MTG Blogs Portal · Random Blog ·
· Log dich ein · Registriere dich jetzt
Blogressive
Nov
17

2 Days in Paris, Nachtrag

So, mit diesem kleinen Nachtrag geht meine kleine Geschichte über den GP Paris zu Ende. Eigentlich war sie ja schon mit dem dritten Teil abgeschlossen, aber ein paar Dinge möchte ich gerne noch los werden.

Hinfahrt

An anderer Stelle könntet ihr es eventuell schon gelesen haben, trotzdem hier nochmal direkt aus erster Hand.
An sich wollten wir ja am Freitag möglichst früh los, damit wir uns noch gemütlich anmelden konnten und auch keine Probleme mit dem Hotel bekämen, an dem wir bis 9:00 Uhr Abends sein mussten. Das hat dann leider nicht geklappt, da einer unserer Mitfahrer wegen Minusstunden nicht früher Feierabend machen konnte. Mir war das an sich wurscht, Voranmelden ist zwar eine schöne Sache, aber auch nicht zwingend notwendig.
Aber auch sonst verlief alles nicht so ganz wie geplant… Nachdem wir an einem Parkplatz an der Autobahn (ihr wisst schon, einfach ein Parkplatz und ein Klohäuschen) kurz gehalten hatten, fiel mir nach etwa 20 km auf, dass mein Handy weg ist. Wärend wir am Suchen waren, sind wir auch schon wieder an der nächsten Ausfahrt vorbei gefahren. Letztlich war es aber dann doch weg. Im Auto wurde schnell diskutiert, ob man denn nun zurückfahren sollte um an dem Parkplatz nachzusehen, oder ob man einfach weiter fährt und mich demokratisch überstimmt. Ich war für die erste Variante und hatte noch einen Befürworter, unser Fahrer entschied sich dann im Endeffekt auch für die Rückfahrt.
Dummerweise gibt es in Frankreich gefühlt nur alle 1000 Kilometer eine Ausfahrt, wodurch wir eine ganze Weile gebraucht haben. Aber gut, irgendwann fanden wir eine. Also runter von der Autobahn, Gebühr bezahlt. Wieder auf die Autobahn, Ticket gezogen. An der der ersten Ausfahrt nach dem besagten Rastplatz wieder runter, Gebühr bezahlt. Direkt wieder drauf, Ticket gezogen…
Immerhin lag das Handy dann noch da.
Dem Fahrer hab ich dann direkt schonmal 15€ in die Hand gedrückt wegen Gebühren und unnötigem Sprit. Alles in Allem war das also eine Zeitverschwendung von 50 Minuten.
Dann gingen im Auto die nächsten Überlegungen los: Voranmeldung reicht eh nicht mehr, aber auch Hotel wird knapp. Also mit 180 Sachen nach Paris geballert. Dabei haben wir dann natürlich nochmal eine dicke Extraportion Benzin verbraucht, nur um kurz vor dem Ziel zu merken, dass wir es vermutlich doch nicht mehr rechtzeitig schaffen! Also hat ein Mitfahrer einen Bekannten in dem Hotel angerufen, der dann die Karte für unser Zimmer mit seiner Kreditkarte bezahlt hat. Wirklich ein feiner Zug!
Natürlich habe ich aber trotzdem das ganze restliche Wochenende vorgehalten bekommen, dass wir uns wegen mir nicht mehr anmelden konnten, dass wir wegen mir so viel Sprit verfahren haben etc. Im Nachhinein kamen mir dann folgende Überlegungen: Die Voranmeldung hätte so oder so nicht mehr geklappt. Wäre die Sache mit meinem Handy nicht passiert und wären wir dann in normalem Tempo (130 km/h) weiter gefahren, hätte es vermutlich nicht mal rechtzeitig zum Hotel gereicht, geschweige denn zur Anmeldung! Und wenn wir schon einen Bekannten anrufen konnten, der das Zimmer für uns bezahlt, warum muss man damit erst 10 Minuten bevor es zu spät ist rausrücken? Kann man das dann nicht gleich sagen und einfach entspannt weiterfahren? Das hätte Sprit und Nerven gespart!
Aber wie dem auch sei, mir solls nun egal sein, ich hatte trotzdem jede Menge Spaß!
Wie ich mein Handy verlieren konnte, fragt ihr euch? Ganz einfach. Ich habe mein Handy eigentlich immer auf lautlos geschaltet. Ich mag es einfach nicht, dass andere gestört werden wenn jemand etwas von mir möchte. Bei der Autofahrt bemerke ich unter Umständen den Vibrationsalarm aber auch nicht. Also hatte ich das Handy auf meinen Beinen liegen. An dem Parkplatz muss es dann eben rausgefallen sein. Ihr werdet nun denken “Wasn Depp!”. Und damit habt ihr ja auch recht. Die Schuld lag ja bei mir. Trotzdem hätte man sich einigen Streß sparen können ;)

Rückfahrt

Die Rückfahrt ging recht schnell vorbei. Keiner von uns war so müde, dass er direkt eingeaschlafen wäre.Also konnten wir uns die ganze Zeit noch über verschiedene Formate oder Spielsituationen unterhalten. Aber dann an der deutschen Grenze: Polizeikontrolle!
Kein Problem, wir sind nicht zu schnell gefahren, hatten nichts getrunken und keine Drogen oder sonstiges dabei. Der nette Polizist sammelt dann trotzdem mal unsere Ausweise ein und bittet uns, auf die Seite zu fahren. Gut, Magic-Spieler sehen für das normale Menschenauge eben teilweise etwas seltsam aus, aber macht ja nichts.
Nach ein paar Minuten kam der nette Polizist dann zu unserem Auto. Mit seinem Kollegen. Und 4 Leuten vom BGS (oder neu: von der Bundespolizei) mit Maschinengewehren. Naja, aber alles noch im Rahmen. Er fragte uns dann, woher wir kämen und was wir da gemacht hätten. Antwort: “Paris, Karten spielen”.
Er: “Ah. Bitte Kofferraum öffnen!”
Kofferraum auf, er schaut rein, sieht 4 Rucksäcke, einen Koffer und eine Reisetasche.
Er: “Irgendwelche verbotenen Gegenstände dabei? Waffen, Messer, Rauschgift?”
Ich: “Äh, nein.”
Er: “Noch nie davon gehört, was?”
Ich: “Haha, wir fühlen uns heut abend aber auch verdammt lustig, oder? Depp!” Okay, das hätte ich gern gesagt. Aber angesichts der Lage hielt ich es für besser, das zu lassen.
Er macht den ersten Rucksack auf, direkt meinen, und fragt: “Was sind das Denn für Karten?”
Wir: “Ohje, dasvon finden sie noch jede Menge. Deswegen waren wir in Paris. Das sind Magic-Karten.”
Er: “Und was macht man damit?”
Wir: “Äh, spielen.”
Er: “Und wie funktioniert das?”
Wir: “-.- Das ist etwas kompliziert, das kann man nicht auf die Schnelle erklären.”
Er hakt dann noch zwei mal nach, bis sein Kollege in meiner Manteltasche einen Kugelschreiber findet, der von aussen nicht als solcher zu erkennen ist. Der Stift ist ein Werbegeschenk von Pharmakonzernen an Arztpraxen und sieht so ähnlich wie eine Spritze aus.
Der Kollege dann zu mir: “Was ist denn das?”
Ich: “Ein Stift.”
Er: “Und was macht man damit?”
Ich: “?? Äh, schreiben. Sie können ihn gern mal aufmachen.”
Er: “Nein nein, ist okay.”

Ungelogen! Okay, wir durften dann weiter fahren. Wir hatten eher auch noch Spaß an der ganzen Sache. Aber mal ehrlich, manchmal frage ich mich, ob man bei der Polizei nur diesen Fitness-Test bestehen muss. Klar, es sind ja nicht alle so, aber das ist einfach krass!

Passenderweise dazu: Die Rückfahrt vom GP Paris 2008:
Wir sind 5 Leute im Auto und fahren gerade den letzten Kilometer zum Ziel, Dorf im Warndt. Ein Kaff, das eigentlich nur aus 2 kleinen Straßen besteht. Aber unser Fahrer wohnt eben da, meine Freundin kommt die restlichen Leute abholen. Wir fahren also gerade so im Wald mit 100, wo nur 70 erlaubt sind. Es war schon spät (ich glaube etwa 2 Uhr nachts) und wir wollten nur noch nach Hause, deshalb waren wir so schnell unterwegs. Hinter uns plötzlich Blaulicht. Damn! 1000 Meter vorm Ziel. Mit 30 km/h zu viel, dazu hab ich auf dem Beifahrersitz einen großen Koffer auf dem Schoß!
Gut, erst mal angehalten. Die Polizisten kommen und meinen: “Bisschen schnell unterwegs?”
Unser Fahrer, Tim: “Ja, es is spät, wir wollen nur nach Hause.”
Polizist: “Wie wars denn in Paris?” Und an der Stelle denken wir andern, dass Tim den Polizisten wohl kennt, bei so nem kleinen Ort ja nicht unüblich.
Tim: “Äh… Ja, war gut.”
Polizist: “Habt ihr gewonnen?”
Tim: “Nee, aber einer hier war am Ende im Geld und hat 200$ gewonnen.”
Das Gespräch ging dann noch etwas weiter, wie alle schon viel entspannter, bis Tim dann mal am Rande fragt: “Sorry, aber woher wissen sie das denn überhaupt?” Wir anderen: Kinn -> Schoß! Was geht denn hier ab?
Polizist: “Naja, wir haben vor einer viertel Stunde eine junge Frau angehalten. Die meinte, sie wartet auf ihren Freund, der mit 4 Leuten vom Kartenspielen aus Paris kommt. Und als wir euer Auto gesehen haben, dachten wir, das müssen die sein!”
BAM!
Also einfach mal mitten im Niemandsland nachts gegen 2 Uhr von der Polizei angehalten und verarscht worden! Naja, die haben uns dann wenigstens ohne Strafe weiterfahren lassen. Spaß hatten sie ja schon genug!

Rating

So, das letzte Thema, dann höre ich auf, versprochen.
Mein Rating nach Paris. Es ist schon unfassbar, wir schlecht ein Rating sein kann. Ich habe nach dem 2:3 Drop Punkte dazubekommen! Das muss man sich mal überlegen. Und nach dem 5:1 in Sideevents natürlich auch nochmal ein bisschen was.
Aber wie random ist denn bisste dieses Total Rating? Ich glaube ich gehöre zu den 0,1% der Magic-Spieler, deren Total-Rating unter 1800 liegt. Jetzt nicht so weit drunter, um Gottes willen. Aber irgendwie ist das seltsam.
Ich will mich nicht beschweren oder das einfordern. Aber es ist krass, wie schnell das Total-Rating steigt! Aber egal, das nur noch am Rande.

Zum Abschluss gibt es auch von mir mal etwas Musik. Passend zu Kenshins letztem Eintrag und dem Thema “Härte” (was aber in keinster Weise Kritik sein soll. Jeder darf hören was er will!).
Hier eines meiner absoluten Lieblingsstücke:


Jetzt lasse ich euch aber erst mal wieder mit Paris in Ruhe ;)
Bis dann,
evil-one

Gepostet in Allgemein | 10 Kommentare »

Nov
13

2 Days in Paris, Teil 3: Nach dem Main-Event

Hallihallo.
Schon wieder ich, werdet ihr denken. Aber ich habe gestern versprochen, den dritten Teil heute zu veröffentlichen, also sei dies hiermit getan.

Nachdem ich beim Main-Event also schändlich ausgeschieden war, überlegte ich, was ich sonst noch tun könnte. So habe ich dann erst mal einige Bekannte gesucht und mich kurz mit ihnen unterhalten. Anschließend bin ich mal zu den Sideevents geschlendert um zu erfahren, dass die Drafts inzwischen teurer geworden sind. Dafür sind die Preise besser, aber trotzdem sollte man schon mindestens ins Finale kommen, damit sich das einigermaßen lohnt. Da ich eh nicht wirklich viel Geld bei mir hatte, konnte ich mich zum Glück noch einmal davon abbringen, einen Draft zu spielen.
Lieber habe ich unserem Mitfahrer, Frederic Geiger, beim Spielen zugesehen (der ein oder andere hier wird ihn sicher kennen).
Da inzwischen dann auch die fünfte Runde im blauen Teil vorüber war, stand er nun 4:1 mit seinem durchaus passablen U/B-Deck, das unter anderem folgende Karten enthielt: Living Tsunami, Sphinx of Jwar Isle, Vampire Nighthawk, Hideous End, Disfigure, wenn ich mich nicht irre sogar noch Marsh Casualties und und und. Im Board hatte er gegen wirklich scnelle Aggro-Decks auch noch eine Plains und Journey to Nowhere.
Dem Deck traute ich sicher Day 2 zu, dem Spieler auch. Ich erwartete also noch viel Spaß vom Zusehen.
In Runde 6 durfte er gegen einen Engländer (glaube ich zumindest) spielen, der auch einigermaßen Deutsch konnte. Selbiger spielte ein W/U/b-Ally-Deck mit doppel Blademaster, Day of Judgement etc.
Spiel eins gewinnt Geiger recht einfach, Spiel 2 verliert er knapp, Spiel 3 zieht er nicht viel außer Land. 4:2 also. Hm, aber ein 3:0 war mit dem Deck trotzdem drin!
An Runde 7 habe ich eigentlich keine Erinnerungen mehr, jedenfalls gewinnt er. Runde 8 dann gegen einen asiatischen Spieler. Von denen erwartet man ja immer etwas ;) Der gute fängt dann mit seinem U/B-Deck auch an wie die Feuerwehr und legt Bloodchief Ascension. Diese hat er nach einigen Zügen auch aktiv und das Spiel ist schnell vorbei. Das sah nicht gut aus.
Ich stand während der Spiele hinter dem Asiaten (ohne auch nur irgendwie zu versuchen, Geiger irgendwelche Infos zu geben. Ich hasse nämlich unehrlichkeiten auf solchen Events!) und sehe, wie er nach dem Spiel die Ascension raus boardet.
Geiger möchste Spiel zwei beginnen und hält seine sieben Karten. Sein Gegner nimmt Mulligan auf 6 und hält dann folgende Hand: 2 Soaring Seacliff, Island, Jwar Isle Refuge, Advanturing Gear, Mind Sludge. Das Spiel gewinnt Geiger schnell.
Für das dritte Spiel boardet sein Gegner dann nochmal, aber etwas drastischer. Alle blauen Karten gehen, dafür kommen weiße - Er spielt nun B/W-Allies. Er hält eine hand mit schwarzen Karten und nur Plains. Zieht im ersten Drawstep Swamp - und flooded dann total!
Das 6:2 ist geschafft. Eine Runde noch gewinnen, und Day 2 ist erreicht.

Die Pairings für Runde 9 Hängen. Geigers Name gegenüber steht ein französischer. Geiger setzt sich. Und ihm gegenüber sitzt: eine Frau. Gut, das muss ja nichts heißen. Beim Mischen sehe ich ihr Deck. R/G/w. Nunja, dagegen ist Geigers Deck ja schonmal super.
Das Spiel beginnt, beide machen erst mal eine Weile nichts. Bei ihr kommen dann irgendwann Kreaturen in Form von Bladetusk Boar, Vastwood Gorger und solchen Späßen. Geiger kann zwischendurch Nighthawk legen, der aber entsorgt wird. Auch seine Sphinx kann das Spiel nicht mehr gewinnen, da er 7 (!) Runden in Folge Land zieht.
Also auf ins zweite Spiel, in der sie eine schlecht Hand mit 5 Ländern + Bladetusk Boar + Vastwood Gorger hält. Aber sie ziehts einfach wie sies braucht. Plated Geopede Turn zwei, Trusty Machete Turn drei. Dann kommt der Boar und sie zieht irhendwann Spell nach Spell. Und gewinnt.
Es ist war ärgerlich, weil Geigers Deck das klar bessere war. Es ist auch nicht schlimm, dass sie eine Frau ist, um Gottes Willen. Aber dass sie zB nachfragen muss, was das Shroud bei der Sphinx bedeutet, das ist schon krass!
Am zweiten Tag habe ich sie übrigens in Runde 12 an Tisch 10 beobachtet. Wie sie gegen einen Spieler (ich habe den Namen vergessen), der schon Pro Tour Top 8 gespielt hat, 2:0 gewonnen hat. Nachdem sie wieder alles von oben gezogen hat, was sie braucht. Naja, Glück gehört eben auch dazu…

Nunja, jedenfalls passiert an diesem Tag auch nciht mehr so viel, außer dass ich mein Deck wie schon gesagt auf U/B umbaue. Wobei das auch nicht ganz stimmt, es war U/B/r (Rot für Burst Lightning). Damit mache ich dann noch ein paar Spiele und sehe, wie gut es gewesen wäre. Aber die Betonung liegt auf “wäre”, denn zu spät ist zu spät!

Sonntag waren wir dann gegen 10:00 Uhr wieder beim Turner. Nur, was anfangen mit der Zeit? Also habe ich mich doch zu einem Sideevent-Draft hinreißen lassen…
An meinem Tische sehe ich keine bekannten Gesichter und drafte munter drauf los. Recht schnell wird klar, dass ich W/R bin. Und wie! Mein Deck, das nachher wirklich wirklich stark ist, macht genau das, was es soll. Früh Druck, dann Blocker mit den beiden Hookmastern abstellen oder abschießen.
Mein Gegner ind er ersten Runde spielt ein B/W-Deck. Ich gewinne beide Spiele auf über 15 Leben.
Runde 2 Spiele ich gegen ein U/G-Ally-Deck. Mit Turntimber Ranger, Sea Gate Loremaster etc. Ich gewinne beide Spiele über 15 Leben.
Im Finale spiele ich gegen ein B/G-Deck, dass es immerhin schafft, mich in einem Spiel auf 9 zu bekommen. Das andere gewinne ich auf 20.
Der Draft war also okay, als Preis gibt es 5 “Special Booster”. Beim PTQ wurden nämlich Booster geöffnet, die zwischen 6 und 7 Rares enthielten! Displays mit entsprechenden Boostern wurden dann nci9ht weiter verwendet und die übrigen Booster darauf waren Preise bei den Sideevents. da ich die Chance auf so viele Rares hatte, wollte ich die Booster nicht verdraften und habe sie aufgerissen. Special waren sie leider nicht, aber okay trotzdem. Die Rares:
-Cosis Trickster
-Day of Judgement
-Nissa Revane
-Sorin Marcov
-Scalding Tarn
Beim Draft selbst habe ich noch einen Goblin Guide aufgesammelt, so dass sich das Event gelohnt hat!

Ermutigt von dem Verlauf habe ich gleich noch einen Draft gemacht. Dieses mal bekam ich ein U/G Landfall-Deck zusammen, mit Sachen wie Sphinx of Jwar Isle und Terra Stomper.
Auch hier komme ich ohne Probleme ins Finale gegen Mono Rot. Spiel 1 geht locker an mich. Spiel 2 bekomme ich unter Kontrolle, als mein Gegner meinen Terra Stomper mit Mark of Mutiny übernimmt und für 16 angreift. Ich war auf 16. Egal, blocke ich eben eine Kreatur und haue ihn nächste Runde tot. Oder so.
Eher oder so. Denn ich war inzwischen so müde und unkonzentriert, dass es in meinem Kopf nur noch folgende Rechung gab: 16 Leben und 16 Schaden, also bin ich tot. Ich schiebe jedenfalls zusammen. Im dritten Spiel macht mein Gegner, dessen Deck für Mono Rot wirklich langsam war, folgendes:
Turn1: Land
Turn2: Land, Zhektar Shrine Expedition
Turn3: Expedition, Land
Turn4: Land, Kreatur
Turn5: Land, Mark of Mutiny auf meine Kreatur, swing für 19.
Kurz darauf war ich tot.
Okay, also weggeworfen, das Finale. Aber ich war so fertig, mir war alles egal. Den darauf folgenden Draft mit meinen Mitstreitern habe ich dann auch schon nicht mehr mitgespielt. Ich wollte nicht mehr nahdenken.
Während des Drafts dann lieber noch die Top 8 geschaut und um viertel nach 9 gings dann richtung Heimat. Aber nciht, ohne vorher ein Bild von TMM zu schießen, wie er sich auf der Couch neben der Treppe zur unteren Halle breit gemacht hatte und schnarchte ;)

So, das war dann auch Teil 3. Demnächst gibts noch einen kleinen Nachtrag, aber im großen und ganzen solls das erst mal gewesen sein.
Vielen Dank für eure Geduld und Aufmerksamkeit.
Bis dann!

Gepostet in Allgemein | 9 Kommentare »

Nov
12

2 Days in Paris, Teil 2: Deck und Abschneiden

So, wie versprochen gibt es dann heute nach dem gestern geposteten Pool (http://www.mtgblogs.de/blogressive?p=1841) die Deckliste.
Erst möchte ich mich aber erst mal für die Kommentare bedanken und euch danken, dass ihr euch die Mühe gemacht habt, den Pool zu bauen! Und wie wir dadurch gesehen haben, gingen die Meinungen weit auseinander. Leicht zu bauen schien er also wirklich nicht zu sein ;)

Aber genug der Vorworte, kommen wir zum Thmea.
Ich bekomme also meinen Pool geschoben und schaue die Farben durch. Erste Gedanken:
-Sehr wenig Grün, das gefällt mir!
-Schwarz hat gute Karten, ist aber nicht sehr tief. Schade!
-Rot ist tief und hat einige gute Karten.
-Weiß ist sehr Aggro-lastig und hat den sehr guten Armament Master.
-Blau hat einige Flieger, ich spiele aber nicht so gerne den Reckless Scholar und bin auch kein Fan von Cancel im Limited. Also eher nicht.
-Ich habe außer der Blazing Torch kein Equipment, das ich spielen will, was den Master extrem abwertet.

Danach habe ich die in Frage kommenden Farben ausgelegt. Grün musste gleich gehen, bei allen anderen Farben habe ich die offensichtlich unspielbaren Karten gecuttet.
Die ersten Deck-Ideen:
-Rot/Weiß Aggro
Das sieht erst mal vielversprechend aus. Allerdings habe ich einem Kumpel noch am Vorabend erzählt, dass ich R/W Aggro eigentich nur spielen will, wenn es auch wirklich agressiv ist. Dann will ich keine Karten wie zB den Oxen oder den Shieldmate spielen müssen! Und das ist hier leider nicht der Fall. Eine Liste der Karten, von denen mir einfach noch zwei gefehlt haben: Journey to Nowhere, Plated Geopede, Kor Skyfisher, Kor Hookmaster. Noch 2 dieser Karten, und ich hätte das Deck vermutlich gebaut. So aber sah ich ein Deck vor mir, dass nach dem ersten Ansturm gegen den ersten x/3-er einschiebt.

-Schwarz/Weiß
Kurz gesagt: Weiß ist Aggro, Schwarz nicht. Es wäre ein Hybrid zweier Strategien gewesen. Zudem hatte ich insgesamt nicht genug Playables.

Blieb noch Idee 3:
-Rot/Schwarz
Ich habe die Karten vor mir ausgebreitet und gesehen, dass ich für das Format überdurchschnittlich viel “Removal” hatte. Und war in Form von: Gatekeeper of Malakir, Disfigure, Heartstabber Mosquito, Burst Lightning, Blazing Torch sowie Torch Slinger. Das hat mir gut gefallen. Zudem hatte ich Vampire Nighthawk und Bladetusk Boar. Zwei Karten, die ich im Sealed sehr gerne spiele.
Die Wahl der Farben war also gefallen. Die nächste Frage, die ich mir stellte: Wie bekomme ich den Engel noch in das Deck? Ich habe in wenig rumprobiert und Khalni Gem, Expedition Map und eine Plains hinzugefügt. Aber das war alles nicht so toll. Also doch nur R/B.

Hier dann die Liste, die ich gebaut habe. Und keine Angst, auf meine offensichtlichen Fehler gehe ich gleich ein:

1 Crypt Ripper
1 Disfigure
1 Gatekeeper of Malakir
1 Hagra Crocodile
1 Halo Hunter
1 Heartstabber Mosquito
1 Nimana Sell-Sword
1 Vampire Nighthawk
1 Bladetusk Boar
1 Burst Lightning
1 Goblin Guide
1 Goblin Shortcutter
1 Goblin War Paint
1 Highland Berserker
1 Shatterskull Giant
1 Slaughter Cry
1 Torch Slinger
1 Tuktuk Grunts
1 Zektar Shrine Expedition
1 Khalni Gem
1 Blazing Torch
1 Stonework Puma
1 Scalding Tarn
9 Swamp
8 Mountain

Was fällt auf?
Ich spiele die gute Soul Stair Expedition nicht. Über das Piranha Marsh kann man streiten. Es hätte aber auch durchaus im Deck sein können. Aber am schlimmsten: Ich spiele Khalni Gem! Der war noch im Deck wegen des Engels und irgendwie war ich so mit Liste schreiben beschäftigt, dass ich ihn schlicht nicht mehr herausgenommen habe. Wie schlecht!
Aber sei es wie es sei, als ich das Deck vor mir liegen sah, war ich zufrieden! Es sah wirklich nicht schlecht aus. Das haben mir auch meine Mitstreiter gesagt. Dementsprechend hoffnungsvoll ging ich in die erste Runde.

Mein Gegner präsentiert mir ein recht langsames W/G-Deck, weches im ersten Spiel nciht viel macht außer Länder zu legen. Im zweiten Spiel komme ich nicht so richtig in Fahrt und sein Baloth Woodcrasher zerlegt mich. In beiden Spielen spielt er übrigens noch eine Arrow Volley Trap. Im dritten Spiel bin ich wieder etwas schneller und mein Board ist schnell voll mit Halo Hunter, Crocodile, Gatekeeper und Sell-Sword. Auf seiner Seite liegt ein World Queller, der aber nichts machen kann. Er ist auf 10 Leben. Und greift mich mit den Queller an. Hm, was erwarte ich da? Er hat keine getappten Länder und 3 Handkarten. Also greife ich in meinem Zug nur mit Crocodile (5/3) und Gatekeeper an, er spielt die Trap trotzdem. Er legt Rampaging Baloths, ich greife mit Halo Hunter an und schieße ihn mit Burst Lightning um.
Nach dem Spiel zeigt er mir sein Deck mit Journey to Nowhere, World Queller, Luminarch Ascension, Rampaging Baloths, Baloth Woodcrasher und doppel Grazing Gladehart. Natürlich auch mit Harrow. Mein Deck gefiel mir immer mehr.
Runde zwei spiele ich Yin Zhang. Der Name sagt mir zwar nichts, aber ich kenne ihm vom Sehen. Außerdem läuft er die ganze Zeit mit den französischen Pros rum.
Jedenfalls spielt der Gute auch R/G, allerdings in besser. Mit Mind Sludge, Marsh Casualties und co. Er gewinnt nach drei knappen spielen 2:1
Von Runde 3 weiß ich schon nicht mehr viel, außer dass mein Deck so gar nicht mitspielen will (nach Starthand aus 4 Ländern, 2-Drop, zwei 4-Drops kommt on the draw Land, Land, 4-Drop zB) und ich 2:0 verliere. Ich erinnere mich nur noch an doppel Gigantiform.
Also schon nach Runde 3 im KO-Modus, geil.
Runde 4 gegen einen jungen Franzosen, der sich anscheinend für einen Pro hält. Jedenfalls scheint er total genervt zu sein, weil er zu 2 steht und verhält sich auch entsprechend. Er spielt ein nicht sehr tolles G/R Deck, gegen das ich 2:1 gewinne.
Runde 5 dann gegen einen U/G Spieler. Im ersten Spiel mache ich Runde 1 Goblin Guide (ich war on the Draw), er Runde 2 Nissas Chosen. Das Spiel gewinne ich trotzdem recht leicht. Spiel zwei dann der Bauern-Move von mir. Nach Runde 1 Goblin Guide von mir folgt natürlich Runde 2 Nissas Chosen von ihm. Trotzdem kann ich ihn in Bedrängnis bringen, bis er Terra Stomer legt. Im Zug danach spielt er eine Aura, schiebt sie unter Nissas Chosen und ich denke mir: “Wie soll ich gegen zwei 8/8er gewinnen?”
Im Zug darauf lege ich Scalding Tarn und fetche, um mit einem 7/5 Crocodil anzugreifen, das mit War Paint ausgestattet ist. Ich will, dass sein 8/8 Chosen mit dem Crocodile tradet. Hätte er das Enchantment nämlich nicht gehabt, hätte ich All in gehen können und er wäre im Zug darauf sicher tot gewesen. Was macht er? Blockt mein Crocodile, tappt den Chosen und sagt: “Before Damage, Shot on your Shortcutter”. Ich ahnte es schon. Ich hebe den Chosen hoch und sehe… Predatory Urge. BAM!
Ist euch mal aufgefallen, wie ähnlich sich die Karten Predatory Urge und Gigantiform sehen? Jedenfalls auf dem Kopf, wenn man sie nur für 5 Sekunden sieht?
Naja, das Spiel verliere ich jedenfalls und das darauf folgende verdienterweise auch. Und natülrich nach Turn eins Goblin Guide und Turn zwei Nissas Chosen ;) Und droppe natürlich.
Ich kann zwar sagen, dass ich keinen Spielfehler gemacht habe, denn mit meinem Wissen war das das absolut richtige Play. Nur habe ich eben die verdammte Karte nicht richtig gesehen! Klar, meine Schuld, ich will ich auch gar nicht beschweren. Aber ein Hammer war das schon!

Egal, nochmal zum Deck:
Was würde ich im Nachhinein sagen? ganz einfach, es ist komplett falsch gebaut und schlecht! Es spielt sich jedenfalls schlecht. Es ist das, was ich eigentlich vermeiden wollte. Ein Deck, das ein bisschen Aggro ist, ein bisschen Control, aber nichts wirklich.
Es mag gut aussehen, wenn es vor einem liegt, aber es zockt sich grausam!
Wie hätte ich es denn bauen sollen? U/B! Ich habe es nach dem Turnier mal gebaut und damit gespielt, und es war so unglaublich viel besser! Mit U/B hätte ich, realistisch gesehen, durchaus Chancen auf Day 2 gehabt! Das Deck hat sogar am Tag darauf locker gegen mein Deck aus dem Sideeven-Draft gewonnen. Und das war stark!

Wie das ausgesehen hat? Hm, dazu morgen mehr in Teil 3 ;)

Gepostet in Allgemein | 9 Kommentare »

Nov
11

2 Days in Paris, Teil 1: Pool

So, dann ist er also rum, der GP Paris 2009. Mein persönliches Highlight des Magic-Jahres (weil auch mein einziger GP des Jahres…).
Wie habe ich abgeschnitten? Kurz gesagt: schlecht.
Woran hat das gelegen? Nun, dazu zeige ich euch erst einmal meinen Pool. Ihr könnt euch dann ja mal überlegen, was ihr gespielt hättet. Leicht zu bauen war er meiner Meinung nach nicht.
Aber seht selbst:

Weiß
1 Armament Master
2 Cliff Threader
1 Kor Aeronaut
1 Kor Cartographer
1 Kor Duelist
1 Kor Outfitter
1 Makindi Shieldmate
1 Ondu Cleric
1 Pillarfield Ox
1 Shepherd of the Lost
1 Shieldmate's Blessing
1 Sunspring Expedition
1 Windborne Charge

Blau
1 Cancel
1 Into the Roil
1 Kraken Hatchling
1 Lethargy Trap
2 Reckless Scholar
1 Quest for Ancient Secrets
1 Seascape Aerialist
1 Sky Ruin Drake
1 Sphinx of Lost Truths
1 Spreading Seas
1 Summoner's Bane
1 Trapfinder's Trick
2 Welkin Tern
1 Windrider Eel

Schwarz
1 Crypt Ripper
1 Desecrated Earth
1 Disfigure
1 Gatekeeper of Malakir
1 Grim Discovery
1 Guul Draz Vampire
1 Hagra Crocodile
1 Halo Hunter
1 Heartstabber Mosquito
1 Nimana Sell-Sword
1 Soul Stair Expedition
1 Vampire Nighthawk

Rot
1 Bladetusk Boar
1 Burst Lightning
1 Goblin Bushwhacker
1 Goblin Guide
1 Goblin Shortcutter
1 Goblin War Paint
1 Highland Berserker
1 Lavaball Trap
1 Quest for Pure Flame
1 Shatterskull Giant
1 Slaughter Cry
1 Torch Slinger
1 Tuktuk Grunts
1 Zektar Shrine Expedition

Grün
1 Beast Hunt
1 Grazing Gladehart
2 Harrow
1 Joraga Bard
1 Khalni Heart Expedition
1 Oran-Rief Recluse
1 Primal Bellow
1 Relic Crush
1 Savage Silhouette
1 Timbermaw Larva

Artefakt
1 Blazing Torch
1 Carnage Altar
1 Expedition Map
1 Explorer's Scope
1 Khalni Gem
1 Stonework Puma
1 Trailblazer's Boots

Land
1 Piranha Marsh
1 Jwar Isle Refuge
1 Kabira Crossroads
1 Scalding Tarn
1 Sejiri Refuge
1 Soaring Seacliff
2 Turntimber Grove
1 Valakut, the Molten Pinnacle

Nicht über die 7 Rares wundern, der Golbin Guide ist foil.
So, ihr dürft euch jetzt mal bis morgen überlegen, wie ihr den Pool gebaut hättet.
Ich kenne das nämlich von mir, wenn ich solche Artikel lese. Ich sehe einen Pool, überfliege ihn kurz und schaue dann trotzdem gleich, wie der Verfasser ihn gebaut hat. Deshalb gibts mein Deck und des Rest erst morgen.

Also, bis morgen ;)

Gepostet in Allgemein | 11 Kommentare »

Okt
26

Von Zendikar Limited bis zu ganz anderen Sachen

Puh, jetzt ist es schon wieder eine gaze Weile her, seit ich meinen letzten Eintrag verfasst habe. Das liegt vor allem daran, dass ich momentan auf der Arbeit arg eingespannt bin. Man sollte es zwar nicht vermuten, aber auch als Informatiker merkt man wenn das Jahr zu Ende geht. Alle Kunden wollen noch schnell schnell ihre geplanten Änderungen oder Neuerungen durchführen.
Aber gut, für die bunten Karten bleibt auch noch Zeit. So habe ich bisher schon einige Drafts mit Zendikar spielen können. Und ich muss sagen: entweder sind die von vielen Seiten beschriebenen Gegebenheiten des Formats bei uns nicht angekommen, weil wir zu schlecht sind, oder aber die Gegebenheiten sind nicht so extrem. Ersteres würde ich an dieser Stelle allerdings ausschließen wollen, wenn ich mir die Liste der Namen ansehe, mit denen ich spiele.
Kontrolle lässt sich nicht draften? Falsch.
Aggro > All? Falsch
Midrange resultiert aus nicht erfolgreichem Aggro-Draft und ist sonst nicht vorhanden? Falsch.

(Achtung:
man bemerke, dass ich hier meine eigene Meinung vorstelle. Ich erhebe keinerlei Anspruch darauf, dass diese Meinung die einzig wahre oder die richtige ist. Das kann und muss jeder für sich selbst entscheiden!)

Kontrolle
Es mag sein, dass sich klassische Kontrolle, wie man sie aus anderen Formaten kennt, nicht sehr gut draften lässt. Aber dann muss man sich eben den Gegebenheiten des Formats anpassen. Wozu gibts es denn Karten wie Kraken Hatchling und co? Eine Karte, die im frühen Spiel effektiv jede Runde Schaden verhindert stört den Aggro-Spieler sehr wohl. Und selbiger hat auch nicht immer (eher sogar in den seltensten Fällen) eine Kurve mit zB Turn 1 Lacerator, Turn 2 Marauder, Turn 3 Shortcutter + Removal.
Und wer sagt denn, dass man mit multiplen Kraken Hatchling und Bounce-Sprüchen nicht gegen Aggro gewinnt? Das “Lategame” fängt in diesem Format eben einfach früher an. Wenn man dem Aggro-Spieler einen Hatchling vor die Nase setzt und noch einmal einen Angreifer auf die Hand schickt, kann man sehr wohl seine Windrider Eel und Sky Ruin Drake spielen. Da muss man sich nicht verstecken. Und man ist dann auch durchaus noch bei genug Leben. Und ab da sollte eh jede Kreatur mit Power den meisten gegnerischen Kreaturen überlegen sein.
Man darf Kontrolle in Zendikar also nicht mir klassischer Kontrolle vergleichen. Man muss den Begriff einfach auf das Format anpassen. Und schon ist es kein großes Problem mehr. Das soll zwar nicht heißen, dass man dann jedes Spiel gegen Aggro gewinnt. Aber es ist nicht, wie oft dargestellt, ungewinnbar!

Aggro > All?
Wie oft habe ich es nun schon gesehen, dass Aggro-Decks nach anfänglicher Offensive nach 2 großen Kreaturen auf der gegnerischen Seite einfach nichts mehr machen. Klar, es kann das Removal haben. Muss aber nicht. Deshalb meine Meinung: Will man wirklich erfolgreich ein sehr sehr aggressives Deck spielen, muss man die letzten Schaden durch einen Burnspell oder aber durch eine umblockbare Kreatur erzwingen.
Beispiel am Freitag: Ich habe ein wahrlich nicht sehr gutes U/G-Deck gedraftet, welches einfach sehr langsam war. Ich spiele gegen einen R/B-Aggro-Build. Spiel eins bin ich colorscrewed, weswegen er es doch recht leicht hat. Spiel zwei ziehe ich gut. Ich kann einen Grazing Gladehart spielen und danach ein Oracle of Mul Daya. Da konnte er machen was er wollte, mit seinem Aggro-Deck hatte er hier schon verloren. Ich habe dann einen oder zwei Züge später noch einen Sky Ruin Drake gelegt. Ab da war das Spiel endgültig entschieden. Spiel drei wiederum hat er einen guten Start mit Surrakar Marauder und Adventuring Gear. Dann zwei Allys und doppel Hagra Diabolist. Und selbst in dem Spiel hätte ich mich fast noch stabilisiert! Wäre mein Deck also etwas besser gewesen, wäre da durchaus ein Sieg drin gewesen!
Diese Aussage führt mich dann auch schon zu:

Midrange
Midrange soll es also angeblich nicht geben. Interessant. Nun kann man Midrange sicher auf verschiedene Arten definieren, allerdings ist es meiner Meinung nach sehr wohl vertreten. Ich lege Turn eins bis zwei (oder auch noch drei) eher defensive Kreaturen und danach starke Tiere mit CC 4 und 5. Ist meiner Meinung nach schon Midrange und kann Aggro nach meinen Erfahrungen oftmals schlagen. Und man kann dieses Deck auch durchaus direkt draften. Es kommt nicht nur durch einen misslungenen Aggro-Draft zustande!
Ich bin froh, wenn ich ein Deck mit multiplen Giant Scorpion habe. Wenn dann auch noch Disfigure und/oder Hideous End und/oder Marsh Casualties dazu kommen, vielen Dank! Dann nehm ich gerne mal einige Nimana Sell-Sword über andere Sachen, weil die dann plötzlich sehr gut sind (aber nicht nur dann, die sind auch so super!).

Aber gut, das kann jeder entscheiden wie er will. Sind ja nur meine Meinungen und Erfahrungen.

Lernprozesse
Nun aber mal zu etwas anderem.
Früher habe ich mich beim Spielen etwa in der Form verbessert: Ich spiele in meinem Zug in der ersten Hauptphase einen Instant, den ich auch im EoT des Gegners hätte spielen können. Der Gegner weist mich darauf hin, ich merke mir das. das nächste mal mache ich das besser.
Heute ist das ganze etwas subtiler. Dazu ein Beispiel:
Letzten Mittwoch beim Draft. Ich spiele ein aggressives R/B-Deck mit vielen 1- und 2-Drops. Mein Gegner in der letzten Runde spielt ein sehr defensives Deck mit zwei (!) Eternity Vessel, Hedron Crab, multiplen Kraken Hatchling. An wirklich Power hatte er im Deck nur eine Welkin Tern und einen Living Tsunami. Dazu noch Goblin War Paint.
Spiel eins lege ich direkt Vampire Lacerator, er Kraken Hatchling. Ich Surrakar Marauder, er Goblin War Paint. Dadurch kann ich nur noch mit meinem Marauder und Intimidate angreifen, ein Removal ziehe ich nicht. Jedenfalls legt er auf 17 Leben Eternity Vessel. Kein Problem, mein Vampire Hexmage kann das Problem lösen. Den zweiten Vessel einen Turn später kann ich nicht mehr abschaffen. Ich habe zwar noch Lösungen im Deck, aber die schafft er mit der Krabbe ab. Naja, dumm gelaufen.
Egal, ich habe vor dem Deck nicht wirklich Angst. Und so gehe ich ins zweite Spiel, um das es mir hier eigentlich geht:
Ich starte wieder mit Lacerator, er mit Hatchling. Ich Highland Berserker, er War Paint. Schon wieder. Ich lege Kreaturen nach, während der Vampir an mir knabbert. Ich spiele Crypt Ripper, er hat Burst Lightning. Bei mir folgt ein Bladetusk Boar. Ich bin dann irgendwann auf 12. An dieser Stelle ziehe ich das Removal für seinen Hatchling nach. Er legt im Zug darauf aber direkt Welkin Tern und Living Tsunami.
Ich greife ihn an, er wäre im nächsten Zug tot. Er greift mich an, ich bin im nächsten Zug tot. Ich greife an, er hat Into the Roil, ich bin tot.
Ich habe lange gedacht, ich hätte in dem Spiel nicht gewinnen können. Doch, hätte ich! Und ich habe sogar zwei dicke Spielfehler gemacht, die mir erst nach langem Überlegen aufgefallen sind.
1: Der Lacerator macht auf meiner Seite nichts, außer mich Leben kosten. Also muss ich in den Hatchling angreifen. Zwar hat er nur 6 Power im Deck, aber er hat sie eben. Und mit denen muss ich rechnen. Hätte ich den Lacerator entsorgt, hätte mir das am Ende einen Zug mehr gegeben, in dem ich gewonnen hätte.
2: Ich lege mit einer Hand aus Crypt Ripper und Bladetusk Boar zuerst den Crypt Ripper. Ein super blöder Fehler. Ich weiß, dass er Burst Lightning spielt. Also muss ich an der Stelle den Boar legen. Den muss er nämlich auch entsorgen. Danach habe ich dann den Ripper, mit dem ich auch in den Hatchling locker angreifen kann. Auch der hätte das Spiel vermutlich gewonnen.

Früher hätte ich solche Fehler nicht einmal bemerkt! Ich hätte gedacht “Hm, sein Deck war gegen meins eben einfach zu gut”.
Heute denke ich mir, wie blöd ich war, das Spiel noch zu verzocken! Aber gut, man lernt ja immer noch dazu.

Jetzt habe ich viel zu viel geschrieben und wende mich mal wieder meiner Arbeit zu. Und freue mich derweil schon auf Paris! Vielleicht sieht man sich ja dort!

Nächstes mal kommen dann auch die “anderen Sachen” mehr zum Vorschein ;)

Bis dahin,
evil-one

Gepostet in Allgemein | 6 Kommentare »

Okt
5

30 Days of Night

Der Titel lässt euch vermutlich schon ahnen, um was es geht. Genau, Vampire. Schon wieder.
Der Film, der mich zu dem Titel verleitet hat, ist übrigens sehr sehenswert. Mal nicht das abgedroschene Klischee der melancholischen Schönlinge, die das Trinken von Blut als etwas Sinnliches empfinden. Eher sadistische Bestien, die eine Menge Spaß daran haben Menschen abzuschlachten. Zu meiner Schande muss ich allerdings gestehen, dass ich den Comic nur teilweise kenne.

Aber zum eigentlichen Thema des Eintrags: Das Vampir-Deck. Es wurde schon ausreichend und zahlreich beschrieben, meist jedoch (zumindest nach meinem Empfinden) ohne viel Erklärung. Einfach Deckliste geschrieben und gesagt: “Da, gutes Deck!”. Ich will dies an dieser Stelle ein wenig anders handhaben. Ich zeige euch eine Liste und erkläre die Cardchoises. Und da gehts auch schon los:

Creatures 25
4 Vampire Lacerator
4 Vampire Hexmage
4 Vampire Nighthawk
3 Gatekeeper of Malakir
4 Vampire Nocturnus
3 Vampire Aristocrat
3 Bloodghast

Spells 14
4 Duress
3 Doom Blade
3 Sign in Blood
4 Quest for the Gravelord

Lands 21
4 Verdant Catacombs
3 Marsh Flats
14 Swamp

Die Liste sieht erst einmal sehr komisch aus. Ich will hier auch gleich sagen, dass ich sie nicht als ultimativ oder endgültig darstellen will. Ich habe nur am Freitag mit einem Kumpel beim zocken überlegt, was wohl die beste Liste für die Vampire sei und wo die Probleme des Decks liegen. Besagten Kumpel mag evtl. auch der ein oder andere kennen. Es ist Xhemil Baruti, dieses Jahr 11. auf der DM. Spitzname: Jimmy.

Nun zu den Karten:

4 Vampire Lacerator
Sollte klar sein. Man will früh Druck machen können. Mit einem 2/2er in Runde 1 gelingt das auch durchaus!

4 Vampire Hexmage
Gute Kreatur. Power 2 und Firststrike sieht man gerne. Zudem Removal für eventuelle gegnerische Planeswalker. Und noch dazu hält er die “Quests” des Gegenübers eine Weile auf.

4 Vampire Nighthawk
Der Kerl ist aus vielen Gründen wichtig. Evasion durch Flying, auch wenn kein aktiver Nocturnus liegt. Deathtouch, um Gegnerische Fatties aufhalten zu können. Und selbst das Lifelink ist bei dem Kerl gerne gesehen. Schließlich verlieren wir durch Lacerator, Fetchlands und Sign in Blood eine Menge Leben!

3 Gatekeeper of Malakir
Er macht eben, was drauf steht. Als 2/2 für BB will man ihn meist nicht spielen. Es sei denn, der Gegner ist eh schon auf low life und man muss seine Offensive ausbauen. Aber selbst dann kann man ja meist einen Blocker für B entsorgen.

4 Vampire Nocturnus
Eine der Schlüsselkarten des Decks. Wegen ihm spielen wir so viele Fetchlands. Er soll immer aktiv sein, denn jeder eigenen Kreatur +2 Power und Flying zu geben ist einfach verdammt stark! Und er selbst ist ja dann nebenbei auch bei 5/4! Da er noch nicht mal legendary ist, nehmen wir natürlich das ganze Playset mit!

3 Bloodghast
Hier spielen wir nur 3. Er kann nicht blocken und hat ohne Nocturnus eben nur 2/1. Das Landfall bringt uns teilweise auch nichts, wenn er immer wieder in einen 3/3er rennen müsste.

3 Vampire Aristocrat
‘Wtf, was soll der denn?', werden sich einige jetzt denken. Nun, es ist ganz einfach. Er hilft gegen viele Probleme des Decks! Volcanic Fallout? Er überlebt. Bloodghast im Spiel und Land gezogen? +2/+2! Der Gegner kann stallen? Kreaturen geopfert und Quest for the Gravelord benutzen. Der Lacerator wird zum Problem wegen dem Lifeloss? Weg damit!
Ihr seht also, der Gute hat viele Möglichkeiten in dem Deck! Allerdings reicht uns einer im Spiel, weswegen nur 3 gespielt werden.

4 Duress
Ebenfalls eine Karte, die gegen einige der Probleme helfen kann. Welche das sind? Nun, in erster Linie Massremoval. Wie bei jedem “Aggro”-Deck. Wissen wir also von einem Gegner, dass er Fallout oder Day of Judgement spielt, dann versuchen wir im Turn vorher ein Duress anzubringen.

3 Doom Blade
Da wir nicht gegen einen Goldfisch spielen, wird uns vermutlich irgendwann mal etwas vor die Nase gelegt. Und das soll weg, so einfach ist das!

3 Sign in Blood
Ein schönes Mittel, damit einem nicht so schnell die Puste ausgeht. Ebenfalls sehr stark nach einem Massremoval.

4 Quest for the Gravelord
Eine der stärksten Karten im Deck. Jedes Problem, das der Gegner beseitigen kann, bringt ihn näher an ein neues heran! Wie erwähnt ein gutes Mittel gegen einen Stall und vor allem sehr sehr stark nach einem Sweeper. Das Board ist leer und so hat unser Freund mit seinen 5 Power freie Bahn!

Länder
Da der teuerste Spruch in dem Deck 1BBB kostet, können wir es uns leisten, nur 21 Länder zu spielen. Ich will allerdings nicht die vollen 8 Fetchies spielen, da wir wie gesagt schon genug Lifeloss haben, ohne dass der Gegner etwas macht. Trotzdem sollten aus naheligenden Gründen (Nocturnus) genug Fetchies vorhanden sein.

Die Probleme des Decks

Ich habe sie eigentlich eben schon angesprochen. Die Probleme eines sehr kreaturenlastigen Decks sind und bleiben einfach Sprüche, die das Board komplett abräumen. Wir sind darauf allerdings bestens vorbereitet. Bloodghast kommt immer wieder, teilweise mit Haste. Das Quest beschert uns gleich einen 5/5er. Duress kann verhindern, dass das Removal überhaupt erst gespielt wird. Und mit Sign in Blood können wir schnell wieder ins Spiel zurück finden.
Gegen andere Aggro-Decks sind wir durch mehrere Removal und die durch Nocturnus bessere Evasion gut aufgestellt. Selbst gegen WW können wir die Bloodwitch ins Board packen. Oder Deathmark (Auch gegen Baneslayer!). Oder Infest.
Bleiben meiner Meinung nach 2 Decks, die erst mal problematisch bleiben. Zum einen Jund, weil es über vielseitiges und zahlreiches Removal verfügt. Es bleibt allerdings abzuwarten, wie das Deck die Verluste von Kitchen Fings und Boggart Ram-Gang ausgleicht. Das zweite Problem-Deck: Vampire! Ein Mirror ist hier keine leichte Sache. Die Doom Blade sind nutzlos, die Duress meist auch. Hier kommt es oftmals darauf an, wer seinen Nocturnus besser nutzen kann. Allerdings können wir im Board noch Tendrils of Corruption spielen, für die im Deck mometan kein Platz mehr ist. Stellt man damit einen Nocturnus ab und bekommt die extra Lebenspunkte, sieht das ganze schon nicht schlecht aus.

So, das war die kurze Darstellung der Liste, wie ich sie ausführlich testen werde. Das Deck ist unheimlich vielseitig und bietet auf sehr viele Probleme eine Antwort im Maindeck! Ihr dürft sie nun zerreißen, ignorieren oder was auch immer. Wobei, ignorieren nicht so gerne, ich will schließlich auch Comments lesen ;)

Bis dann, evil-one

Gepostet in Allgemein | 24 Kommentare »

Okt
1

Display = Verlust?

Normalerweise sagt man ja immer, dass sich ein Display wirtschaftlich nie lohnt.
Ich habe einen selbstversuch gestartet und gestern, mutig wie ich war, ein Zendikar-Display geöffnet. Woher das kam ist irrelevant, ich hatte es jedenfalls. Am besten hätte ich die restlichen Booster nach 10 geöffneten verkauft, aber dazu später mehr.

Ihr wollt die Ausbeute sehen? Könnt ihr haben!

1 Archive Trap
1 Archmage Ascension foil
1 Arid Mesa
1 Bala Ged Thief
1 Blade of the Bloodchief
1 Blood Tribute
1 Bloodghast
1 Celestial Mantle
1 Devout Lightcaster
1 Electropotence
1 Emeria Angel
1 Gigantiform
1 Goblin Guide
1 Grappling Hook
1 Hellkite Charger
1 Lavaball Trap
1 Lullmage Mentor
1 Luminarch Ascension
1 Malakir Bloodwitch
1 Marsh Flats
1 Oracle of Mul Daya
1 Oran-Rief, the Vastwood
1 Predatory Urge
1 Pyromancer Ascension
1 Roil Elemental
1 Sadistic Sacrament
1 Scute Mob foil
1 Sea Gate Loremaster
1 Sphinx of Lost Truths
2 Summoning Trap
1 Terra Stomper
1 Turntimber Ranger
1 Verdant Catacombs
1 Eldrazi Monument
1 Felidar Sovereign
1 Iona, Shield of Emeria
1 Obsidian Fireheart

Macht insgesamt 38, da 2 Foilrares. Auch wenn die gerne etwas besser hätten sein dürfen. Wobei ich mich über den Scute Mob eigentlich auch nicht beschweren will.

Was wir sehen, ist ein sehr durchschnittliches Display. Keine Cobra, kein Day of Judgement. Aber 3 Fetchies. Wenn ich mich nicht irre, sollte man pro Display eine Quote von 2,64 Fetchis erreichen (68 Rares incl. Mythic, 5 Fetchies). Da bin ich also leicht drüber. Dafür ist die nächst bessere (oder wertvollere) Karte der foil Scute Mob, gefolgt von der Iona.

Aber ich will mich nicht beklagen, denn: Rechne ich die Einzelpreise jeder Rare zusammen, ausgehend vom jeweils günstigsten Angebot auf MKM, komme ich auf einen Betrag von 69,70€. Dabei habe ich aber den Preis der normalen Versionen der Ascension und des Mobs genommen. Da kann man also durchaus nochmal mindestens 5€ mehr rechnen, denke ich. Dann hätten wir einen Betrag von etwa 74,70€. Ein foil basic Land war auch noch dabei, ich denke die kann man durchaus bei 2€ das Stück sehen. Macht 76,70€. Und da noch 36 normale Basiclands enthalten waren und die auch 10 ct. haben, sind das wieder 3,60€ mehr.
Somit kommen wir am Ende auf einen Betrag von 80,30€. Im Endeffekt habe ich also für alle Commons und Uncommons des Displays 4,70€ bezahlt. Das ist denke ich relativ fair. Zumal ich auch noch Spaß hatte, ich habe das Display nämlich verdraftet und einige Booster Battle gespielt.

Nun aber der Grund, warum ich das Display am besten nach 10 Boostern verkauft hätte: Ich hatte in Booster 3, 9 und 10 schon alle drei Fetchies. Und danach kam leider nicht mehr so viel, wie ihr gesehen habt.

Grundsätzlich kann man aber sagen, dass sich ein (zumindest ein vorbestelltes) Display dieser Edition rein wirtschaftlich “lohnt”. man bekommt den bezahlten Preis an Kartenwert fast wieder raus! Wenn man dann noch eine “Treasure-Card” findet, die nicht gerade ein Ice Age Hecatomb ist, lohnt sich das erst recht.
Ich werde mir jetzt mit meinen Commons und Uncommons schonmal das Grundgerüst für das Vampirdeck bauen. Das ist das schöne an einem Display. Man hat die Commons fast alle im Playset und auch die Uncommons sollte man alle zumindest 1 bis 2 mal haben.

So, genug für den Moment, viel Spaß bei euren Displays und bis dann,
evil-one

Gepostet in Allgemein | 48 Kommentare »

Sep
29

“Der Neue”

Hallo und herzlich willkommen zu meinem Blog.

Ich denke es gehört zum guten Ton, wenn ich mich erst einmal vorstelle.
Mein Name im “echten Leben” lautet Rouven Hohlstein, ich bin 22 Jahre alt und befinde mich am Ende meiner Ausbildung zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung. Man könnte also sagen, ich bin Programmierer. Mein Wohnsitz befindet sich momentan in Saarbrücken, wo ich seit einem Monat mit meiner Freundin zusammen wohne. Selbige Dame ist auch einer der Gründe dafür, dass ich heute nicht mehr ganz so viel Zeit mit Magic verbringe(n kann) wie früher. Jedoch ist Magic nicht mein einziges Hobby. Ich gehe gerne auf Konzerte und höre viel Musik. Nebenbei klimpere ich auch noch ab und an auf meiner E-Gitarre. Im Keller habe ich auch noch 2 große Warhammer Fantasy-Armeen liegen. Ich will mich aber nicht von ihnen trennen, dazu habe ich zu viel Zeit und Geld investiert.

Magic und ich - eine offene Beziehung

Ich spiele noch nicht sehr lange Magic. Meine ersten Schritte habe ich irgendwann zwischen Mirrodin und Darksteel gemacht. Das sind zwar schon ein paar Jahre, aber ich würde mich nicht als “alten Hasen” bezeichnen. Offen ist die Beziehung, weil ich zwischendurch immer mal wieder eine Pause eingelegt habe. Nicht, weil mir das Spiel keinen Spaß mehr gemacht hat. Eher, weil andere Dinge meine Aufmerksamkeit mehr auf sich gezogen haben. Das war einmal der dritte Anlauf, bei Diablo 2 LoD die neue Ladder zu erklimmen oder mal ar es ein Abstecher in ein Onlinekartenspiel in dem es um urbane Rivalitäten geht. Zu Magic habe ich aber immer wieder zurück gefunden.
Ich möchte aber gleich erwähnen: Ich bin kein guter Spieler. Hier mal ein paar gewonnene Drafts, da mal ein Sieg bei einem Grand Prix Trial. Aber ich habe noch nie den zweiten Tag eines Grand Prix oder die Top 8 eines PTQ erreicht. Wobei ich letzteres auch noch nicht wirklich ernsthaft versucht habe.

Um meinen ersten Eintrag auch noch mit etwas einigermaßen Sinnvollem zu versehen, möchte ich euch hier meine Erlebnisse vom Zendikar-Prerelease am Sonntag präsentieren.

Zendikar - Wunderbar

(Bitte entschuldigt, wenn ihr die folgenden Zeilen an anderer Stelle schon einmal gelsen habt. Ich habe den Bericht schon in einem Forum veröffentlicht und mich anschließend doch dazu entschieden, einen Blog anzulegen)

Wir waren in Dillngen/Saar 48 Leute, davon mit mir 8 Leute aus unserer (ehemaligen) “Saarbrücker Community”.
Mein Pool war relativ okay, 2 spielbare Mythics (Kalitas, Bloodchief of Ghet und Rampaging Baloths) und einiges an gutem schwarzem Material. Leider war außer schwarz keine Farbe wirklich tief, also habe ich mich am Ende zwischen grün und blau als Zweitfarbe entschieden. Letztendlich haben mich dann die Rampaging Baloths, der Baloth Woodcrasher und Harrow dazu bewegt, grün zu wählen.

Hier auch kurz mein Deck:

1 Crypt Ripper
1 Giant Scorpion
1 Hagra Diabolist
1 Heartstabber Mosquito
1 Kalitas, Bloodchief of Ghet
1 Nimana Sell-Sword
1 Vampire Hexmage
1 Vampire Lacerator
1 Vampire Nighthawk
1 Baloth Woodcrasher
1 Joraga Bard
1 Oran-Rief Recluse
1 Rampaging Baloths
1 Tajuru Archer
1 Timbermaw Larva
1 Disfigure
1 Hideous End
1 Marsh Casualties
1 Harrow
1 Vines of Vastwood
1 Explorer's Scope
1 Blazing Torch
1 Verdant Catacombs
9 Swamp
8 Forest

Mit dem schwarz war ich zufrieden, mit dem grün nicht. Alles in allem hab ich das Deck als Mittelmaß eingeschätzt. Die Allys habe ich nur gespielt, um nicht noch eine dritte Farbe spielen zu müssen. Im Nachhinein wäre das vielleicht sogar eine gute Entscheidung gewesen, jedoch hätte ich dann vermutlich auch Crypt Ripper und Timbermaw Larva herausnehmen müssen.
Die sonsigen Rares in meinem Pool waren Celestial Mantle, Archmage Ascension sowie Mindbreak Trap.

Da wir zu viele Leute waren, musste ich in Runde 1 an Tisch 23 im Stehen spielen. Auch eine neue Erfahrung.
Mein Gegner ist im ersten Spiel auf 3 Ländern srewed und ich haue ihn mit meinem Nighthawk und Kleinvieh um. Am Ende bin ich bei 30 Leben.
Spiel 2 kann ich früh Druck aufbauen, er hat allerdings einiges an Removal und legt irgendwann Sorin Markov, den ich in den beiden folgenden Runden nur jeweils auf eine Marke bringen kann. Der Hexmage will sich nicht zeigen, also verliere ich das Spiel, während mein Gegner auf 30 ist.
Spiel 3 wird relativ knapp. Es ist ein offener Schlagabtausch, am Ende stabilisiert sich das Board während er auf 2 ist, ich bin bei 4. Wir ziehen beide nur noch Länder von oben, bis ich irgendwann die erlösende Blazing Torch ziehe und ihm mit meiner letzten Kreatur die 2 Schaden schieße.
1:0 ; 2:1

Runde 2
Ich spiele natürlich direkt gegen den ersten der Saarbrücker, Tim Köhler. Er ist mit seinem Deck recht zufrieden und auch ein guter Spieler, also glaube ich ihm, dass das Deck was kann!
Spiel 1 ist wieder ein offenes Race, das ich auf 2 Leben für mich entscheiden kann.
Spiel 2 ist enger. Ich halte eine langsame Hand mit 2 4-Drops und 5 Ländern, bin aber ja on the draw. Und ziehe mit Kalitas den 7-Drop. Und im nächsten Zug mit den Baloths den 6-Drop. Tim prügelt mich recht konstant auf 4 und entsorgt meine Blocker, die ich zwischendurch mal anbringen kann. Zu diesem Zeitpunkt ist die Situation folgende: ich befinde mich auf 4 Leben mit 4 Handkarten und einem gerade gespielten Kalitas, er ist auf 19 Leben mit Shoal Serpent und 3/3 Tuktuk Grunts. In seinem Zug spielt er erst noch einen Tuktuk (zum Glück hat er kein Land gezogen! Wann kann man das im Lategame eines Sealed-Events schonmal sagen?) und greift dann mit 3/3 und 4/4 an. Den 4/4 Blocke ich tot und gehe auf 1. Nach dem Combat spielt er noch Heartstabber Mosquito (ohne Kicker) und einen Random 2/1er. Ich wollte in meinem Zug eigentlich meine Baloths legen, was aber nun nicht mehr drin ist. Also muss ich das Marsh Casualties mit Kicker spielen, um seine beiden nachgelegten Kritter zu töten. Genug schwarz für Kalitas habe ich nicht mehr offen. Er zieht anscheinend etwas irrelevantes und muss den Zug ohne Angriff abgeben. In meinem Zug kann ich dann die Baloths legen und bin so flooded, dass ich noch ein Land hinterher legen und seine Schlange mit meinem Kalitas erledigen kann. Er sieht sich nun also mit seinem 3/3 meinen beiden 5/5ern, einem 6/6er und einem 4/4er gegenüber und gibt auf in dem Wissen, dass er keinen Burn mehr im Deck hat. Das war knapp!
2:0 ; 4:1

In Runde 3 spiele ich gegen Ronny, auch ein Saarbrücker.
In Spiel eins bin ich colorscrewed und gehe ein mit einer Hand aus Hideous End, Vampire Nighthawk etc.
Spiel 2 lege ich früh einen Vampire Lacerator, der mir in diesem Spiel sage und schreibe 9 Schaden macht und mich somit fast allein umbringt. Lifegain mag der Kerl nicht.
2:1 ; 4:3

Runde 4 geht es gegen einen Spieler, dessen Deck nicht wirklich mitspielen will. Spiel 1 ist er screwed und ich gewinne schnell mit Nighthawk und Hexmage. Spiel 2 zieht er normal Länder, aber sein Deck gibt anscheinen nicht viel her. Auch hier gewinne ich durch 2 Removal und 2 Beater sehr schnell.
3:1 ; 6:3

(Zu diesem Zeitpunkt stehen alle (!) Saarbrücker 3:1)

Runde 5 geht es gegen den nächsten Saarbrücker, Emanuel Sutor. Er wird dem ein oder anderen hier evtl. ein Begriff sein.
In Spiel eins baue ich schnell Druck auf und ein Nighthawk prügelt ihn schnell runter. Bevor er sich stabilisieren kann greife ich scheinbar unvorteilhaft für mich mit allem an. Er schluckt den Köder und lässt eine Kreatur druch, die durch Vines of Vastwood die letzten Schaden bringt.
Spiel 2 mache ich an einer Stelle einen entscheidenden Spielfehler. Er war von Anfang an in der Offensive und ist noch bei 19 Leben. Auf dem Board hat er 2/2 Umara Raptor und einen 2/5 Makindi Shieldmate. Ich habe einen Giant Scorpion und den Baloth Woodcrasher. Ich habe schon ein Land gelegt und greife mit dem 8/8 Crasher an, er blockt nicht. Hier hätte ich das Harrow spielen müssen, um ihm 16 Schaden zu machen, so dass er sich anschließend in der Defensive befindet. So geht er auf 11, schafft meinen Baloth weg und ist weiter in der Offensive, was dann einfach reicht.
Im dritten Spiel nehme ich Mulligan, halte dann aber eine durchaus starke Hand. Für meinen Nighthawk hat er direkt Removal, wir stellen beide das Board ein wenig zu, wobei wir beide noch ab und an angreifen können. Am Ende kann ich aber Kalitas legen. Der muss in der Situation auch schon keine Tokens mehr machen, es reicht auch so. Das Spiel hätte ich aber auch jederzeit noch verlieren können!

4:1 ; 8:4

In der letzten Runde spiele ich gegen ein Deck, welches Spiel eins nicht mitspielt, da sein Pilot mehrere Runden auf 2 Ländern screwed ist. Und das nach Mulligan.
Spiel 2 macht er schon eher mit, dafür will mein Deck nichts ordentliches zeigen. Das Spiel dauert lang, aber er gewinnt es.
Spiel 3 ist das wohl schwerste des Tages. Ich bin am Anfang sehr langsam, während er schnell Kurve legen kann und mich zügig unter 10 Leben bringt. Spiele ich einen Blocker, der mich einigermaßen stabilisiert, kann er ihn abstellen.
auf etwa 5 Leben kann ich das Spiel dann einigermaßen stabilisieren. Es baut sich ein Stall auf, mit dem ich erst mal nicht unzufrieden bin, weil ich so meine Lategame-Power ziehen kann. Er kann mich mit einem Flieger noch auf 2 bringen, bis sich dann nach ein paar Runden folgende Situation darstellt:
Sein Board:
2 Kor Sanctifiers, 1 Rampaging Baloths, 1 4/4 Token, 1 Cliff Threader, 1 Scythe Tiger, 1 Timbermaw Larva
Mein Board:
Rampaging Baloths, 2 4/4 Token, Baloth Woodcrasher, Hagra Diabolist, Joraga Bard, 1 Vampire Hexmage, 1 Vampire Lacerator
Und was macht er? Er hat keine Hand und geht all in, wohl ohne zu überlegen, wie was geblockt werden kann! Jedenfalls blocke ich richtig und kann ihn mit meinen 3 verleibenden Kreaturen im nächsten Zug umhauen. Da hat er sich selbst besiegt.
5:1 ; 10:5

Am Ende reicht das nur für den 5. Platz und 3 Booster. Etwas enttäuschend. Aber gut, immerhin bekommt in dem Laden jeder Teilnehmer einen Booster, dafür gibts dann weiter oben eben weniger.
Immerhin hatte ich in den Preisboostern noch das U/R Fetchie. Die Bilanz ist hier also: 2 Fetchies, 1 Minbreak Trap. Das Geld habe ich also locker nochmal rausgeholt.

So, hier sind wir am Ende meines erstel Blog-Eintrags angelangt. Ich hoffe es war einigermaßen unterhaltsam. So oder so dürft ihr aber auf jeden Fall Kommentare dazu abgeben.

Bis zum nächsten Mal, evil-one

Gepostet in Allgemein | 7 Kommentare »