Alternatives Regionals-Programm
— 14-06-2008 —
Schwanken wir nicht alle irgendwie zwischen der 114-seitigen Lektüre des Jahressteuergesetzes 2009 [pdf], der Teilnahme an einem der National Qualifier an diesem Wochenende und ein wenig Ablenkung??
Jupp, dachte ich mir, ergo Ablenkung. Diesmal mit mehr Text als nur der jeweilige teilweise nichtssagende Titel der verlinkten Webseite. Vielleicht auch nur Lückenfüller zwischendrin. Mal sehen. Ist ja erst der zweite Absatz, da ist noch einiges drin!!
Es scheint sinnvoll die Links in Gruppen zu bündeln, wie es gerne und sinnvoll bei Sealed Pools und Manakosten, oder bei Decklisten und Kartentypen gemacht wird. Die erste Gruppe, die gefüllt wird, ist die der klassischen Online-Games. Im Internet neben (später noch zu verlinkende) Schmuddelbildern der Klassiker in der Unterhaltungsbranche. Zu den neuzeitlicheren Video-Schnipseln kommen wir ebenfalls später.
Ein echter Zeitverschwender ist Robokill. Der Eintrag wäre bereits dreimal fertig, wenn ich mich nicht erneut von der Qualität des Spiels überzeugt hätte. In dieselbe Richtung zielt Epsilon, ein runder Portal-Verschnitt. Abseits der Flash-Fummeleien begeistert die Funny Farm. Ein eigentlich einfaches “Text-Adventure” / Wortspiel, wäre da nicht die Hürde der englischen Sprache und die Tatsache, dass ich kaum Ahnung vom Pokern habe (das wird im späteren Verlauf relevant).
Doch genug rumgespielt. Das Web ist auch das Land der interessanten Geschichten. Die Warhol'schen 15 Minuten (war)holt man sich um einiges einfacher. Sei es, dass man der Welt mitteilt, welche Neurosen man hat, sei es, dass man sein Porträt via GPS und DHL über den Globus zeichnet (leider nur gefaked), oder eben, indem man einfach Nerd ist. Selbst wenn man nichts erreichte, kann man davon berichten: For Those Who Tried to Rock.
Kommen wir zu ein wenig Kunst (derartige Banausen überspringen gekonnt bis zum nächsten Absatz). Von weniger akzeptierten Formen, wie dem Graffiti (”Muto” - eine Graffiti-Animation) zu Scans des Art-Books zu “TekkonKinkreet”, über Fotos von verlassenen Bürogebäuden (zieht den Balken unten links nach unten rechts), zu einer weiteren Installation betitelt “Displacements” und irgendwie Adolf Hitler (”Fucking Hell” möchte ich mir gerne mal aus der Nähe ansehen, das scheint eine Menge Potential zu besitzen).
Jetzt aber, flimmernde Filmchen. Videos, Filme, ihr ahnt es selbst. Aber erst, Charlie Chaplin (auch in lang). Zwei Filme sind mindestens Pflicht, sonst klappt das mit dem Weiterklicken nicht. Damit es nicht zu lange dauert, achtete ich darauf, nur Kurzfilme auszuwählen. Beim Pangea Day rutschte ich dabei über das Ziel hinaus, weil hier gleich über 50 Filme gezeigt werden. Ich sah selbst noch nicht alle, mein Favorit ist aber ungeschlagen “J'Attendrai Le Suivant“. Einzig die doppelten Untertitel stören, aber da hilft es im Auswahl-Menü die schwarze Zeile über “Arabic” zu wählen.
Als Vorgeschmack auf den nächsten Pixar-Film gibt es Kurzvideos mit dem Hauptdarroboter Wall-E, als Ausgleich zu den bekannten und von jedermann gemeisterten Pen-Tricks ist sogenanntes Contact Juggling im Angebot und wer wissen will, wie ich mir den durch Kommentare auf GerMagic bekannte mufl0n in der Realität vorstelle, achtet in diesem Pschologischen Video aus den 60ern auf den Knaben mit dem gestreiften Shirt!!
Das Highlight der vergangenen Woche bleibt aber der “Nude”-Remix aus alten Computer Teilen.
Oh, wo wir schon bei Druckern sind (siehe vorvorigen Link). Man kriegt im Web nicht nur Billig-Drucker-Füllmaterial, sondern auch Druckmaterial en masse. Selbsterklärend und im Telegraphen-Stil:
Chinese Poems · Shakespeares Sonnets · Self Made Scholar (Autodidakten ftw!!) · Selected Stories of H.P. Lovecraft · The Reality Tests (untertitelt: “Do we create the world just by looking at it?”) · Discovering Sherlock Holmes
Eine Menge Klassiker am Start. Neuzeitlich geht aber auch:
I hate you harder
Scum sucking sheltered yuppies
Cut me twice tonight
[Haiku von Chuck Palahniuk, dessen neuestes Buch seeehr interessant klingt]
Last but not least, Augenschmaus. Titten & Pussies, große Bilder, Phone Sex Operators und dann noch (ihr so: na endlich): NSFW.
Pflaumenfruchtfleischfasern
— 13-06-2008 —
Einige erinnern sich sicher noch dunkel aber mit Freuden an die spielwillige schwarz-rote Landzerstörungsmaschine, die ich seinerseits mithilfe von Makeshift Mannequin und ausgesuchten Comes-Into-Play-Krittern in den Äther warf. Nun ist es Zeit für ein Update.
Nicht nur dank dem Fulminator Mage und dem ebenfalls recht nützlichen Murderous Redcap, nein, auch einfach nur deshalb, weil die Konkurrenz einfach nicht liegenblieb. Die schlafen halt nicht, das Metagame dreht sich fröhlich im Karussel, Shadowmoor gab ihm ein wenig (wirklich nur ein wenig) Schwung und ehe man sich versieht, verliert man (naja, ich halt, letzten Samstag) gegen die konsekutiven Boggart Ram-Gangs im dritten und vierten Zug. Da war es dem Gegner egal, ob er nun nur Forests oder nur Mountains hatte. Der Versuch in auf einer Farbe flach zu halten, schlug - Hybrid sei verflucht - fehl.
Aber auch ich schlafe nicht. Naja, nicht so lange, dafür irgendwie viel, aber anders… Lassen wir das.
Ausgehend von der Grundversion, die scheinbar zufällig erscheint, wo aber jede Karte an seinem Platz ist und somit immer zur rechten Zeit from the top gehoben werden kann und - je nach Glücksfaktor / Mischtechnik - auch wird, ausgehend von dieser eigentlichen Urvariante, von der Idee, wie Platon mir süffisiant ins Ohr souffliert, kann man wahlweise weitere Kopien machen, hier ein wenig gedreht, dort ein wenig angepasst, oder man sucht sich in artverwandten Gefilden einen anderen Busch, den man zum Brennen bringen kann.
Ich wählte vorerst Variante zwei. Denn mal ehrlich, Büsche müssen brennen, steht so in der Bibel, die hat zwar nicht immer recht, aber an der Stelle, habe ich bereits als kleiner Bub kurz vorm Stimmbruch im Kirchenchor säuselnd energisch mit dem Kopf genickt (das nicht nur vor dem Priester kniend). Ergo, mehr Land Destruction.
Die erste Variante strotzt nur so davon und ist in seinen Grundzügen recht einfach gehalten, aber wie ich aus meinen Tagen als Webmaster weiß, einfach ist einfach gut:
Heavy LoaD
4 Rain of Tears
4 Fulminator Mage
4 Avalanche Riders
4 Poison the Well
4 Pooling Venom
4 Demigod of Revenge
4 Damnation
4 Thoughtseize
2 Stoned Minds
3 Coldsteel Heart
2 Sulfurous Springs
4 Graven Cairns
3 Mountain
14 Swamp
Wo wir schon bei brennenden Sträuchern sind, da ist es nicht weit und ehe man sich versucht, schnorrt man Unbekannte nach Papers an und will gar keine Lebenspunkte aufschreiben. Ähnlich verhält es sich mit Variante Zwei, die einen interessanten Mana-Spagat wagt und die mich lehrte erst die Karten zu lesen und sie danach ins Deck zu packen.
LD Reweißt
3 Stingscourger
4 Fulminator Mage
4 Avalanche Riders
4 Murderous Redcap
4 Reveillark
3 Greater Gargadon
2 Pyroclasm
3 Firespout
3 Incinerate
3 Chromatic Star
4 Coldsteel Heart
4 Vivid Crag
2 Plains
17 Mountain
Hat jemand den Schlingel erkannt, der doch nicht so harmonierte, wie ich es gerne hätte?? Meine Probleme mit Reveillark wurden bereits an anderer Stelle ausreichend geschildert und es erwischte mich ein zweites Mal, wenn auch in der Gestalt des Stingscourger, der doch nicht so selbstliebend ist, wie es von ihm erwartet hatte. Gegnerische Reveillarks bouncen ist nämlich „the Shizz“, wenn es die eigenen treffen soll!! Damit das Deck doch noch Spielfreude bereitet, empfehle ich die Goblins durch andere Goblins zu ersetzen und zwar derer gleich vier in Form des Siege-Gang Commander. Damit der Lark mal so richtig ins Schwitzen kommt.
Bleibt Variante Drei. Um die Ecke rum, die Arbeitskollegin mit den großen Möpsen mal kurz (sehr kurz) außer acht gelassen, wird die Sache dennoch rund gemacht. Wir sind quasi da, wo wird begannen. Am Anfang, war das Licht, Kamera, Action:
Dickhead does Destruction
4 Thoughtseize
4 Murderous Redcap
4 Avalanche Riders
4 Fulminator Mage
4 Rain of Tears
3 Demigod of Revenge
2 Chandra Nalaar
3 Makeshift Mannequin
3 Profane Commande
3 Coldsteel Heart
2 Mind Stone
1 Damnation
2 Sulfurous Springs
4 Graven Cairns
6 Mountain
11 Swamp
Ich sehe mich am Samstag bereits at the Top of the Standings, selbst noch nach Runde 9, auf der Bühne stehen, die Brust vor Stolz ganz unterschwellig, eine lange lange Liste mit Landnamen verlesend, die ich im Verlauf des Qualifiers alle erlegte.
Schönes Bild.
Selbst im U-Bahn-Schachte noch
konnte ich den Regen riechen.
PS: Da mich gestern im Wald an einem Teich eine Mücke in den Bereich vor dem Daumennagel stoch und ich nicht nur „Fuck Bug“ dachte, sondern dort nun einen kreisroten Punkt mein Eigen nenne, wird es eventuell eher die folgende Variante:
Probugque
4 Devoted Druid
2 Oversoul of Dusk
3 Murderous Redcap
1 Shriekmaw
1 Civic Wayfinder
0 Tarmogoyf
4 Mulldrifter
3 Kitchen Finks
3 Cloudthresher
3 Thoughtseize
4 Makeshift Mannequin
3 Nameless Inversion
2 Primal Command
3 Profane Command
24 Karten aus aller Herren Länder
Special Update Bonus:
Draft- statt Fußball-Fieber
— 10-06-2008 —
Ich bin sicherlich einer der wenigen, der diese Tage bei runden Dingen eben nicht an Leder denkt. Stattdessen überlege ich mir, welche Stärke / Widerstandskraft wohl eine “Nationalelfe” hätte, dass ein Foul definitiv ein Spontanzauber wäre (ein Tor entsprechend eine Hexerei; Ecke, Freistoß und Elfmeter analog) und, dass gerade das “Handspiel” eher unter die Dusche als auf den Platz gehört.
Aber man kommt halt nicht drum rum. So auch gestern, beim Shadowmoore-Draft im Chez Dannys in Mülheim adR, als ausgewählte Handys freudvoll vibrierten, um Halbzeitstände zu verkünden, oder daran zu erinnern, dass es ja schon spät sei und das Bett so leer und so (okay, das wohl nur auf meinem Handy).
Der Draft begann recht friedlich. Man positionierte mich zwischen dem Kiri (der ist für aggressive Haufen bekannt) und dem Marc, der gerne BG draftet, zumindest in den beiden Drafts an denen wir beide teilnahmen - alles andere als aussagekräftig also - und ich meinte mit einem Steel of the Godhead einen guten ersten Pick getan zu haben. Aufgrund meiner bisherigen Erfahrung (satte zwei SCG-Premium-Artikel, die beide vom U/W-Aggro Draft-Typ handelten) kam mir das wie ein gutes Zeichen vor. Ich machte mit einer Briarberry Cohort einen weiteren Schritt in diese Richtung, als Blau ausblieb. Nicht direkt, aber die Spielqualität der schwarzen Karten nahm zu, während die der blauen Karten sich im Initiate-Bereich tummelten. Also sah ich schwarz. Hier und da griff ich in die Mühl-Strategie, aber mit nur einem Memory Sluice keine fruchtbare Entscheidung. Im fünften Pick des zweiten Boosters entdeckte ich im hinteren Abteil eine Oona, wie sie ängstlich und einsam und vor allem ungewollt auf einer Bank saß. Ich zählte die Karten, vergewisserte mich, ob die Karte real war, wollte gar fast einen Knicktest machen, checkte mein Wasser, aber nein, sie war echt. Kiri beschenkte mich von rechts später noch mit einem Murderous Redcap, ich strich eine Menge blauer Karten aus meinem Repertoire und das kam dabei rum:
1 Ghastly Discovery
1 Merrow Wavebreakers
1 Silkbind Faerie
1 Elsewhere Flask
1 Scuttlemutt
1 Wingrattle Scarecrow
1 Oona, Queen of the Fae
1 Torpor Dust
1 Gravelgill Axeshark
1 Fate Transfer
1 Incremental Blight
2 Glooomlance
1 Corrupt
1 Murderous Redcap
1 Cinderbones
2 Cultbrand Cinder
1 Faerie Macabre
1 Traitor's Roar
1 Crowd of Cinders
2 Smolder Initiate
4 Island
13 Swamp
In der ersten Runde gab ich Davids Kartenstapel den gemischten Todeskuss. Es ist eine Technik, die ich von Zeit zu Zeit anwende, gerade, wenn ich sehe, wie zuvor die Land / Spell-Verteilung auf intelligente 2 zu 1 gebracht wird. Zur Erhaltung des weltlichen Gleichgewichts, mulliganten wir beide im ersten Spiel, doch während er auf zwei Ebenen vertrocknete (es zeigte sich offensichtlich keine Insel) gab ich ihm links wie rechts mit zufälligen Kreaturen aus meinem Wunderladen. Das zweite Spiel versprach interessanter zu werden, weil wir gefühlte 5 Turns nichts machten außer Länder legen und wo ich das Scuttlemutt präsentierte, hatte er den Oversoul of Dusk. Einfach so, mit fünf Ebenen. Großer Sport. Ich legte dafür Oona, er zeigte mir wie passend Armored Ascension sich auf der Seele machte und schon waren 11 meiner Lebenspunkte dahin. Ab da blockte ich jede Runde mit einem grünen 1/1 Faerie Rogue Token, bis ich genug davon hatte, er einsah, dass blocken doch nicht so überwertet ist und von der Offensive in die Defensive wechselte, bevor ich ihn mit der Masse überflog. Irgendwo dazwischen spielte das Incremental Blight seine kleine aber entscheidende Rolle. Der ursprüngliche Plan meinerseits war übrigens das Scuttlemutt auf die Aura zu benutzen, um sie schwarz einzufärben, aber Scuttlemutt ist zum einen kein Rolling Stones Fan und macht zum anderen nur an Kreaturen rum.
Zeit für den Danny. Wir hatten uns als einzige die schwarzen Freuden geteilt, als befänden wir uns in einem Freudenhaus an der Elfenbeinküste (wobei Elfenbein ja eher auf weiße oder für die ganz-um-die-Kniekehlen-Denker auch grüne Freuden hindeutet). Er kombinierte gleich zwei Incremental Blight mit zwei Kulrath Knights und hatte zudem Murderous Redcap sowie eine Gloomlance im Gepäck. Nur bei den sonstigen Kreaturen musste er mit dreifach Oona's Gatewarden und Co. zurückstecken. Aber erst einmal musste ich einstecken. Meinem frühen Druck fiel mein ganzes Removal zum Opfer; ich verteilte es, als wäre Karneval in Rio (jopp, ich bin urlaubsreif). Wie das mit dem Druck aber nunmal so ist, irgendwann geht's nicht mehr und dann fällt er ab, der Druck. Mir fallen hier explizite Beispiele ein, aber defacto bedeutet es, dass er einen Ritter beschwor, einen anderen Ritter daneben pflanzte, die Gloomlance für meine Oona zückte und ich auf Sumpf-Flut für meine einzige Handkarte (Corrupt) und Dannys 14 Lebenspunkten hoffen durfte. Kurz nachdem ich die zweite Insel zog, war ich dahin, trotz Corrupt. In Spiel zwei war es dann doch das Corrupt, dass ihn zur Strecke brachte, gerade, als es er sich auf 7 stabilisierte und begann den Tisch vollzupflastern.
Im Spiel kamen wir zu der Frage: Was passiert eigentlich, wenn ich mit meinem Murderous Redcap angreife und der Danny mit seinem blockt? Er tat es bereit- bis unfreiwillig mit einer Mischung aus jugendlichem Leichtsinn und katzenhafter Neugierde und das große Rätselraten begann. Ich ging die Sache natürlich logisch und für mich vorteilhaft an und entschied folgendermaßen:
Beide Rotkäppchen sterben, beide Persist-Effekte gehen auf den ominösen Stapel und da ich der aktive Spieler bin, darf meiner unten schlafen. Ergo muss Dannys zuerst raus, wo der Schadenseffekt auf den Stapel geht und er ein Ziel für den einen Schadenspunkt zu bestimmen hat (es traf eine bald sehr tote Vogelscheuche meinerseits). Danach erhebt sich mein Redcap und poppt Dannys, um als “last Goblin Assassin standing” zu überleben.
Spiel Drei war nicht viel länger, weil er die Länder zog und ich die Spells. Er verzockte es hier auch ein wenig, weil er eben nicht das Disturbing Plot spielte, um sich eine seiner Kreatur zurückzuholen. Er muss hier das Conspire mehr als Pflicht denn als Kür abgetan haben.
Dann eben der Jörg. Irgendwie landen in seinem Deck immer die Mirrorweaves, so auch diesmal. Wir sollten ihn mal mit anderen Boostern draften lassen.
Er hatte den unverschämten RGW-Haufen mit zweifachem Devoted Druid für den einfachen Deus of Calamity und weiteren schweren Jungs aus der Common-Krabbelkiste. Ich ging 0-2 ohne Verlängerung ein. Im ersten Spiel weil sich nur ein Corrupt als potentielle Gegenwehr zeigte und im zweiten Spiel, weil zwar schon 3 Länder auf der Starthand waren, aber alles darüber hinaus erst viel zu spät auf die Idee kam, mitspielen zu wollen.
Bei 8 Mann reichte es trotzdem für den zweiten Platz und somit beim Rare-Drafting für Mystic Gate, Deus of Calamity, Spawnwrithe und Plague of Vernim in exakt dieser Reihenfolge und den Foil-Karten sei Dank.
So wurde wenigstens ein Tor in diesem Spiel abgestaubt…
EvilBernd lud ein - die Dritte & Letzte
— 08-06-2008 —
Da ist es vorbei, das eigentlich als Komödie angelegtes Stück in drei ausufernden Akten, das aufgrund bedenklicher Besucherzahlen aber eher zur Tragödie, respektive, da ich die Sache mit viel Humor nahm, Tragikomödie mutierte.
Am Samstag verteilte ich zum letzten Mal in der Saison (ich habe meine eigene kleine Liga, eine Mannschaft, Startaufstellungen immer unterschiedlich, Spielorte analog, Stadion im Ausbau) meine netten kleinen Buttons an die willigen Spieler und Zuschauer, die sich da im Auenland zu Dortmund versammelten, um präventiv und präliminarisch (wieder so Worte, wo selbst ich kaum weiß, ob sie passen, aber irgendwie passen sie, wie ich gerade ergoogelte) für die National Qualifier am kommenden Samstag in Dortmund (oder wo auch immer der Wind einen hinweht) tätig zu werden.
Es waren zarte zwölf Zocker (die Summe aus Termin 1 + Termin 2; ein Zufall?? Ich glaube nicht, Tim) und gewonnen hat der Carsten mit seinen Feen. Er murmelte nach der Siegerehrung davon, dass er jetzt ja alles erreicht habe und sich aus dem Sport zurückziehen kann. Ich glaube, er scherzte.
Mir bleibt nicht viel, als mich bei den veranstaltenden Locations (Villa Rü, Essen; Spielzeit, Krefeld; Auenland, Dortmund) zu bedanken, auch der Ute und dem Mike mein innigstes muchas gracias entgegenzubringen und es bleibt an den Analysten in uns die Sache näher zu beleuchten. Vielleicht eine kleine Umfrage, vielleicht auch nicht. Mal sehen. Ich werde auf jeden Fall erstmal intensiv mit jemander darüber schlafen und schaue danach weiter.
Florian lud ein - Die Zweite
— 02-06-2008 —
Da sich beim zweiten Teil der “EvilBernd lädt ein”-Reihe wackere drei Leute (danke an die Krefelder Locals) einfanden, war ich fast noch pünktlich beim zweiten Geburtstag meines Neffen Schrägstrich Patenkindes, der bei Oma und Opa zuhause die Sau raus ließ. Ich wurde in der Krefelder City auf einer ominösen Seitenstraße kurz vorm Hauptbahnhof von einem Buch-Antiquariat aufgehalten (Papier-Planet; Dreikönigsstr. 90-94), um 5,50 Euro in Grass’ “Der Butt” (1/11tel des Gezahlten) und Wagners “Das Buch Kane” (die restlichen 10/11tel) zu investieren. Bei Grass war es der Preis und bei Wagner Erinnerungen an gute 14 Jahre zurück, als ich die beiden dicken Wälzer über Kane zum ersten Mal las.
Wie gesagt, fast pünktlich mein Auftreten um die bemalte Häuserwand rum im Gartenbereich meiner Eltern. Es waren so viele Leute da, man hätte glatt sanktionieren können und drei Drafttische vollbekommen.
Da ich kein regelmäßiger Gast im Hause meiner Eltern mehr bin, gab es eine längere Begrüßungsszene und den Hinweis, dass ich zwar das Kartoffel-auf-Löffel-Tragen der unter 6-jährigen (die einzige Altersklasse in der Disziplin; im vorigen Jahr, der Kleine konnte noch nicht so gut laufen - sah das zu meiner Freude - ich war Moderator - anders aus) bereits verpasst hatte, aber gerade rechtzeitig zu Kaffee und Kuchen kam. Angenehmes Timing.
Ich widmete mich dem Kuchen, Florian sich seinen Geschenken und meine Verwandtschaft sowie die mithorchenden Anverwandten und Nachbarn versuchten Licht ins Dunkle des Zeitabschnittes zu bringen, das diesen Tag von dem letzten trennt, an dem ich mir die Ehre gab. Ich blieb ominös, sie erfolglos und Florian hatte unendliches Vergnügen mit seinem neuen Spielzeug-Müllauto (wir sind einfaches Volk, da wird man früh geschult).
Nach den Geschenken und dem Kuchen entdeckte jemand die Schüssel mit Wasserbalons, die wohl nur recht zufällig unter einem Tisch standen. Die Tech bei Wasserbomben besteht darin nicht auf die Personen selbst zu zielen (nach dem Kuchen und der allgemeinen Adipositas eh ein kritisches Unterwerfen), sondern den Boden vor der zu bewerfenden Person anzuvisieren. Gerade bei Frauen in Röcken ein brauchbarer Tipp.
Während das kalte Büffet eingeläutet wurde, nötigte ich dem Geburtstagskind einen Spaziergang an meiner Hand um den Block ab und verriet ihm dabei detailreich, wie wir sein Geschenk von mir (weniger ein Geschenk, aber ich hab's nicht so mit Geburtstagen) zelebrieren würden. Er und ich in einem Zoo, dem Duisburger um genau zu sein, auf der Jagd nach Milfs. Er niedlich wie nix, ich hilflos wie ein unbedarfter Single-Vater (Frau beim Autounfall umgekommen, als der Kleine keine 12 Monate alt war - betrunkener Fahrer, pralle Mittagssonne er trank gerade, weil man noch Glassplitter der Bierflasche in seinem Hals fand; der Kleine überlebte den Unfall im Beifahrersitz schreiend) und schon würde es hinterm Delfinarium getrieben, wie die kleinen Äffchen, die in der Zwischenzeit auf die Kleinen aufpassen.
Wenn ich ein entsprechendes Alter habe, werde ich mich revanchieren. Dann schiebt er mich durch den Zoo, ich mache mir die Hosen voll und eine der Single-Moms wird sich ihrer Altenpfleger-Ausbildung bewusst und kümmert sich erst um mich, bevor sie sich ihm zuwendet, um zu sehen, was in seiner Hose so abgeht…
Blieb das kalte Büffet. Mehr Smalltalk, hier und da ein Foto, erstaunlicherweise keine Alkoholika. Ich glaube, der alte Mann hatte ein Bierchen, aber sonst blieben alle as nüchtern as der kleine Mann. Er durfte sogar etwas länger wachbleiben und ich sah ihn bei meinem Abschied kleine Steinchen in sein Müllauto schütten.
Erinnert mich daran, ihm im nächsten Jahr was ordentliches zu schenken. Booster vielleicht, immerhin wird er dann drei.
