungen wahlweise bei mir oder via E-Mail beim Jörg (nicht, dass ich etwas anderes machen werde, als die Anmeldungen weiterzuleiten).
“Wie haben 80-Jährige Sex?? Sie macht einen Handstand und er hängt ihn rein.”
Aus “Wolke 9“. Vorhin gesehen, ebenfalls sehr zu empfehlen. Witzigerweise waren zwei Gruppen älterer Damen mit im Lichtspielhaus (immer diese Nachmittagsvorstellungen), so dass es, wenn schon nicht durch den Film, der eher gen sehenswerter Melancholie schwankte, durch die Zwischenbemerkungen eben jener Betagten sehr amüsant war. So sah man gerade, wie die Hauptdarstellerin sich einen ihrer zwei Männer für ein Nümmerchen griff, als eine der Damen in der Reihe hinter mir in die Runde fragte, ob nicht jemandem die Frau bekannt vorkäme. Es gab sogar den Anfangsbuchstaben für die etwas Senileren (”… irgendwas mit W…”), während ich ein “lol” vertonte.
Nach Prerelease und Granny Porn kommt passenderweise die Launch Party am 3ten Oktober. Ebenfalls mit mir am Richtertisch und in Robe und ebenfalls in Heiligenhaus und völlig frei auch nur der kleinsten patriotischen Aktion. Sollte ich zufällig die Nationalhymne versuchen zu rülpsen, wäre es eben genau das, nur ein Zufall (und nebenbei unanständig und unhöflich und somit zu weit weg von der Tagesagenda).
“You were sick, but now you are well again, and there's work to do.” — ‘Timequake’ - K. Vonnegut
Just playing…
— 05-09-2008 —
Fakt ist, ich spiele nicht mehr so häufig, wie ich eigentlich sollte und wollte. Das schlägt sich in fast paralleler (oder war es analog??) Weise auf meine Blogtätigkeiten aus, was bemerkt wird und unweigerlich dazu führt, dass hier weniger Inhalt präsent ist. Eine schöne flüssige Kausalkette, wobei schön nur im Bezug auf die Logik zu verstehen ist.
Fakt ist weiterhin, dass mir im Moment der Hals kratzt. Wo ich früher bei Gleichartigem bei Gleichgeschlechtlichen zuviel des homophilen Fellatio unterwarf, frage ich heute, ob es ein paar Schuss mehr aus der kleinen gelben Flasche in den Tee sein darf, die zwar äußerlich einer Zitrone ähnelt, innerlich aber ziemlich fruchtlos (schönes Wort - heute erst in einer E-Mail verwendet und fast geweint, als ich “Send” klickte) daherkommt. Meist nicke ich mir selbst zu.
Eine Vermutung hingegen ist, dass beide Fakten in einem Zusammenhang (mehr oder weniger kausal) stehen. So war ich Mittwoch im Litfass Magic zocken, musste dafür durch nieseligen Regen, Ingo hat mich auch ziemlich nass gemacht (siehe unten) und es war eventuell sogar noch kalt, et voila, Freitags das Kratzen im Hals!!
(Wenn wir jetzt alle ganz still sind, können wir hören, wie sich Aristoteles im Grabe umdreht…)
Doch genug der qualvollen Einleitung. Ich war zocken, ergo gibt es einen Blogeintrag. Das muss nicht immer so sein. So wurde ich am Samstag in Hannover mit dem Christoph auf dem Fahrersitz ein Teil des viertplatzierten Teams des 2HG-Events, aber ich habe null Notizen, null Erinnerung und nur eine Hälfte der Decks und nicht genug Inspiration mir die andere Hälfte (oder die 8 langen Runden) aus den Fingern zu saugen. Ich weiß nur noch, dass ich eine Menge Spaß hatte, (wie so) oft mit Frauen sprach und mich Christoph mit genug Keksen bestach, um über seine Frisuren den Mantel des Schweigens zu legen (psst, der Atog hat's auf Band…).
Inspiriert durch das Savor the Moment aus dem Magic-Magazins-Booster baute ich am Mittwoch Nachmittag wie ein Berserker an folgendem Haufen:
4 Plumeveil
4 Cloud Sprite
4 Rishadan Airship
1 Venser, Shaper Savant
1 Quicksilver Elemental
2 Jodah's Avenger
2 Serra Sphinx
1 Jace Beleren
2 Seal of Removal
3 Disperse
1 Trickbind
2 Psionic Blast
1 Dominate
1 Mystic Speculation
2 Sleight of Hand
3 Savor the Moment
1 Umezawa's Jitte
1 Trip Noose
4 Talisman of Dominance
1 Gemstone Caverns
2 Stalking Stones
3 Lonely Sandbar
2 Desert
17 Island
Zum Deck im Allgemeinen lässt sich sagen, dass ich darauf abzielte mit Karten zu spielen, die mir in der Vergangenheit (in der, die weiter zurück liegt, als sagen wir mal so ab Champions of Kamigawa) Freude bereiteten (ich war mal ein großer Blue Skies Spieler; verratet es keinem) und diese mit Karten (so ab Mirrodin) zu mischen, die ich schon immer mal spielen wollte. Random Jitte dazu (so als Plan B) und fertig. Als Metagame schwebte mir eine der gemütlichen 2HG-Runden (die sich durch die vielen Vierer-Tische im Litfass immer aufdrängen) vor.
Relevante Karten im Einzelnen:
Savor the Moment
Für drei Mana, zieht man eine Karte, darf - sofern vorhanden - ein zusätzliches Land legen und Kreaturen, die man in diesem Zug ebenfalls spielt/e, haben “Pseudo-Eile”. In Verbindung mit Vigilance-Kreaturen (Blau hat da eine ausgesuchte Auswahl, aber nicht viel, was man zweimal durch ein Gloryhole betrachten würde) lassen sich Relentless Assault-ähnliche Effekte erzeugen. Ingo meinte, er werde sie mal in seinem Stasis-Deck versuchen. Sicherlich nicht die schlechteste Idee. Eine Verbindung mit Merrow Commerce ist naheliegend, ein Abstecher gen Grün dank Mobilize oder Seedborn Muse bietet sich ebenfalls an.
Mystic Speculation
Beim erstmaligen Ausspielen überkam mich ein typischer Fall von “RtfC”. Es ist nämlich eine Sorcery. Demnächst greife ich wieder zu Impulse, Brainstorm, oder Top + Fetchlands. Alternativ noch Serum Visions, Ponder oder mehr Sleight of Hand. Gibt es hier eigentlich eine inoffizielle Ranking-List?? Eine TopX lässt sich doch bestimmt zusammenbasteln (jetzt mal so aus dem Kopf raus, mit ein wenig MC.info-Support):
1. Brainstorm
2. Sensei's Divining Top
3. Impulse
4. Ponder
4 1/2. Portent / Omen
5. Serum Visions
6. Sleight of Hand
7. Opt
8. Mystic Speculation
[ymmv - discuss below]
Quicksilver Elemental
Wenn vier Leute am Tisch sitzen und ich das Elementar parat habe, ist es nur eine Frage der Zeit, bis auch ich in den Genuss komme, Kiki-Jiki-ähnliche Effekte zu vollführen, random Karten zu ziehen, weil jemand einen Archivar am Start hat, oder sonst irgendwelche Späße. Würde ich öfter spielen, wenn mein Ordner sie öfter hergäbe.
Bleibt ein kleines Fazit, weil ich jetzt gleich den Rechner verlasse, um die Sache mit dem Fellatio jemander zu überlassen, die keine Probleme mit dem Hals hat:
Da sich mir “nur” Ingo als Sparring-Partner bot (das aber ausdauernde 2.5 Stunden), lässt sich über die beabsichtigte Performance im richtigen (sprich größeren) Gewässer nicht so viel sagen. Ingo hat einen Haufen Decks (bloß nicht zu verwechseln mit “Ingo hat Haufen Decks”, was fernab jeglicher Realitäten liegt) und mich mit fast jedem vermöbelt.
Okay, das Spiel gegen die Goblins habe ich eventuell verzockt, da ich die von Herrn Müller aufgestellte Gleichung “Jitte > Goblins” dank meiner Addition zu “Jitte + EvilBernd <= Goblins" verschlechterte. Das Spiel gegen die U/W-Garde rund um dem Whitemane Lion verlor ich zu recht in dem Augenblick, wo ich dem Ingo erklärte, wie dieser Reveillark denn genau funktioniert. Da war dann noch etwas mit Feen, mit Enchantresses und mit schwarzen aggressiven Männern, aber da ich zwischendurch zu meinem Five Mana Deluxe wechselte, ging ich nicht vollends unter.
To be continued…
