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Teilchen unbeschleunigt

— 27-04-2008 —

Ein Deck sollte wie ein guter Film sein. Man braucht den ein oder anderen Hauptdarsteller, eine Menge cooler Action, dabei nicht zu wenig Sex und letztlich einen brauchbaren Plan. Natürlich kann man es auch mit einer Reihe an unzusammenhängenden Versatzstücken ausprobieren, hier und da eine Phrase aus dem Katalog dreschen und sich letztlich nicht zu selten wundern, wieso das mono-weiße Goblindeck nicht so wollte, wie man es sich Stunden zuvor noch auf dem Papier - dem geduldigen - veranschaulichte.

Diese Herangehensweise ist eher etwas für Kurzgeschichtensammlungen (man merke sich das Schlagwort “Anthologien” in dem Zusammenhang), da kann man einen Titel zu Ende lesen, ihn durch und durchlesen und danach beiseite legen wohlwissend, dass es im nächsten Text um eine völlig neue Dame und einen völlig neuen Herren geht. Ich bin versucht an dieser Stelle Elfriede Jelinek zu zitieren, weil die Frau die letzte Woche alleine zweimal in mein Leben drang. So sah ich im Rausch, dem drögen, den Film “Die Klavierspielerin” (zum dritten Male) und gab mir am Dienstag in der Essener Box drei ihrer fünf Prinzessinendramen (der Reihe folgend von römisch eins bis drei). Im Film kam es weniger zur Geltung, aber die Sprachgewalt der guten Dame lässt sich nicht anders beschreiben als eben durch die Gewalt selbst. Doch was das Zitieren betrifft, trifft man auf den offiziellen Seiten neben viel textlicher Freizügigkeit auf den Hinweis (frech zitiert, hah!!):

Sämtliche hier wiedergegebenen Texte sind urheberrechtlich geschützt und dürfen ohne ausdrückliche Erlaubnis in keiner Form wiedergegeben oder zitiert werden.

Dann eben Magic-Decks. Decks der Art, dass man meinen könnte, sie wären mir aus einem Guss aus den Ordnern gerutscht, um die Spieltische zu erobern, Gegner zu verzweifelten Taten zu treiben und dabei genug Umdrehungen zu produzieren, dass der Grappa nur neidisch aus dem benachbarten Regal schauen kann. Nebenbei wird der eigene Name in die Liste mit Batman Feinden geritzt und darauf gewartet, dass die Dame, der man gestern noch die Schenkel strich, von ihrem Spaziergang zurückkehrt, den Kuchen in der einen und eine Tasse Gingko Limonengras-Tee in der anderen Hand.

Decks, ihr wollt sie doch auch. Die Benutzerzahlen vom DeckCheck sprechen Bände, Vampire Weekend singt im Hintergrund und alles ist gut. Zur Feier des heutigen Sonntages entleere ich meinen Desktop, auf dem das ein ums andere Deck in so mancher unkompliziert betitelten Textdatei schlummert.

Aus “RRRRR.odt” hole ich das Wort “alttestamentarisch” im Zusammenhang mit einer Ecke (um die ging es rum) und dem folgenden Deck (eigentlich nur die Kreaturen, weil “RRRRR.odt” - wie die anderen Dateien - nur Fragmente enthält, aber da ich die Decks bereits zu Ende bebaute, weiß ich, wie die Geschichten ausgegangen wären):

Five Mana Deluxe

3 Avarax
4 Arc-Slogger
1 Kumano, Master Yamabushi
1 Heartless Hidetsugu
1 Siege-Gang Commander
1 Torchling
1 Hunted Dragon
2 Chandra Nalaar
1 Jiwari, the Earth Aflame
4 Seething Song
2 Giant Solifuge
1 Wand of the Elements
1 Pulse of the Forge
1 Blood Moon
3 Magma Jet
2 Browbeat
1 Lightning Bolt
1 Epochrasite
1 Molten Disaster
2 Pyroclasm
1 Beacon of Destruction
1 Goblin Charbelcher
2 Mind Stone
1 Sol Ring
1 Mox Diamond
1 Mana Vault
1 Gemstone Caverns
23 Mountain

Der Sage nach hat der olle SlimDieta jetzt noch Alpträume von dem Deck. Es war eins seiner Düsseldorfer Multiplayer-Happenings zu dessen Ehren ich mich aufmachte, um den schönen Seething Song zu schmettern. Und wie ich sang. Wie ein Engelein mit gülden Schamhaar - zart die Harfe streichend. Ein Arc-Slogger im zweiten Zug ist machbar bis da gewesen, der Rest wird just for Fun gespielt. Random einer der multiplen Gegner umrülpsen ist genauso fetzig, wie selbstlanddestruktiv mit dem Wand of the Elements 3/3er aus den Bergen zu treiben und in den ungleichen Kampf zu schicken.

Spaßfaktor! Spaßfaktor! (aus der Jelinek-Seite, aber nicht verraten…)

Eine weitere Datei auf meinem Desktop wartet mit dem vielsagenden Namen “Oriss.odt” auf. Die Einleitung spricht für sich und soll hier auszugsweise wiedergegeben werden:

“Abseits der grausam kalten, egoistisch bis unbarmherzigen und alles in allem nur in den Pausen humorvollen Turnierszene (obschon sich selbst hier Ungunst in Fragen wie “Wie stehst du??” wiederspiegelt), gibt es den netten und kuscheligen Bereich der Casual-Magie. Doch selbst hier ist nicht nur Pussies und Rosen und alttestamentarische Einflüsse wie zum Beispiel dem Zorn Gottes warten an jeder Manakurve, so dass wir noch einen Schritt weiter gehen und uns in eine Welt fabulieren in der Massenzerstörung passè ist (zu oft wird der Spielspaß gleich mit zerstört), Countermagie nur sporadisch zum Einsatz kommt (zum Beispiel, um sie zu transmuten) und die Burnspells statt wie aus Maschinengewehren eventuell noch als Kanonenknaller auftauchen.”

Da ist es wieder, das Alte Testament. Richtig biblisch. Naja, ist ja auch Sonntag.

Im Text selbst nudelte ich Oriss, Samite Guardian von oben bis unten durch. Angefangen vom Namen (der in ihrem Fall sogar eine Rolle spielt) über die Spruchkosten (ebenfalls nicht zu verachten), gab es beim Bild eine kleine “Toilettenpause”, um dann entspannter die Typenzeile, den Kartentext und den Bruch unten rechts zu analysieren. Was dabei heraus kam, war zum einen klebrig, zum anderen ein Juwel von einem Deck:

Oriss’ Gesangsverein trällert: “The Whitemane Lion sleeps tonight”

4 Oriss, Samite Guardian
4 Whitemane Lion
2 Stonecloaker
2 Shriekmaw
1 Mangara of Corondor
1 Seht's Tiger
2 Reveillark
2 Phyrexian Rager
2 Martyr of Sands
3 Necrotic Sliver
4 Grim Harvest
2 Pit Keeper
2 Undertaker
4 Cloud Key
1 Grave Pact
2 Coldsteel Heart
1 Urborg, Tomb of Yawgmoth
2 Vivid Marsh
4 Caves of Koilos
5 Swamp
11 Plains

(man beachte, dass sich der Cloud Key netterweise auch den Evoke-Kosten annimmt!!)
(man beachte weiterhin, dass ich im Grundkonzept davon ausging, dass Reveillark die Kreaturen auf die Hand befördert (das wäre unendlich geschmeidig gewesen!!), ist aber nicht so - man hörte das “Shizz” sicherlich bis hinter Frankfurt an der Oder…)

Was eine Schönheit. Ich goldfischte das Deck ein paar Tage lang, abends vorm Einschlafen, was aber keine gute Idee war, weil ich danach immer derart verzückt vor dem Kartenstapel saß, dass an Schlaf nicht zu denken war.

Neben Oriss gab ich mir Linessa, Zephyr Mage (hierzu kein Deck, weil ich über Unsommon, Vedalken Aethermage und Boomerang nicht hinauskam. Klar, Venser passt, Riftwing Cloudskate ebenfalls, aber blau ist nicht gut Freund mit dem Friedhof. Da bleibt Linessa eher länger liegen, als es sich für eine Dame gehört) und Baru, Fist of Krosa. Die beiden anderen “Großen” verkniff ich mir, da der rote nur in eine Richtung will, deren Straße mir zu sehr befahren schien und eine Suche nach Korlash im DeckCheck mit zu vielen Ergebnissen endete.

Aber Baru muss noch gefistet werden. Das Deck zu ihm ist derart offensichtlich, dass es euch gleich aus dem Monitor in die Sleeves rein rutscht. Er mag Wälder und Länder ganz speziell, darüber hinaus ist er ein Druide, ich sach mal so,

Druiden-Tribal.dec!!11Elf

4 Llanowar Elves (Elf Druide)
4 Heritage Druid (Elf Druide)
4 Boreal Druid (Elf Druide)
4 Civic Wayfinder (Elf Druide)
3 Imperious Perfect (Elf Warrior)
4 Elvish Harbinger (Elf Druide)
4 Baru, Fist of Krosa (Mensch Druide)
4 Gilt-Leaf Archdruid (Elf Druide)
4 Primal Command / Summoner's Pact
3 Overrun / Wurmcalling / Squall Line / Hurricane
22 Forest

Schwimmen wir exemplarisch dem Goldfisch hinterher:

1ster Zug: Wald, Llanowar Elves
2ter Zug: Wald, Elvish Harbinger für den Archdruid
3ter Zug: Wald, Archdruid
4ter Zug: Heritage Druid (zieht mehr Wald), Wald, Civic Wayfinder (durch Tappen von Heritage, Archdruid und Harbinger) es wird erst das Land gesucht, dann die Karte durch den Archdruiden gezogen; wir lucken uns Baru und können ihn sogar ausspielen
5ter Zug: Win durch Aufgabe

Da genau elf verschiedene Karten benutzt werden, ist es legitim, dem Deck den Namen seiner Lieblingsfußballmannschaft zu geben, oder gar “Elf Freunde”. Die Möglichkeiten sind zahlreich.

Und so endet der Text hier. Abrupt. Wie die letzte Folge von “WDR3.pm“, der Radio-Sendung für die Leute, die Samstag Nachmittags überhaupt nichts mit Fußball anfangen können.

Wer weiterlesen will, dem seien alte Berichte meinerseits auf die Augen gepresst, über die ich bei Recherchen zu diesem Quelltext stolperte:
Hinten anstellen und Super lächerlich. Das waren noch good Times!!

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Strictly Confidential

— 25-04-2008 —

Ich begann gestern eine Art Mail-Dialog mit den deutschen Vertretern von Hasbro. Quasi die Knaben, die für uns zuständig sind. Da es recht unschön ist, random Mails zu posten und bei einer minimalen Menge von zwei Mails noch nicht so viel zu posten wäre, stattdessen eine Ideezur derzeitigen Prerelease-Situation, die ich direkt - in zwei Riesenklammern gepresst - weiterleitete:

“[M]al überlegt, den Stores selbst die Chance zu geben, welche Sprachen er bei seinem [Prerelease-]Event anbietet?? Bei maximal vier/sechs Terminen für einen gutbesuchten Store, könnte dieser an den einzelnen Wochenenden zB den Samstag je deutsch und den Sonntag in englisch gestalten; hierbei ist mE sogar eine Restriktion der Sprache pro Event vonnöten, damit es nicht zu cross-overn und verwirrten “neuen Spielern” kommt.

Ich bin dafür. Okay, es ist meine Idee (zumindest hatte ich sie gerade, also ist es meine; es mag vorkommen, dass andere ebenfalls eine ähnliche Idee hatten, will ich gar nicht ausschliessen, die Wahrscheinlichkeit ist sogar relativ hoch, aber ich weiß nix davon, also ist es noch meine), ich mag voreingenommen wirken, aber wenn man mich fragt, ich bin dafür.

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Pro Crast I Nation

— 24-04-2008 —

Zuerst ein wenig Shadowmoor:

Meine Lieblingskombo: Fulminator Mage und gegnerische Mutavaults. Sollte ich dabei jemals im Verhältnis 2 zu 1 abtauschen, erfahrt ihr es hier zeitnah zuerst.

Genug der Pflicht, hin zur Kür: random Links.

Ich saß letzte Woche noch im Uni-Colleg der Uni Duisburg-Essen und lauschte dem Prof bei seinen Ausführungen zum Thema “Soziale Gerechtigkeit”, um keine zwei Tage später im Design-Blog Speak Up auf eine Buchreview zu stoßen, die dasselbe Thema einfach aber präzise abbildet.

Apropos Sozialleben. Den Klischees in die Hände spielend, bietet das Internet eine ganze Reihe brauchbarer Orte, damit man selbst als entsozialisierter Magic-Spieler zu seinem Bussy kommt: 1943 Guide to Hiring Woman (dafür unerlässlich: The Economics of High End Prostitutes) — Marry Our Daughter oder Women Behind Bars; je nach Geschmack — Porn of the Blind (Augen zu, Hose auf). Alternativ schiebt man es auf die Psychologie, wenn man(n) die Frau mal wieder missverstand.

Doch nicht nur mit sprödem Weibsbild lässt sich Ablenkung herbeischaffen. Wer braucht Frau schon, wenn man mit sich selber spielen kann?? Quest of the Crown und You have to Burn the Rope, wie auch Magic Pen sind drei ausgesuchte Schritte in die richtige Richtung, da sie einiges an Zeit sparen.

Mir fiel auf, dass Zeit sparen im Internet generell groß geschrieben wird. Lieder sollten nicht länger als 2:42 sein und Filme und Serien werden aufs Elementarste zusammen geschnitten. Alles schön konzentriert, nur um später sagen zu können, dass das eigene Leben länger war.

Was sagt die Psycholgie dazu?? Ist Psychologie überhaupt noch fortschrittlich?? Warum kosten Sachen 19,95?? Wovor hat man Angst?? (dazu slightly related: ein David Bowie / Clockwork Orange Mash-Up)

Und zum guten Schluss, Procrastination in Reinform:

Smells like Teen Spirit - Ukulele-Style
GiantSteps
PenSpinning Tournament Japan 2008
The 50 Greates Comedy Sketches of All Time
Screensaver: Kaze to Desktop / Dropclock
Cover Me
Webby Awards

Jetzt zurück zur Arbeit…

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Unrasiert und abgeschmiert

— 21-04-2008 —

Obschon sich die Teamquote am gestrigen Sonntag in Köln mit 11 Riesen fast verdoppelte, sank die Anzahl der anwesenden Frauen um das Dreifache, nämlich von 3 auf 0. Dies tat meiner Stimmung einen leichten Abbruch (ich performe ganz gerne in front of (noch lieber on top of) der weiblichen Bevölkerungshälfte) und selbst Christoph war ob der gestrigen Niederlage seiner präferierten Fußballmannschaft beim DFB-Pokal-Endspiel eher angeschlagen, denn angeheitert, zumal der Schiedsrichter (”die olle Pfeife”) sehr bayern-freundlich das Spiel pfiff, wie uns (wir wurden von den “Strauchdieben” begleitet) auf der Hin- und Rückfahrt des öfteren versichert wurde.

Unsere Laune stieg mit der Qualität unseres geswappten Pools, der dank doppel-5-Mana Gottheit (der rot-grüne und der grün-weiße) in Verbindung mit durchgängig spielbaren weißen Karten (Christoph spielte daraufhin nur Plains) und der bereits mehrfach auf diesen Seiten verzeichneten Limited-Qualität der Gruul-Gilde rot-grünen Karten aus Shadowmoor. Begründet in der Mischung aus hohen Zahlen unten rechts für wenig Kosten oben rechts, sowie der Burn-Affinität der good ol Mountains. Als wir dann noch einen Fulminator Mage geswappt bekamen, grinste ich den Kölner Dom einmal rauf und runter. Da fehlen mir nur noch drei.

Trotz der präsenten 11 Teams zockte man nur 4 Runden, so dass unser 3-1 für den 3ten Platz reichte. Das imo unsportliche ID im Finale sorgte für zwei ungeschlagene Teams und ließ mich den good ol Frisör zitieren, der da einst in seiner unscheinbaren Weisheit sprach:

Auf FNMs und Prereleases wird nicht gedrawed!!

Christoph kennt diesen Spruch schon zu genüge, ist aber nur halb so sehr davon überzeugt, wie ich. Wenn es darum geht, sich Preise zu sichern, werden selbst so gesetzte Worte wie die gerade zitierten geflissentlich und unproblematisch ignoriert. Naja, es kam ja nicht dazu, dass wir in der letzten Runde an Tisch 1 saßen, um mit dem gegnerischen Team den Beabsichtigten zu beabsichtigen.

Den Judge markierte der Manu of GPT Brüssel-Deckswap-Fame. Er brachte alles flüssig über die Bühne, obwohl er war letztlich mehr Beiständer als benötigt. Aber wie sagt sich so schön: “Ohne Beiständer keinen Beischlaf”.

Die obligatorische Niederlage in der fatalen dritten Runde gegen das Team, das im letztmöglichen Zug auf die Idee kommt alles verfügbare mit Power und/oder Toughness nach rechts zu drehen. Unschönerweise standen wir dort und landeten so im Visier des Mannes, der alle ungeblockten Mannen zu weniger kleinen 4/1ern mutierte. Ich schaffte es zwar den einen der beiden davon zu überzeugen, dass die vier ungeblockten Knaben maximal 12 Damage austeilten, aber der andere Kopf war ein kühler und rechnete uns vor, dass die 16 Schadenspunkte genau drei über denen lagen, die wir noch auf unserem Konto hatten.

Beteiligt an unserer Niederlage auch die Tatsache der komplexen Manaverteilung im 2HG. So zogen Christoph und ich die letzten paar Turns Landmasse nach Landmasse und das trotz der scheinbar goldenen Zahlen von 17 (in seinem Fall, weil kaum Fett auf den Manapolstern) und 18 (in meinem Fall, weil so ein 6/6er mit Trampel und Stone-Rain-Fähigkeit nicht zu lange auf der Hand schmoren sollte). Beim 2HG ist ein Screw / Flood einer Riesen-Hälfte eben fast doppelt so fatal. Sei es, dass man im frühen Spiel keine Füße unter den Tisch, bzw. keinen Druck auf den Tisch bekommt, oder im späten Spiel die unschöne Landtasche trifft, bei dem einem jeder Draw-Step wie ein Deja-Vu vorkommt. Wenn dies auf der Gegenseite eben nicht passiert, schlagen so zwei Fäuste auf einen Riesen und man kann selbst nur mit einer Faust verteidigen.

Dies betrifft aber nur die eigentliche Anzahl der Länder. Was die Farbvoraussetzungen betrifft, so ist die Edition meines Erachtens nach verdammt handzahm. Das mir einfallende Colorfixing (dieses Landwechsel-Artefakt und die Manamorphose) ersetzt sich selbst, ist aber, Abseits kurioser Splashes, oder wenn man unbedingt den Grim Reaper auszocken muss, nicht benötigt und ich schüttelte jedesmal innerlich den Kopf, als ich einen der beiden Spells sah.

In einem Spiel sah ich gleich zwei Artefakte und die Morphose und gegen dasselbe Team gewannen wir im ersten Extra-Zug auf folgende fast schon stilvolle Art und Weise:

Der Boden ist dicht, Flieger sind ebenfalls benebelt, sie sind auf 3 Lebenspunkte, wir auf einiges mehr und sie versuchen die Bahn gen Draw zu deichseln, während wir noch den Sieg wollen. Das übliche Szenario eigentlich. Ich hätte einen meiner beiden Burning Trails ziehen können, stattdessen ziehe ich Traitor's Roar. Der Haken, ich habe weder zwei gleichfarbige Kreaturen, noch haben sie eine ungetappte Kreatur mit Stärke 3+ (auf der 4/4-Flying-Flash-Mauer lag die U/W Tap-Aura (als diese mit den Worten “4/4-Flying-Flash Mauer” gespielt wurde, entgegnete ich “Aua”, blieb aber der einzige, der grinste). Aber sie haben den Mann, der einer geblockten Kreaturen +2/+2 gibt. Wir starten entsprechend den All-In-Angriff, im Block zeige ich fast zu theatralisch auf den Knaben und behaupte, dass dann ja wohl unser 3/3er gegen den 2/4er einschieben kann und obwohl sie erst noch zögerten, spielten sie es scheinbar sicher und zack, nach dem Angriff vier Damage ins Gesicht und wir siegten.

Apropos Siegen, nächsten Samstag ist Hagen dran. Irgendwie fällt mir dazu das Wort “Fersengeld” ein. Der Sache werde ich nachgehen.

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Have you seen it all??

— 19-04-2008 —

Einer der Gründe, wieso ich immer wieder und vor allem immer wieder gerne 2HG-Prereleases zocke, ist Christoph, mein 2HG-Partner in Crime seit dem Grand Prix Amsterdam Debakel im letzten Jahr (vom Grand Prix-Standpunkt aus betrachtet, weniger wegen unserer Performance) - eigentlich schon seit den Trials zu eben jenem Grand Prix und garantiert noch bis zur XXXten Edition.

Der andere Grund, wieso ich das 2-Köpfige dem 1-Köpfigen vorziehe, ist strategisch einfach und einfach strategisch. Es ist in kaum weniger Zeit möglich durch die schiere Kartenanzahl, die bei einer Partie 2HG über den Tisch wandert und dabei miteinander interagiert, einen besseren Eindruck vom Sealed-Format, ja vielleicht sogar von der ganzen Limited-Chose an sich, zu erhalten. An einer Partie sind nicht nur doppelt soviele Personen beteiligt, sondern mit ihnen steigt die Anzahl der Decks und letztlich die Karten selbst. Es ist fast so, als würde man zwei Pornos (hier stand mal “Tennisspiele” - ich werde alt) gleichzeitig gucken.

Entsprechend motiviert und mit der Hand lässig im Schritt ging es also heute gen Iserlohn, um im dortigen Fantasy Warehouse die Tabletop-Regale zu rocken. Bei nur vier 2HG-freundlichen Terminen in komplett Deutschland (also nicht nur hier, wo es kocht) ist die Auswahl letztlich nicht groß und da Christoph - leicht nachzuvollziehen - wenig Muße hatte wieder nach Rotterdam zu fahren, blieb es bei Iserlohn. Marcus und Marion, of Couchmagic-Fame und mit orangenen Kulis bewaffnet, begleiteten uns. Auch dies ein gern gesehenes und regelmäßiges Happening, obschon wir den obligatorischen Termin am Futtertrog nach dem Event cancelten. Christoph faselte entschuldigend etwas von BVB und DFB und da er fuhr, hatte er wortwörlich das Steuer in der Hand.

Im Store fanden sich sechs, gefühlte sieben, Teams ein und nach den handelsüblichen Startschwierigkeiten, der Auflösung des ein oder anderen Regelmythos, wurde direkt losgebaut. Da ich gleich noch was vorhabe (aka Damenbesuch) und Christoph eh fast den ganzen Pool Zuhause hat, damit er in der Halbzeitpause seiner Hausaufgabe nachgehen kann, überspringen wir geflissentlich den Teil mit dem Decks und den Pool und der Abnutzung meiner Cherry-Tastatur mit meines Erachtens zu vielen Zusatztasten (da ist eine mit einem “K” (nein, nicht die zwischen J und L) bei der ich nie verstand, was die macht - es passiert nichts, wenn man draufdrückt; noch nicht einmal in Kombination mit anderen Tasten…).

Grob umrissen zockte ich alles was schwarz war. Hybrid sei dank, ist das nicht gerade wenig. Spoiler gab es mit dem blauschwarzen 5-Mana-Mann (”Schauderfürst des Wandertriebs”), der Mitternachts-Todesfee und dem Vasall des Aschenmoors, aber erstaunlich wenig Removal. Ich gab den Plan Mono-B zu zocken auf, um mit drei strikt roten Karten (nix verwaschenes halt) der Gegner Kreaturen Herr zu werden. Christoph holte aus den Restfarben gleich 7 Removal-Spells, so dass seine und meine random Dorks nach rechts gedreht recht wirkungsvoll zu Gange waren.

Meine bisherigen hocherleuchteten Eindrücke von der Edition, quasi die Karten, die mir Freude bereiteten, sind Schicksalstransfer, die Geköderte Vogelscheuche und der Kettenbrecher. Sobald ich die englischen Namen runtertippen kann, ohne ständig nachschauen zu müssen, gibt es diese, vorher eben das, was ich von den Karten ablese — so nebenbei, war Deutschland nicht mal das Land der Dichter und Denker?? Wenn dem so ist, wieso klingen Namen wie “Wanderessig-Wurzelhacker” oder “Schotterkiemen-Axtkämpfer” wie mit Babelfish übersetzt?? Was ist überhaupt “Wanderessig”?? Und wieso steht auf der Karte “Die Wanderessig-Wurzelhacker kann von grünen Kreaturen nicht geblockt werden.” anstatt “Die W-W kann nicht von grünen Kreaturen geblockt werden.”??

Bereits im Lorwyn-Block überkam mich das ein oder andere Mal das Gefühl, dass bei der ein oder anderen Karte das ein oder andere falsch gelaufen ist. Auf den Tribal-Duals fehlt der “Tribal”-Type, der Kinsbaile Skirmisher hat kein Flash und gerade die kreaturenreichste Farbe hat nur zwei Changelings; das wirkt wie vorgelegt aber nicht abgezogen (Christoph erklärt euch bei einer Autofahrt mal, was das bedeutet). Ähnliche Gefühlsnuancen überkamen mich heute beim Prerelease (nur so schreibt man es richtig, copy&pasted noch heute!!), als ich zum Beispiel im Combat das Narbenschuppen Ritual spielen wollte. Was ja nicht ging, weil es eine Hexerei ist, wie der aufmerksamere der beiden Gegner (der ohne ADS) bemerkte. Weiterhin gibt es mir zu viele Hybrid-Karten-Cycle. Random farbige Hybrid-Kreatur, die von random andere Farbe nicht geblockt werden kann; die Hybrid-Auren, die Hybrid-”Götter”… Es wundert mich nicht, wenn die Anzahl der Hybrid-Karten im Set durch fünf teilbar wäre.

Wie ihr bereits merktet, gibt es zum eigentlichen Zock nicht viel zu sagen. Wir waren in einem Spiel unendlich flooded, so dass uns der Turn4 (random Elf suchte zuvor Land aus der Bib, roch wie der 2/2er für 3 Mana, nur dass dieser 1/1 für 3 ist) GR-Hybrid-Klotz von der Straße schob, weil wir erstaunlicherweise (wo ist die Statistik, wenn man sie braucht??) keinen der sieben Spells zogen, die dem Trampler ein Bein gestellt hätten. Der Rest wurde souverän gewonnen, so dass der zweite Platz und drei Booster abgegriffen wurden. Der Rucksack und ein T-Shirt wurden zufällig verlost, aber der Zufall meinte es besser mit jemand anderem. Lobend zu erwähnen: Trotz der sechs Teams wurden vier Runden gezockt.

Und morgen?? Da geht es weiter, in Köln, mit dem Christoph (weniger gut drauf, weil die Chancen für die Dortmunder weniger berauschend sein sollen), wenn wir das Playset “Brunnen vergiften” ziehen, dann wird das gezockt, wir werden damit gewinnen und ich werde davon berichten.

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Sich wiederholende Geschichte

— 12-04-2008 —

In Bälde ist der Grand Prix in Brüssel. Die Anfahrt ist dank Christoph gesichert, das Hotel dank Marcus gebucht und die Byes gab es heute dank TrashT und Bernd B. beim Trial in Dortmund. Ich hatte erst einmal das Vergnügen mich auf einem Grand Prix mit dem Playset Byes zu schmücken und das war ebenfalls beim Grand Prix in Brüssel und ich holte sie mir ebenfalls im Dortmunder Auenland. Gute Zeichen, mag man meinen.

Eine der Grundvoraussetzungen erreichte ich relativ einfach, als ich pünktlich eintraf. Die 25 Euro nur so aus der Briefbörse schleudernd, war die zweite Hürde genommen und als ich abschließend noch mit dem Manu (der sah so aus, als würde er so etwas machen und tat es entsprechend) nach dem Deck-Swap den guten Pool (mit Profane Command, Wren's Packmaster und der dazu passenden vorkonstruiert scheinenden Elfen/Warrior-Kurve) gegen den schlechten Pool - jeweils noch im verschlossenen Zustand - tauschte und verbauen durfte, wusste ich, dass die Devise “Free-Draft” in erreichbare Nähe gerückt war. Da sich Helge in der ersten Runde mit seinen Fliegern und Tappern wenig bis gar nicht von dem beeindrucken ließ was da am Boden so rumwuselte, blieb es beim 2-1-1 mit dem ID in Runde 4 gegen Marcus. Bei 15 Spielern reichte das für den 8ten Platz.

Christoph und Marcus sicherten sich ebenfalls ein Draft-Set und einen Platz am Tisch, so dass einzig der amtierende Drachental-Meister Jörg auf den Besucherrängen Platz nehmen musste ;-)

Im Draft selbst hielt ich mich Crib Swap, Eyeblight's Ending und Avian Changeling anfänglich in den brauchbaren Farben, als Weiß austrocknete und ich zu Rot switchte, nicht ohne mir im 2ten Booster einen weiteren Profane Command als 1st Pick reinzulassen. Letztlich Elementals halt. In Morningwood musste ich beide Hände nur noch aufhalten und alles fiel mir rein. Nicht, dass ich es benötigte…

Im Viertelfinale saß ich wieder dem Helge gegenüber, doch diesmal war ich der Knabe mit den Unblockbaren. Dank dem Caterwauling Boggart griffen meine Elementals unaufhörlich bis tödlich an. Ist ja nicht so, dass ich den Gewaltverzicht predigen wollte. Im Halbfinale schob sich “Burning” Bernd B. ins Visier und offenbarte mir, dass wenn ich nach Brüssel wolle, er aufgeben würde, da er schon die Byes am Start hat. Ich nickte entzückt, war erstaunt, nickte aber trotzdem und sicherte wohl ein wenig zu deutlich zu, dass ich bereits Fahrt & Hotel organisiert bekam. So gab er auf und ich war im Finale. Dort würde ich dem Sieger des Matches Marcus gegen TrashT gegenüberstehen, doch da Trash gewann und aunomma bereits über die volle Anzahl Byes verfügte, gab es eine weitere Concession und voilá ich war der dritte im Hause mit den Byes.

Meines Erachtens hielt der Judge Ottmar zu strikt in der Hand. So wollte er mir in Runde 2 das Game Loss verpassen für eine zwar unvollständige Deckliste (ich versäumte eine gespielte Karte zu markieren), doch war es letztlich so offensichtlich, da ich zwar für mein eines Morningwood-Artefakt (Obsidian Battle-Axe) nicht die “1″ in die Played-Spalte gequetscht hatte, dafür aber sowohl in die Totale, als auch in die Summenzeile. Wie ich ihm sagte und wie er mir sagte, super offensichtlich, aber er bestand auf dem Game Loss. Ich diskutierte rum, nannte die Entscheidung “lächerlich” und überhaupt, aber es half nix. Netterweise bekam mein Gegner für diese Runde auch ein Game Loss, da er die 39 genauso gut fand wie ich, nur war es bei ihm nicht so offensichtlich. Noch bevor wir unsere Starthand sehen, wurde mein Game Loss zu einem Warning verweichlicht, weil Ottmar sich mit dem TO und Michael Müller über die Sache unterhalten hatte. Ich denke, Judges sollten mehr auf die “Pro Player”-Einstellung geschult werden.

Was mich betrifft, so fühlte ich mich an “3-3 = 3 Byes” von TMM erinnert. Auf der einen Seite habe ich recht problemfrei drei Byes gesnackt, auf der anderen Seite habe ich zwar nicht direkt Gewissensbisse, aber so ein brauchbares Gefühl, diese geschenkt bekommen zu haben (es “kostete” mich meine Preisbooster, but who gives a shit), ist es nicht. Es widerstrebt meiner “Viel Feind, viel Ehr”-Philosophie, die letztlich nur dadurch klein gehalten wird, weil sie (und somit ich) weiß, dass die Chancen mit meinem Draftdeck und -Skills wohl alles andere als rosig gewesen wären.

Nun denn, so habe ich drei Byes für Brüssel. Tag 2 und somit weitere Free-Drafts sind prophezeibar, jetzt müssen wir die Jungs von Wizards nur dazu bringen uns brav am Samstag des Grand Prixs die Release-Karte in die Pfoten zu pressen. Oh, ein netter Pool beim GP selbst, wäre genauso brauchbar!!

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Graue Theorie

— 08-04-2008 —

(alternativ: “Wann ist ein Mann, ein Mann” (sorry Frank, es lag zu nahe))

Jesus - this Pischner. Kann er nicht langsam dahinsiechen?? Stattdessen schreibt er einen random Flame über eine Materie von der er augenscheinlich bis offensichtlich so viel Ahnung hat, wie ich, als es neulich um die Schlösser der Loire ging, namentlich “zero”.

Wie aus den Hauptstadt-Büros des Springer-Verlags feuert er mit Schlagbegriffen wie dem “Krieg”, der “herrscht” und dem “konzertierte[n] Angriff”, der gerade “stattfindet”, nur um zwei Artikel schlecht zu machen und seinen eigenen zum Thema ins rechte Licht zu rücken, in dem er auch nichts anderes macht, als random rum zu polemisieren. Selbst Spam spammte fröhlich obendrein, obwohl er so viel Ahnung vom Thema hat, wie von Orthografie.

Dabei ist es recht einfach. Ich habe es anhand einer kleinen Grafik verdeutlicht (wir erinnern uns kurz kollektiv an die Mengenlehre und die Venn'schen Diagramme) und alles wird sonnenklar:

turnier_casual.gif

Wie die Grafik, die Erfahrung und jeder halbwegs wache Verstand schnell zeigt, gibt es per Definition zwei Arten von Magic-Spielern: die einen, die eher dem Turnierspiel zugeneigt sind und die anderen, die die gesellige Runde mit den Kumpels bevorzugen. Grob gesprochen wollen die einen gewinnen und die anderen Spaß haben. Oder eben beides.

Wie die Grafik ebenfalls zeigt (und auch hier lehrt die Erfahrung oder ein Blick aus dem Fenster selbiges), sind die Übergänge zwischen der einen und der anderen Spielerschaft fließend und die Zahl der eigentlichen Nur-Casualisten und die eigentlichen Nur-”Pro-Gamer” minimalst (Casual-Spieler dürften jedoch in der Mehrzahl sein). Grund dafür sind unter anderem die vielzähligen Turnierangebote gerade in Form von Prereleases und FNMs, die dafür sorgen, dass immer mehr Spieler die unsichtbare Barriere (die in zu vielen Köpfen vorherrscht) übertreten.

Doch was macht nun einen Turnier-Spieler zu einem Turnier-Spieler und einen Casual-Spieler zu einem Casual-Spieler?? Vorhin schrieb ich “die einen wollen gewinnen, die anderen Spaß”, ich hätte auch schreiben können, für die einen ist Magic “Beruf” und für die anderen Hobby, oder, die einen können nicht einparken und die anderen hören nie zu. Wäre alles irgendwie richtig gewesen, aber nur irgendwie.

Eine genauere Definition der einzelnen Spielergruppen ist meines Erachtens eben nicht möglich. Man kann nicht sagen, dass nur weil jemand schlecht spielt, er ein Casual-Spieler ist. Es lässt sich eben nicht an der Tatsache festmachen, [wie gut oder schlecht jemand Decks baut / für wen und wie er Artikel schreibt / in welchem Forum er surft / dass er statt einem Deck gleich 20 spielt / wie lang seine Frisur ist / wie hoch oder tief sein DCI-Rating ist / dass er ein DCI-Rating hat / welchen Radiosender er beim Scheißen hört / ob er die Länder rechts oder linksrum tappt, dabei Lego- oder Glassteine nutzt und die Hüllen von KMC oder Max Protection sind / wie viel Geld er fürs Zocken verpulvert / ob er GerMagic oder den DeckCheck als Startseite hat / 1G oder 2GGGG / … ] (Unzutreffendes bitte streichen).

Es ist eben nicht alles schwarz und weiß - netterweise gibt es eine Menge grau.

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Wer zu spät kommt,

— 07-04-2008 —

…der zockt eben nicht in Dülmen. Dank doppelt verpasstem Schienenverkehr fand das gestrige Turnier kurz hinter Sythen eben ohne mich statt. Zugegeben, ich war mal besser vorbereitet und ich sollte schneller laufen. Aber die frische Morgenluft und das zwielichte Blau des Himmels in Verbindung mit einer falsch gestellten Uhr und voila, statt 12 Euro für geschätzte sieben Stunden Spielspaß, zahlte ich knapp zwei Euro für ein zweites Frühstück - diesmal in Brötchenform anstelle des Müslis.

Plötzlich hatte ich also Zeit. Nicht viel, ist ja letztlich vergänglich die Alte, aber genug, um die ersten beiden Bourne-Streifen vor meiner Peripherie Revue passieren zu lassen, mich für knapp eine halbe Stunde im vereinfachten Lotussitz meditativ niederzusetzen, ein paar ermunternde Worte murmelnd gen Dalai Lama zu richten und mich dabei zu fragen, ob es in Ordnung ist, wenn man dabei einem Jazz-Konzert lauscht.

Zurück im Weltlichen schraubte ich an GerMagic rum. Wem die Startseite (mit Ausnahme der Preview-Pix) schneller vorkommt, das war ich. Wer zwischenzeitlich Probleme mit den JavaScripten im DeckCheck hatte, das war ich ebenfalls. Selbst die netten Fähnchen im Editionsbereich kann ich auf meine Kappe nehmen. Da wird es in Bälde mehr zu bestaunen geben.

Den Rest der Zeit (ich klammere hier soziale Interaktionen aus, um den Text nicht unnötig aufzublähen) verbrachte ich mit dem ersten Text der “Konstruktiv Kreativ”-Reihe. Ich stelle für mich selbst fest, dass es nicht gut ist, solche Texte Abschnittsweise zu verfassen. Man kommt einfach aus dem Takt, die Stimmung und somit das letztlich Geschriebene wird anders, all so etwas. Sollten euch die Tage also rhythmische Störungen im Text auffallen, liegt es daran. Dafür gibt es drei nette Decks. Ein Deck ist schließlich das kleine niedliche Baby, das den Magicspieler zum Lächeln bringt - so es denn nicht beschissen ist.

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Report von der Rü 2/2

— 02-04-2008 —

Wo waren wir stehengeblieben??

Ach ja. Da ist diese Go-Go-Tänzerin, die eigentlich gerne Stand-Up-Comedian wäre, aber irgendwie steht das so nicht im Drehbuch, deswegen verliert sie ein Bein, bekommt quasi ein “Holzbein” und abschließend etwas, mit mehr “Feuer” unter der Kniescheibe.

Oh, falscher Film.

In Wirklichkeit ging es in Runde 3 in der Essener Villa Rü nach ein wenig Gedränge meinerseits weiter. Ich bat den Nils zu Tisch und wusste bereits, dass mich Dragonstorm erwartete. Bei zehn Leuten den Überblick zu behalten, ist selbst für mich kein Problem. Innerlich fluchte ich bereits, dass mein Sideboard keine drei Stupors mehr enthielten, sondern stattdessen mit einem Playset Tormod's Crypt (gegen Ichorid halt) aufwartete. Ich sollte nie gegen das Reveillark-Deck spielen, obschon mindestens drei davon zugegen waren.

Der Nils verriet mir, dass er aus einem unleserlichen Städtchen zwischen Dortmund und Münster kommt und nur anwesend war, weil seine Eltern sich die Classica in der Gruga-Halle gaben. Jedem Tierchen sein Pläsierchen. Nils Tierchen wie erwähnt die Drachen und entsprechend zeigte er mir Spiel eins, wie man in Turn 3 dank dem Hideaway Land und doppel-Rift Bolt aus der ausgesetzten Zone in Verbindung mit Shock einen Stormcount hinzaubert, dass wir aufgeregt zum Sideboard griffen. Die Aufregung jeweils mit anderen Gründen.

Ich boardete das Duo Magus of the Moon auch wenn deren statistische mittlere Lebenserwartung nicht sehr hoch ist. Sie machten auch nicht viel, dafür aber die Sache mit dem großen L und dem großen D und wir durften ein drittes Mal in die vollen greifen, wobei ich vorher noch mal kräftig in den Farbtopf griff: Ich weiß durch frühes Thoughtseize, dass er ein Dodecapod auf der Hand hat, was mich aber nicht davon abhielt ihn nach dem Resolven meiner Liliana Vess erst einmal eine Karte abwerfen zu lassen…

Nun klappte das mit dem LD nur bedingt, aber ich hatte relativ einiges unter Kontrolle, weil sich auf Nils Seite neben einem Lotus Bloom (in voller Blüte) nur zwei Mountains befanden. Ein Thoughtseize zeigte mir, wieso da nicht viel mehr kam. Bei der Auswahl zwischen einem Drachen, einem Drachensturm und einem Rite of Flame entschied ich mich für den Ritus, weil ich mir ausmalte, dass auf meiner Seite ja mal irgendetwas kommen müsse. Egal ob LD oder Kritter, beides wäre zu gebrauchen gewesen.

Alles natürlich Pustekuchen. Er hatte genug Zeit noch fröhlich ein weiteres Lotus Bloom auszusetzen, es einmal die Rüttenscheider rauf und runter zu kutschieren, um mir abschließend dank drittem Gebirge den Sturm für zwei um die Ohren zu klatschen. Die Drachen die kamen, klatschten ebenfalls, aber keinen Applaus sondern auf meinen Lebenspunkten, so dass ich von 13 auf 3 rutschte. Der Magus of the Moon auf meiner Seite (eine Runde zuvor beschworen) blieb unversehrt, also griff ich an, in der Hoffnung, er würde just for Fun doppelblocken und ich könnte ihn mit Pyroclasm und dem roten Command verblüffen. So riß ich nur einen der beiden Drachen aus den Wolken und das war's für mich.

Last but not least in Runde 4 das Kithkin-Deck, so quasi zum Abreagieren. Nicht, dass im ersten Spiel etwas käme, mit dem ich auf den kleinen weißen Knaben hätte rumprügeln können. Ich zog zero (in Zahlen: 0) Removal und da nahm der Koch den Löffel und schlug mich mit den Möpsen zu Brei. Aus dem Sideboard wurde das schwere Geschütz gegen die unbrauchbaren LD-Spells im Verhältnis 1:1 ausgetauscht und in den nächsten beiden Spielen zeigte ich dem Miles, wer den Löffel tatsächlich in der Hand hielt. Ungefähr so kurz wie der Absatz waren die Spiele und ich war raus (aus dem Turnier, aus der Location, aus den Preisrängen, wählt selber).

Der Deckseite ist zu entnehmen, dass Marcus trotz einer Niederlage mit seinen Schlössern der Loire Erster wurde (hätte ich alle platt gemacht, die Fische, alle) und der Carsten gar Zweiter (noch mehr, was vor den Pyroclasms erbebt hätte). Gratulatione!!

Nächster Tagesordnungspunkt: Der schwarzen Wolke beibringen, dass die Leerzeichen nach den Satzzeichen kommen und das Reveillark-Match-Up für Dülmen testen.

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Linkblock 01/04

— 01-04-2008 —

Wir unterbrechen unser aktuelles Programm für einen aktuellen Linkblock:

Blonde Zombies
SEXY ALBUM COVERS
'I fell in love with a female assassin' - Americas, World - Independent.co.uk
PDN's 30 2008
Luther Burger - Wikipedia, the free encyclopedia
Introduction: Poop For Peace: April 18, 2008 | PoopReport.com
Overcoming Masturbation
Amazon.com: Weener Kleener Soap: Toys & Games
Flat Life
apparently this is what i look like when i think i'm getting caught taking self-portraits in someone else's backyard. auf Flickr - Fotosharing!
FILE Magazine - The Collection
Matt Ball on Technology: Is 91 Prime?
Camel Collector: USA
Six-Word Reviews of 763 SXSW Mp3s by Paul Ford - The Morning News
YTMND - Carmina Burana, alternate lyrics
film_stills: Collage of Our Life (Yukihiko Tsutsumi, 2003)
Short Words to Explain Relativity
We Tell Stories - 'The 21 Steps', by Charles Cumming
[0709.0099] The road coloring problem
ISO50 - The Visual Work of Scott Hansen
LOST & FOUND: ein Fotoalbum in Flickr
Hacker News | Articles, Ideas, Books and/or Concepts that have changed your life
Things I have learned in my life so far
Great Scenes from TV and Film, Told Using Only Typography (and Sound) | AlwaysWatching.org
thierrybouet.com
The Plug - Stranger Photos Have Happened
Test Your Geography Knowledge- Asia
VBS PRESENTS - HOW TO MAKE A BUTTON - VBS.TV
Mister Wonderful - New York Times
Launchy: The Open Source Keystroke Launcher for Windows
Top 15 Science Fiction Book Series - The List Universe
Muxtape
YouTube - Slug Sex
South Park Studios
Apple Shooter Archery Bow and Arrow Target Shooting Game at Office Game Spot: Free Online Games
Free Science and Video Lectures Online!
Hut Weber: Hitler vs. Chaplin | Ads of the World: Creative Advertising Archive & Community
Fold-Ins, Past and Present - The New York Times

Vielen Dank für ihr Verständnis. Nun wieder zurück zu den angeschlossenen Rundfunkanstalten.

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