Prallgefüllter Gabenteller
— 24-12-2007 —
#################JOY###################
Is it Christmas? Hell fucking YES!!
#################FEAR##################

(siehe auch: “Edmunds Advent” vom Albino with Crayons)
#############LOVE N SHARE################
(siehe auch: MP3 via zShare)
################TRUTH###################
If I had the power to produce exactly what I want for next Christmas, I would have all the kings and emperors resign and allow the people to govern themselves.
I would have all the nobility crop their titles and give their lands back to the people. I would have the Pope throw away his tiara, take off his sacred vestments, and admit that he is not acting for God — is not infallible — but is just an ordinary Italian. I would have all the cardinals, archbishops, bishops, priests and clergymen admit that they know nothing about theology, nothing about hell or heaven, nothing about the destiny of the human race, nothing about devils or ghosts, gods or angels. I would have them tell all their “flocks” to think for themselves, to be manly men and womanly women, and to do all in their power to increase the sum of human happiness.
I would have all the professors in colleges, all the teachers in schools of every kind, including those in Sunday schools, agree that they would teach only what they know, that they would not palm off guesses as demonstrated truths.
I would like to see all the politicians changed to statesmen, – to men who long to make their country great and free, — to men who care more for public good than private gain — men who long to be of use.
I would like to see all the editors of papers and magazines agree to print the truth and nothing but the truth, to avoid all slander and misrepresentation, and to let the private affairs of the people alone.
I would like to see drunkenness and prohibition both abolished.
I would like to see corporal punishment done away with in every home, in every school, in every asylum, reformatory, and prison. Cruelty hardens and degrades, kindness reforms and ennobles.
I would like to see the millionaires unite and form a trust for the public good.
I would like to see a fair division of profits between capital and labor, so that the toiler could save enough to mingle a little June with the December of his life.
I would like to see an international court established in which to settle disputes between nations, so that armies could be disbanded and the great navies allowed to rust and rot in perfect peace.
I would like to see the whole world free — free from injustice — free from superstition.
This will do for next Christmas. The following Christmas, I may want more.
Robert Green Ingersoll - “What I Want For Christmas” (1897)
#################SPIRIT###################
Hogfather - Pratchett-Verfilmung 25ster Dez. auf ProSieben (2 Teile)
############PUSSYJUICE (NSWF)###############
Deja Du
— 22-12-2007 —
Dieses LD-Deck und ich, wir sind zwei ganz dicke Freunde und das hat diverse Gründe.
Grob rechnerisch kalkuliert, brachte mir das Deck ein 5-2 in Matches (11-5 in Spielen), sechs Booster Lorwyn, sowie ein FNM foil Force Spike. Darüber hinaus konnte ich dank des Decks aus zwei Sulfur Elemental dringend benötigte Shriekmaws machen; nice too. Doch lassen wir vorerst die Finger vom Milchmädchen und werfen einen Blick in die zweite Richtung, in der das Deck brilliert, der Spielspaß.
Aufgrund seiner scheinbar willkürlichen Zusammenstellung (in Wirklichkeit findet sich in dem Deck keine Karte, die nicht zuvor aufs äußerste beäugt und abgewogen wurde; es mag an Wunder grenzen, dass es dem Deck nichts ausmacht eine Karte durch eine eventuell passende andere zu ersetzen) sind die Spiele mit dem Deck vor allem eins, nämlich abwechslungsreich. Man weiß nie, was einen als nächstes erwartet. Der Gegner aber genauso wenig, so dass er in dem einen Spiel unter seinen zerstörten Ländern begraben wird, während im nächsten Spiel ein einsamer Shriekmaw an genug random Removal und Chandra-Aktivierungen vorbeigetappt werden muss, um dem Gegner (auf den letzten Metern oftmals mit Mannequin Support) das Licht auszublasen.
Es mag letztlich nicht für das Deck sprechen, aber das man nur ein Playset Thoughtseize (diese sind leicht durch Distress zu ersetzen), Avalanche Riders und Rain of Tears braucht und der Rest im besorgbaren 2-3-Exemplaren-Slot lümmelt, spricht letztlich doch fürs Deck. Bestechende Logik eigentlich.
Bevor es jetzt literarisch auf nach Duisburg ins FNM beim Comic Planeten geht, zur Referenz die Liste (einfach nur, um den Text zu strecken, weil ich es easy copy&pasten kann, und, damit ihr wisst, welcher Zug euch nächste Woche Donnerstag in Essen-Werden überrollt hat; es wird der Tschoo-Tschoo-Evoke Faultgrinder-next Turn Mannequin auf das 4/4 Beast- wanna scoop??-Zug):
4 Rain of Tears
4 Avalanche Riders
3 Faultgrinder
3 Shriekmaw
3 Makeshift Mannequin
3 Molten Disaster
4 Thoughtseize
2 Incinerate
2 Incendiary Command
2 Chandra Nalaar
3 Damnation
3 Coldsteel Heart
1 Mindstone
1 Auntie’s Hovel
2 Graven Cairns
2 Tresserhorn Sinks
2 Sulfurous Springs
9 Swamp
8 Mountain
Pünktlichst um viertel vor 16 Uhr, stand ich bewappnet vor den beiden jüngeren Typen mit der Kasse im Bellybutton und war bereit für ein wenig FNM-Liebe mindestens 3 Euro zu zahlen. Man wollte mehr, doch spätestens bei der Adresse und der Telefonnummer zog ich die Reißleine. Name und DCI-Nummer hat sonst auch immer gereicht.
Im Spielbereich erblickte ich das aus Dülmen ein oder andere bekannte Gesicht und sogar den JulianD, der sein Glück nun statt in Oberhausen in Duisburg versuchte. Wie noch zu erzählen wäre, mit durchauch selbigem Ergebnis. Später stieß Lvl2-Frischling Marcel Mike Schneider zu uns, ließ seine Judge-Promos einmal um den versammelten Tisch tanzen und verschwand mit Weihnachtsgeschenkverschenkpanik in den Augen. Dann eben ohne Judge. Uns blieb ja noch das Pärchen mit der Kasse…
Die erste Runde durfte ich gegen den heimischen Rudelsführer ran. Er sicherte sich seine Position durch seine laute und unstoppbare Stimme, die unter anderem dazu führte, dass er die Pairings (und später die Standings) verlas und dafür sorgte, dass Ergebnisse reported wurden, wobei er je nach Ausgang seines Matches mal mehr mal weniger Enthusiasmus an den Tag legte.
Hier hatte ich, nebenbei bemerkt, den ersten “Kevin&Dörk”-Moment. Hätte der gute Mann auch nur ein einziges “lol” vom Stapel gelassen…
Wenn man neu in einer Runde ist, gibt es keinen besseren Gegner für die erste Runde als den lautesten Mann, um sich in der Gruppe einzuführen. Je nach Verlauf der Spiele kann man sich dadurch beliebt machen, dass man nicht zu pointierte (quasi abfällig) Bemerkungen über das Spiel und den Gegner macht, oder (sofern man verliert) wenigstens dafür sorgt, dass der Rudelsführer und das entsprechende Rudel (zu oft alles kleiner gleich er) einem wohlgesinnt sind.
Ich wählte den ersten Weg, bis zu der Stelle, wo er meinte meinen mannequirten Avalanche Rider mit dem Cryptic Command bouncen und eine Karte ziehen zu wollen. Ich teilte ihm mit, dass so mein Rider stirbt und er eben keine Karte zieht. Nun ist es so, dass sich meine gesamte Regelkenntnis auf Hören-Sagen zurückführen lässt. Dafür weiß ich aber recht genau, was ich gehört habe, so dass ich entsprechend auf meiner Meinung bestand (Julian erwähnte zusätzlich, dass ich selbst Level 1 Judge bin, eine Tatsache, die ich persönlich ja bevorzugt verschweige) und nachdem jemand anders im Raum meinen Gegner von der Richtigkeit meiner Behauptung überzeugte, konnte ich ihn weiter mit meiner geringen Kreaturenbasis einstampfen.
Er spielte ein U/B Teachings, so dass ich die Damnations durch Stupor und die Rain of Tears durch Cryoclasm ersetzte. Ich würde gegen das Deck wahrlich nicht über den Screw gewinnen, weil er neben Coalition Relic noch Coldsteel Heart zockte, aber ihm im Verlauf des Spiels ein paar schmerzhafte Knüppel zwischen die Beine zu werfen, kann so verkehrt nicht sein. Im Spiel selbst sollten es zwei frühe Thoughtseize und ein laufstegbefähigter Faultgrinder machen.
In der zweiten Runde, gleich der zweite “Kevin&Dörk”-Moment: Ich setze mich hin und noch beim Mischen meinte der Felix aus Aachen, dass ich also der mit dem LD Deck und den weißrandigen Mountains bin. Shizz, enttarnt, dachte ich mir, dabei hatte ich mich extra ne Woche nicht rasiert. Jemand vom Nebentisch lässt raus, dass mein Gegner mit den Drachen stürmt, so dass sich mein Torwart entsprechend warm anziehen durfte.
Er beginnt, hat den Lotus und suspended ihn direkt. Ich habe irgendwo gelesen, dass es sinnvoll sein kann, etwaige Loti erst im zweiten Zug zu suspenden, um den Stormcount im richtigen Zug auf dem richtigen Level zu haben. Den Teil muss er übersprungen haben. Ich mache ein wenig Thoughtseize und LD und er versteckt mir unbekannte Karten unter so manchem Hügel. Verdammt uninteraktiv die Sache. Spiel zwei genauso. Aus den Damnations wurde in der Halbzeitpause (ich als alter Optimist gehe immer von Halbzeitpausen zwischen dem Spiel aus; zumindest, wenn ich das erste Spiel gewann) Stupor und an einer Stelle, es mag Turn 3 gewesen sein, weil ich gerade mein drittes Land legte und er zwar nur mit zwei Ländern aber Doppel-1st-Turn-Loti auf den Abschuss wartete, an dieser Stelle also, lag meine Wahl zwischen LD auf sein Storage-Land (eine Marke, bald zwei), oder Stupor auf Unbekannt. Ich entschied mich für Stupor und kriegte im nächsten Zug gleich drei Bogardan Hellkites ins Katzenklo gesetzt. Da brannte der Muschi aber mal das Fell. Im dritten Spiel hatte ich das Szepter in der Hand, hielt die ein Land Coldsteel Heart Hand (mache ich zu oft) und dirigierte daraufhin die Länder des Gegners wie auch mein Deck, als ich Land für Land announcte und Land für Land zog. Bezüglich dieser Annoncen habe ich eine überdurchschnittlich hohe Trefferquote. Riecht nach einem YouTube-Video in naher Zukunft…
In Runde drei der Merfolk-Mann. Netterweise sind diese Kreaturendecks heutzutage selten richtige Kreaturendecks mehr. Da hat man eventuell mal einen oder zwei Mann auf dem Tisch (man will es ja nicht übertreiben, random Massremoval fürchtend), was dem Gegenüber (am heutigen Tag, meist mir) genug Zeit lässt sich mit genug Lebenspunkten auf der hohen Kante ins sichere Ufer zu retten. Sein Deck nicht anders. Er hat gleich Maindeck die Aquitect's Will, Cryptic Commands und Rune Snags, wie auch Psionic Blasts, dazu Summon the Schools und irgendwo sogar einen Oblivion Ring, den vielleicht aber nur nach dem Boarden.
Im Endeffekt lief es darauf hinaus, dass er nie genug Druck aufbaute, mir für seinen Adepten immer brav den Lord zeigte, aber nie den einen neben den anderen legte, während ich mir schön mein Mana zurecht sammelte, Chandra auf den Tisch parkte und abwartete was passiert. Ahja, Psionic Blast, Chandra wech. Okay, mehr Chandra, weniger Psionic Blast. Spiel eins im Sack.
Ich gönne mir Terror, Cryoclasm und mehr Damnation gegen Thoughtseize und Rain of Tears (auch gegen ein Deck mit lauter zwei-Drops ist es nicht sinnvoll sich aufs Landzerstören zu versteifen). Es wird wieder nicht groß getauscht, immer nur 1 zu 1, alles geht richtig fair zur Sache, aber im Endeffekt reicht ein Avalanche Riders und eine im Hintergrund agierende Chandra. Das erinnert mich an ein Spiel aus dem 8-Mann Sideevent, wo ich Chandra nutzte, um einen Rider mit Mannequin-Counter zu killen, nur um erneut das Mannequin auf den Darwin machen zu können. Sicherlich nicht zu empfehlen der Move, aber hier habt ihr ihn zuerst gelesen!!
Wer die Finger oben doch nicht von dem Milchmädchen lassen konnte, erahnt, dass ich die letzte Runde verlor. Musste ja so kommen. Diese 4-Land-Hände aber auch. Von wegen, jetzt nur noch Spells s.v.p. Nix da. Der Jan brauchte nicht viel machen, als ich in meinen Ländern ertrank. Er spielte “Mono B Aggro Pseudo Kontrolle Deluxe” mit einem 4-Mana Slot, der zu schwer ist, um ihn euch den Bildschirm zu hieven. Stellt euch am besten ein Mono-Schwarzes Deck vor, dass versucht das beste aus der Kombination von Mirri the Cursed, Damnation und Phyrexian Totem zu machen. Jetzt noch die Prise FNM hinzugeben und ihr wisst, wovon ich rede.
Es sind Decks wie diese (naja, eher das B/G Aggro/Elven) die mich eigentlich dazu verleiten sollten anstelle der Terror im Sideboard eher Sudden Death zu zocken. Leider noch nicht geschehen, also wird nicht geboarded und ich halte die 1 Land Doppel Coldsteel Heart, Doppel Chandra, Earthquake Hand. Ein weiteres Land und ich bin unendlich am Cut, zumal sein Deck zwar auf Aggro macht, aber mit einem Bein zu oft im Schlafrock steckenbleibt. Nichtsdestotrotz stirbt mein Mountain einen einsamen Tod und ich mit ihm. Ich nötige ihm noch zwei Spiele ab, die ich manaproblembefreiter gewinne. War ja klar.
Nach so viel Testerei, nun die aktuelle Version, wie ich das Deck quasi empfehlen würde, wenn tatsächlich jemand auf mich hörte:
4 Rain of Tears
4 Avalanche Riders
3 Faultgrinder
3 Shriekmaw
3 Makeshift Mannequin
2 Molten Disaster
4 Thoughtseize
2 Incinerate
2 Incendiary Command
2 Chandra Nalaar
1 Damnation
2 Profane Command
3 Coldsteel Heart
1 Mindstone
1 Auntie’s Hovel
4 Graven Cairns
2 Sulfurous Springs
9 Swamp
8 Mountain
SB:
4 Cryoclasm
3 Stupor
2 Damnation
3 Sudden Death
3 Deathmark
Zahlen und Karten letztlich sehr genügsam. Die Kreaturenbasis ist Pflicht, die Mannequins ebenfalls. Wenn ich mehr Zeit hätte, würde ich herausarbeiten, dass sich die Moltzen Disaster hervorragend gegen das volle Playset der roten Commands austauschen lassen, ich will es den inselbasierten Jungs aber nicht zu einfach machen.
Demonfire you!!
In Stuttgart - In Situ - In Standard
— 19-12-2007 —
Das mit dem Sealed Deck Bau an sich ist so eine Sache, wie ich immer wieder gerne feststelle. Da entscheide ich mich bei dem einen Termin für das strikte B/G Aggro ElfGoblin Geschwaderia ohne obstruse Splashes aus dem restlichen Farbtopf und der Mo meint, da müsste noch Minze dran. Beim anderen Termin (hier eben Stuttgart), baue ich in unter zehn Minuten das obvious U/B-Deck (die Spoiler wiesen den Weg) und splashe frivol und anstandardlandslos zwei rote wie eine grüne Kreatur, einfach, weil ich es kann, als der Mo in der Bye-Runde zu mir meinte, dass der zweifarbige der erleuchtende Weg gewesen wäre.
Jetzt ist der Mo jemand, der Ahnung von der Materie hat. Sagt es ihm nicht, aber in der Regel und nach ein wenig Nachdenkerei, stimme ich ihm dann doch zu, bin aber zu eigen, um Änderungen am Deck vorzunehmen. Meist ist es einfach zu spät, oder ich vertraue störrisch auf Genosse Zufall (mein best Buddy, gerade wenn es darum geht, Karten von der Bibliothek zu heben).
Naja, hier das Deck:
1 Briarhorn
2 Mudbutton Torchrunner
1 Springleaf Drum
1 Inkfathom Divers
1 Turtleshell Changeling
1 Streambed Aquitects
1 Tideshaper Mystic
1 Spellstutter Sprite
1 Stonybrook Angler
1 Faerie Harbinger
1 Sower of Temptation
2 Mulldrifter
1 Liliana Vess
1 Nameless Inversion
1 Fottobottom Feast
2 Weed Strangle
1 Dreamspoiler Witches
2 Cairn Wanderer
1 Dread
1 Vivid Creek
1 Vivid Marsh
7 Swamp
8 Island
Für die Nirvana und Pearl Jam Fans, hier die Alternativen: Mournwhelk, Thieving Sprite, Boggart Birth Rite, Amoeboid Changeling, Paperfin Rascal, Zephyr Net.
Zusammen mit dem Marcus (lest seine Version der “Wahrheit”), seiner werten Marion und dem nicht unentwerteten Carsten ging es am Freitag Mittag gen Genua, nur um noch vor dem ersten Autobahnkreuz zu checken, wer von uns als MagicUniverse-Autoren den Längsten hat. Marion verlor hierbei in sämtlichen nur erdenkbaren Disziplinen, wie ich im weiteren Verlauf der Fahrt an Boostern verlor. Einzig als es darum ging die mittlere Fähigkeit des Jace zu betiteln, lag ich richtig, abr es war gerade kein Booster im Topf und ich erntete weiteren Spott.
Auch sonst war der Grand Prix ein Grand Prix der Dialoge. Ich redete viel, mit vielen, mal alleine, selten sinnvolles und schon gar nicht mit dem Pischner (erinnert mich daran die Tage eine “No Pischner”-Policy ins Leben zu rufen, weil die Zeit einfach zu knapp ist und es nur sinnig scheint, gerade hier in den Blogs die Minuten und Megabytes nicht damit zu belegen, über …).
Stattdessen sprach ich ganz gerne mit meinen Gegnern, die allesamt freundlich waren, beschwerte mich ganz gerne über das Wetter (zu kalt) und die Toiletten (zu unverhältnismäßig; 1300:1 klingt unfair und unhygienisch), oder lauschte ganz gerne dem Taxifahrer, der gegenüber der Hotelrezpetionsdame mit seinen Informationen über die Machenschaften der Jugendlichen in der Messehalle angab (sie konterte geschickt mit ihrem Stecher, der sogar in der Halle arbeitete und nicht nur das Pack dort ablud, deswegen sogar den Namen wusste und sich über die Artworks befremdete), während ich im 15-Minuten Takt vorm Hotel-Rechner saß und grinsend auf GerMagic schaute, dass alles brav ist.
Weniger zu sagen, zu den Spielen selbst. Ich zog beim Stande von 4-3 die Reißleine. Ein fehlgetopdecktes Land (von wegen “munter”) in Runde 5 sorgte für ein Weed Strangle auf der Hand statt auf der gegnerischen Hostility und somit zu meinen Gängen (letzlich nur einer) an die Sideevent-Tische denn zu den Drafttischen des zweiten Tages.
Wo wir beim eigentlichen Thema dieses Blogeintrags wären. Meinem neuen Standard-Deck.
Dem Feengeschwader von neulich wollte niemand so recht Glauben schenken (ich habe auch 0 Oona's Prowler, weswegen es alleine daran gehapert hätte), da dachte ich mir, in der Nacht vom Donnerstag auf den Freitag (zu diesem Zeitpunkt noch unbeeinflusst), dass mal wieder ein Land Destruction-Deck hermüsse. Also, ein- zweimal dran gerieben und schon stand's:
LD is back in Town shizzling yo little Sista!!
4 Rain of Tears
4 Avalanche Riders
3 Faultgrinder
3 Shriekmaw
3 Makeshift Mannequin
3 Molten Disaster
4 Thoughtseize
2 Incinerate
2 Incendiary Command
2 Chandra Nalaar
3 Damnation
3 Coldsteel Heart
1 Mindstone
1 Auntie's Hovel
2 Graven Cairns
2 Tresserhorn Sinks
2 Sulfurous Springs
9 Swamp
8 Mountain
Unschwer erkennbar die auf der einen Seite total flexible Kartenbasis, aber auf der anderen Seite total durchdachte Struktur des Decks. Während beides strikt weltlicher Natur (findet ihr mal auf die Schnelle dieses eine blöde Coldsteel Heart, während bereits der dritte Mind Stone an euich vorbeirauscht) spricht der bisherige Erfolg des Decks Bände: Ein Standard-Sideevent wurde erst im Finale gegen das Mono G 6-fach Elfen aufgrund multipler Thorn of Amethyst und Masked Admirers in Kombo mit dem Storyteller verloren, weil ich mir zwar mehrfach Damnation wünschte, beim dritten Mal aber einen zu weit scrollte und stattdessen Deathmark revealte.
Zum Abschluss noch ein Foto von Couchmagic-Starfotogräfin Marion M. mit meinereiner als Objekt: No LD, no Whiners!!
Übers Wochenende verbleiben
— 14-12-2007 —
Vier Stunden Autofahrt, kein Internet in der Nähe (wann, werte Zukunft, bescherst du uns, statt mit Sex-Verbot für u18-Jährige, mit World Wide Wireless-Lan??), wie gut, dass ich da vorgesorgt habe.
Zuerst bereiten wir uns (wie Tom) ein Erdbeermarmeladenbrot mit Honig (ich hab's durchgespielt, wer Spoiler braucht, muss bis nach dem Wochenende warten). Derart gestärkt, schauen wir uns Bilder an (ich mag gerne Fotos gucken):
- Deleted Images
- Boogie
- Todd Hido
- “Oh sweet! Futurama's on”
- Another Poster for Peace
- Michelangelo Rossino
- Vegas then and now
- Jessica Dimmock
- Mused
Jetzt ist Bilder gucken nicht gleich Bilder gucken. Die passenden theoretischen Vorkenntnisse liefert eventuell der Kommentar zum Goldenen Schnitt (meine Empfehlung gilt §11). Eventuell reicht es aus sich vorbeugend Comics zu geben, wie den American Elf (weniger Elf, denn amerikanisch). Derart vorbereitet, arbeiten wir uns in die Welt der bewegten Bilder vor (ich mag auch gerne Filmchen gucken):
- Drawing from new Sources
- Y'all so stupid #5
- Teeth Trailer
- Chris “Christmas” Rodriguez (man beachte die “Related Videos”)
- Lykke Li - “Little Bit”
- Duelity (klickt auf “watch” und dann auf “duelity” für doppeltes Vergnügen!!)
Nach so viel Spaß, die traurige Nachricht der Tage: Terry Pratchett ist an Alzheimer erkrankt :-/
Zur halbfertigen Wiederaufbereitung des limbischen Systems, empfehle ich (ganz uneigennützig; es gibt halt mal nix zu gewinnen) die Weihnachtsgeschichte mit Kevin & Dörk. Ich wartete da ja förmlich nur darauf, dass jemand kommentiert, dass ich wie ein 13-jähriger schreibe…
PS: Wer jetzt immer noch nicht weiß, was er mir zu Weihnachten schenken soll, der Limited Edition 7 Album USB Stick von Radiohead ist ein verdammt guter Anfang!!
GerMagic: The Gathering
— 11-12-2007 —
Noch dreimal schlafen, ein wenig mehr Frühststücken, Mittagessen, Abendbrot (im Abendrot) und anvisierte vier Stunden Fahrt im Auto, bevor mein Hintern in Stuttgart aufschlägt, ins Hotel einchecked, die Registrierung vonstatten ging und meinem ersten Grand Prix (Sideevent-) Sieg nichts im Wege steht.
Viele viele mehr werden da sein (ich habe das Vergnügen mit dem Marcus nebst Marion und dem Carsten/Dirk anzureisen) und da dachte ich mir, man könnte ein kleines “GerMagic: The Gathering” abhalten. Über den Titel hinaus gingen meine Überlegungen noch nicht, aber so ein wenig Shakehands und Anschweigen sollte schon drin sein.
Man erkennt mich daran, dass ich ab der vierten Runde (nach eventuell einem Bye ist ein Sieg gegen das random Sindelfinger Aufbaukind Pflicht und danach zwei Niederlagen gegen später im Blog zu Beleidigende drin) mit einem Standard-Deck in der Sideevent-Queue stehe und die Judges dort mit “Even MTGO during downtime would have been faster than this” oder “Where is the 8-4??” nerve.
Was ich dort zocken werde?? Meine derzeit nach weißem Stoff verlangende Nase suggeriert folgendes:
4 Rain of Tears
4 Stupor
4 Thoughtseize
4 Peppersmoke
3 Nameless Inversion
4 Nightshade Stinger
4 Oona's Prowler
4 Thieving Sprite
4 Ghostly Changeling
2 Tombstalker
23 Swamp
Ich hoffe, ich genese bis Freitag…
8 Hellkites ftw!!
— 09-12-2007 —
Vorhin wurde ich auf meiner morgendlichen Patrouille von 11 Fehlerberichten im DeckCheck begrüßt, die alle in etwa so aussahen:
- 8 Bogardans Hellkite
- Einfach mal 8 Bogardan Hellkite spielen ;)
- 4 hellkites zu viel
- There is 8 bogardan hellkite in this deck…
- 8xBogardan Hellkite wtf
- es sind 4 Bogardan Hellkite zuviel im Deck
- Only 4 Bogardan Hellkite
- es wird 8x Bogardan Hellkite gespielt
- creature [8]
4 Bogardan Hellkite4 Bogardan Hellkite
wtf?))) only 4 dragons in that deck)
- 8 Bogardan???
- 8 hellkites
Da musste ich schon schmunzeln (und bin ungemein stolz auf meine achtsame Userschaft - fette Props!!). Gemeint ist natürlich das Chapin'sche Dragonstorm-Deck und der Fehler selbstredend behoben.
Nachbedenklich
— 07-12-2007 —
Ich pfläze gerade durch meine RSS-Feeds, wie die Kuh durch die grüne Wiese, als ich mich wiederkäuend an folgendem Stein stieß:
Das Landgericht Hamburg urteilte gegen den Medienjournalisten Stefan Niggemeier (unter anderem: BildBlog), dass dieser seiner Aufsichtspflicht in seinem Blog nicht nachkam, weil es zu einem Eintrag einen rechtswidrigen Kommentar gab und dieser dort gar nicht erst hätte auftauchen dürfen (der Kommentar wurde nach Entdeckung direkt entfernt). Das Gericht ist weiterhin (so deute ich unbedeutenderdinge) der Meinung, dass Kommentare zu brisanten Themen stets der Kontrolle bedürfen, was die Sache mit dem Bloggen / Kommentieren unlustig macht.
Klar geht es nicht zwingend darum rechtswidrige Kommentare durch die Gegend zu pfeffern, aber so im Zuge der Sicherheit bei der respektablen Kunst der Selbstentfaltung und Meinungsäußerung im übertrieben präventiven Maße und vielleicht sogar noch zeitversetzt den Zensur-setzenden Wachhund darüber spielen zu müssen, dass andere einem dabei nichts ans Bein pissen (und das, wo sich doch meine eigenen Beiträge nicht unselten in der Grauzone tummeln), erscheint falsch.
Weiterhin bin ich ja selbst Blogbetreiber, Blogbetriebsmaschinenbetreiber und ein Freund der freien Kommentatur. Wir werden entsprechend sehen, wohin das führt. Wenn ich also zukünftig euren Schüler- / Personalausweis / Führerschein verlange…
Weitere Informationen im Rivva.de Digest zum Thema.
You suck Dicks for Dope
— 03-12-2007 —
Da bereits das letzte PlanetMTG-Gewinnspiel auf GerMagic von irgendeinem random Penis gespoilt wurde, dachte ich mir, dass man der Tradition folgen sollte und präsentiere exklusiv den Walkthrough durch das heute gepostete Rätsel.
Zuerst einmal wird der Gegner gedisst. Vier Rod of Ruins auf dem Tisch, Ancient Silverback im Friedhof, 49 Lebenspunkte auf der hohen Kante, man könnte meinen, wir wären im Random Regio auf den Rails Richtung Regensburg (oder war es Sindelfingen??). Unsere Tech ist da schon unzweifelhafter. Stifle + Dreadnought, das macht Legacy-Muschis feucht derzeit.
Nach der Disseria ein wenig Geweine. 47 Lands!! Scheiße sind wir flooded und wir dachten, im Legacy hört man bei 43 auf zu zählen. Wobei, das erinnert uns wieder an die gerade erwähnten cremigen Muschis, aber wir wollen in das Thema mal nicht zu tief eindringen.
Nach der moralischen Demotivierung folgt das Aufpäppeln in Form von freshem Green. Das ein oder andere Scheinchen über die rote Zone hinweg (wenn man bei der Lufthansa arbeitet, nimmt man nen Umweg) geschoben und schon ist die Top8 drin und das Rätsel gelöst. Wäre da nicht der Gegner. Der reagiert nämlich nicht auf das Geld, sondern tappt spaßeshalber bis spastisch seinen Wald, hat aber direkt die Tastenkombination am Start fürs Undo, der alte Techer, während man selbst kurz davor ist, zum Alt + F4 zu greifen.
Klar ist Bestechung nicht die feine Englische, aber wenn man sich unsere Karten genauer anschaut, fällt schnell auf, dass wir keine Kosten und Druckerpatronen gescheut haben, um die Glitzerware zu proxen. Die Colossi (dat ist, wenn mehr als einer) haben wir noch aus Tooth & Nail-Zeiten. Die Reito Lantern ist nämlich eigentlich ein Sensei's Divining Top und damit geht die Lösung folgendermaßen:
Während wir dem Gegner ablenkend die Sache mit den vorhin bereits mehrfach und nie zu selten erwähnbaren weiblichen Primärorganen näher bringen und ihm auszugsweise Anschauungsmaterial aus dem Ärmel schütteln, schüttelt der andere Ärmel das Stifle zurück auf die Hand und den Brainstorm in den Friedhof. Es soll ja nicht direkt zu sehr auffallen. Dann entreissen wir dem Gegner das Tittenmagazin (”Tits & Asses” - demnächst in einem Pawnshop auch in deiner Nähe) und verklären ihm die Sache mit dem Topf. “Also ich zahle ein Mana, tappe den Top in Response und schaue mir dann erst die oberen drei Karten der Library an, bevor ich zwei davon ziehe - capisce??”. Nach viermaliger Wiederholung hat er es begriffen (wir müssen ihm versprechen, ihm das Magazin wieder zu geben) und auf unserer Hand sitzen jetzt neben den Colossi und dem Stifle noch das Living Death und das Ashen Powder.
Der Rest gleitet wie gut gecremt von selbst. Wir spielen das Living Death, stiflen seine Seite der Reanimation, so dass der Silverback im Graveyard bleibt (die Hände des Gegner sind derzeit zu beschäftigt, um sich um Affen Gedanken zu machen, wobei… ekelig!!) und können, nachdem wir uns das Anger selbst mit dem Masticore verballert und die Colossi ins Spiel gebracht haben (ohne Mana zu zahlen versteht sich, wer braucht schon mehr als fünf Mana für einen derart eleganten Kill??), den Affen selbst durch das Ashen Powder übernehmen und genau für tödlich angreifen.
Der Gegner grunzt nur und bejaht so einiges, so dass wir sogar noch den Affen abziehen. Score!!
Ich würde sagen, der Draft in Stuttgart ist uns so gut wie sicher und wie man da gewinnt, erkläre ich beim nächsten Mal.

